Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Herbstputz mit Vileda Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic festival 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
38
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 8. November 2005
Die Geschehnisse der Evangelien in Romanform gab es ja schon häufig, mal mehr, mal weniger skandalös.
Dieses Buch hat mich aber besonders berührt, weil die Darstellung etwas anders als üblich ist. Der erste Teil wird aus der Sicht von Jesus selbst erzählt, wie er sich als Junge zunächst wie alle Kinder für unsterblich hält, nach dem Tod seines Vaters Joseph aber begreift, dass Menschen sterben müssen. Erst spät entdeckt er seine Berufung und beginnt öffentlich zu lehren.
Nach der Kreuzigung wechselt die Perspektive. Nun erzählt Pilatus, der römische Statthalter, der Jesus widerwillig zum Tod am Kreuz verurteilt hat, weil das Volk es so wollte. In Briefen an seinen Bruder in Rom berichtet er von diesem seltsamen "Magier", der so sehr den Zorn des Volkes auf sich gezogen hat, dass es seinen Tod forderte.
Als drei Tage später die Leiche des Gekreuzigten aus dem Felsengrab verschwindet, glaubt Pilatus zunächst an eine Verschwörung, doch alle seine Aufklärungsversuche laufen ins Leere. Und überdies stellt sich heraus, dass seine über alles geliebte Frau Claudia heimlich eine Anhängerin dieses Jesus war.
Schmitt erzählt ganz schlicht und sehr menschlich die Geschichten, die man aus der Bibel kennt, und erfüllt sie mit Leben, entstaubt sie, regt dabei zum Nachdenken an, zeigt aber auch viel Sinn für Humor und Zwischenmenschliches.
Als kleines Bonbon gibt es noch einen Anhang über die Entstehungsgeschichte des Romans und Schmitts eigene Gedanken und Erfahrungen zum Christentum, eine sehr interessante Ergänzung.
0Kommentar| 51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Februar 2008
Eric-Emmanuel Schmitt hat sich seinen Traum erfüllt. Nach über siebenjähriger Arbeit hat er sein "Opus Magnum" veröffentlicht:
sein "Evangelium nach Pilatus". Wie er in einer fast 40- seitigen Werkchronik am Ende des Buches erzählt, hat ihn seit einem sehr persönlichen Bekehrungserlebnis in der Wüste Ende der achtziger Jahre das Geschehen um Jesus von Nazareth persönlich und schriftstellerisch nicht mehr losgelassen.

Ich finde, das nun endlich vorliegende Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Er hat sich über 10 Jahre lang mit allen wesentlichen Forschungsergebnissen über Jesus beschäftigt und sie mit einiger Phantasie in ein Werk gekleidet, das auch gestandenen Theologen und bibelfesten Christen viel Stoff zum nachdenken und nachglauben" geben wird.

In einem sehr mutigen ersten Teil, der ihn, wie er im Nachwort berichtet, all die Jahre von einer Fertigstellung des Buches abgehalten hat, weil er zweifelte, ob er von Jesus in der Ich-Form schreiben könnte und dürfte, erzählt sein Jeschua seine "Beichte eines zum Tode Verurteilten am Abend seiner Verhaftung".

Im anschließenden Hauptteil wird die Geschichte weitererzählt und zwar aus der Sicht des Pontius Pilatus, über den ein gestandener, volkskirchlich gebildeter Christ eigentlich nicht mehr weiß, als daß er Jesus verurteilt hat. Schmitt`s Pilatus ist verheiratet mit Claudia, einer sehr intelligenten und einflussreichen Römerin, die schon vor Jesu Tod eine Begegnung mit ihm hatte und nach seiner Kreuzigung beginnt, an ihn zu glauben.

Die Gespräche, die sie mit ihrem Mann über Christus führt, sind spannend zu lesen. Genauso fesselnd ist Schmitt`s Interpretation der Person und Handlungsweise von Jehuda ( Judas), den er als den im Neuen Testament namenlosen "Lieblingsjünger Jesu" identifiziert.

