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am 4. Oktober 2017
Zunächst wird die Entwicklung der modernen Kosmologie erklärt, sehr anschaulich verbal und ohne haufenweise mathematische Formeln. Dies geschieht sehr motiviert, ist gelungen, auch wenn die Anekdoten, Liedtextausschnitte und Ikes Erlebnisse nichts hergeben.
Danach kommt das Herzstück des Buches: nach einer kurzen Einführung in die Stringtheorie geht es in die Branenkosmologie.
Doch ab hier bekommt der Leser abenteuerliche Theorien serviert. Mathematik wird auf die Spitze getrieben, und auch wenn alles ohne Formeln und schön verbal erklärt wird, merkt der Leser schnell: hinter diesen Theorien steht ein riesiger mathematischer Apparat gepaart mit Zurechtbiegerei unerklärter Phänomene. Branen sind erstmal reine mathematische Definitionen, wie sonst 'müssen' dort offene Strings enden. Eine andere nachvollziehbare Erklärung bekommt der Leser dafür nicht. Reale Beobachtungen sind Fehlanzeige. Der mathematische Apparat im Hintergrund arbeitet, hat sich verselbständigt und ist kaum noch überprüpfbar, selbst für andere Wissenschaftler. Aus den Zutaten wird eifrig gebastelt. Eine Brane für das Standardmodell, eine für alles, was man nicht versteht. So kann man es auch machen. Aschenputtel lässt grüßen. Oder Pippi Langstrumpf mit "ich mach die Welt, wie sie mir gefällt".Mit mathematischen Taschenspielertricks wird sich das dann zurechtgebogen.
Ein weiterer sehr großer Kritikpunkt: Recht früh wird sehr schön die Vorgehensweise der Stringtheoretiker mit denen der Modellbauer verglichen. Stringtheoretiker suchen sich den Weg vom mathematischen Luftschloss zur Realität (in der Demut, dass die Theorie nichts mit der Realität zu tun haben kann, sondern vielleicht auch nur ein rein mathematisches Kunstwerk bleibt). Modellbauer gehen von der Basis ins Ungewisse. Lisa Randall gibt vor, den experimentierfreudigen Weg der Modellbauer zu gehen. Das Gegenteil ist der Fall, alles ist auf die Stringtheorie gemünzt und auf diese angepasst. Es ist vielmehr eine Weiterentwicklung der Stringtheorie, die hier beschrieben wird, ein Luftschloss über dem Luftschloss. Passt etwas nicht zur Stringtheorie, wird es gleich verächtlich in die Ecke gestellt, passt es zur Stringtheorie wird es abgefeiert. Der Leser, der sich auf neue Wege und Modellbau abseits der Stringtheoriepfade gefreut hat, wird bitter enttäuscht. Angebliche experimentelle Nachweise für die Theorien werden alibimäßig beschrieben. Zusatzdimensionen reanimieren den Patienten Mathematik und werden im Realitätscheck schnell zusammengerollt.
Warum die Gravitation so viel schwächer ist als die anderen 3 Kräfte wird als Jahrtausend- Problem aufgebauscht, aber ist es das? Muss alles gleich sein? Auch Menschen sehen nicht alle gleich aus, sondern unterschiedlich. Einer ist eben etwas größer wie ein anderer. Lisa Randall schafft es jedenfalls nicht plausibel zu erklären, weshalb die Schwäche der Gravitation zu den anderen Kräften ein Problem darstellt für die Physik (ausser für die utopische Energie, die man bei der Erforschung der Gravitation aufbringen muss). Dafür dass sie das "Hierarchieproblem" permanent anspricht, sollte sie die angebliche oder echte Problematik davon dem Leser zugänglicher machen.
