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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
66
4,4 von 5 Sternen
Cosa Nostra: Die Geschichte der Mafia
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 15. Juli 2013
John Dickie ist es in der Tat gelungen, die Ursprünge, die Entstehung, die Struktur, die Geschichte und aktuelle Problematik der Cosa Nostra unglaublich detailliert und hervorragend recherchiert herauszuarbeiten. Trotzdem ist das Buch immer noch gut und angehm zu lesen, auch wenn die Anzahl der Namen, Zahlen und Ereignisse oft überwältigend groß ist. Die ist aber nicht als Kritik gemeint, sondern als Kompliment, dass es dem Autor gelungen ist, ein so komplexes und vielschichtiges Thema in lesbare Form aufzubereiten.
Positiv hervorzuheben ist auch, dass der Autor auf jegliche Dramatisierung und Inszenierung verzichtet. Da die Thematik ohnehin spannend und interessant genug ist, ist dies nicht notwendig und wohltuend zu lesen.
Für mich ist dies ein Standardwerk in Sachen Cosa Nostra und deshalb auch jedem Einsteiger zum Thema zu empfehlen, weil alle Aspekte zur Thematik beleuchtet werden.
Kurzum ein unglaublich interessantes Buch, das es verdient gelesen zu werden!!!
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am 16. August 2017
Ein absolutes Spitzenbuch. Für den Nichtitaliener etwas schwer zu lesen (nur wegen der Namen) aber jeden Euro Wert. Danke für diesen tiefen uns absolut erstaunlichen Einblick. Liebe Grüße
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 22. September 2007
"Die Existenz der Mafia zu leugnen ist genauso, wie jene der Sonne abstreiten zu wollen."
(Diego Tajani, ehemaliger Chefankläger in einer Parlamentsdebatte im Juni 1875)

Am Anfang seines Buches, das in der englischen Originalausgabe unter dem Titel "Cosa Nostra. The History of the Sicilian Mafia" bereits im Jahre 2004 veröffentlichte wurde, erläutert John Dickie die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "mafioso", das aus dem Dialekt Palermos stammt und mit schön, kühn, bzw. selbstbewusst übersetzt werden kann. Jemand der als "mafioso" bezeichnet wurde, verfügte über "das gewisse Etwas", das in der Sprache der heutigen Jugend in dem Wort "Coolness" seine Entsprechung findet. Das im Jahre 1863 in Palermo uraufgeführte Theaterstück "I mafiusi di la Vicaria" schuf gar den falschen Mythos einer "guten Mafia" und ihren Ehrenmännern........

......die eine in der Realität (lange geleugnete) Gewaltindustrie etablieren konnten, die durch nichts, was ihr das 19. und 20. Jahrhundert entgegenzusetzen hatten, aufgehalten werden konnte.

Weder der Kapitalismus, die Entstehung des Nationalstaates, der Aufstieg und Fall der Ideologien des Faschismus und Sozialismus, noch die Weltkriege und die Industrialisierung usw. konnten dem auf seinen Säulen Einschüchterung, Mord und Schweigen errichteten Schattenstaat der Cosa Nostra bis zu Beginn der 1990Jahre weder auf Dauer bekämpfen noch den entscheidenden Schlag versetzten......

...bis dem führenden Anti-Mafia-Ermittler Giovanni Falcone doch noch der Durchbruch gelang, der ihn durch einen Bombenanschlag am 23.05.1992 das Leben kosten sollte. Seine Nachfolger konnte auf die Falcones Arbeit aufbauen, so dass im Juli 2005 Marcello Dell'Utri, ein enger Freund Silvio Berlusconis, wegen Außenbeziehungen mit der Mafia zu neun Jahren Haft verurteilt wurde. Nach seiner 43jährigen "Flucht" konnten die Behörden am 11.04.2006 schließlich "Binnu u tratturi" Bernado Provenzano und dann am 20.06.2006 -52- weitere bedeutende "Familienhäupter" in Palermo festnehmen....

