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Kurzbeschreibung:
Das Leben der sechzehnjährigen Tamara liegt in Scherben. Nach einem finanziellen Ruin hat ihr Vater Selbstmord begangen und sie mit ihrer Mutter alleingelassen. Das große Haus mit Pool, in dem Tamara seit ihrer Kindheit wohnt, muss verkauft werden, ebenso wie alle anderen Besitztümer der Familie. Tamara und ihre Mutter kommen bei Tante und Onkel des Mädchens, einem spießigen Ehepaar, das in einem verschlafenen Nest wohnt, unter. Während die Mutter sich scheinbar immer tiefer in ihrer Trauer vergräbt versucht Tamara verzweifelt, irgendwie zurechtzukommen. Eines Tages findet sie ein altes Tagebuch, das ihr dabei hilft - indem es ihr heute schon aufschreibt, was morgen geschehen wird.

Meine Meinung:
Als großer Ahern- Fan habe ich den neuen Roman der irischen Bestsellerautorin mit großer Spannung erwartet. Allerdings hatte ich meine Erwartungen schon etwas zurückgeschraubt, da mich ihre letzten beiden Bücher "Ich hab dich im Gefühl" und "Zeit deines Lebens" leider nicht so sehr begeistern konnten. Und dies erwies sich als durchaus angebracht, denn auch "Ich schreib dir morgen wieder" kann meiner Meinung nach nicht mit "PS: Ich liebe dich" oder "Vermiss mein nicht" mithalten.

Die Idee hinter dem Roman - nicht du erzählst dem Tagebuch, was heute war, sondern das Tagebuch erzählt dir, was morgen sein wird - hat durchaus Potenzial und wurde von Cecelia Ahern stellenweise auch gut umgesetzt. Insgesamt kam mir aber zu wenig Tagebuch in der Geschichte vor, dafür, dass es eine so große Rolle für die Handlung spielte.

Der Anfang zog sich ein wenig in die Länge, es dauerte etliche Seiten bis die Geschichte in Fahrt kam. Durch intelligent eingebaute, manchmal ein wenig versteckte Hinweise schaffte es die Autorin aber von Anfang an, Spannung zu erzeugen und den Leser neugierig zu machen auf das, was noch kommen sollte. Diese Spannung half sehr gut über langatmige Passagen, von denen es besonders in der ersten Hälfte des Buches doch einige gibt, hinweg. Zum Schluss raste die Geschichte dann nur so dahin, auf den letzten 150 Seiten passiert plötzlich so viel, dass man mit den Gedanken kaum noch hinterherkommt. An dieser Stelle ging mir dann, nach dem langen Anfang, alles ein wenig zu schnell. Das Ende war mir dann auch ein wenig "too much", hier hat die Autorin für meinen Geschmack ein wenig zu dick aufgetragen.
Ich hätte mir insgesamt mehr Ausgewogenheit für die Handlung gewünscht.