Immerhin bekommt der Leser einen guten Eindruck dafür, wie sich die Spitzenforschung in diesem Bereich in abgehobene mathematische Luftschlösser flüchtet, mit blumenhaften Begriffen schön ausgeschmückt. Wichtig noch das Eisessen mit dem Kollegen. Das darf natürlich nicht fehlen. Einerseits schön die Euphorie mit der Lisa Randall forscht, aber wenn man total abhebt wird es auch gefährlich. Man kann uns aufgrund der "Experimente", die längst nichts mehr mit realen Beobachtungen zu tun haben, alles unterjubeln, was man möchte.
Der Leser bekommt aber einen schönen Eindruck davon, wie sich das Monstrum 'Stringtheorie' weiter aufbläht und mehr Forschungsgelder verschlucken kann als jedes Schwarze Loch. Eine Art physical correctnes scheint sich gebildet zu haben. Mögen auch ausserhlab dieser Luftschlösser noch kosmologische Forschung mit anderen Ideen betrieben werden.
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am 25. Juni 2016
Um es vorweg zu nehmen, inhaltlich ist das Buch gut! Aber es dauert, bis Ms Randall endlich mal zum Punkt kommt. Der Hinweis, dass dieses oder jenes Thema in einem der nachfolgenden Kapitel näher erläutert wird, ist der eigentliche rote Faden in diesem Buch. Dazu grenzt die Verfasserin gleich zu Beginn die langweiligen String-Theoretiker von den fröhlich-agilen Modellbauern ab (die zählt sich natürlich zu Letzteren). Entsprechend findet die String-Theorie auch erst in der zweiten Hälfte Erwähnung - in einem Buch, in dem es um verborgene Dimensionen geht. Ich hätte das Buch am liebsten gleich aus meinem kindle gelöscht.
Stattdessen blieb ich dran und wunderte mich über den schrägen Stil des Buches. Die Zitate aus Song-Texten am Anfang eines jeden Kapitels sind dabei noch das Harmloseste. Jedes Kapitel beginnt mit irgendwelchen Geschichten von zwei fiktiven Protagonisten. Einfach überblättern geht nicht, da im eigentlichen Text immer wieder auf diese Eingangsgeschichten Bezug genommen wird. Dazu bremsen unnötig lange und endlos verschachtelte Sätze sowie ein irgendwie hölzerner Schreibstil den Lesefluss. Da ich allerdings die Originalfassung nicht kenne, möchte ich der Authorin hier keine falschen Vorwürfe machen, sofern hier einfach nur die Übersetzung schlecht ist.
Meine Bewertung ist entsprechend durchwachsen: Inhaltlich gut, stilistisch "eigenwillig"
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am 31. Januar 2016
«Zu schön für unsere Ohren und gewaltig viel Noten, lieber Mozart.» soll Joseph II. zu Mozart über die "Entführung aus dem Serail" gesagt haben, worauf Mozart konterte: "Grad so viel als nötig, Eure Majestät."