"Das Evangelium nach Pilatus" ist ein wunderbares Buch, das Agnostiker und Skeptiker einem Menschen näher bringen kann, der es seit 2000 Jahren versteht, Menschen in ihrem Tiefsten zu erschüttern. Es ist ein Buch, das glaubensfesten Christen eine Möglichkeit weisen kann, wie es auch gewesen sein könnte, ohne daß sie ihren Glauben einer nur kalten Vernunft opfern müssten.

Und es ist ein Stück Literatur, das helfen kann, in einer westlichen Welt, die ihre christlich-jüdischen Wurzeln zu vergessen droht, sich wieder der wesentlichen Werte, die unsere Zivilisation geprägt haben zu vergewissern und sie zu neuem Leben zu erwecken.

Sonst jedenfalls werden diese Werte von Fundamentalismen nicht nur islamistischer Prägung hinweggeschwemmt werden.
0Kommentar| 45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2007
Ich leihe mir viele Bücher aus der öffentlichen Leihbücherei aus und schone so seit Einführung des TEURO meinen Geldbeutel. Bücher, die mir sehr gut gefallen, werden dann gezielt nachgekauft. Das Buch von Eric Emmanuel Schmitt gehört hierzu und ist eines der ALLERBESTEN, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Es geht um Jesus Christus und sein Leben und Wirken und damit um einen Stoff, der schon recht alt ist und an dem sich schon viele versucht haben. Eric Emmanuel Schmitt gelingt es aber, Jesus als einen wirklichen Menschen darzustellen, mit all seinen Sorgen, Ängsten und auch Zweifeln. Wenn Jesus, der Menschgewordene Sohn Gottes war, dann hat er sicherlich auch so wie ein Mensch gefühlt; gerade dies macht ja sein Opfer aus, für uns alle gekreuzigt worden zu sein. Und so schildert der Autor Jesus Christus wie er am Ölberg auf seine Verhaftung wartend sein eigenes Leben reflektiert. Er schildert, wie er sich selbst gegen seine eigene Berufung gestemmt hat und wie er dann aber nach und nach erkannt hat, dass er seinen vorgezeichneten Weg nicht verlassen kann und darf. In diesem Umfeld spielt Judas eine besonders positive Rolle, der Jesus bestärkt und beide erkennen, dass sie ihrem jeweils eigenen Schicksal nicht entkommen können.

Der zweite Teil des Buches wird dann beginnend mit der Verurteilung durch Pilatus, von eben diesem erzählt und zwar in Form von Briefen an seinen lieben Bruder Titus. Pilatus schildert darin aus rein römischer und von dem judäischen Wahnsinn (Originalton Pilatus im Buch) reichlich angenervten Sichtweise, die Geschehnisse dieser Tage. Von Kooperationen mit Kaiphas, dem Hohepriester, ist die Rede und selbstverständlich von allen Versuchen zu widerlegen, dass Jesus tatsächlich wiederauferstanden ist. Pilatus analysiert alle Möglichkeiten und geht ihnen systematisch nach, einschließlich der Option, dass ein Personentausch auf dem Weg zur Kreuzigung stattfand oder die Zeit am Kreuz für das Sterben nicht lange genug gewesen sei. Schließlich erkennt Pilatus aber auch, dass Jesus tatsächlich auferstanden war und wird, reichlich stimuliert durch seine Gattin Claudia, auch zum Christen.

Last not least, bietet Eric Emmanuel Schmitt im letzen Teil noch ein rechtes Bonmot; er schildert, dass nach Abschluss des Manuskripts bei ihm eingebrochen worden wäre und das Werk gestohlen worden sei. Also schreibt er es nochmals, mit Erfolg. Aber kaum ist die zweite Fassung fertig und veröffentlicht, findet er Disketten mit der Urfassung wieder. Was tun? (wird nicht verraten, lassen sie sich überraschen!).

