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am 23. Oktober 2008
Per Olov Enquist verbindet die Biographie der "Zwillinge Gottes" - Lewi Pethrus und Sven Lidman - mit der zeitgleich stattfindenden Entstehung der Pfingstkirche in Schweden. Als Aufhänger nimmt er ein Begräbnis auf dem Friedhof der Herrnhuter Brüdergemeinde in Christiansfeld/Dänemark. Der Verstorbene, Ephraim Markström, war ein langjähriger Weggefährte Lidmans und Pethrus'. Aus dem selbstverfaßten Lebenslauf rekonstruiert Enquist gekonnt nicht nur die Entstehung der schwedischen Pfingstkirche oder auch die Biographien der "Zwillinge Gottes". In die Romanhandlung wird immer wieder der Lebenslauf des Ephraim Markström eingebettet, der das Geschehene im Rückblick kommentiert und bewertet und der als einziges Fazit die Resignation zuläßt. Jedoch bringt Enquist die Hoffnung zum Ausdruck, daß nicht alles vergeblich sein möge und die Feindschaft zwischen Lidman und Pethrus nicht das überlagere, wofür beide Männer einst gekämpft haben: suchenden Menschen eine Heimat im Glauben zu geben.

Per Olov Enquists Erzählkunst besteht darin, historische Fakten mit fiktiven Erzählelementen zu verbinden. Hinzu kommen immer wieder intertextuelle Bezüge, die es erlauben, die Romanhandlung sowohl auf historischer Ebene als auch vor dem Hintergrund von Enquists eigenem Gewamtwerk zu bewerten. So finden sich in "Lewis Reise" immer wieder Bezüge zum Roman "Der Besuch des Leibarztes", in dem der dänische König Christian VII. (oder vielmehr dessen Leibarzt Struensee) Religions- und Glaubensfreiheit gewährt.
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am 18. Januar 2008
In diesem über 500 Seiten starken Roman wird der Aufstieg der schwedischen Pfingstbewegung zu einer der größten Freikirchen weltweit und zu einem der geistlich, gesellschaftlich und politisch einflußreichsten "Unternehmen" Schwedens beschrieben. Enquist beschreibt Lewi Pethrus` Werdegang vom Pastor einer winzig kleinen Baptistengemeinde zum Leiter einer landesweit und weltweit prosperierenden Kirche. Parallel dazu verwebt er die Geschichte des schwedischen Poeten Sven Lidman. Dieser wandelt sich im Lauf seines Lebens vom Lebemann zum kongenialen Partner Lewis und zu einem der bedeutendsten Verkündiger des Evangeliums in der Pfingstbewegung. Enquist erzählt die Geschichte dieser beiden herausragenden Männer mit viel Einfühlungsvermögen, Liebe und Wissen. Freilich sieht er vielleicht vieles aus einer Warte, aus der es ein "Pfingstfreund" oder evangelikaler Christ nicht sehen würde. Das ist einerseits die Stärke des Buches, denn dadurch braucht der Autor nicht allzuviel Rücksicht zu nehmen und kann Fehler, Schwächen, Verirrungen und Verwirrungen schonungslos darstellen. Er tut das jedoch nie lieblos oder polemisch, sondern immer mit viel Wärme und Barmherzigkeit und nie nur verurteilend. Andererseits scheint es mir persönlich aber auch die Schwäche des Buches zu sein, daß der Autor vielleicht die menschliche Seite allzusehr betont und in den Vordergrund rückt. Für mich als Christen stellt sich Vieles trotz all der genannten negativen Erscheinungen anders dar. Nämlich so, daß Gott trotzdem durch die Verwirrungen seiner Kinder sein Werk tut und zu seinem Ziel kommt. Diese Dimension fehlt mir in diesem Buch. Nichts desto trotz habe ich keine Zeile bereut und je mehr und mehr die Lektüre genossen. Enquist hat mir einen wirklich hochwertigen Lesegenuß beschert und noch dazu, ob gewollt oder ungewollt, manche wertvolle geistliche Einsicht. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall und unbedingt nur weiter empfehlen.
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Wer wird dieses Buch lesen? Eher wohl Leute, die Per Olov Enquist als Schriftsteller schätzen, weniger wegen des Themas, der Erweckungsbewegung der Pfingstler im 20. Jahrhundert in Schweden. Was hat Enquist wohl bewogen, dieses Thema zu gestalten? Wahrscheinlich zunächst seine eigene Erziehung durch seine Mutter Maria ("Maja") in diesem Geiste. Ihr ist das Buch auch gewidmet.

Der Erzähler (der mit dem Autor identisch ist) kann sich auf die Lebenschronik eines gewissen Efraim Markström stützen, der den zwei Gallionsfiguren der Bewegung in Freundschaft verbunden war, dann aber wegen abweichender Meinungen ausgeschlossen wurde. Die beiden Gallionsfiguren waren Lewi Pethrus und Sven Lidman. Indem Enquist der Chronik Efraims folgt, macht er sich die pietistische Sprech- und Sichtweise Efraims zu eigen. Unterbrochen wird das von Recherchen Enquists selbst, aber typisch für das Buch sind der Duktus und die Wortwahl eines Anhängers der Erweckungsbewegung, wobei Enquist seine Themen meistens emotional, oft dialogisch, variierend und fragend entwickelt.

Enquist interessiert sich nicht nur aus biografischen Gründen, sondern auch wegen des irrationalen Kerns dieser Bewegung für sie: Was hat es mit der Blut- und Liebesmystik, der Konzentration auf die Christusgestalt auf sich? Was offenbart sich, wenn die "Erlösten" – besonders die Frauen - "in Zungen" reden? Aber dann zunehmend: Wie entwickelt sich die freundschaftliche Komplementärbeziehung zwischen den beiden Protagonisten, nachdem sie beide in der Bewegung einflussreich geworden sind und es zunehmend um unterschiedliche Auffassungen und Machtfragen geht? Dabei kann sich Enquist offensichtlich sehr gut mit beiden Gestalten identifizieren und nicht nur die irrationalen Aspekte abhandeln, sondern auch die politischen. Mit Lewi kann er sich identifizieren, weil der eine ähnliche Herkunft und Mutter hatte wie er selbst und von dem er sagt: Er war vielleicht "der größte geistliche Führer, den Schweden gehabt hat, und der größte, den wir je bekommen werden." (567). Mit Sven, weil der zunächst ein innerlich zerrissener Dichter war, der erst in der Pfingstbewegung seinen Halt und eine öffentliche Funktion fand, was Enquist ebenfalls nicht fremd gewesen sein dürfte.

Man kann also sagen, dass sowohl die Bewegung als auch die Gestalten genügend Anlass für das Interesse – zumindest Enquists Interesse – bieten. Für mich als deutschen Leser sieht es schon schwieriger aus, denn es geht um sehr spezielle und wohl auch sehr schwedische Themen. Lewi ist z.B. ein Mensch, der geradezu fanatisch und borniert gegen jegliche Vergnügungen – wie z.B. Kino, Tanzen, Alkoholgenuss u.dgl. kämpfte, um die Menschen "rein" zu erhalten und für die Bewegung zu gewinnen. Und dann geht es außer um die genannten allgemein-interessanten Themen eben auch um sehr lokale, um nicht zu sagen provinzielle Verwicklungen - da können 600 Seiten schon lang werden! Aus dieser Perspektive: nur 3 Sterne.
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am 27. Oktober 2005
Auch in diesem Buch zeigt Enquist, dass er ein fabelhafter Erzähler ist. Seine Bücher sind sprachlich höchst ansprechend, seine Charaktere authentisch. Mit diesem Buch hatte ich dennoch meine Schwierigkeiten, mag es daran liegen, dass mich das Thema Pfingstbewegung bisher nicht interessiert hat. Doch auch die beiden Hauptfiguren des Buches wecken beim Leser wenig Sympathie. Dazu kommt, dass die Handlung ein wenig vor sich "hindümpelt", das Buch hat wenig bis keine Höhen und Tiefen. Persönlich hätte ich mir mehr Informationen über die Ehefrauen von Lewi und Sven gewüscht, zumal Frauen in der Pfingstbewegung eine große Rolle spielen.
Das Buch hat mich dennoch angesprochen, was ganz klar auf das erzählerische Talent von Enquist zurückgeht. Er schafft es, zwischendurch emotional den Leser anzusprechen, sei es durch Bilder ("es geht darum, sich vorn auf den Schlitten zu setzen. Die hinten dürfen immer nur mitfahren.") oder durch den geträumten Dialog zwischen Lewi und seiner toten Mutter, die immer seine Reisegefährtin war.
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HALL OF FAMEam 3. Februar 2003
Nicht schlecht, aber auch nicht spitze ist „Lewis Reise" von Per Olov Enquist
Das Buch „Lewis Reise" ist sicherlich kein Buch, das große Erfolge haben wird, denn es ist schlicht und einfach ein ganz normaler Roman. Auch mit seiner netten Idee mit diesem Buch bleibt der Norweger Enquist weit unten in der Beliebtheitsskala.
In „Lewis Reise" geht es um das 20.Jahrhundert und wie man dort lebte, viele Dinge werden beschrieben und gut erklärt, doch Spannung fehlt größtenteils. In diesem Buch geht es viel um die Politik im letzten Jahrhundert. Doch das ist nicht alles, denn man erfährt so einiges über das Leben damals, die Religion und über manche Persönlichkeiten Enquists selbst!
Trotzdem bleibt es ein mittelmäßiges Buch, das den Leser auch bewegt, jedoch nicht ausreichend.
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HALL OF FAMEam 3. Februar 2003
Nicht schlecht, aber auch nicht spitze ist „Lewis Reise" von Per Olov Enquist
Das Buch „Lewis Reise" ist sicherlich kein Buch, das große Erfolge haben wird, denn es ist schlicht und einfach ein ganz normaler Roman. Auch mit seiner netten Idee mit diesem Buch bleibt der Norweger Enquist weit unten in der Beliebtheitsskala.
In „Lewis Reise" geht es um das 20.Jahrhundert und wie man dort lebte, viele Dinge werden beschrieben und gut erklärt, doch Spannung fehlt größtenteils. In diesem Buch geht es viel um die Politik im letzten Jahrhundert. Doch das ist nicht alles, denn man erfährt so einiges über das Leben damals, die Religion und über manche Persönlichkeiten Enquists selbst!
Trotzdem bleibt es ein mittelmäßiges Buch, das den Leser auch bewegt, jedoch nicht ausreichend.
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