Lisa Randall ist Stringphysikerin und schreibt in diesem Buch über die Auswirkungen von Extradimensionen auf Teilchenphysik und Stringtheorie. Die erste "Extradimension" dieses Buches scheint mir jedoch das Vorwort zu sein, das gefühlte 50 Seiten füllt, einen Abriss des Buches, Danksagungen usw. enthält. Nach 10 Seiten habe ich genervt weitergeblättert, nur um als nächstes auf eine fast ebenso ausführliche Einleitung zu stoßen, in der noch einmal erklärt wird, wie das Buch aufgebaut ist. Das wäre nicht so schlimm, da man auch eine Einleitung meist einfach überblättern kann. Doch in jedem einzelnen Kapitel wird erneut über den Aufbau dieses und der folgenden Kapitel berichtet. Dazu kommt, dass auch die physikalischen Fakten immer und immer wieder wiederholt werden und die Kapitel dadurch unnötig aufgebläht werden. Das Buch hätte mit denselben Fakten halb so dick sein können.

Um Mozart noch einmal zu bemühen - waren es wirklich "grad soviel als nötig" Worte?

Doch jetzt zum Positiven - schließlich bedeuten 3 Sterne "nicht schlecht". Sehr systematisch führt Lisa Randall den Leser durch die Physik des Standardmodells der Teilchenphysik, ihre supersymmetrischen Erweiterungen, durch String- und Branenwelten und erklärt das Konzept von unendlichen und kompaktifizierten Extradimensionen. Dabei findet sie immer wieder interessante bildhafte Vergleiche, die einem das Verständnis für diese schwierige Materie erleichtern. Sie erwähnt nicht nur die Erfolge der Theorien, sondern auch ihre Schwachstellen und wie diese zu Erweiterungen oder Neufassungen der Theorien geführt haben. Da Frau Randall selbst auf diesem Gebiet geforscht hat, kommen die Informationen sozusagen aus erster Hand. Es lohnt sich also, sich durch die "vielen Noten" zu lesen.

Ein Hinweis: das Buch wurde ein paar Jahre vor dem Einschalten des LHC im CERN geschrieben. Deshalb sind ein paar der Experimente, die im Buch angekündigt wurden, sicher schon gelaufen. Es wäre also sehr interessant, in einer Neuauflage die neuen Erkenntnisse einfliessen zu lassen.
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am 2. März 2018
nach dem Motto man kann immer noch etwas dazulernen. Verständlich geschrieben - huch ich muss noch 9 Wörter schreiben also hier sind sie ;)
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am 8. September 2016
Wer Randalls Buch über "Dunkle Materie und Dinosaurier" gelesen hat, findet hier den theoretischen Unterbau in allgemeinverständlicher Form. Ein bisschen Mathematikvertsändnis sollte man allerdings mitbringen und die Neugier auf unbekannte Welten.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Dezember 2016
Wir leben in einem Multiversum mit vielen unbekannten Dimensionen. Das ist das momentane physikalische Weltbild, wenn die Hypothesen der Physiker stimmen. Dann gibt es eine Art Quantenfluktuation des ganzen Kosmos mit vielen Paralleleuniversen, in denen ähnliches passiert wie in unserem Universum, aber eben auf andere Art. Lisa Randall beschreibt das sehr gut und ihr Buch liest sich wie ein spannender Roman. Leider ist es aber eher Science Fiction, denn was leider fehlt, sind Beobachtungdaten, Beweise, Experimente, die die Theorie stützen. Leider hat noch niemand ein Paralleluniversum besuchen können. Und so bleibt diese Theorie unbewiesen und hypothetisch.
siehe auch: Der Tag hat 48 Stunden: Wie Sie entschleunigen und dennoch alles schaffen
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am 23. März 2012
Die Autorin beschreibt verschiedene aktuelle Forschungs-Ansätze, welche darauf zielen den großen Unterschied der elementaren Naturkräfte - die Gravitationskraft ist um viele Größenordnungen kleiner als die anderen Kräfte - zu erklären, und unsere Welt in einem theoretischen Modell zu beschreiben.

Nach einer etwas langatmigen Einführung in die Thematik, bei der Relativitätstheorie und das Standardmodell der Teilchenphysik erläutert werden, stellt die Autorin verschiedene Ansätze für Modelle unseres Universums - z.B. bestehend aus höheren Dimensionen oder sog. Branen-Welten vor. Hier geht es zwar nicht direkt um die Stringtheorie, aber die Autorin verweist oft auf diese.
Bei aller Begeisterung der Autorin für das Thema wird dabei dem Leser leider nicht wirklich klar gemacht, dass all dies rein theoretische Modell-Ansätze sind - ebenso wie die Stringtheorie, welche auch seit Jahren intensivster Forschungstätigkeit m.E. bisher nichts wirklich Brauchbares hervorgebracht hat.