Die Charaktere blieben, bis auf Tamara, sehr oberflächlich und wenig greifbar. Bei den Figuren der Mutter, der Tante und des Onkels kann das durchaus beabsichtigt gewesen sein. Aber Schwester Ignatius und auch Weseley hätte ich gerne näher kennengelernt. Einzig über Tamara als Protagonistin erfährt man eine Menge, und sie war mir auch, wahrscheinlich entgegen aller Meinungen, recht sympathisch. Ihre Entwicklung vom verwöhnten, versnobten Gör zu einem guten Menschen hat mich sehr berührt. Ihr Verhalten war die meiste Zeit über für mich nachvollziehbar, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Mit "Ich schreib dir morgen wieder" ist Cecelia Ahern leider wieder kein "Kracher" gelungen. Durch ihre unvergleichliche Schreibweise und eine nette Idee ist ihr aber ein Roman gelungen, der dem Leser durchaus ein paar Stunden Lesevergnügen bescheren kann.
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am 25. Mai 2010
Um es gleich am Anfang zu sagen: ich bin ein großer Fan von Cecelia Ahern, habe alle ihre Bücher gelesen und nachdem ich ihr letztes Buch ein wenig schwächer fand als die anderen, bin ich hier wieder total begeistert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen am Wochenende.
Für Tamara bricht eine Welt zusammen als ihr Vater Selbstmord begeht und sie ihr Dubliner Glamourleben nicht mehr weiterführen kann, weil kein Geld mehr übrig geblieben ist. Zusammen mit ihrer Mutter, die in Depression verfällt, zieht sie zu Verwandten aufs Land, die sie weder gut kennt noch mag, denn bis vor kurzem hat sie die Nase gerümpft über solch "einfache" Menschen. Allein in der Fremde ohne ihre Freunde, an diesem verlassenen Ort, wo nicht mal ein Bus in die nächste Stadt fährt, muss Tamara nun zurecht kommen, aber schnell lernt sie Marcus kennen, der mit einem Bücherbus über Land fährt und entdeckt eine alte ausgebrannte Ruine. Und eben dort findet sie ein Buch, nämlich ihr eigenes Tagebuch, in dem sie immer den nächsten Tag nachlesen kann. Mit Hilfe dieses Tagebuchs kommt sie Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur, lernt sich selbst neu kennen und findet langsam einen neuen Weg durchs Leben.
Wie immer im ganz besonderen Ahern Stil erzählt die Autorin von der Wandlung eines jungen Mädchens auf anrührende Art und Weise. Diese Bücher tun einfach gut!
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am 19. Februar 2012
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe 'Ich schreib Dir morgen wieder' von Cecelia Ahern gelesen.

Die 16-jährige verwöhnte Millionärstochter Tamara wird durch den Selbstmord des Vaters jäh aus ihrem gewohnten Leben gerissen. Vollkommen pleite bleibt sie mit ihrer Mutter zurück. Zu Beginn des Sommers ziehen sie zu einem Onkel, der Gärtner in einer Schlossanlage ist. Das Schloss ist nach einem Brand nur noch eine Ruine, aber Tamara fühlt sich magisch davon angezogen. Abgesehen davon gibt es für Tamara nichts zu sehen oder zu tun. Ihre Freunde sind weit weg, die Mutter ist seit dem Tod des Vaters kaum ansprechbar, Tante und Onkel sind irgendwie komisch und selbst das nächste Dorf ist zu Fuß nicht erreichbar. Im Bibliotheksbus findet Tamara ein Buch, das sich als Tagebuch herausstellt, als ihr ganz besonderes, persönliches Tagebuch, dort sind immer die Dinge niedergeschrieben, die ihr am nächsten Tag wiederfahren'

Grundsätzlich hat das ganze das Zeug zu einer guten Geschichte, aber erst ist das Buch sehr langatmig, dann nimmt es plötzlich rasant Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Was da geschieht ist zwar interessant und schon fast ein Krimi, aber es wirkt auch sehr konstruiert. Cecelia Ahern kann so etwas wesentlich besser.

Trotz dieser Schwächen liest sich das Buch gut und zügig. Man freut sich mit Tamara, wenn sie erkennt, daß Geld nicht alles ist im Leben und darüber, daß ihre Mutter die Krise überwindet. Über die anderen Überraschungen, die das Leben für Tamara bereit hält, wundere ich mich aber immer noch ein wenig. Mehr als 3 Sterne mag ich dafür nicht vergeben.
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am 13. Mai 2014
Zitat:"Tamara, die fast 16 ist. Doch der Schreibstil hat mich eher irgendwie an eine bockige 11-jährige erinnert. Abgehakt, sprunghaft, schlecht formulierte Sätze und über allem lag meist ein bockiger, motziger Ton......."

Komisch, dass viele Leser auf die "Zicken" der Tamara herumhacken. Obwohl ich keine junge Frau mehr bin, habe ich das gar nicht so empfunden. Habt Ihr alle solche angepasste leblose Vorzeigemusterkinder und Enkel, die nie Probleme gemacht hatten und könnt Ihr Euch nicht mehr erinnern, wie Eure Pupertät gelaufen ist???

