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TOP 1000 REZENSENTam 31. Mai 2015
… auf Kyudo ausgelegt, aber für Bogenschützen (und sinnsuchende Menschen!) aller Art wertvoll!

Ich schieße seit einigen Jahren zur Entspannung intuitives Recurve. Da ich das Bogenschießen aber eher als meditativen Akt denn als „Sport“ betreibe, wollte ich mir auch eine kleine „mystische Fundierung“ wie diese zulegen. Auch wenn sich die Gedanken auf die Verbindung von „Zen“ und die fernöstliche Kunst des „Kyudo“-Bogenschießens beziehen, kann man als Bogenschütze (und Mensch!) viel Nutzen aus diesem schmalen Bändchen ziehen!

Herrigel formuliert in diesem wertvollen Buch seine ganz persönlichen Erfahrungen, die er in fünf Jahren in Japan bei einem “ Kyudo-Meister“ gesammelt hat. Dort trainierte er weniger die „Technik“ des Bogenschießens als viel mehr die Einstellung dazu – und zu sich selbst. In einem schwierigen, manchmal deprimierenden Prozess, lernt Herrigel, wegzukommen vom eigenen Wollen und Streben. Erst die Verschmelzung mit Bogen, Pfeil und Ziel und die Entfernung vom eigenen Ego scheinen dem Zen zu entsprechen, der sich vielleicht als eine Art göttlicher Zustand beschreiben lässt. Ich meine verstanden zu haben, dass es wohl die japanische Variante dessen ist, was wir gemeinhin sonst als „Flow“ bezeichnen würden. Diesen Zustand zu erreichen oder bewusst herbeizuführen, ist freilich schwer.

Ich finde, dass es dem Autor sehr gut gelingt, seinen eigenen Weg zum „Zen“ zu beschreiben und den Leser dabei auf eine spannende kleine Reise mitzunehmen. Die Geschichte, die Herrigel erzählt, ist authentisch und war für mich durch ihre bildhafte Erzählweise gut nachvollziehbar. Dadurch ist eine gut fassbare Darstellung gelungen, die ohne abstrakte Theorieabhandlungen auskommt. Mir hat das sehr gefallen und mir ein gutes „Gefühl“ davon vermittelt, was „Zen“ eigentlich ist. Und ich habe eine Idee davon bekommen, wie ich es im eigenen Bogentraining (wie im Leben selbst) umsetzen und vielleicht irgendwann einmal „verinnerlichen“ kann.

Nach der Lektüre habe ich begonnen, auch mit meinem Trainer, ein Stück weit jenes absichtslose, von sich selbst losgelöste, Schießen zu üben. Davor stand (und steht es noch) aber immer wieder die Auseinandersetzung mit dem, was im Buch beschrieben ist: Absichtslosigkeit, Verschmelzung mit Bogen, Pfeil und Ziel und Loslösung von Technik und eigenen Wollen und Streben. Dadurch konnte ich mein bisher eher technisches Training um eine Dimension bereichern, die auch meinem Bogenlehrer gefällt. Mir ist klar, dass ich/wir dabei nur eine Art „Zen light“ betreiben; trotzdem fühle ich mich besser und erlebe beim Schießen einen größeren „Entspannungsfaktor“. Mir hat diese Lektüre einiges gebracht und ich habe neue Perspektiven zum Bogenschießen – und zum Leben selbst – dazugewonnen. Deshalb hat sich dieser Kauf für mich absolut gelohnt.