Fazit : Ein herrliches Buch. Uneingeschränkte Empfehlung!
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2006
Dieses Buch ist in 2 Teile geteilt. Im ersten Teil, der etwa 60 Seiten lang ist, haelt Jesus im Garten Getsehmane einen naechtlichen Monolog, bei dem er sich an seine Kindheit zurueckerinnert, an seine Jugend, an seine Zeit als Zimmermann, in der er bereits offenes Ohr und Anlaufstelle fuer die Bewohner seines Dorfes gewesen war. Der Verlust der Kindheit, das Interesse an den grossen Fragen, das Erkennen der Notwendigkeit der Liebe. Dann sein Treffen auf seinen Vetter Johannes den "Taucher", der ihm verheisst, er sei der Messias. Seine eigenen Zweifel, seine Flucht in die Wueste, sein Finden des inneren Brunnen der Liebe, der Beginn seiner Lehrzeiten, das Treffen auf Judas, der ihm, sehr nah steht und dessen Belesenheit Jesus schaetzt, der Plan, die Verhaftung. Bald werden sie ihn holen. An dieser Stelle endet der Monolog.
Im zweiten Teil des Buches befinden wir uns schon in der Zeit nach der Kreuzigung. Pilatus schreibt an seinen Bruder Titus, berichtet von den Ostertagen, von einem Prozess, der ihn fesselte. Berichtet von seiner Frau Claudia Procula, und dann, als die Tage vergehen, schreibt er uns als Miterlebender vom Verschwinden der Leiche Jesu, macht sich selbst auf die Suche danach, beginnt eine kriminalistische Recherche. Wer mag den Leichnam gestohlen haben, wer hat ein Interesse daran? Die Ereignisse aber zeigen ihm, dass er sich verrechnet hatte mit einer solch einfachen Hypothese...
Ein interessantes Buch. Der erste Teil ist nachdenklich, melancholisch, in kurzen Saetzen geschrieben. Der zweite Teil dann, und dafuer habe ich einen Stern abgezogen, ist, trotz der Dichte interessanter Gedanken, ein wenig rauh in der Sprache. Schimpfworte und obszoene Besucher im Plast des Pilatus, die ausfuehrlich geschildert werden, geben dem Buch den Anschein, dass es populistisch um mehr Leser werben wollte, statt einfach das zu sein und zu bleiben, was es war.
Dennoch. Ein interessantes Buch. Fuer all die, die gerne den Menschen Jesus hinter den Evangelien einmal kennenlernen wollen, eine moegliche Jesusgestalt, eine Option, wie Jesus vielleicht war - fuer alle, die ihm einmal, dem Menschen, gegenueberstehen wollen, ist dieses Buch geschrieben. Faszinierend, nah, interessant. Lesenswert.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2008
Dem Evangelium des Pilatus als zweiten Teil ist die Ich-Erzählung Jeschuas als erster Teil vorangestellt, der in Gethsemane seiner Verhaftung und Passion harrt und uns den subjektiv-fiktiven Blick auf seine Lehre öffnet.
Das eigentliche sogenannte Evangelium, also der zweite Teil, ist in Wahrheit auch keines. Pilatus berichtet seinem (uninterressierten?) Bruder Titus im fernen Rom über seine Erlebnisse und Ermittlungen in den Tagen und Wochen nach Ostersonntag. Wir treffen auf Kaiphas, Nikodemus, Josef von Arimathia, den Tetrarchen Herodes Antipas, Maria aus Magdala und den Jünger Johannes. Die Charaktere bleiben seltsam flach, was möglicherweise an der unglücklichen Form des einseitigen Briefverkehrs liegen mag. Wie man einen Briefwechselroman aus jener Zeit dicht und berührend gestalten kann, hat Gertrud Fussenegger vor 25 Jahren mit ihrem einfühlsamen Werk "Sie waren Zeitgenossen" bewiesen.
Zwar geht der aufgeklärte Landpfleger rational ans Werk: Entweder wurde der Leichnam geraubt und ein Doppelgänger ist zugange oder der Nazarener ist nicht am Kreuz gestorben. Je nach Variante fällt der Verdacht auf verschiedene Interessengruppen. Allerdings läßt sich keine der theoretisch möglichen Lösungen verifizieren oder falsifizieren und das verunsichert den römischen Ritter und Juristen. Immer mehr muss der Landpfleger, sanft geleitet von seiner geliebten Frau Claudia, erkennen, dass er teilhat an einem großen Mysterium des Glaubens.
Der Autor fügt also dem Kanon des Neuen Testaments eine weitere "apokryphe" Schrift hinzu. Seine Interpretation des Judas ist so neu nicht und schon gar nicht schockierend, wie der Autor in seinem Motivenbericht annimmt. Um die Person dieses zweifellos Interessantesten der Zwölf ranken sich seit jeher die unterschiedlichsten Deutungsversuche. Dass der Auferstandene als erstes der Salome erscheint, lag dem Autor sehr am Herzen, ist aber eher ein Einfall modernen Regietheaters.
Während also der heiklere erste Teil recht gut gelungen ist, scheint mir der zweite zu sehr an der Oberfläche zu bleiben und es fehlt an Dichte. Was bleibt, ist doch eher schlichte Auferstehungsliteratur.
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2013
Das Buch besteht aus 2 Teilen, eigentlich 3, denn im 3. Teil erzählt E.M.Schmitt die turbulente Entstehungsgeschichte der Werks.