Zwar war Tamara finanziell schon etwas verwöhnt, ansonsten benimmt sie sich ganz ähnlich wie alle pubertierenden Jugendliche.
Jedenfalls nicht ungewöhnlich für das schwierige Alter.
Eher würde ich behaupten, sie hatte schwierige Eltern und erst Recht Tante und Onkel, die freundlicherweise die Restfamilie aufgenommen hat - diese so würde ich sagen, benehmen sich ganz sonderbar und manchmal unklug.

Durch dieses Benehmen wird Tamara erst so richtig neugierig, wie jeder Teenager und mit Recht beginnt Sie zu forschen.

Tamara benimmt sich ganz "normal". Die Erwachsenen meineserachtens überhaupt nicht - diese sind nie erwachsen geworden.
Wie sollten es dann die Kinder werden!
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Tamara hält plötzlich ein Tagebuch in der Hand, an und für sich nichts ungewöhnliches, doch es enthält ihre eigene Zukunft. ICH SCHREIBE DIR MORGEN WIEDER von Cecelia Ahern bringt eine zauberhafte Geschichte auf das Papier, welche aufzeigt wie das Morgen die Welt von Heute verändert. Doch Tamara ist auch wie ein Spiegel der Gesellschaft, ganz durchschnittlich, manchmal fies und immer auf ihren Vorteil bedacht. Der Tod ihres Vaters bringt sie auf den Boden der Tatsachen zurück, etwas unfreiwillig aber direkt. Das Buch zeigt ihren Weg danach auf, mit etwas Magie - aber durch die Selbstreflexion der Protagonistin durchaus schön.

Tamara ist oberflächlich, Ich-bezogen und denkt nur an Fun und Party - doch ihr Vater begeht Selbstmord und die Mutter fällt in eine Depression - die Folge, Tamara muss ihr Leben ändern und zieht zu Verwandten auf das Land in Irland. Ihre Mutter ist durch den Tod nicht ansprechbar, so nimmt das Leben von Tamara einen ganz neuen Verlauf.

Obwohl sich Tamara beim lesen eines seltsamen Tagebuches die Nackenhaare sträuben, so liest sie doch weiter und weiter und erkennt darin sich selbst und ihre ganze Art und Weise. Das Buch wird zu einem leitfaden in ein besseres Leben und Tamara beginnt über sich selbst, ihr Leben und Ihre Taten nachzudenken.

Das Buch ist leicht und einfach geschrieben, es liest sich wie ein guter Sommerwein und sollte daher, wenn möglich, auch im Sommer - im Garten - gelesen werden. Gute Unterhaltung und ein bisschen Weisheit sind garantiert, wenn Tamara in ICH SCHREIBE DIR MORGEN WIEDER von Cecelia Ahern ihr Leben in die Hand nimmt und anfängt es zu leben und zu steuern.

Heraus aus den Zwängen, aus den falschen Vorstellungen, weg von falschen Freunden und dem Konsum, hinein in eine Welt die liebenswert erscheint, wenn man selbst auch liebenswert ist.

ICH SCHREIBE DIR MORGEN WIEDER von Cecelia Ahern hat auch mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert, es ist keine große Literatur, nichts Gewaltiges und Tiefgründiges, doch diese einfache und doch eindrückliche Geschichte regt zum nachdenken an, mehr als man von so manch anderem Buch erwartet und bekommt.