Neben einem Blick auf Initationsriten der Cosa Nostra und ihren Entsprechungen auf dem Festland 'Ndrangheta (Kalabrien), Camorra (Neapel) und Sacra Corona Unita (Apulien), sowie in die Geschichte der amerikanischen Ableger erfährt der Leser viele historische Fakten Italiens, die auch oder besonders für die Cosa Nostra von Bedeutung waren. Zum Beispiel: Giuseppe Garibaldis Zug der Tausend landet auf Sizilien (Mai 1860), Niederlage in der Schlacht von Adua gegen den äthiopischen Kaiser Menelik (1.3.1896), Mord an König Umberto I. (29. Juli 1900), "Operation Husky" - Landung der Alliierten (10.03.1943) und der sich daraus entwickelnde Gedanke des Separatismus usw. Darüber hinaus ist es John Dickie gelungen, neben den Persönlichkeitsprofilen der wichtigsten Mafiosi und ihren spektakulärsten Verbrechen auch die traditionellen Tagesgeschäfte des Organisierten Verbrechens, von Zitrusfrüchten über Schwefelabbau, Beton, Rauschgift usw., sowie ihre politischen Verstrickungen aufzuzeigen.

Vier Landkarten Siziliens/Palermos, ein Glossar, sowie ein 20seitiges Literatur und Zitatsquellenverzeichnis und ein anschließenden alphabetisches Register runden das Gesamtbild des hoch informativen und packenden Sachbuches ab. Sehr empfehlenswert: 5 Amazonsterne.
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TOP 500 REZENSENTam 19. August 2017
Mafiöse Strukturen gibt es in vielen Ländern, Italien hat allerdings gleich drei: Die Cosa Nostra Siziliens, die N'drangheta Kalabriens und die Camorra in Kampanien. Alle befinden sich in Süditalien, auch wenn sie weltweite Exposituren haben.
Warum gerade Süditalien? Weil es so arm ist? Oder gibt es dafür einen anderen Grund?
Wieder müssen wir etwas ausholen: Vor 800 Jahren war das Normannenreich in Sizilien und Neapel das reichste, kultivierteste und erfolgreichste Land Europas. Siziliens König Friedrich II. war gleichzeitig Kaiser von Deutschland und König von Jerusalem, seine Verwandten besaßen ein Fürstentum in Antiochia und hätten um ein Haar Konstantinopel erobert. Kaiser Friedrich holte sich die besten arabischen Gelehrten nach Palermo und besaß eine ausgezeichnete Kriegsflotte (Admiral leitet sich von einem sizilianisch-arabischen Wort ab).
So viel Reichtum und Macht rief natürlich Neider auf den Plan. Der Papst und der Franzosenkönig intrigierten gegen Sizilien, die Franzosen eroberten es und ließen Friedrichs Nachkommen hinrichten. Und schon war es mit dem sizilianischen Wirtschaftswunder wieder vorbei. Von da an bis 1860 blieb Sizilien in ausländischer Hand und wurde gnadenlos ausgebeutet. Ohnmächtig mussten die sizilianischen Granden zusehen, wie Sizilien total verarmte.
Wenn die Mächtigen einem nicht zuhören, dann geht man in den Untergrund. Und das taten die Süditaliener. Wenn die offiziellen Geschäfte in der Hand der Reichen sind, dann macht man halt inoffizielle.
Siehe auch: Tantalus Welt: Die Überwindung nationaler Traumata
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am 24. April 2007
Eine hervorragendes Buch. Wer bisher glaubte viel über die Mafia gewußt zu haben wird hier eines Besseren belehrt. Das Buch räumt auf mit Sichtweisen, die versuchen, die Mafia mit der sizilianischen Mentalität romantisierend zu erklären. Diese nationalistische Sichtweise hat der Mafia schon über 100 Jahre geholfen ihre wahren Absichten zu verschleiern. Die Mafia ist nach DICKIE kein Überbleibsel mittelalterlichen Banditentums sondern ein Produkt der Moderne, die entstanden ist aus den kapitalintesiven Zitrusplantagen rund um Palermo. Die dortigen Grundbesitzwer bedineten sich der methoden der Mafia um einerseits ihrre Arbeiter und Pächter im Schach zu halten, andererseits ersetzten sie staatliche Funktionen, die nach der Einigung Italiens und dem Sturz der Boubonenherrschaft fehlten. Die Mafia besitzt politisch eine rechtkonservative Ideologie an, die sich vor allen Dingen gegen die Forderungen der Bauern und Arbeiter Siziliens formierten. Dies drückte nicht zuletzt die vielen Morde an linken Politikern aus. Auf der anderen Seite verbündete sich die Mafia schon im 19 Jahrhundert mit dem staatlichen Machtapperat, so dass ihre Verbrechen ungesühnt blieben.Die Unterdrückung der Mafia durch den italienischen Faschismus ist eine Folge ihrer Ähnlichkeit, die zu einer Konkurrenz um die gleichen politischen Positionen führt. Der Faschismus ist da ein norditalienisches Phänomen, die Mafia ein süditalienisches. DICKIE führt auch die vielfältigen Verbindungen zur amerkanischen Cosa nostra aus. Auch hier zeigt sich, dass Mafia nichts Rückständiges ist, sondern sich rationell und organisiert neue Märkte erschloss.

