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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
29
4,2 von 5 Sternen
Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. Februar 2009
Zuerst die Punkte, die zu einem Stern Abzug geführt haben: Reicholf zeigt räumlich und zeitlich ziemlich unsortiert historische Ereignisse, vorwiegend aus der Geschichte Europas, in einem, selbst für einen breit interessierten Vielleser mit technsich/naturwisscenschftlicher Ausbildung wie mich, nicht immer einfach nachvollziehbaren Zusammenhang zum jeweils vorherrschenden Klima und der Auswirkungen auf Lebensumstände und -erwartung der Bevölkerung und qualitativer und quantitativer Ernteerträge, der Verhältnisse der Jahreszeiten usw. der jeweils vorwiegend herrschenden Kulturen. Für Laien wie mich wäre ein klarer, linearer Zeitstrahl, begründet und geografisch sauber verortet, der Klima, Bevölkerungsdichte, qualitaives und quantitatives Nahrungsangebot, Zentrale Aspekte der Politik wie z.B. Expansionsbemühungen der Reiche, soziale Strukturen, Lebenserwartung, oder Kindersterblichkeit oder irgendwie anders ausgedrückt "Lebensqualität" zum historischen Ereignis direkt herstellt, einfacher verständlich.
Reicholf macht Aussagen, die einem oder präziser direkt mich selbst sehr schnell und direkt ins Lager des ökologischen Romantikers und Nichtverstehers verweist, weil ich selbst vielleicht ein etwas unexaktes Bild und diffuse Vorstellungen zu den Ursachen und Wirkung in der Umwelt habe oder den Zeitstrahl der Beobachtungen zu kurz fasste und deshalb zu einer anderen Beurteilung gekommen bin oder eine gängige andere Beurteilung teile oder teilte, als wenn das Ganze vor historischen Dimensionen gesehen wird (zum Glück nicht gleich auf der geologischen Zeitskala sondern nur über ein Jahrtausend), auf was vieles hinausläuft. - Ich hätte deshalb das Lesen des Buchs beinahe abgebrochen. - Zum Glück habe ich es nicht getan sondern habe versucht dem Autor zu folgen und meine "Vorurteile" überwunden und einfach versucht der Argumentation des Autors zu folgen und auf Plausibilität und Kausalität zu prüfen. - Vom Ende her betrachtet hat Reicholf da voll bestanden (wären somit fünf Sterne, hätte er mich nicht zwischendurch fast verloren). Sein Buch gibt sehr interessante Aspekte und eine für mich sehr andere Perspektive der Betrachtung der aktuell gemessenen Klimaveränderung, nämlich der Erwärmung der Erde und eine neue Sicht auf langfristige Zusammenhänge und eine spannende, etwas andere, als die vom Mainstream vertretene Interpretation. Stichworte sind da die industrialisierte Landwirtschaft, die als "Grüne Hölle" ohne diversifizierten Lebensraum beschrieben wird oder die Gewässer, die zu sauber sind um potentielle oder exakter, ihre ehemaligen Bewohner heute noch zu ernähren.
Das Buch hat für mich klar, schlüssig und nachvollziehbar die Art und Anzahl der Argumente und Betrachtungsweisen erhöht und den Betrachtungswinkel beträchtlich geöffnet und ist für mich somit wertvoll, selbst wenn ich langfristig zu der Überzeugung kommen sollte, dass vieles nicht exakt stimmen sollte. Das Buch gehört zu denjenigen, die ich als echte Bereicherung empfinde und es ist das erste freiwillig gelesene Buch, wo ich zwischenzeitlich absolut keinen Konsens gefunden habe, fast nur noch trotzig weiter gelesen habe (um zu sehen, wohin der Autor noch will) um dann nach und nach die Argumente zu verstehen und klar als in sich stimmig und nachvollziehbar zu empfinden und nun sogar bereit bin, sie weitestgehend zu übernehmen. - Falsifiziere wer kann, bin gespannt!
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am 4. März 2016
Hier erfährt man nicht nur, wie das Klima die Natur und die Menschheit in der jüngsten Vergangenheit beeinflusst hat. Es ist vielmehr ein Spaziergang durch die Geschichte der Natur und der Menschen und man erfährt sehr viel, was man so vielleicht noch nie so gesehen hat.