Empfehlenswert!
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am 22. Dezember 2016
Das Leben von Tamara liegt in Scherben. Ihr heißgeliebtes und luxuriöses Leben in Dublin gehört der Vergangenheit an, nachdem ihr Vater nach einem Selbstmord die Familie mit einem hohen Berg Schulden zurück gelassen hat. Fortan muss sie ihr Dasein bei ihrem Onkel Arthur und ihrer Tante Rose auf dem Land fristen, während ihre Mutter scheinbar immer tiefer in Depressionen verfällt. Als eines Tages eine mobile Bibliothek vor ihrer Haustür hält, bewaffnet mit einem gar nicht so unattraktiven Bibliothekar, scheint es für Tamara doch noch einen Lichtblick zu geben. Doch dann stößt sie auf ein Tagebuch welches ihr ihre Zukunft voraus sagt. Stets einen Tageseintrag voraus beginnt Tamara sich ihrem Schicksal zu fügen oder etwas daran zu ändern. Dabei kommt sie auf die Spur eines alten Geheimnisses, das nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie betrifft und so ungeheuerlich ist, dass ihr ganzes Weltbild noch einmal ordentlich durcheinander gebracht wird.

Mit "Ich schreib dir morgen wieder" begibt sich Cecelia Ahern ein bisschen auf die fantastische Schiene. Durch den kleinen Hauch an Fantasy und Magie wird die Geschichte zwar spannender, aber für mein Empfinden an manchen Stellen auch ein bisschen unlogischer. Wir haben hier also Tamara, welche sich mit der Tatsache konfrontieren muss, dass ihr Vater Selbstmord begangen hat. Sie muss aufs Land ziehen und ihre tollen und obercoolen Freundinnen sowie ihr kopfloses Leben hinter sich lassen. Während ihre Mutter scheinbar immer mehr in ihre Depression fällt, benimmt sich ihre Tante Rose sehr merkwürdig. Sie scheint Tamara auf Schritt und Tritt zu verfolgen und ist überfürsorglich gegenüber Tamaras Mutter. Ihr Onkel hingegen schweigt sich über die neue Lebenssituation der Familie aus. Tamara fühlt sich, als ob ihr die Luft zum Atmen genommen wird und so beginnt sie außerhalb des Hauses die Gegegnd zu erkunden. So findet sie neue Freunde und Bekannte, unter anderem eine Nonne, die immer wieder behauptet, dass Tamara bald 18 wird, anstatt 17. Außerdem ist da noch der Bungalow gegenüber, in dem Rose' Mutter lebt. Ein Ort, den Tamara scheinbar unbedingt meiden soll, doch warum?
Im Großen und ganzen spielt die Geschichte quasi vor unserer Haustür. Es scheint eine Geschichte, wie aus dem Leben gegriffen. Doch als Marcus mit seiner mobilen Bibliothek auftaucht, nimmt die Geschichte eine völlig unerwartete Wendung, denn in ihr findet Tamara ein verschlossenes Buch, welches sich als unbeschriebenes Tagebuch entpuppt. Tamara nimmt sich vor darin zu schreiben. Doch als sie das nächste mal hinein blickt, steht in ihrer Handschrift geschrieben, was am nächsten Tag passieren wird...

Die Geschichte rund um Tamara liest sich sehr flüssig und scheint verständlich, bis eben jenes Tagebuch ins Spiel kommt. Von da an ist Tamara darauf bedacht Dinge zu ändern und sie kommt auch so manchem Geheimnis auf die Spur. Trotzdem konnte ich mich mit dem Tagebuch nicht so wirklich anfreunden. Zeitweise schien es mir langweilig, der Spur des Tagebuchs zu folgen, dann war es mir einfach zu unlogisch, wie das Ganze denn funktionieren soll. Auch der Wahnsinn, der sich hinter einer der Personen verbirgt war mir nicht ganz schlüssig, vor allem, weil es so viele Mitwisser gab. Das ist in meinen Augen mehr als kriminell, was dort zeitweise passiert ist, aber scheinbar schweigen sich alle darüber aus, was ich so nicht verstehen kann. Gerade in unserer heutigen Zeit, wo doch jeder wegen Beihilfe zu irgendwas verurteilt wird, hätte ich schon gedacht, dass da für den einen oder anderen noch etwas kommen muss. Was mir auch nicht unbedingt logisch erschien war Tamara. Sie beschreibt sich zu Beginn selbst als Mädchen, das sehr egoistisch gehandelt hat. Doch bereits bei ihrer Ankunft scheint Tamara völlig umgekrempelt. Viel schöner wäre der Wandel gewesen, wenn man ihn wirklich miterlebt hätte, das wäre glaubhafter gewesen. So versinkt die Protagonistin, ab und an in Selbstmitleid, dann sogt sie sich um ihre Mutter und schließlich ist sie nur ein einziges mal die egoistische Göre von früher. Das hätte in meinen Augen viel öfter durchkommen müssen, dann wäre es glaubhafter gewesen. So scheint Tamara dann doch nur als das normale Mädchen von nebenan, das sich ein bisschen in seiner Selbsteinschätzung vermacht hat.