Die Mafia ist aber weitgehend ein sizilianisches, genauer sogar ein westsizilianisches Phänomen, das aufgrund bestimmter lokaler und historische Funktionen gebildet wurde. Sie stellen eine Art Gewaltindustrie dar, die Entwicklung des Landes hemmt. Umso erstaunlicher ist es, dass sich immer wieder sehr mutige Männer gegen sie gestellt haben. Hier imponiert mir besonders Peppino Impostata, Sohn eines Mafioso, der Aufklärung aber auch Häme über die Mafia verbreitete und damit mit dem Leben bezahlen musste. Dafür wurde er dann von der rechten Presse in ein schlechtes Licht gerückt und es dauerte 20 Jahre nach seinem Tod bis er rehabilitiert wurde. Wieweit die Stlisierung der Mafia reicht wird im Buch deutlich, das sie sich an dem Filme "Der Pate" von Puzo orientierte und nicht etwa, dass der Film die Realität der Mafia abbildet. DICKIE malt eine faszinierendes und erhellendes Bild über die Mafia und ist nur zu empfehlen.
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am 13. April 2013
Respekt - die Akribie an den Tag zu legen, die vielfältigen historischen Blege zusammenzutragen und zu einer der in meinen Augen umfassendsten Geschichte einer der mächtigesten kriminellen Organisationen zu schreiben - dazu bedarf es Kraft, Energie und auch einen gewissen Idealismus. J. Dickie gelingt es die Geschichte der Mafia, die ihren Ursprung in den 1860-er Jahren in Sizilien hat bis heute gut darzustellen und den hoffnungslosen Kampf auch ins Scheinwerferlicht zu rücken. Er bagatellisiert nichts, im Gegenteil. Er rüttelt auf - für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas zu viel und zu emotional, um ein reines historisches Werk zu sein. Aber vielleicht braucht diese Art dieses Thema für manche Leser auch, um besser transportiert zu werden.
Was mich etwas gestört hat, war die romanhafte Wiedergabe und Vermischung von historischen Fakten, übertragenen Geschichten und J. Dickie's eigenen Spekulationen. Das machte das Werk etwas weniger wertvoll für mich. In Teilen hatte ich den Eindruck einen historischen Roman zu lesen.

Dennoch, in Summe: eine glaubhafte und vor allem wachrüttelnde Geschichte über den kriminellen und rückichstlosen Oktopus fernab jeder Sozialromantik, der über mehrere Kontinente operiert - mit dem Ursprung auf einer italienischen Insel: Sizilien.
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am 30. August 2006
Schließe mich in allen Punkten meinen Vorrednern an. Es gelingt dem Autor, ein umfassendes, plastisches Bild von der Mafia, ihren Anfängen, ihren Strukturen, ihrem sektenhaften Gestus zu zeichnen.

Das wohlgemerkt ohne jeglichen Cosa-Nostra-Pathos. Vom Prolog weg distanziert sich John Dickie von jeglicher Mystifizierung oder gar Romantisierung der Mafia. Die Mafia war zu keiner Zeit ein sozialer Robin-Hood-Verbund, der irgendwann mal böse wurde, sondern von Beginn an eine verbrecherische, sektenhafte Organisation mit besten Verbindungen in die Politik und Wirtschaft, die nur ein Ziel kennt: Vermehrung von Geld und Macht.

Auf zwei besondere Leistungen möchte ich hinweisen:

1. Virtuos schafft es John Dickie die großen Bewegungen in der Geschichte der Mafia zu erfassen und dabei stets in die Detailsicht und Erfahrungswelt der Zeitzeugen (mehrheitlich Opfer der Mafia) einzutauchen. Dieser Rythmus macht die Lektüre ungemein abwechslungsreich und macht dem Leser das Wesen der Mafia erst so richtig begreifbar.

2. Wie eigentlich über ein Phänomen ein Geschichtsbuch schreiben, welches sich jeder Öffentlichkeit entzieht? Auf welche Quellen stützt sich ein Historiker dabei eigentlich? Nun, John Dickie legt diese Quellen nicht nur dar, er strukturiert sein Buch auch entlang dieser Quellen oder besser: Die Quellen, nämlich die Mafia-Jäger der frühen und späten Jahre, die reuigen Mafiosi, ("pentiti"), werden selbst zu Protagonisten der Erzählung.