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am 10. Dezember 2009
die die CO2-Propheten allerorten nie beantworteten.
Sachkundig und umfassend werden allgemeinverständlich Zusammenhänge erklärt wie sonst nirgendwo.
Reichholf ist so schlau und legt sich erst gar nicht mit der CO2 Lobby an.
Dafür zeigt er andere Zusammenhänge auf, die auf mich zumindest, bedrohlicher wirken als CO2.
Reichholf beschönigt nichts und zeigt auf daß sich die Menschheit umstellen muß wie schon des öfteren in der Vergangenheit.
Auch die Sicht der heutigen Menschen auf die Natur werden klug hinterfragt.
Reichholfs Buch ist ein wichtiges Gegengewicht zur gegenwärtigen Klimadiskussion und widerlegt alte Ideologien.
Auch scheint mir das eine oder andere, obwohl logisch, etwas spekulativ.
Trotzdem ist es ein unbedingt lesenswertes Buch das mit überraschenden Fakten und Tatsachen gespickt ist.
Sowas bringt nur ein langes Forscherleben zustande.
Nur die weit ausholenden, langen Sätze machen es manchmal anstrengend zum Lesen.
Daher 4-5 Sterne.
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am 6. Mai 2013
Ein Buch ,das eine neue ungewohnte Sicht der Dinge ermöglicht .Auf einmal erscheint die Geschichte des Mittelalters ganz anders aber verständlicher. Viele neue Erkenntnisse .Es lohnt in jedem Fall.
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am 18. Mai 2016
Eine Lektüre, die mir viele neue Einsichten und Anregungen vermittelt hat und nun vieles - auch aktuelle Fragestellungen jenseits reiner Naturgeschichte - in neuem Kontext verstehen lässt.
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am 12. Dezember 2008
Ein hervorragendes Buch, welches konsequent die Veränderungen unserer Umwelt unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Und eben nicht wie so oft unter rein ökonomischen einerseits oder romantisierenden Aspekten andererseits.
Das weitverbreitete romantisierende Naturverständnis geht von "statischen Gleichgewichten" aus, die der "Mensch" böse zerstört. Die Schöpfung wird harmonisch gedacht und idealisiert. REICHHOLF als Professor für Zoologie in München weiß es besser. Natur ist ein dynamischer Prozess dauernder Veränderungen. So wandelte sich das Klima auch in geschichtlicher Zeit oft und auch abrupt ohne menschliches Zutun. Arten kamen und verschwanden gemäß den Regeln der Selektion und der Anpassung. Den Einfluss der modernen Gesellschaft vornehmlich als umweltzerstörend zu beschreiben stellt die Menschen außerhalb der Natur und ist damit nicht ökologisch gedacht. REICHHOLF beschreibt, dass die Industrialisierung nicht nur negative sonder auch positive Effekte auf Fauna und Flora haben kann. Und er kritisiert, wie verlogen der herkömmliche Tierschutz oft daherkommt. Ich habe mich auch schon oft gefragt, wie etwa der Schutz der Delphine bei den Fischen ankommt, die von ihnen gefressen werden. Tiere die beliebt, niedlich und repräsentativ sind werden geschützt, andere eben nicht und das bringt diversen Verbänden auch gut Geld ein. Man kann dies durchaus billigen- wer hat schon was gegen Pandas? - aber mit einem naturwissenschaftlichen Verständnis hat das nichts zu tun.
Der Stil ist am Anfang etwas holprig. So spricht er von der "unrühmlichen Rolle des Rums". Geschichtliche Entwicklungen werden oft sehr vereinfacht und teilweise falsch beschrieben, etwa wenn er behauptet, dass die Syphilis aus Amerika kommt oder die Goten aus Skandinavien. Da sind veraltete Ansichten. Aber wenn er zu seinem eigentlichen Thema kommt, schreibt REICHHOLF brillant und fundiert.
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am 29. April 2007
"Das Zusammenführen von Geschichte und Naturgeschichte ist für einen Einzelnen eine zu große Aufgabe..." seufzt Reichholf im Nachwort zu seinem Buch "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends". Genau dies versucht er und scheitert - nicht mit Bravour, sondern kläglich.

