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am 26. Oktober 2005
Ich hatte schon lange nichts mehr gelesen über Himmler, Göbbels und den anderen Schergen des Dritten Reiches. Aber dieses Buch überzeugte mich schon mit dem Klappentext.
Katrin Himmler ist die Enkelin des jüngsten Himmler Bruders. Im Zuge einer Recherche für Ihren Vater erfährt sie, daß ihr Großvater nicht der naive Mitläufer war, wie ihre Familie ihr jahrelang erzählt hatte, sondern ein früh überzeugter Nationalsozialist.
Immer tiefer gerät die Autorin im Laufe ihrer Erkundigungen in die dunkle Vergangenheit der Familie Himmler. Wie starb ihr Großvater `45 wirklich? Warum schwieg ihre Großmutter Paula über Jahrzehnte auch ihren Kindern gegenüber? War es nur Scham, die ihr den Mund verschloss?
Und immer wieder sind es die privaten Erlebnisse der Autorin mit ihrem "Erbe", die die Lektüre dieses Buches so interessant machen. Wie muß es wohl sein, wenn man als 15-jährige im Geschichtsunterricht sitzt und gefragt wird, ob man mit "dem" Himmler verwandt sei, es mit tiefrotem Kopf zugibt und den Fragen ausgeliefert ist, auf die man selbst gerne eine Antwort hätte?
Ich empfehle dieses Buch mit Freuden allen, die an den Persönlichkeiten aus einem der schrecklichsten Kapitel der deutschen Geschichte interessiert sind.
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am 14. November 2005
Das Buch über die Familie Himmler hat mich schwer beeindruckt. Die Autorin schafft es, ein sehr schwerwiegendes Thema zu bearbeiten und dabei eine persönliche Geschichte zu erzählen. Eine Aufgabe, die vielleicht erst eine dritte Generation brauchte. Das Buch zeugt von einer sehr genauen Recherchearbeit und ist trotz der Dichte an historischen Daten und Fakten sehr gut zu lesen. Immer wieder wird der Leser "eingefangen" und kann dem Stoff folgen. Nicht nur damit unterscheidet sich dieses Buch von ähnlichen Werken.
Ein großartiges Buch und eine sehr mutige Autorin!
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Die Großnichte des SS-Anführers hat eine Familienbiografie über ihren Großvater und dessen beide Brüder geschrieben. Der Wechsel aus persönlicher Perspektive und historischen Zusammenhängen macht auf einzigartige Weise deutlich, wie das Nazireich und der Holocaust funktionieren konnten.

Katrin Himmler hat dem Buch den Satz vorangestellt "Wenn wir an ihrer Stelle gewesen wären, hätten wir wie sie werden können.“ Tatsächlich verzichtet die Autorin auf jede Überheblichkeit der Spätergeborenen. Minutiös zeigt sie auf, wie aus Jungs, die im Kaiserreich mit Zinnsoldaten spielten und zum Gehorsam erzogen wurden, nach und nach Massenmörder im staatlichen Auftrag wurden.

Heinrich Himmler wurde eben nicht zum Monster geboren, sondern hat sich Stück für Stück dorthin entwickelt. Dass er ins Freikorps ging, nun ja, es ging darum, die kommunistische Räterepublik in Bayern abzuwehren. Als er arbeitslos war, hat er den Job eines Assistenten eines NSDAP-Politikers angenommen. Dann wurde er in den Reichstag gewählt, hätte er etwa ablehnen sollen? Schließlich kam der Krieg, und auf einmal war Heinrich einer der zentralen Organisatoren des Holocaust.

Doch auch seine Brüder Gebhard und Ernst machten im Nazireich Karriere. Heinrich half ihnen, auch wenn er jeden solchen Anschein vermeiden wollte. Bei der Lektüre hat mich erschüttert, dass Heinrich Himmler genauso skrupellos und kriminell war wie die Nazigrößen Hermann Göring und Joseph Goebbels. Erst dient er dem SA-Chef Röhm, später hilft er, ihn im Auftrag Hitlers zu ermorden. Himmler bezieht "frei gewordene" Wohnungen, zahlt Staatsgelder an Verwandte aus und nutzt sein Amt, um seine Zweitfrau zu verstecken. Selbst beim absehbaren Untergang intrigiert er noch inmitten der Attentäter des 20. Juli.

