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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2012
Die glückliche Rettung/Selbstrettung eines Schiffbrüchigen in der Ich-Form erzählt, in nüchterner Darstellung eines Zeitungsberichts ist ein überschaubares Geschehen. Große literarische Kunst ist es dabei schon, die faktische Abwesenheit von Ereignissen und die Aktionen im Überlebenskampf sowie Wechsel von Hoffnung und Verzweiflung zu einem Text zu formen und zu verweben, der keine Langweile sondern Empathie entstehen läßt. Der Überlebenskampf auf dem Meer als Geschichte extremer Leidensfähigkeit ist eingebettet in einen Rahmen, in dem der einfache Matrose, der nur um sein Leben kämpfte und darin keinerlei Heldentum sah, für andere Interessen als ein solcher Held instrumentalisiert wurde. Der Bericht ist daher weitaus mehr, als eine Robinsonade und als Frühwerk Marquez` unbedingt lesenswert, zumal er mit geringerem Einsatz zum Kennenlernen des literarischen Werks dieses berühmten Schriftstellers führt, als es sein hervorragender aber auch ungleich schwerer zu lesende Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" vermag.
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am 16. Juni 2016
Der leider 2014 als 87jähriger verstorbene Literaturnobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez legte als 28jähriger eine wunderbare Parabel über einen 10tägigen einsamen Kampf auf dem offenen Meer ab. 1982 wurde diese Geschichte ins deutsche übersetzt, das war auch genau das Jahr in dem Gabriel Garcia Marquez den Nobelpreis erhielt. Erstmals erschien diese Story 1955 in einer kolumbianischen Zeitung in Form von Fortsetzungen, ähnlich wie es bei einigen Karl May Werken auch der Fall war.
In etwa 2/3 der 122 Seiten umfassenden Geschichte ist der Ich - Erzähler ganz allein in einem Rettungsfloß auf offener See. Die Kunst dieser Parabel ist es, diesen einsamen Überlebenskampf dermaßen bildhaft zu schildern, das in keiner Sequenz nur irgendein ein Ansatz einer Langeweile entsteht. Gabriel Garcia Marquez gelingt in diesem Frühwerk eine eindrucksvolle Dichte. Die Schilderung wie Tag und Nacht sich abwechseln, wenn pünktlich um 17 Uhr die Haie auftauchen, wenn er Möwen als seine Begleiter sieht, und diese irrsinnige Verzweiflung und Aussichtlosigkeit ist wunderbar gelungen. Das andere Drittel dieser Geschichte ist das Unglück wie es dazu kam, das er als Schiffbrüchiger in diese Situation schlitterte, und das Ende die Vermarktung des Ich Erzählers über seine sogenannte Heldentat die ihm kurzfristig sogar ein kleines Vermögen brachte. Flüssiges, faszinierendes Frühwerk eines der ganz Großen in der Literaturszene.
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Am 28. Februar 1955 sind acht Besatzungsmitglieder des kolumbianischen Zerstörers Caldas im karibischen Meer, unweit von Cartagena, über Bord gespült worden und ertrunken. Nach vier Tagen wurde die Suche nach den Vermissten eingestellt. Zehn Tage später wurde einer der Männer, der Matrose Luis Alejandro Velasco, an einem verlassenen Strand Nordkolumbiens gefunden. Nachdem die kolumbianische Militärdiktatur den Mann zum Helden stilisiert hatten, erschien er in der Zeitungsredaktion des El Espectador und erzählte seine Geschichte dem Journalisten Gabriel García Márquez.
1970 wurde der mehrteilige Artikel erstmals unter dem Namen des Autoren in Buchform veröffentlicht, 1982 erstmals in deutscher Sprache bei Kiepenheuer & Witsch und 2007 als Taschenbuch bei S. Fischer.

Luis Alejandro Velasco hat ein ungutes Gefühl. Er hat zum ersten Mal in seinem Seefahrerleben Angst vor der Überfahrt vom amerikanischen Mobile nach Cartagena, dem kolumbianischen Heimathafen des Zerstörers Caldas. Schnell merken die erfahrenen Seeleute, dass der Zerstörer falsch beladen wurde und kaum manövrierfähig ist. Immer wieder müssen alle Matrosen sich an der Backbordseite einfinden, um ein Kentern zu verhindern.
Am 28. Februar ist Velasco mit sieben Kameraden mit der Sicherung der Ladung beschäftigt, als diese sich löst und die Männer mit sich reißt. Luis gelingt es mit letzter Kraft auf ein Floss zu gelangen. Er sieht vier Männer in der aufgewühlten See ertrinken und ist wenig später allein. Der Zerstörer, nicht in der Lage zu wenden oder eine Suche nach den Matrosen zu veranlassen, verschwindet am Horizont. Sie sind kaum zwei Stunden von Cartagena entfernt.
Luis hofft auf schnelle Rettung. Der Zerstörer wird funken, dass Matrosen über Bord gegangen sind, Schiffe werden ausgesandt werden, Flugzeuge auf die Suche gehen. In drei bis vier Stunden werden sie ihn aufnehmen und der Alptraum wird ein Ende haben.
Doch niemand erscheint. Flugzeuge werden am Horizont sichtbar und verschwinden wieder. Nach drei Tagen weiß Luis, dass niemand ihn mehr sucht, keine Hoffnung auf Rettung mehr besteht. Er hat keine Ruder, kann das Floß, das durch Wind und Strömung immer in dieselbe Richtung zu treiben scheint, nicht steuern. Wohin die Reise geht, kann Luis nicht bestimmen. Er hat kein Trinkwasser, nichts zu essen und bald keine Hoffnung mehr.

Bereits im Vorwort der ersten Buchausgabe rätselt Márquez über die Beweggründe, diese Artikelserie von 1955 neu herauszubringen. Damals wollte man den Betrug der Militärs aufdecken. Bis zum Verbot der Zeitung hielt man durch und strafte die Diktatur Lügen. Der unprätentiöse Bericht hatte seinen Sinn und Zweck in dieser Zeit, doch heute? Márquez vermutete 1970 einzig seinen Namen als Grund für das Buch.

Auch 2007 muss man sich fragen, warum diese Odyssee der großen Fangemeinde von Márquez zugemutet wird. Literarisch bietet dieses schmale Bändchen sehr wenig. Es ist ein langer Zeitungsartikel, der den Bericht des Seemanns in der Ich-Form ohne jedwedes schmückende Beiwerk dokumentiert. Keine Allegorie, kein philosophisches Konstrukt, keine Sinnfragen werden gestellt. Nicht ein Wort des Autors ist dem Bericht des Matrosen hinzugefügt, Márquez ist nur der Chronist, nichts sonst.
Das macht er zwar sehr gut - und er vermag diesen Überlebenskampf minutiös zu beschreiben - doch bleibt es ein Zeitungsartikel ohne jeden Tiefgang. Es ist eine bloße Beschreibung eines zehn Tage währenden Überlebenskampfes. Die Schilderungen sind sehr exakt und interessant, doch fehlen innere Betrachtungen des Matrosen oder des Autors völlig. Dieser rein physische Bericht fesselt allein durch die Tatsache, was dieser Mann überlebt hat.

Dieses Buch ist eine große Enttäuschung. Nicht der weltberühmte Gabriel García Márquez schreibt hier einen Roman über den zehntägigen Überlebenskampf eines Matrosen, sondern der achtundzwanzigjährige Zeitungsreporter G. M. Márquez bringt den mündlichen Bericht des Matrosen Luis Alejandro Velasco in druckbare Form. Dies macht er ohne jeden Zweifel sehr gut. Dies ist aber auch sehr uninteressant für eine Leserschaft, die einen zweiundfünfzig Jahre alten Zeitungsbericht zu lesen bekommt - einzig aus dem Grund, dass ihn Gabriel García Márquez geschrieben hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Mai 2009
Diese Geschichte, die sich tatsächlich ereignet hat, ist schnell erzählt: Mann geht über Bord und treibt 10 Tage ohne Essen, Trinken und Werkzeuge auf einem Floß auf dem Meer bevor er das Festland erreicht. Sollte jemand einen Bericht à la Robinson Crusoe erwarten, wird er/sie enttäuscht. An tatsächlichen Ereignissen geschieht wenig bis nichts. Der Schiffbrüchige, dessen Bericht Marquez aufgezeichnet hat, schildert sachlich und detailliert sein Überleben auf dem Floß. Anschaulich wird dargestellt, wie selbst in Momenten der völligen Verzweiflung und Kraftlosigkeit sein Lebenswille wieder die Oberhand bekam. Beeindruckend!
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am 7. März 2003
Nun, wie der Titel des Buches es schon verrät, handelt es sich hier um die Aufzeichnungen eines Schiffbrüchigen. Der Protagonist war kolumbianischer Matrose auf einem Zerstörer welcher illegal mit Waren beladen wurde. Die Story gibt die 10 Tage wieder, die besagter auf dem Meer ohne Vorräte im Februar 1955 überlebte, nachdem er von einer größeren Welle mitsamt der Ladung von Bord geschwemmt wurde. Dessen Rettung, den Aufstieg durch Marine und Medien und den tiefen Fall aufgrund der Tatsache, dass sich dieser Mann dann mit der wahren Geschichte an den Autor wagte, der zu der damaligen Zeit Reporter war und sie episodenweise veröffentlichte.
Leider kann man in diesem Werk nicht viel von G. G. Màrquez Handschrift erkennen. Da dies im Prinzip ein Tatsachenbericht ist und der Schriftsteller nahezu in den Worten des Matrosen das Buch geschrieben hat, wie er selbst zugibt, fehlen mir die sprachliche Brillanz und die Dichte, die ein solches Thema von einem solchen Autor zulassen würde.
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am 22. November 2014
...aber schon eine ältere Geschichte. Basierend auf einem tatsächlichen Ereignis. Ich finde es traurig, dass die Suche nach Verschwundenen oft sehr früh eingestellt wird. Und wenn sie dann doch noch auftauchen und ihre Geschichte berichten, glaubt man ihnen nicht!
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am 19. Oktober 2013
Ein Bericht über einen schiffbrüchigen Matrosen, der 10 Tage ohne Nahrung auf einem Floß auf dem Meer trieb. Das Buch ist sehr kurz, denn es konzentriert sich auf den Kern. Es enthält fast ausschließlich die Erlebnisse auf dem Meer. Ohne lange Einleitung und überflüssiges Gewäsch. Nüchtern und eindrucksvoll.
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am 28. Juni 1999
... so der Originaltitel von "Bericht eines Schiffbrüchigen", ist die wahre Geschichte des kolumbianischen Seemannes Luis Alejandro Velasco, der am 28.Februar 1955 zusammen mit acht seiner Freunde aufgrund der Überfrachtung mit "Schmugglergut" (Kühlschränke, Herde, Radios,..., die sie als Geschenke mit nach Hause bringen wollten)von Bord des Zerstörers "Caldas" ins Meer fiel und 10 Tage ohne Wasser und ohne Essen als einziger in einem Rettungsboot überlebte. Danach wurde er zum "Helden der Nation", was ihn aber nicht daran hinderte dafür zu sorgen, daß die GANZE Geschichte bekannt wurde. Als ca. einen Monat später die wahre Geschichte von Gabriel García Márquez - damals Reporter der Tageszeitung "El Espectador" in Bogotá; Zeitungen unterlagen damals der Zensur! - in Episoden veröffentlicht wurde, reagierte die kolumbianische Regierung mit drastischen Represalien. Luis Alejandro Velasco wurde aus der Marine entlassen, Gabriel García Márquez mußte ins Exil und El Espectador wurde einige Monate später geschlossen. "Relato de un náufrago" ist nun der detallierte Bericht dieser zehn Tage im Meer, der fünfzehn Jahre später erstmals als Buch, versehen mit einem Vorwort (der Geschichte dieser Geschichte), erschien.
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am 6. April 2006
Ich habe das Buch gelesen weil ich über dieses in der Schule einen Vortrag halten muss. ich finde das buch aber sehr spannend und interessant. Es hat gute Hintergründe und gibt einen Einblick in wichtige Entscheidungen und Beispiele wie man Überlebt.
Stark!!!
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