Mein Fazit zu diesem Buch ist: Kann man gelesen haben, muss man aber nicht. Der Anfang schleppt sich ganz schön dahin, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Da braucht man etwas Ausdauer, doch wenn es flutscht, dann läuft es. Wer über den einen oder anderen Logikfehler drüber wegsehen kann, der wird an dem Buch seine Freude haben. Das große Emotionskino bleibt in meinen Augen jedoch diesmal aus, jedoch wird man mit jeder Menge anderer Details gefüttert, was auch sehr schön ist.

Idee: 4/5
Charaktere: 5/5
Spannung: 4/5
Logik: 4/5
Emotionen: 3/5

Gesamt: 4/5
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Cecelia Ahern: Ich schreib dir morgen wieder

Schwer find ich ja immer den Anfang einer Rezension. Ein toller erster Satz fällt mir nie ein. Frau Ahern hat da auch kein besonderes Glück. Der erste Satz in "Ich schreib dir morgen wieder" geht z.B. so:

"Von einer Geschichte geht bei jedem Erzählen etwas verloren, sagt man."

Tja, da hab ich wohl jetzt ein Problem... bzw. Frau Ahern. Denn ich habe das Buch erst jetzt gelesen (Ende Oktober/Anfang November 2010) und somit ist es nun schon ein paar Monate auf Deutsch erhältlich und auf Englisch schon ewig. Jedenfalls haben schon hunderttausende, vielleicht Millionen Menschen auf diesem Planeten, diese Geschichte gelesen... und jedes Mal ist ein Stück von der Geschichte verloren gegangen. Ich muss leider sagen: das merkt man.

Im Grunde hat sie eine interessante Idee gehabt, nur leider war sie nicht in der Lage diese auch nur ansatzweise irgendwie fesselnd, gut durchdacht und gut lesbar umzusetzen.

Das erste Problem hatte ich damit, das die Hauptfigur, Tamara, ein zickiges 16jähriges verwöhntes Gör ist. Tut mir leid, aber wenn Ahern jetzt anfängt Jugendbücher zu schreiben, sollte man das auch offen zugeben und zumindest in der Covergestaltung vom Verlag her zeigen. Ich habe jedenfalls etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, als mir der die Werbung und der Klappentext erzählt hat.

Vermutlich wusste sie auch nicht, was sie schreiben sollte: Pubertätsgeschichte (keiner liebt mich, ich weiß alles besser), Mystery (oooooooooh, wie spannend! Tamara findet ein Buch in dem die Zukunft steht. Wow!), Gotic-Novel (uuuuuuuuh, schaurige Schlossruine! *grusel*), Familiendrama bzw. dramen (Selbstmord des Vaters und Irre Tante und unglückliche große Liebe ihrer Mutter).

Die ersten 182 Seiten passiert eigentlich so gut wie nichts. Außer dem philosophischen Geplapper der 16jährigen Zicke und das sie im Bücherbus das Buch findet.

Das Tagebuch... eine ganz nervige Sache. Wo kommt es her? Wo will es hin? Was soll es bewirken? Wie funktioniert es? Es ist einfach da. Tamara liest es. Freut sich. Nimmt es einfach so hin.