Der 1. Teil schildert die Geschehnissse aus der Sicht von Jesus, der mehr oder weniger zunächst wider Willen zum Messias wird.
Wie ich finde, sehr glaubwürdig, man merkt sehr deutlich, dass der Autor schon etliche spirituelle Erfahrungen selbst gemacht hat.
Da gibt es viele Widerstände aus der Umgebung von Jesus, andere bemerken zuerst seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten, er
zweifelt des öfteren, er beginnt zu meditieren, hat in der Wüste eine Erleuchtungserfahrung und bekennt sich schliesslich
zu seinem Schicksal so sehr, dass er zum Leidwesen seiner Freunde schliesslich seinen Tod durch das Kreuz als seine
Bestimmung sieht und vehement darauf hin wirkt. Und noch am Kreuz wird er von Zweifeln geplagt.
Ja, Jesus war kein Super-Mann, sondern bekam bei aller Menschlichkeit tiefe Einblicke in sein göttliches Wesen geschenkt.

Der 2. Teil stellt die Rationalität mit der Stimme des Pilatus in den Vordergrund. Pilatus, ein Verstandesmensch und Skeptiker
durch und durch will den zunächst unerklärlichen Dingen auf den Grund gehen. Vermutet Ränkespiele, Intrigen, Irreführungen der
beteiligten Personen und Institutionen. Stellt Thesen auf, ersinnt Motive, die sich dann immer wieder durch die Ereignisse
als unhaltbar erweisen. Doch er will einfach nicht an das Unerklärliche glauben.
Ganz im Gegenteil dazu seine Frau, die ihn liebt und immer wieder sanft auf das Offensichtliche hinzuweisen versucht.
Für sie ist die Liebe die Hauptmotivation, wie auch in ihrer Beziehung zu Pilatus, doch ihr Mann will es einfach nicht glauben.
Eine emanzipierte Frau, die weiss was sie will, die auch macht was sie will (zu Beispiel auf eigene Faust Jesus hinterher reisen)
und die dennoch ihren Mann so lassen kann wie er halt eben ist, weil sie ihn liebt.
Fast wie im wirklichen Leben, deswegen wirken die Figuren auch so lebendig, so menschlich.

