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Kundenrezensionen

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Susan Sontag befasst sich in ihrem Essay " Das Leiden anderer betrachten " eingehend mit der Kriegsfotografie, den Bildern der Gräueltaten, die überall auf dieser Welt jährlich begangen werden und fragt nach der Resonanz beim Betrachter dieser Bilder. Sie resümiert, dass die Bilderflut keinesfalls abstumpfe - wie sie noch vor fünfundzwanzig Jahren in ihrem Essay " Über Fotografie" annahm, sondern vielmehr aufrüttele und den Einzelnen zum Handeln auffordere, dem furchtbaren Tun ein Ende zu setzen. Weil dies den amerikanischen Behörden nicht unbekannt ist, zeigte man, so Sontag, im Golfkrieg 1991 nur " Bilder aus dem Technokrieg " : den " Himmel über den Sterbenden, erfüllt von den Leuchtspuren der Raketen und Granaten."
Susan Sontags vorgelegter Essay enthält einen historisch sehr interessanten Abriss zum Thema Kriegsfotografie. Sie befasst sich mit deren Vorläufern, wie etwa Goyas Radierungen " Los Deastres de la Guerra " , wo die Darstellung von Grausamkeiten " als Attacke auf die Sensibilität des Betrachters " vorgetragen werden. Sie schreibt über Robert Capa und andere große Fotografen, die in der Vergangenheit das Gräuel ablichteten und vergisst auch nicht Virginia Woolf anzuführen, die sich 1938 in ihrem Essay " Drei Guineen " Gedanken über die Wurzeln des Krieges gemacht hat.
Kriegsfotografie war und ist, laut Susan Sontag stets Berichterstattung und seit den Bildern von Vietnam haben sie immer anklagenden Charakter. Sie fordern auf der Inhumaninität ein Ende zu setzen!
Ein erhellender Text, in einer Zeit, in welcher der Stellenwert des Bildes - nicht zuletzt durch die Dauerpräsenz der Medien - dem des gesprochenen oder geschriebenen Wortes bei weitem überlegen ist, wenn es darum geht, die Massen zu erreichen, sei es um zu manipulieren oder aufzurütteln.
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am 23. Juni 2007
Da ich nicht die anderen Rezensionen bezüglich Inhalt wiederholen möchte, erwähne ich hier nur die Punkte, die meines Erachtens nach einen Sternabzug verdienen.

Obwohl dieses Buch ziemlich dünn ausgefallen ist, enthält es nicht die Informationsdichte, die man sich erwünscht. Gefüllt mit Platitüden, die einer Person wie Susan Sontag nicht ähnlich sehen, gleicht es eher einer mittelmäßigen Seminararbeit.

Anfangs erwähnt Sontag Virginia Woolf und versucht den Blick des Lesers auf die feministische Seite zu lenken, leider greift sie diesen Punkt fast im gesamten Buch nicht mehr auf und läßt diesen unkommentiert in der Luft schweben. Es folgen unzählige Aufzählungen von bekannten Kriegsjournalisten dazwischen gespickt mit Mutmaßungen, warum wir entweder "sensationsgeil" oder "abgestumpft" sind (man erfährt nur Argumentationspunkte, die man selbst schon hunderte Male gedacht hat, wenn man sich die Nachrichten ansieht).

Sontags kurzer Ausflug zur Kunst Goyas ist schnell abgehandelt mit Bemerkungen, die man in jedem Kunstlexikon findet.

"Das Leiden anderer betrachten" entbehrt fast jeglicher philosophischer und psychologischer Überlegungen jenseits von dem, was das "Waschweib" schon immer wusste.

Dieses Buch bekommt dennoch 3 Sterne aufgrund der guten Zusammenfassung der Geschichte des Kriegsjournalismus, des angenehmen Schreibstils und der Tatsache, dass es sich bei dem Autor noch immer um Susan Sontag handelt, deren vorangegangenen Bücher ein höheres Niveau besitzen, so dass es mir schwer fällt, eine Autorin wie sie stärker zu kritisieren.
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am 22. Februar 2014
Ich habe das Buch zwecks einer Literaturarbeits fürs Studium gekauft. Die ersten 6 Kapitel sind fast reine Bildbeschreibungen und es ist keine Meinung der Autorin erkennbar. Die letzten 3 Kapitel waren in sich sehr widersprüchlich und thematisch völlig durcheinandergemischt, bis ich schließlich eine Audioversion den englischen Originaltextes gefunden und angehört habe.

Die deutsche Übersetzung ist wirklich grauenvoll, verfälscht den Inhalt, ist nicht einmal grammatikalisch korrekt. Mir scheint, als habe sich der Übersetzer hier sehr frei selbst verwirklicht...
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am 2. Januar 2011
Leider muss ich mich einem der Vorrezensenten anschließen, ohne direkt seine Kritikpunkte ausgiebig wiederholen zu wollen.
Das Essay stellt eher lose und vage Vermutungen zum Thema Medien- insbesondere Fotonutzung und -wirkung in besonderem Bezug zu Krieg, Gewalt und menschlichem Leid auf. Viele Themen oder Ausgangspunkte werden angesprochen, kaum eine Ausführung oder Argumentation gelingt wirklich zufrieden stellend. Außer einigen eher nüchternen Gedankengängen und interessanten Anekdötchen bleibt der Text mittelmäßig und fördert eher wenig neue Einsichten zu Tage. Unverständlich ist dies schon allein deshalb, weil zur Zeit der Verfassung des Textes durchaus elaborierte Medientheorien bekannt waren, auf die sich aber nur punktuell bezogen wird. Wichtige Einsichten anderer Ansätze hätten diskutiert werden können, aber stattdessen verbleibt alles im eigenen Horizont. Letztlich überwiegt eine schlechte Verallgemeinerbarkeit und der Essay stuiert sich als subjektives Statement.

Aufwertung erfährt das Essay durch seine uneingeschränkte Lesbarkeit und den Verzicht auf pessimistisch-alarmistische Aussagen. Keine Fachtermini drosseln die Verständlichkeit und Susan Sontags Fazit erscheint hinnehmbar.
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am 15. März 2006
Susan Sontags neues essayistisches Werk mit dem Titel "Das Leiden anderer betrachten" hat Kriegsfotografie/-bilder zum Thema und die Motive der Betrachtenden derselbigen. Seit jeher gibt es Kriege und Bilder, später Fotos, als Zeugnisse dessen und somit auch Betrachter dieser Bilder und Fotos. Diese sind aber nicht nur als Zeugnisse ihrer Zeit zu sehen, sondern in manchen Fällen auch als Kunstwerke. Manche der Fotografen, so Sontag, inszenierten sogar Szenen um äußerst gelungene Fotos schiessen zu können.
Ein anderer Aspekt, den Sontag in ihrem Essay erwähnt ist der, dass mit der Zunahme der Informationsflut, welche mit der Bilderflut einhergeht, zu der weit angenommenenen richtigen Vermutung geführt hat, dass die Menschen unempfindlicher gegenüber solchen Gräuelbildern werden. Selbst Taten, die in unmittelbarer Nähe stattfinden, führen zu keiner Reaktion, zu keinem Aufwachen. Erst wenn das Leiden bei einem selbst ankommt, ist man dazu in der Lage zu empfinden. In dieser Situation erst, wird man sich auch des Leidens anderer bewusst und versucht im bestmöglichen Falle ein Verändern für alle herbeizuführen.
Sontags Werk ist ein schmales Buch mit viel Tiefe, das - wie ein gutes Essay sein sollte - zum Nachdenken, zum Bilden einer eigenen Meinung anregt und dem Leser keine aufzwingt. Daher ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert.
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am 6. Februar 2015
Die Fotografie Essays, die Sontag kurz vor ihrem Tod schrieb gehören z8u den Klassiker und sind in diesem Taschenbuch günstig zusammengafasst.
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