Wie immer bei Ahern ist es so, dass dieser phantastische Teil der Geschichte nicht vertieft wird. Man merkt sofort, dass sie sich keine Gedanken darüber gemacht hat, dem ganzen irgendeinen Hintergrund zu verschaffen. Etwas, das das Ganze dem Leser näher bringen würde. Das Buch logisch in die Geschichte einbetten, so dass ich die Existenz von Engeln, selbstschreibenden Tagebüchern oder auch das Land der verschwundenen Socke, einfach akzeptieren kann. Aber vielleicht bin ich ja auch die Einzige, die gerne das Gefühl hätte, das die Autorin sich Gedanken um die Welt gemacht hat, die sie erschaffen hat.

Und während man sich noch wundert, warum so etwas vollkommen außergewöhnliches wie ein zukunftvorhersagendes Tagebuch (hm... erinnert mich irgendwie an das Tagebuch von Tom Riddle in Harry Potter) so rein gar keine Beachtung findet, plätschert die Geschichte so vor sich hin. Irgendwann ist man dann ziemlich am Ende des Buches angelangt und auf die letzten 70 Seiten passieren so viele Dinge, das ich mich Frage, warum das so gequetscht am Ende aufgezählt wird.

Der Schluss des Ganzen ist so unglücklich wie der Anfang:

"Danke, dass ihr meine Geschichte gelesen habt. Ich schreibe morgen weiter".

Aber bitte nur, wenn die Geschichten ordentlich durchdacht sind und einigermaßen flüssig erzählt werden. Danke.

Insgesamt kann ich mich den ganzen äußerst positiven Bewertungen leider nicht anschließen. Ich bin sogar der Meinung, dass dies das mit Abstand schlechteste Buch von Frau Ahern ist. Sie ist meiner Meinung nach mit jedem Buch schlechter geworden. Einzig die beiden ersten Romane ("P.S. Ich liebe Dich", "Für immer vielleicht"), wo sie nicht versucht irgendwelche übersinnlichen und fantastischen Elemente unterzubringen, sind meiner Meinung nach empfehlenswert.
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am 28. Oktober 2016
Das Buch " Ich schreib dir morgen wieder" von Cecelia Ahern ist als Hardcover- und Softcoverausgabe erschienen und ca. 368 Seiten lang.

Nachdem Tamaras Vater Selbstmord begangen hat und die Firma pleite gegangen ist, muss ihre Mutter alles verkaufen. Die junge, versnobte Göre hat plötzlich keinen Luxus mehr und muss mit ihrer Mum sogar zum Onkel und seiner seltsamen Frau aufs Land ziehen. Tamara hat immer nur in den Tag gelebt und nie an einen Morgen gedacht. Doch das ändert sich schlagartig. Auch wenn das Kuhkaff indem sie nun leben muss kaum etwas zu bieten hat, zieht die Ruine des alten Kilsaney-Schlosses Tamara in ihren Bann. Per Zufall lernt sie den total süßen Fahrer der mobilen Bibliothek kennen, als er auf der Suche nach einem zu beliefernden Kunden ist. Als Tamara schließlich ein seltsames Buch im Bücherauto findet, was sich als Tagebuch herausstellt, welches ihr Leben immer einen Tag in die Zukunft widergibt, überschlagen sich die Ereignisse. Das Buch führt Tamara nämlich zu verborgenen Geheimnissen ihrer Familie.

Der Schreibstil von Cecelia Ahern ist unglaublich schön und wunderbar fließend. Man schwebt förmlich über die Seiten und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist traurig, melancholisch, philosophisch, tiefgehend, magisch, mystisch, atmosphärisch, manchmal auch lustig, gefühlvoll und fantastisch. Cecelia ist es gelungen Elemente von Fantasie, Krimi, Liebe und tiefgehender Literatur zu vereinen. Die Story ist unheimlich spannend und vielseitig. Ein wundervolles Werk, welches die Magie von Büchern zum Ausdruck bringt.