Spannend, anschaulich, umfassend, dynamisch strukturiert, episch, ohne aber seinen wissenschaftlichen Anspruch zu verraten. Kurz: Ein großes Werk über ein faszinierendes Thema.
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am 8. September 2014
Die meisten Zwei- oder Drei-Sterne-Rezensenten kritisieren die fehlende Spannung oder blutige Details zu Mafiakriegen und -morden. Oder ihnen ist das Lesen der akribischen Auflistung von Namen oder Orten zu anstrengend. Denen empfehle ich z.B. den ausgezeichneten Mafia-Thriller 'La familà' von Mancini.

Mir fehlt eher die große Übersicht, das Zusammenfügen vieler Details in eine Gesamterkenntnis, die das Wirken der Mafia im wirtschaftlichen oder politischen Wirken Siziliens/Italiens und Amerikas einordnet und begründet. Dickie stellt viele dieser Fragen selbst, aber er beantwortet sie nicht gut.

Warum führten gerade im westlichen Teil Siziliens Faktoren wie Armut, dörflicher Ehrenkodex, öffentliche Einflussnahme, wirtschaftliche Expansion, kirchliche Traditionen zum Aufbau dieser effektiven Parallelgesellschaft? (Und warum passierte das nicht in dieser Form in anderen Teilen der Welt?)
Wie groß sind tatsächlich die wirtschaftlichen, politischen, sozialen Auswirkungen in der italienischen und amerikanischen Gesellschaft?
Warum verließ die Mafia den Weg der öffentlichen und politischen Beteiligung und Einflussnahme (Schutzgeld, Bestechung, Bauaufträge usw.), der ihr ein tiefes Eingreifen in die italienische Gesellschaft ermöglichte, weil sie große Teile der Gesellschaft zu Mittätern machte? Warum vollzog sich der Wechsel zum Geschäft mit Drogen und Prostitution?
Was versetzte Richter, Polizei und Journalisten in die Lage die Mafía anzugreifen?
Warum packten entscheidene Mafia-Köpfe aus?
Wie sieht die Struktur der heutigen Mafia aus?
Welche Rolle spielt das Mafia-Geld für Kirche, Staat und Bankwesen heute?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand eine Empfehlung zu einem Buch geben kann, das mir diese Fragen besser beantwortet.

'Cosa Nostra' ist trotzdem kein schlechtes Sachbuch, aber man muß Spaß an Namen, Dynastien, Anekdoten und Lokalkolorit haben, um dran zu bleiben. Für Sizilien-Reisende und Mafia-Touristen bietet es einen Fundus an Straßennamen und Ortschaften, um in der Region zwischen Palermo und Trapani auf eine besondere Art zu entdecken.
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am 24. Oktober 2007
Romanhaft geschrieben und trotzdem faktenreich. Für den Süditalien- bzw. Sizilien-Liebhaber unabdingbar, um mehr über die Geschichte der zweiten, bzw. ersten Macht im Staate zu erfahren. Glänzend recherchiert. Und bekanntermaßen ist es nicht ganz einfach, über die Mafia zu recherchieren. Hier geht es nicht um Voyeurismus oder Mafia-Romantik a la Hollywood (Goodfellas, Der Pate, Donnie Brasco, etc.). Hier geht es um die Sache selbst, es ist dem Autor ernst.

Beim nächsten Sizilien-Urlaub schaut man mit anderen Augen, mit offeneren Augen auf die Insel und die Menschen - ohne dass man gleich paranoid werden müsste. Jedoch: Wer nach Süditalien reist und dieses Buch nicht kennt, der weiß zu wenig.

Dazu kommt, dass das Ganze wirklich spannend geschrieben ist. Sehr lesbar also, ohne marktschreierisch daherzukommen oder auf billige Effekte im Stile der Bild-Zeitung zu setzen. Es geht schlicht um eine unangenehme Wahrheit, die unter der herrlichen Oberfläche schlummert.
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am 21. Januar 2007
Wer oberflächliche Sensationsreportage erwartet, wird mit diesem Buch nicht glücklich. Wer jedoch eine sachliche Analyse der Historie und Strukturen der - vornehmlich - sizilianischen Mafia, sowie ihrer Vorgehensweise und Verbindungen zum Staat erhofft, der wird nicht enttäuscht. Ich persönlich bin der Auffassung, dass Spannungsbögen in einem Sachbuch Effekthascherei darstellen. Uninteressant wurde dieses Buch jedoch nicht geschrieben. Und Dickie gelingt es auch, durch exemplarische Geschichten das Gesamtgebilde durchblitzen zu lassen.
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