Letzendlich kann man dieses auch Buch als Widerstreit von Religion und Wissenschaft oder Gefühl und Ratio im eigenen Kopf betrachten. Einfach genial.
Für mich eine der plausibelsten und realistischsten Varianten der Passionsgeschichte, weil so menschlich, so nachvollziehbar.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. September 2005
Ein mutiges und absolut glaubwürdiges Buch
Eric-Emmanuel Schmitt hat sich seinen Traum erfüllt. Nach über siebenjähriger Arbeit hat er sein "Opus Magnum"; veröffentlicht:
sein "Evangelium nach Pilatus". Wie er in einer fast 40- seitigen Werkchronik am Ende des Buches erzählt, hat ihn seit einem sehr persönlichen Bekehrungserlebnis in der Wüste Ende der achtziger Jahre das Geschehen um Jesus von Nazareth persönlich und schriftstellerisch nicht mehr losgelassen.
Ich finde, das nun endlich vorliegende Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Er hat sich über 10 Jahre lang mit allen wesentlichen Forschungsergebnissen über Jesus beschäftigt und sie mit einiger Phantasie in ein Werk gekleidet, das auch gestandenen Theologen und bibelfesten Christen viel Stoff zum nachdenken und "nachglauben" geben wird.
In einem sehr mutigen ersten Teil, der ihn, wie er im Nachwort berichtet, all die Jahre von einer Fertigstellung des Buches abgehalten hat, weil er zweifelte, ob er von Jesus in der Ich-Form schreiben könnte und dürfte, erzählt sein Jeschua seine "Beichte eines zum Tode Verurteilten am Abend seiner Verhaftung".
Im anschließenden Hauptteil wird die Geschichte weitererzählt und zwar aus der Sicht des Pontius Pilatus, über den ein gestandener, volkskirchlich gebildeter Christ eigentlich nicht mehr weiß, als daß er Jesus verurteilt hat. Schmitt`s Pilatus ist verheiratet mit Claudia, einer sehr intelligenten und einflussreichen Römerin, die schon vor Jesu Tod eine Begegnung mit ihm hatte und nach seiner Kreuzigung beginnt, an ihn zu glauben.
Die Gespräche, die sie mit ihrem Mann über Christus führt, sind spannend zu lesen. Genauso fesselnd ist Schmitt`s Interpretation der Person und Handlungsweise von Jehuda ( Judas), den er als den im Neuen Testament namenlosen "Lieblingsjünger Jesu" identifiziert.
"Das Evangelium nach Pilatus" ist ein wunderbares Buch, das Agnostiker und Skeptiker einem Menschen näher bringen kann, der es seit 2000 Jahren versteht, Menschen in ihrem Tiefsten zu erschüttern. Es ist ein Buch, das glaubensfesten Christen eine Möglichkeit weisen kann, wie es auch gewesen sein könnte, ohne daß sie ihren Glauben einer nur kalten Vernunft opfern müssten.
Und es ist ein Stück Literatur, das helfen kann, in einer westlichen Welt, die ihre christlich-jüdischen Wurzeln zu vergessen droht, sich wieder der wesentlichen Werte, die unsere Zivilisation geprägt haben zu vergewissern und sie zu neuem Leben zu erwecken.
Sonst jedenfalls werden diese Werte von Fundamentalismen nicht nur islamistischer Prägung hinweggeschwemmt werden.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Januar 2006
Im ersten Teil seiner Geschichte beschreibt Schmitt Jesus als einen Menschen der lachte und weinte, liebte und zweifelte. Die Figur Jesus wird greifbar und nachvollziehbar, wird herausgelöst aus der überirdischen Vorstellung durch die Bibel.
Im zweiten Teil erfährt der Leser mehr über Pilatus. Auch er war bestimmt ein Mann der lachte, weinte, liebte und Zweifel hatte. Der versuchte “angebliche” Wunder zu begreifen oder “natürliche” Erklärungen zu finden. Ein Mensch mit Fehlern und Schwächen und sicherlich auch Vorzügen.
Einige Briefpassagen Pilatus´ sind etwas lang geraten, haben mich aber nicht daran gehindert das Buch innerhalb von 2 Tagen zu lesen.
Zuletzt möchte ich noch bemerken, dass ich zu den “ewigen” Zweiflern gehöre und dieses Buch trotzdem empfehlen kann.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2013
Der Autor erzählt auf bewegende Art und Weise, wie Pilatus die Leiche von Jesus sucht, weil er nicht glauben kann, dass er Jesus auferstanden ist. Dabei reizt besonders die detektivische und einfallsreiche Art.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juni 2015
Nachdem das Buch aufgrund des Post-Streikes fast zwei Wochen gebraucht hat, bis es bei mir angekommen ist, war alles in Ordnung.
Als ich aufgrund der hohen Wartezeit nachfragte, wo sich mein Buch befinde, erhielt ich vom Verkäufer eine sehr schnelle und nette Antwort und die Option das Geld bei Nichteintreffen des Buches zurückerstattet zu bekommen.
Nun ist die Sendung bei mir eingegangen und ich bin bei diesem niedrigen Preis dennoch sehr mit der Qualität zufrieden.
Ich würde immer wieder bei diesem Verkäufer bestellen. Dafür gibts 5 Sterne!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
9,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken