find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Sonderangebote Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
36
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 31. Oktober 2014
Warum haben eigentlich nicht die Indianer, die Inkas oder die Aborigines im 15. oder 16. Jh. Europa erorbert?

Mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich das Buch und gibt sehr spannende und interessante Antworten.

Keine leichte Kost aber sehr zu empfehlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2010
Der deutsche Titel "Arm und Reich" ist leider ziemlich irreführend; bedauerlicherweise hat das auch bei einigen Rezensenten zur Verwirrung geführt. Der englische Originaltitel trifft es viel besser. Außer ganz am Schluss geht es doch gar nicht darum, warum heute einige Gesellschaften arm und andere reich sind. Vielmehr erklärt Diamond, wie die Entwicklung der Landwirtschaft und vor allem die unterschiedliche Ausstattung mit natürlichen Schätzen einigen Völkern einen erheblichen Vorsprung verschafft haben. Die Verlierer wurden meist "überrollt".

Bis zur Zeitenwende halte ich seine Theorie für absolut plausibel. An diesem Werk wird man als am Thema Interessierter kaum vorbeikommen (selbst wenn Einzelheiten vielleicht noch revidiert werden). Das Gesamtbild stimmt sicher.

Bei der Erklärung, warum heute Länder unterschiedlich reich sind, werden seine Thesen ein wenig dünn. Hier sei die ergänzende Lektüre von David Landes' Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind und von Paul Kennedys Aufstieg und Fall der großen Mächte: Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000 empfohlen. Die ganze Wahrheit ist vielleicht sowieso noch nicht erzählt. Aber Jared Diamond hat uns ein ganzes Stück weitergebracht.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Oktober 2014
Revolutionäre Theorien sind es, die sich dem Leser auftun und die mit alten, rassistischen Konzepten über die Entstehung von Hochkulturen und Staaten den Boden aufwischen. Anhand unabstreitbarer geografischer und biologischer Fakten ermöglicht der Autor eine Sichtweise, die sich nur den kreativsten Köpfen ohne derartige Darstellung eröffnet hätte.

Aufgrund des Umfangs und der teilweisen Länge des Werks würde ich angehenden Sachbuchfetischisten empfehlen, den Blick für die teilweise autobiografisch gefärbten Einschübe und trockenen statistischen, beziehungsweise sehr fachbezogenen Ausführungen zu schärfen, um diese bei Zeitmangel oder Unlust überlesen und die Filetstücke dafür noch umso besser genießen zu können. Es darf selbstverständlich auch das gesamte Menü genossen werden, nur die Längen werden meinem gutgemeinten Rat wohl das eine oder andere Mal Recht geben und gerade bei so hervorragender Literatur wie der vorliegenden wäre es eine Schande, wenn das Leseerlebnis dadurch geschmälert oder im schlimmsten Fall gar vorzeitig beendet wird.

Neben der eigentlichen Flora und Fauna der verschiedenen beschriebenen Weltgegenden bildet als primäre geologische Schicksalsinstanz die West-Ost- beziehungsweise Nord- Südachse den entscheidenden Faktor über Aufstieg und Fall der Völker. Das Glück oder Pech mit gut domestizierbaren Tieren oder aufgrund großer Halsstarrigkeit zur Viehzucht absolut ungeeigneten Vertretern der Herbivoren beziehungsweise ertragreichen, widerstandsfähigen oder wenig abwerfenden, empfindlichen Pflanzen spielt eine weitere wichtige Rolle.

Betrachtet man sich die Kontinente, so ergibt sich einzig in Eurasien eine auf etwa den gleichen Breitengraden und ähnlichen Klimazonen gelegene West-Ostachse, die den Austausch von Pfanzen und Tieren über Handelsrouten wesentlich erleichtert, da diese in ähnlichen Umgebungen wesentlich bessere Überlebensbedingungen vorfinden, als wenn man sie über eine Nord- Südachse von Norwegen nach Südafrika oder von Chile nach Kanada transportieren würde. Dadurch wurde der Übergang zu Ackerbau und Viehzucht sowie die damit einhergehende Möglichkeit, durch Überschuss an Nahrung Spezialisten wie Handwerker, Krieger und Wissenschaftler zu ernähren und auf den Zug zum Großstaat aufzuspringen, wesentlich erleichtert. Als wäre das nicht genug der vorgegebenen Ungerechtigkeit, befinden sich auch noch die meisten der ertragreichsten Saatpflanzen und Nutztiere im eurasischen Raum, während selbige auf anderen Kontinenten rar gesät sind. In Lateinamerika sowie Afrika sind sowohl gut für den Hausgebrauch geeignete Großsäuger als auch ertragreiche Pflanzensorten relativ selten. Und selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ein Austausch über die verschiedenen Klimazonen hinweg kaum funktionieren können.

So sind in Afrika sowohl extrem aride Gebiete als auch tropische Dschungel oder schlichte Savanne für keinen Tiertransport zu empfehlende Besichtigungspunkte und auch den Zimmerpflanzen dürfte es übel bekommen. In Lateinamerika verhält es sich ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Dass sich das militärisch einst unersetzliche Pferd auch noch just der südlichen Hemisphäre entsagen musste war ein weiterer wesentlicher Nachteil. Wie der Autor so treffend anführt, hätte nur ein gutmütigeres Wesen von Bisons oder Nashörnern vonnöten sein müssen, um den Lauf der gesamten Weltgeschichte zu verändern. Wenn Hunnenheere und Mongolen auf, im Vergleich zu den potentiellen und wesentlich robusteren Reittieren des Südens, schlichten Pferden Weltreiche errichten konnten, wäre das kriegerische Potential von bis zu fast einer Tonne schweren Bisons und bis zu über drei Tonnen schweren Nashörnern noch wesentlich durchschlagender gewesen. Man stelle sich diese Tiere zu Tausenden und im Stil eines Paladinpferds gepanzert mit Pfeilhagel schwirren lassenden Reitern vor.

Es erschließen sich anhand der minutiösen Schilderungen verschiedener Sachverhalte noch diverse Ideen für Uchronien, die schöner nicht sein könnten, da sie im Gegensatz zu weit hergeholten, unwahrscheinlichen Vermutungen und Lehrmeinungen auf nachweisbaren Grundlagen beruhen.
Dem Autor gebührt, nicht nur aufgrund seines beeindruckenden bisherigen Werks, zu Recht der Ruf eines Wissenschaftsautors der Spitzenklasse, sondern auch und gerade für die Serie an Hammerschlägen, die er auf die, als fleischgewordene Anachronismen längst durch einen Paradigmenwechsel in das intellektuelle Nirwana zu schickenden, Vertreter seiner Zunft niederprasseln lässt, die seinen Denkansetzen wenig entgegenzusetzen haben. Außer irgendjemand aus dem Universitätsbetrieb entblödet sich wirklich noch, etwas von kultureller Überlegenheit oder anderer rassistischer, verbaler Diarrhöe zu halluzinieren.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Februar 2012
Aufgrund der Rezensionen las ich das Buch mit einigen Vorschusslorbeeren:
Zu Beginn lässt es sich recht spannend an, einige interessante Theorien werden aufgestellt und man wartet gespannt auf deren Auflösung.
Leider wiederholt der Autor in den Folgekapiteln jeweils gebetsmühlenartig die zuvor aufgestellten Theorien und fügt vielleicht 10% an Neuem hinzu. Nach einer gewissen Zeit weiß man z.B. schon im Voraus, dass es auf den nächsten Seiten wieder darum gehen wird, dass die potentiell domestizierbaren Tiere ausser in Eurasien zu früh ausgestorben sind. Weitere Dauerbrenner waren die eingeschleppten Krankheitserreger, die schlechte Nord-Süd Verbindung Amerikas und die Völker Papua-Neuguineas. Nach und nach habe ich angefangen, gewisse Seiten zu überspringen und als ich mir sicher war, dass es auch gegen Ende kein Fazit geben würde, habe ich das Buch erleichtert weggelegt.
Die ersten 50 Seiten waren recht gut, dafür gibts 2 Sterne. Nur leider hat der Autor den Fehler gemacht, danach weiter zu schreiben.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juli 2011
Und zwar im doppelten Sinn: Dafür bekam Jarret Diamond den Pulitzer-Preis, und für die erhellenden Aspekte des Buchs wäre eigentlich jeder Kaufpreis recht.
Die Kernfrage des Werks ist, warum es der spanische Konquistador Pizzarro mit einer Handvoll Abenteurern schaffte, den südamerikanischen Inkakönig trotz seiner Armee von Zehntausenden von Kriegern gefangenzunehmen, zu erpressen, zu töten und sein Reich zu erobern, und warum nicht umgekehrt eine Handvoll Inkas den spanischen König festnahm und abservierte. Die Antworten sind logisch und widerlegen absolut überzeugend die noch immer weit verbreitete Auffassung, dass es überlegene und unterlegene menschliche Rassen gibt.
Für mich eines der prägendsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Unbedingt zu empfehlen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Dezember 2012
Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch für den, der sich innhaltlich mit dieser Thematik näher beschäftigen möchten. Dieses Buch würde ich jederzeit wieder kaufen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2014
Ist auf alle Fälle als Ergänzung zum globalen Gesellschaftswandel in allen Teilen der Erde aufschlussreich und lässt die interkulturellen Zusammenhänge erkennen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2014
Das Buch lässt die Entwicklung der Menschen in Bezug auf deren Reichtum in einem ganz anderen Blickwinkel erscheinen.
Ein wirklich lesenswertes Sachbuch.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. November 2014
Vor rund einem Jahrzehnt mal die Originalversion zum Schnuppern ausgeliehen, habe ich es mittlerweile schon mehrfach gelesen und verschenkt.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der fasziniert von neuen Perspektiven und neuen Zusammenhängen ist. Immerhin werden hier 10'000 Jahre Kulturgeschichte auf ein paar hundert Seiten reduziert und mögliche biotische und geographische Faktoren für die unterschiedlichen Entwicklungsströme dargelegt.