Bereits der Titel "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends" ist irreführend. Die eigentliche Naturgeschichte, über einen Zeitraum von 1000 Jahren vorwiegend eine Geschichte des Klimas und seiner Folgen, nimmt nur einen kleinen Teil des Buches ein und wird noch nicht einmal zusammenhängend dargelegt, bevor kultur- und sozialhistorische Verbindungen hergestellt werden. Die Methoden, mit denen diese naturgeschichtlichen Erkenntnisse zustande kommen, wie die Analyse von Jahresringen der Bäume, Bohrkernen aus dem Eis der Arktis, Pollenanalysen usw. werden bestenfalls kurz gestreift. Zur Frage, warum überhaupt Klimaschwankungen eintreten, wird lapidar auf die Sonnenflecken verwiesen, ohne dass auch nur der geringste Versuch unternommen wird, diesen Zusammenhang zu erklären. Großen Raum nehmen dagegen die Veränderungen an der Natur ein, die durch menschliches Einwirken verursacht wurden.

Die Zusammenhänge, die zwischen Naturgeschichte und historischer Geschichte hergestellt werden, erscheinen häufig allzu beliebig. So sollen für die Eroberungszüge der Wikinger und für die Kreuzzüge klimatisch besonders günstige Bedingungen verantwortlich sein, die zu einer Überbevölkerung und einem Expansionsdruck geführt haben. Für den dreißigjährigen Krieg sollen dagegen ungünstige klimatische Verhältnisse verantwortlich sein, genauso wie für die Menschenopfer der Maya. Dies sind sicherlich interessante aber hochspekulative Theorien. Während für viele unwesentliche Details wissenschaftliche Referenzen angegeben werden, fehlen diese daher hier völlig. Leider fehlen aber auch Abbildungen oder Tabellen, die beispielsweise die Bevölkerungsdichte oder die landwirtschaftliche Produktivität klimatischen Daten gegenüberstellen, um die Theorien zumindest plausibel zu machen.

"Sehr unterhaltsam", wie der Klappentext wirbt, ist das Buch mitnichten. Die Umständlichkeit vieler Erklärungen, mißglückte Kalauer, peinliche Ungenauigkeiten ("Grippe und ähnliche Erkältungskrankheiten - Masern, Röteln oder auch die Tuberkulose und besonders die Pocken"), ermüdend häufiges Wiederholen antiklerikaler Klischees ohne irgendeinen Zusammenhang mit dem Thema ("Nach den Seuchenzügen der Pest schwelgte die römische Kirche mit ihrem marionettenhaft gewordenen Papsttum im Überfluss..."), bis hin zu so bizarren Behauptungen wie der, dass die Kirche über die Inquisition und ihrem Bedarf an Folterkammern den massenhaften Bau von Kellergewölben veranlaßt hat, die den Lebensraum für die Ratten geschaffen haben, über die sich die Pest ausgebreitet hat - ein Ärgernis reiht sich an das nächste.

Nicht zuletzt vermisse ich eine klare Stellungnahme zur gegenwärtigen Klimadiskussion, wie sie im Klappentext angekündigt wird. Naturschützer werden als Romantiker und vermeintliche Gegner einer jeglichen Veränderung lächerlich gemacht. Drastische Klimaveränderungen und Naturkatastrophen habe die Menschheit bisher immer bewältigt. Computermodelle seien für Prognosen ungeeignet und hätten fast immer geirrt. Mahnern werde viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. "Wer Änderungen in der Natur bewerten will, muß sich ... an den Zeitskalen orientieren, die für Abläufe in der Natur relevant sind." - Für das Bewerten mögen solche Zeitskalen taugen, aber für ein vorsorgliches Handeln?

PS: Doch keine zu große Aufgabe? Siehe meinen Kommentar zu The Winds of Change: Climate, Weather, and the Destruction of Civilizations.
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am 13. April 2011
Das Buch ist reich an Informationen über die Naturphänomene der letzten tausend Jahre in Europa und Übersee und scheut vor mutigen Schlussfolgerungen, z.B. die Artenvielfalt betreffend, nicht zurück. Der Autor springt aber während seiner Gedankenführung von einem Satz zum nächsten zwischen Kontinenten und Zeitaltern hin und her und verliert sich auf Kosten einer klaren Beweisführung in verwirrenden Details.

Folgende Ausführungen des Autors sind interessant:

Das klimatische Wechselspiel in Europa vom Hochmittelalter bis heute, wobei die Zeit der Stauferdynastie mit der heutigen durch steigende Jahresdurchschnittstemperaturen vergleichbar ist.

Der daraus abgeleitete Zweifel, ob die heutige Klimaveränderung ausschließlich auf den durch Menschen verursachten CO2-Ausstoß zurückzuführen ist und nicht außerdem auf die Zunahme der Sonnenfleckenaktivität (S. 214 ff).

Die Auswirkungen der Kleinen Eiszeit bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Der (nicht immer überzeugende) Versuch, Veränderungen der Weltgeschichte (Völkerwanderungen) mit naturgeschichtlichen Entwicklungen zu erklären.

Die bis heute noch übliche und längst überholte Einteilung von Flora und Fauna in nützlich und schädlich (S. 145 ff).

Das Konkurrenzverhalten zwischen importierten und endemischen Pflanzen und Tieren (siehe auch integrierte Pflanzen und Tiere in Europa, S. 158 ff).

Eine kurze und präzise Zusammenfassung der Naturforschung seit der Aufklärung: Linné (Einteilung der Lebewesen in eine nach ihm benannte botanische und zoologische Systematik), Cuvier (Katastrophen-Theorie), Lamarck (Deszendenztheorie), Charles Darwin (Evolutionstheorie), S. 148 ff.

Der Rückgang der Artenvielfalt durch industrielle Landwirtschaft (Überdüngung) mit der Folge, daß die Stadt zur Fluchtburg bedrohter Tierarten geworden ist (Wanderfalken nisten auf dem Kölner Dom).

Die These, wonach der Raubbau an der Natur durch die Industrie geringer zu bewerten ist als der durch die Landwirtschaft.

Der Hinweis auf Veränderung der Binnengewässer allein im 20. Jahrhundert: Begradigung und Kanalisierung, Aufstau, Entzug organischer Reststoffe (S. 209).

Aspekte zum Artenschutz in Mitteleuropa (deutliche Zunahme nach dem 30jährigen Krieg bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts) und zur Jagd (S. 233 ff).

Die philosophischen Anmerkungen im Schlusskapitel sind verzichtbar. Im Plauderton geht Reichholf unkoordiniert auf Meinungen, Ängste und Wohlstand der Europäer ein. Gleichzeitig rechtfertigt er seinen unvollkommenen Ansatz, Naturgeschichte mit Weltgeschichte zu verbinden.
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am 7. April 2016
Nachdem mich der Autor bei einem Vortrag sehr überzeugt hatte, entschloss ich mich zum Kauf dieses Buches. Leider mußte ich die Lektüre nach der Hälfte aufgeben. Es war weniger der Inhalt als vielmehr die Konzeptlosigkeit des Autors mit ständigen Wiederholungen die mich störte. Außerdem konnte ich mich nie an seinen Stil gewöhnen, viele Sätze blieben mir, auch bei wiederholtem Lesen, einfach unverständlich... schade, das Thema hätte eigentlich mehr verdient.
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am 21. Juni 2010
Endlich mal wieder eine objektive Lektüre, die bei der Diskussion über den Klimawandel über den Tellerrand zu schauen vermag. Unglaublich wissenswert! fulminantes Schlusswort!!Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
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