Letztendlich ist der Tenor des Buches: 'Unsere Welt könnte so sein - oder auch völlig anders...'
Daher kann das Beschriebene m.E. aktuell bestenfalls als interessante Science-Fiction bezeichnet werden.

Ich will damit nicht ausdrücken dass das alles nur Unsinn ist, aber der Leser sollte sich bewusst sein, dass es neben den beschriebenen theoretischen Modellen vermutlich noch sehr viele weitere (wenn nicht gar unendlich viele) theoretische Modellvarianten für unser Universum geben könnte - und die können zwangsläufig nicht alle der Realität entsprechen...

Das Buch ist zwar phasenweise sehr interessant, aber leider auch über längere Abschnitte - speziell die erste Hälfte - sehr 'langatmig'. Das liegt z.T. daran, dass die Autorin viele Dinge sehr oft wiederholt, in dem Glauben dass man sich's dann besser einprägt (?), aber auch daran, dass einfach zu viel (weibliches?) 'BlaBla' das Lesen stellenweise unnötig lange hinzieht.

Leider fehlt auch in den meisten Fällen Hinweise oder gar konkrete Informationen auf welchen Annahmen/Erkenntnissen/Beobachtungen/etc. die beschriebenen Modelle basieren - somit wird der Leser völlig im Unklaren darüber gelassen ob das Ganze nur reine 'Hirngespinste' sind, oder es tatsächlich eine physikalische Basis dafür gibt.

Mein Fazit ist daher gespalten - einerseits sehr interessant, andererseits aber auch nicht wirklich Nachvollziehbar...
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am 9. Oktober 2009
Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, allerdings wird es danach von Seite zu Seite schwieriger zu verstehen. Es ist also keine Lektüre für den Zug, jedenfalls nicht die zweite Hälfte. Wer allerdings die Ruhe hat sich beim Lesen konzentrieren zu können oder sich sowieso schon mit der Materie auskennt, für den ist dieses Buch sicher hervorragend geeignet.
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am 21. Juni 2014
Lisa Randall ist eine führende Physikerin auf Ihrem Gebiet.
Das Buch wurde vor Inbetriebnahme des Large Hadron Collider des CERN geschrieben.
Von einer realistischen Philosophie aus gesehen, scheint es fraglich, ob es Verborgene Universen gibt.
Besonders die Ausführungen zu den Branen-Welten dürften interessant sein.
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am 23. Oktober 2006
Das Attribut "Meisterwerk" zu vergeben ist so eine Sache, denn leider wird dieser Begriff viel zu oft verwendet, oft bei Büchern die dem bei weitem nicht gerecht werden, einfach deshalb, weil einige Sachbücher aufgrund des prominenten Autors, oder Ihres vermeintlich aktuellem Inhaltes viel versprechen.

Hier verhält es sich aber grundlegend anders.
Mir als Physiker imponiert dieses Werk mächtig. Elegant, Spannend aber trotzdem spezifisch beschreibt Lisa Randall unsere Welt, ist sich nicht zu fein Ihre Theorien als "noch nicht ausreichend bewiesen" zu bezeichnen, obwohl sie einen damit regelrecht fesselt. Sicher an manchen Stellen nichts für Laien, gerade im Mathematischen Anhang beschreibt sie Ihre, und die Theorien anderer mit höherer Mathematik.
Die moderne Physik wird sympatisch und aufregend beschrieben, der Leser fühlt sich als Teil des Ganzen, mit auf der Reise in die Extradimensionale Welt.
Positiv ist auch das Selbstbild welches Prof. Randall um Ausdruck bringt; Demütig und Bescheiden, aber trotdem eine entschlossene Wissenschaftlerin, im Mittelpunkt steht die Forschung, nicht die Personen.
Hochintelligente Anektoden, gepaart von Witz und Weitsicht!
Mir hat dieses Buch noch mehr Begeisterung, und ein allumfassenderes Bild der Physik geschenkt.

Note 1 "Meisterwerk"
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