Das spannende und sehr sorgfältig recherchierte Buch erklärt, wieviele Profiteure die Nazidikatur hatte. Absolut lesenswert.
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Der Großvater von Katrin Himmler, der Autorin dieses Buches, war der jüngere Bruder von Heinrich Himmler. Dessen Leben und Taten wurden in der Familie der Autorin keineswegs totgeschwiegen (wie auch die Familie bereitwilligst Dokumente etc. für dieses Buch herausrückte), dafür galten die beiden Brüder des Massenmörders als keineswegs belastet, ja fast als Prototyp des "guten Deutschen", der halt unglücklicherweise die Jahre von 1933 bis 1945 mitmachen musste.
Das Buch - penibelst recherchiert - räumt mit der (Familien-)Legende der Familie Himmler auf: Das Elternhaus der 3 Himmler-Brüder war nämlich immer schon deutschnational, später nationalsozialistisch und antidemokratisch eingestellt; alle 3 (!) Himmler-Brüder nahmen am Hitlerputsch von 1923 in München teil; Gebhard, der älteste der 3 Brüder, machte Karriere im Hauptamt für Technik der NSDAP und im Reichserziehungsministerium; Ernst, der jüngste der Brüder und Großvater der Autorin, absolvierte seinen Aufstieg auf der Karriereleiter in der Reichsrundfunkgesellschaft. Sie machten dies alles freiwillig, von niemandem dazu verpflichtet.
Und eben dieses Ausblenden des Aufstiegs der nicht "missratenen" Himmler-Sprösslinge ist das, was Katrin Himmler so irritiert (und offensichtlich dazu angetrieben hat, immer weiter nachzubohren!)
Das Buch ist eben keine Biografie über Heinrich Himmler; es ist ein Buch über die Familie Himmler - und ein Buch darüber, wie deutsche Kernsekundärtugenden wie Strenge, Disziplin und Anständigkeit die wichtigste Rolle im Leben spielen, Empathie aber, die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, dafür fehlt. Wenn dann die Ideale des Gymnasialdirektors Himmler Fleiß, Pflichttreue, Sittenreinheit und Gehorsam heißen, ist der (Karriere-)Weg der Himmler-Brüder gar nicht so unlogisch. Der Massenmörder und seine 2 Brüder als "Rädchen im Getriebe" - sie waren für das Funktionieren der Todesmaschinerie mitverantwortlich, ohne sich offensichtlich jemals darüber Gedanken gemacht zu haben!
Heftigste Leseempfehlung!
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am 13. August 2015
Über das Deutschland der Nazizeit und die wichtigsten Persönlichkeiten aus den Reihen der NSDAP wurde in Deutschland wohl schon in jeder möglichen Form geschrieben und berichtet. Das hier vorliegende Werk über den Reichsleiter-SS Heinrich Himmler und seine Brüder Gebhard und Ernst unterscheidet sich jedoch maßgeblich von den sonstigen Massen an Publikationen zum Thema - denn hier ist es die Großnichte von Heinrich Himmler, Katrin Himmler, welche die Geschichte ihres Großvaters Ernst und ihrer beiden Großonkel erzählt. Dass Katrin Himmler noch dazu studierte Politikwissenschaftlerin ist, kommt dem Buch natürlich auch zugute.
Den Grund, aus dem heraus sich Katrin Himmler an die Recherche zu diesem Buch gemacht hat, erklärt sie im ersten Kapitel des Buches. In ihrer Familie galt Heinrich Himmler, wie auch sonst in der Welt, als ein Monster. Ein Massenmörder. Seine beiden Brüder Ernst und Gebhard dagegen sollen lediglich Mitläufer gewesen sein, die sich weder für Politik noch den Nationalsozialismus im speziellen interessierten. Erst als Katrin Himmlers Vater, der Sohn von Ernst, sie 1997 damit beauftragte herauszufinden ob es im Bundesarchiv Informationen über Ernst während der Jahre des dritten Reichs gab begann sie mit genaueren Nachforschungen. Als sie dann im Archiv erste Anhaltspunkte dafür fand, dass die Familie Himmler doch gemeinsam und im großen Stil Aktiv in der NSDAP und SS gewesen ist, begann sie auch innerhalb der Familie nachzuforschen. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie schließlich in dem 2007 erschienenen Werk 'Die Brüder Himmler ' Eine deutsche Familiengeschichte'.

Das Buch ist außerordentlich gut gelungen, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass Katrin Himmler nicht nur in offiziellen Quellen, sondern auch Familienintern recherchieren konnte. Sie beginnt die Familiengeschichte mit den Eltern der drei Brüder, Gebhard Sr. und seiner Frau Anna. Hier beschreibt Katrin Himmler sehr anschaulich wie es Gebhard gelang, sich aus ärmlichen Verhältnissen durch Fleiß und Disziplin bis in die obere Mittelschicht und die feinere Gesellschaft hochzuarbeiten. Eine Leistung, auf die er zeitlebens stolz war, und die seinen Erziehungsstil stark prägte. Entsprechend wurden die Kinder erzogen, so dass sie zu disziplinierten, leistungswilligen und starken Deutschen werden sollten. Diese Frühzeit der Familie nimmt etwa ein Drittel des Buches ein. Im folgenden Mittelteil wird dann zunächst die Karriere von Heinrich Himmler, und sein Aufstieg zu einem der wichtigsten Politiker in der NSDAP und der SS beschrieben. Im Anschluss wird in je einem Kapitel dargestellt wie Gebhard und Ernst ebenfalls in der SS und mit Hilfe des Bruders die Karriereleiter emporstiegen. Schließlich geht die Autorin darauf ein, wie die Familie mit dem Ende des dritten Reiches umging, und wie der Umgang mit der eigenen Familiengeschichte in den kommenden Generationen gehandhabt wurde.