Meine Zusammenfassung: Dieses Stück fernöstliche „Bogenphilosophie“ habe ich als große Bereicherung empfunden. In insgesamt ca. vier Stunden an zwei Wochenendnachmittagen habe ich mich dem „Zen“ genähert und aus dem Buch viel mitgenommen. (Und immer einmal wieder blättere ich im Buch herum und lese den einen oder anderen Absatz zum wiederholten Male.) Auch mein eigenes Bogentraining hat durch die Einsichten in diesem Buch dazugewonnen. Ich versuche derzeit, den Schuss „einfach kommen zu lassen“. Und tatsächlich habe ich nach anfänglichen Schwierigkeiten ein oder zwei Schüsse geschafft, bei denen ich tatsächlich in einer Art „meditativem Akt“ alles um mich herum – selbst die Zielscheibe – vergaß. So löst sich schon ein paar Wochen nach der Lektüre auch bei mir in Momenten „absoluter Entspannung“ plötzlich der Pfeil von der Sehne. Ich werde an dieser Art „absichtslosem“ Bogenschießen weiterarbeiten. Ich bin gespannt, wie sich diese Erfahrung für mich weiterentwickelt, und ich freue mich auf weitere glückliche Momente wie diese.
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am 12. September 2017
Es gibt viele Bücher, die einen Zugang zum Zen vermitteln wollen. Der Klassiker von Eugen Herrigel ist meiner Meinung nach eines der besten davon, weil er aus der Perspektive eines Europäers (daher für mich gut nachvollziehbar) seine Erlebnisse beim Erlernen des Bogenschießens während seiner Jahre in Japan beschreibt (daher für mich sehr authentisch). Quasi en passant erläutert er in seinem Praxisbericht das Wesen des Zen.
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am 27. September 2017
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen der Bogen schießen geht , gute Ratschläge für die Atemtechnik wurde mir auch empfohlen und ich war begeistert von dem Buch.... Top
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am 21. November 2001
Ich habe diese Buch vor 15 Jahren in mich aufgesogen. Und das Erlebnis, das mir die Lektüre bereitet hat ist genauso frisch, als hätte ich es gerade aus der Hand gelegt. Es geht eigentlich nicht ums Bogenschiessen, aber am Beispiel des Bogenschiessens gelingt eine wunderbare Einführung in Zen. Sie bedient sich einfach nachzuvollziehender Vergleiche zu unserer Kultur ("Ziel-fixiertes" Schiessen) und ist damit einfacher zugänglich als so pikante Dinge, wie Kiesrechen oder Blumenschneiden.
Zen in der Kunst des Bogenschiessens hat mit das Gefühl gegeben alles, was ich ohne Zen-Meister über Zen erfahren kann, bekommen zu haben. Und das ist nicht wenig! In dem kleinen Bändchen steckt sehr viel Power.
Ich habe seitdem weder einen Bogen, noch ein anderes Zen Buch angefaßt. Vielleicht sollte ich das ändern, aber ich habe nicht wirklich das Bedürfnis dazu.
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am 3. Dezember 2002
Als ich es das erste Mal las, wusste ich noch nicht viel von Zen-Praktiken und was Schwertkampf, Bogenschießen, Blumenbinden und "richtiges Sitzen" gemeinsam haben könnten, das änderte sich aber noch während der Lektüre.
Ich habe außerdem kein Buch in der Hand gehabt, das mir als "westlich denkendem Menschen" auf so anschauliche und manchmal amüsante Art beschreiben konnte wie ein Schüler eine Zen-Praktik erlernt.
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am 18. Oktober 2015
Über Zen wurde viel mit Halbwissen aus der Außenseiterperspektive geschrieben. Gerade die frühen populären Werke sind voll von Romantik und leider auch Wissenslücken. So gibt es im Zen sehr wohl den wichtigen Aspekt der Philosophie. Natürlich sind alle wissenschaftlichen Abhandlungen zu einem gewissen Grad immer aus der Außenseiterperspektive—auch die modernen von Akademikern die zum Kulturkreis des Ursprungs des in einer Abhandlung besprochenen Themas gehören. Zen besteht keinesfalls nur daraus die Wand anzustarren. Dies war übrigens die Hauptpraxis Bodhidharmas, der Chan (aus dem sich in Japan Zen entwickelte) der Überlieferung nach in den Osten (nach China) brachte. Dies ist eine der Grundformen der Meditationspraxis, dem Verweilen. Im Grunde braucht man beim Meditieren keinerlei Bezugspunk außer dem Bewusstsein an sich. Dies ist aber für den Ungeübten schwierig und man kann durchaus einen Bezugspunkt (Sinneswahrnehmung) suchen. Es geht darum nicht endlos mit seinem Geist zu schweifen und den Gedankenstrom zu beruhigen. Es geht also nicht darum, nichts zu denken, sondern darum seinen Geist zu trainieren darauf aufmerksam zu werden, dass er abschweift. Von großen Buddhistischen Meistern wird gesagt, dass sie (fast) permanent in diesem Zustand der Achtsamkeit verweilen können. Dazu gibt es das Stichwort Meditation-in-Action. Also während man einer Tätigkeit nachgeht die Achtsamkeit zu bewahren. Das ist daher gut, da es den Praktizierenden darin übt, diesen Geisteszustand mehr und mehr in seinem Alltag zu etablieren. Sehr gut ist, wer eine starke Emotion (z.B. Ärger, Neid, Überheblichkeit) empfindet und sich genau in diesem Moment, dessen bewusst wird. Das ist aber auch für diejenigen schwierig, die schon lange buddhistischer Praxis und Philosophie nachgehen.

Herrigel hat unterschlagen, dass er sich nur über einen Übersetzer mit seinem Kyudo Meister unterhalten hat. Wie viel, dessen was der Meister sagte ging bei der Übersetzung verloren, wie viel hat er sich zusammengereimt? Es gibt auch leistungsbezogenes Kyudo.

Dennoch erinnere ich mich, das Buch verschlungen zu haben. Das liegt wohl an meiner romantischen Ader. Auch habe ich mittlerweile das Bogenschießen begonnen.

Ich fröne dem Schießen im Stil des olympischen Recurve (Sportrecurve). Ich halte Kyudo überlastet mit unnötigen Hürden. Es geht viel um Tradition und eine besondere Schießtechnik, die an sich nichts mit Zen zu tun hat. Hochwertige Bambusbogen sind sehr empfindlich wenn man sie mit Composite Wurfarmen vergleicht die aus mehreren laminierten Materialien bestehen. Es gibt allerdings auch Kyudo Bögen aus Karbonfaserverbundstoff. Einen Bambusbogen muss man nach dem Spannen ruhen lassen, muss in warm schießen und sollte täglich nicht zu viel damit schießen. Es werden besondere Handschuhe gebraucht, die man besonders mit natürlichen Harzen behandeln muss. Der Tradition/Mode wegen muss man spezielle Uniformen tragen. Da man den Pfeil auf der dem Schützen abgewandten Seite an den Bogen legt, muss man den Bogen entsprechend mit etwas Drehkraft aus dem Handgelenk halten. Es gibt keine (wenige?) zerlegbare Bögen und auch die Pfeile sind recht lang. Der Transport im Flugzeug ist damit schwierig.

Wer Zen wie im Buch angedeutet beim Bogenschießen praktizieren will, kann mit jeder Art Bogen schießen bei der man auch mindestens ein paar (min. 10, besser 15) Sekunden oder auch unbestimmt im Vollauszug stehen bleiben kann. Selfbows eignen sich daher nicht besonders dafür, da ihre Zugkraft dadurch verstärkt abnehmen würde. Auch sind Bögen mit einem hohen Zuggewicht (60 Pfund und mehr) ungeeignet. Langbögen (oft Selfbows mit hohem Zuggewicht) werden nicht oder nur sehr kurz (1-2 Sekunden) gehalten. Wer Zen will kann natürlich immer Zen haben (auch beim Zähneputzen, Autofahren, Basteln, usw.). Im Buch wird aber beschrieben, dass man den Bogen im Vollauszug hält bis der richtige Moment kommt und es schießt.
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am 18. April 2007
In den 50ziger Jahren arbeitet ein Deutscher Student in Japan, da es in diesem Land üblich ist eine Meisterschaft zu erringen, entschließt er sich jene des Bogenschießens zu wählen.

Sein Meister lehrt ihn über viele Jahre und eines Tages hat der Schüler die Technik begriffen und trifft immer ins Schwarze. Der Meister schmeißt ihn raus und lässt ihm wissen, dass er nichts begriffen habe und er nur seine Zeit vergeudet habe. Der Schüler versteht die Welt nicht mehr und bietet den Meister um eine Erklärung. Der Meister verbindet sich die Augen und bietet seinen Schüler die Zieltafel an einem Ort seiner Wahl aufzustellen. Der Meister schießt und trifft immer ins Schwarze.

Du musst Pfeil, Bogen und Ziel sein. Das ist die Kunst der Meister.

Diese Erzählung kann für sämtliche Aktivitäten, die der Mensch in seinem Leben wahrnehmen will dienen. Sei es und es wird Dir gelingen.

Textliche sehr flüssig und einfach zu lesen.
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am 22. Juni 2007
Dieses Buch gilt ja unter Zen- Anhängern als Klassiker und als etwas, was unbedingt gelesen werden muss, um Zen einigermaßen zu verstehen. Meinen Einstieg in die Materie hatte ich mit etwas anderem, dennoch wollte ich mir Eugen Herrigel nicht vorenthalten. Dieser Mann verdient allein schon dadurch Respekt, dass er einen Großteil dazu beigetragen hat, dass Zen auch in der westlichen Welt bekannt wird. Außerdem war er Lehrer der von mir verehrten Gerta Ital.Mit "Zen in der Kunst des Bogenschießens" konnte ich dann auch mehr anfangen, als mit "Der Zen-Weg". Ersteres ist nicht ganz so theoretisch und lebt von eigenen Erfahringen des Autors. An Beispielen lässt sich Zen einfach besser erklären und evtl. auch verstehen. Wie man weiß, kann man Zen im eigentlichen Sinne weder erkären noch verstehen, dennoch Respekt vor dem westlichen "Altmeister" Eugen Herrigel.
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am 14. Januar 2004
Über dieses hervorragende Buch finden Sie auf dieser Seite genügend passende und aussagefähige Kritiken. Mein Hinweis - und auch der Abzug eines Sternes gegenüber dem Spitzenwert - bezieht sich ausschließlich auf die CD-Fassung: Das Hörbuch besteht aus zwei CDs. Diese beiden CDs von jeweils über 70 bzw. 60 Minuten Länge bestehen unsinnigerweise aus jeweils einem durchgehenden Track - und das, obwohl es durchaus inhaltliche Sinnabschnitte und sogar Musik zur Trennung gibt! Wenn Sie die CD also einmal stoppen, müssen Sie sich die Zeit gemerkt haben und später über die Suchfunktion Ihres CD-Players die Stelle wieder heraussuchen. Vermutlich wurde einfach aus dem Kassetten-Hörbuch später eine simple Kopie auf CD gefertigt, ohne daß sich der Verlag die minimale Arbeit gemacht hätte, dem Hörer eine übliche und notwendige Unterteilung zu gönnen.
Der Sprecher dagegen ist hervorragend, so daß das Hörbuch ein echter Genuß sein könnte, der Inhalt wird glaubwürdig, kompetent und sympathisch übermittelt. Insofern könnte das Ausweichen auf die Kassettenversion die ideale Lösung sein.
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am 23. Februar 2010
Dieses Buch ist auch noch nach 50 Jahren aktuell und ein hervorragender Einstieg in die grundlegend andere Sichtweise Asiens und -- in der heutigen Zivilisationskrise
ein wahrer Augenöffner.
Dr. Günter Herr
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