Fazit: Eine spannende, tiefgehende Geschichte, welche viele Elemente wie Fantasie, Krimi, Liebe und Mystik vereint und somit sehr vielseitig ist. Ein Buch was einen gleich in seinen magischen Bann zieht und nicht mehr loslässt. Ein Wundervolles Werk, welches die Magie von Büchern ausdrückt. Absolut lesenswert!
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am 27. August 2016
Wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet, dann ist Cecelia Ahern eine der vielschichtigsten Autorinnen, die mir auf die Schnelle einfallen. Sie hat nicht nur eine Art von Geschichten drauf. Klar, aufgrund ihres großen Erfolges mit P.S. Ich liebe Dich denkt man immer zuerst an eine Liebesgeschichte, wenn man ihren Namen hört. Doch es gibt soviele tolle Bücher, in denen es gar nicht um die große Liebe geht. Auch mit Ich schreib dir morgen wieder versucht sie sich an einer ganz eigenen Story. Nur leider bin ich dieses Mal nur mäßig begeistert.

Tamara ist 16 und hat es im Moment nicht unbedingt leicht. Früher hat sie mitten in Dublin im größten Luxus gelebt. doch die Familie war hochverschuldet. Außer Tamaras Vater wusste das niemand. Der ganze Schlamassel flog erst auf, als dieser sich aufgrund von Schuldgefühlen das Leben nahm. Nun muss die Teenagerin und ihre Mutter raus aus dem Luxus und rein ins Landleben. Denn zukünftig leben die beiden bei Tamaras Tante und ihrem Onkel in einem verschlafenen Nest, weit ab jeglicher Zivilisation. Das einzig Spannende in der Gegend ist das alte Schloss, das hinter Tamaras neuem Zuhause liegt. Dort fühlt sie sich wohl und nicht ganz so mies. Doch dann kommt sie in den Besitz eines einmaligen Tagebuches… Denn dieses verrät ihr bereits am Vortag was Tags darauf geschehen wird.

Hach, ich bin ein Fan solcher Geschichten. Geschichten, in denen die Zeit bzw. die Zukunft manipuliert wird oder vorhersehbar wird. Solche Storys können mich wirklich mitreißen, wenn sie gut gemacht sind. Leider hatte ich vergessen, dass Cecelia Ahern weniger dafür bekannt ist, actiongeladene Spannungsbücher zu schreiben, als dass sie vielmehr auf der Emotionenschiene unterwegs ist. Das Tagebuch ist nämlich neben den ganzen anderen Handlungssträngen vollkommen untergegangen. Es hat auch die eigentliche Handlung nur wenig beeinflusst. Alles in allem war mir gerade dieses Mal die Geschichte irgendwie zu oberflächlich.

Hauptsächlich dreht sich das Buch um die Veränderungen in Tamaras Leben. Anfangs ist sie eine typische verwöhnte Göre, wie man sie aus den amerikanischen High School-Komödien kennt. Sie hat alles und bekommt auch alles, was sie will. Dabei nimmt sie keinerlei Rücksicht auf ihre Mitmenschen. Doch durch den Selbstmord ihres Vaters verliert sie alles, was ihr bis dahin wichtig war: den Reichtum, das große Haus, ihr Zuhause. Plötzlich findet sie sich in einem Haus wieder, in dem sie nicht der Nabel der Welt ist und lebt in einem Dorf, in dem sie keine Freunde hat. Plötzlich muss sie sich mit dem beschäftigen, was ihr noch geblieben ist: sie muss sich mit sich selbst beschäftigen.

Onkel und Tante, die ebenfalls viel Raum in der Geschichte einnehmen, blieben total undurchsichtig, was aber aufgrund der Geschichte auch nötig war. Man merkt von Beginn an, dass es ein Geheimnis in dem kleinen Bauernhaus gibt, das es zu Ergründen gilt. Auch die anderen Charaktere blieben neben Tamara sehr im Hintergrund. Gerade die zwei Jungs, mit denen Tamara sich während ihres Aufenthalts anfreundet, hätte ich auch gerne näher kennengelernt. Aber auch sie treten zurück.

Den Großteil ihrer Bücher schreibt Ahern aus Sicht einer jungen Frau. Mit dieser Tradition bricht sie in Ich schreib dir morgen wieder. Denn dieses Mal handelt es sich bei Tamara nicht um eine junge Frau mitten im Leben, sondern um eine jugendliche Göre mitten in der Pubertät. Damit wäre das Buch auch gut als Jugendbuch durchgegangen. Dabei hat Ahern die Gefühle und Gedanken von Tamara eigentlich ganz gut rübergebracht.

Nur der rote Faden der Geschichte hat mir gefehlt. Welcher Handlungsstrang im Vordergrund stehen sollte, ist mir bis zum Schluss ein Rätsel geblieben. Das Tagebuch hat den einen oder anderen Auftritt, doch das Hauptthema war es definitv nicht. Aber auch das Geheimnis, das alle von Tamara fernhalten wollen, hat seine Hochs und Tiefs. Mich hat ab der Hälfte des Buches das Gefühl beschlichen, dass Ahern zu viel wollte und sich dann verhaspelt hat. Es wurden einfach zuviele Dinge gleichzeitig behandelt und dadurch wies kein Erzählstrang die nötige Tiefe auf. Das Ganze blieb unglaublich oberflächlich.

Zum Ende hin hat sich dieses Durcheinander dann nochmal zugespitzt. Das Geheimnis, das es seit Jahren in der Familie gibt, wird gelüftet, doch es hat mich nicht zufrieden gestellt. Es war für meine Meinung an den Haaren herbeigezogen und die Handlungsstränge sind einfach nicht schön zusammengelaufen. Einzig und allein Tamaras Entwicklung wurde am Ende nochmals wirklich gut und anschaulich dargestellt. Doch wenn ich mir das ganze Buch anschaue, dann bleibt der Eindruck, dass es einfach nicht rund lief.

In Ich schreib dir morgen wieder ist es alles in allem etwas holprig gelaufen. Cecelia Ahern wollte zuviel und hat einfach zuviele Erzählstränge aufgeworfen, die dann alle nur stiefmütterlich abgegrast wurden. Dadurch konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln und die Story plätscherte so vor sich hin. Diese Geschichte ist definitiv nicht eine von Aherns besten. Wirklich schade, denn die Idee mit dem Tagebuch, das einem die Zuunft vorhersagt, wäre so gut gewesen.

© Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen
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am 22. Juni 2016
Cecelia Ahern - ich liebe ihre Ergüsse !!!!

Mit "Ich schreib dir morgen wieder" hat sie mich wieder einmal überzeugt. Mir hat die Idee und deren Umsetzung hervorragend gefallen.

Tamara ist unser Hauptcharakter, sie ist jemand, der im Heute lebt, die Zukunft war für sie erst einmal nicht wichtig. Dann findet sie eines Tages ein Tagebuch, in dem ihre Zukunft niedergeschrieben ist. Die Zukunft wird interessant für sie.
Tamaras Vater hat Selbstmord begangen, was für die junge Frau bedeutet, dass sie nicht mehr glamourös in der Stadt leben kann, sondern aufs Land ziehen muss zu Verwandten. Ihre Mutter kann ihr im Schmerz auch nicht helfen, da sie selbst vom Tod ihres Mannes vor Trauer vergeht.

Eine Schlossruine findet Tamara interessant. Dann entdeckt sie das Tagebuch und ihre Welt verändert sich und familiäre Geheimnisse werden beschrieben und offengelegt.

Ich finde die Art, wie die Autorin an diese Geschichte geht sehr einfühlsam und emotional, dennoch nicht kitschig, sondern einfach glaubwürdig und lebendig. Man kann sich in die Gefühle Tamaras hinein versetzen und verstehen, was sie erlebt.

Ich finde die Geschichte herzlich und spannend zugleich - absolut gelungen !!!
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