Das Buch von Katrin Himmler ist ausgezeichnet recherchiert und geschrieben. Der Autorin gelingt es zu zeigen, wie eine normale, spießig-bürgerliche Familie durch die damaligen Umstände und ein falsches Verständnis von Stolz und Disziplin völlig in der Nazi-Ideologie aufging. Es macht aber auch deutlich, dass Heinrich Himmler nicht das einzelne schwarze Schaf in der Familie war. Es zeigt vielmehr, dass alle innerhalb der Familie an einem Strang zogen, und jeder über alles bescheid wusste. Und gerade wegen diesem Punkt muss die Courage von Katrin Himmler erwähnt werden, die all dies nicht nur recherchiert, sondern eben auch veröffentlicht hat. Denn schließlich handelt es sich bei diesem distanzieren der Familien von einzelnen, überführten Familienmitgliedern, um eine gängige Art, sich im Nachhinein von einer Mitschuld reinzuwaschen. Es waren alles Einzelpersonen, die anderen hatten nichts damit zu tun, wussten nicht einmal im Einzelnen bescheid. Genau wie von den Konzentrationslagern niemand etwas mitbekommen haben wollte. Dabei ist wohl in den meisten Fällen davon auszugehen, dass es sich wie bei Familie Himmler verhalten hat: Alle wussten bescheid, alle machten mit und profitierten davon.
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am 31. Juli 2014
Was mich an diesem Buch beeindruckt, ist die ernsthafte Auseinandersetzung mit der gewöhnlichen Familiengeschichte, die hinter der Geschichte eines "grossen" Namens steckt. Katrin Himmel ist der Spagat gelungen, als Tochter und Enkelin sich mit der eigenen Familie auseinander zu setzen, dabei Totgeschwiegenes und Verdrängtes offen zu legen, auch empathisch das eigene Erschrecken und die eigenen Verdrängungsmechanismen nicht zu verschweigen. Dabei hilft ihr die Fachkompetenz dennoch dranzubleiben und immer wieder zu hinterfragen, die Fakten mit historischen Zusammenhängen zu begleiten.

Für uns nachfolgenden Generationen kaum noch zu begreifen ist ja gerade das Unscheinbare, Alltägliche, die verschwiegene Familiengeschichte. Was hat diese Clique an teils skurrilen Menschen dazu ermächtigt, dass ihnen so viele Menschen zujubelten, ihnen folgten. Denn all die Menschen, die in der Partei und deren Organisationen waren, die Deportationslisten abgetippt haben, die denunziert haben, oder eben plötzlich ihren Einkauf nicht mehr beim gewohnten Geschäft um die Ecke holten - das waren nicht "die Anderen". Sondern es waren unsere eigenen Grosseltern, die meistens keine Nazi-Grössen waren, aber doch kleine und mittlere Rädchen im Getriebe. Deswegen würde ich mir wünschen, dass dieses Buch, was Geschichte sehr lebendig werden lässt, Pflichtlektüre für die Schule wird!
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am 27. November 2014
Sehr aufschlussreiches und detailliertes Wissen aus dem Leben der Familie Himmler. Kein Voyeurismus sondern biographisch verarbeitete Erinnerungen. Lässt dem Leser Vermutungen zu. Leider führte dieses Leben H.Hs. zu katastrophalen Auswirkungen und vorher nicht gekannten Grausamkeiten und unmenschlichen Verbrechen.
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am 2. Mai 2015
Man erfährt so vieles über diese schlimme Zeit, über die Verantwortliches jener Zeit - das meiste war mir nicht bekannt.
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am 20. Mai 2013
Wie so oft, kann erst die übernächste Generation die Familiengeschichte aufarbeiten. Katrin Himmler rechnet nicht mit der Familie ab aus der sie stammt ab sondern analysiert und kommt zu dem Ergebnis, daß ihre Vorffahren nicht so unschuldig waren, wie sie nach dem Krieg versucht haben es darzustellen.
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am 18. April 2013
sehr gut geschrieben
man möchte das buch nicht aus der hand legen weil man fürchtet was zu verpassen
kann ich nur empfehlen
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