Faszinierend waren unter anderem die Ausführungen zum Einfluss der Nutztierhaltung auf die Resistenzbildung gegenüber Pathogenen.

Die verheerende Auswirkungen der durch die "Conquistadores" eingeschleppte Keime auf die "Neuen Welt" sind hinlänglich bekannt und vergleichbar mit der aus Asien nach Europa gelangten Pest. Ironischerweise anders in Afrika, wo ungezählte "Eroberer" an der Malaria zugrunde gingen.

Typisch für den Stil ist die Vernetzung mit den Faktoren, welche eine Nutzierhaltung ermöglichen, das Massensterben der Megafauna und was an Domestizierbarem übrig blieb und streift den Einfluss der Geographie auf die Ausbreitung von kulturellen Errungenschaften, Zersplitterung oder Konsolidierung von Gesellschaften und die Bedeutung des Ackerbaus als Grundlage für eine "Überflussgesellschaft", welche eine Stratifizierung und Spezialisierung der Bevölkerung erst ermöglicht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2012
Zur besseren Übersicht mal eine kurze Rezension :)

Positiv:
- Einführung und Sensibilisierung für das Thema
- Anfänglicher Naturdeterminismus zur Erklärung von Genese und Zerfall früherer Hochkulturen
- Spannende Einblicke in verschiedene Kulturen
- Einige interessante Nebeninformationen zu verschiedenen Völkern
- Versuch eines allumfassenden Werkes zur menschlichen Entwicklungsgeschichte
- Beleuchtung vieler Wissenschaftsdisziplinen

Nicht so gelungen:
- Methodischer Aufbau führt zu endlosen Wiederholungen und manchmal zu einer wirren Abfolge von Kapiteln (das letzte Kapitel zu den Japanern z.B. tritt vollkommen aus dem Zusammenhang)
- Das Buch hätte auf Grund der Wiederholungen gut 300 Seiten kürzer sein können
- Anfänglicher Determinismus setzt sich bis in die Neuzeit fort... für mich fraglich, ob man dann noch Arm und Reich damit erklären kann
- Teils Widersprüche
- Manchmal sehr ausufernde Kapitel über Völker, die rein von der Einflussnahme der gesamten menschlichen Entwicklung kaum nennenswert sind (zumindest nicht bei dem Versuch eines übersichtlichen Gesamtwerkes)

Fazit:
Ein Werk, das laut Überschrift und beim Anlesen sehr viel verspricht und es auch zu Anfang halten kann. Dann aber verliert es sich (auch wenn es widersprüchlich klingt!) zum einen in zu vielen Details (z.B. die erwähnten ausufernden Kapitel zu manchen Völkern) und zum anderen in zu wenigen Details (z.B. der angesprochene alleinige Naturdeterminismus). Was aber wirklich zum Ende hin sehr Nervraubend wird, sind die andauernden Wiederholungen, auf die auch immer wieder eingegangen wird.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden