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am 9. März 2003
Eine einmalige und gelungene Ausgabe des Gesamtwerkes. Die 15 Bände umfassen die drei Romane "Der Verschollene", "Der Proceß" und "Das Schloß", weiter "Drucke zu Lebzeiten", "Nachgelassene Schriften und Fragmente" (in zwei Teilen) und die Tagebücher samt Kommentarband. Zu jedem Band gibt es einen textkritischen Apparatband mit Anmerkungen zu den Texten, Druckgeschichte, Varianten und Korrekturen.
Diese Sammlung ist natürlich nichts für jemanden, der Kafka nicht wirklich kennt. Für diejenigen aber, die sich intensiv mit Kafka beschäftigen wollen, stellt diese Sammlung eine Möglichkeit dar, das gesamte Werk und dessen Entstehung nachvollziehen zu können. Um einen umfassenden Einblick in Kafkas literarische Tätigkeit zu bekommen, wären allerdings diverse Briefe (an Felice und Milena z.b.) auch notwendig, da Kafkas Briefe den größten Teil seines schriftlichen Nachlasses umfassen. Die rein literarische Arbeit aber ist mit dieser Ausgabe vollkommen abgedeckt.
Eine wirklich schöne Box für alle, die schon immer "alles von Kafka" lesen wollten und das nötige Kleingeld beisammen haben.
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am 29. Dezember 2007
Ich denke es ist die Vollständigste Ausgabe,die zu diesem Zeitpunkt möglich war. zu den Briefen sei bemerkt, dass es eine vollständige kritische Ausgabe der Briefe Kafkas zu diesem Zeitpunkt nicht gab und auch noch bis heute nicht gibt. Es wäre also ein editorischer Irrweg gewesen, eine unkritische Ausgabe in die Edition mit aufzunehmen.

Es wird in den Apparatbänden auch auf einige Briefe eingegangen.

Ich glaube nicht dass diese Ausgabe nur etwas für Menschen ist, die Kafka gut kennen, sondern für jene die ihn gut kennenlernen wollen. Allerdings könnten solche, die sich mit der wissenschaftlichen Germanistik nicht sehr auskennnen von den Apparatbänden, die immerhin 7 von 15 Bänden ausmachen, enttäuscht sein. Die Bände verlieren sich aufgrund wissenschaftlicher Ansprüche in Kleinigkeiten. Wer sich aber die Mühe machen will diese zu durchforsten, findet einblick in die komplette Entstehungsgeschichte von Kafkas Werk.

Die Abgedruckten Werktexte dieser Ausgabe haben rein quantitativ den mehr als den doppelten Umfang der Ausgabe des Max Brod.

Allein deshalb lohnt sich die Lektüre weil hier zum Beispiel klar wird, wie "das Schloss" wirklich endet.

Wer das Geld für dese Ausgabe nicht aufbringen will oder wer nur an den Werktexten und nicht an den wissenschaftlichen Apaaratbänden interessiert ist, dem empfehle ich die Fassung der Handschrift

Diese entspricht dem Ergebnis der kritschen Ausgabe nur eben ohne die genauen Nachweis

diese Ausgaben sind für ca. 9 Euro pro Band zu haben
22 Kommentare| 45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Februar 2013
Diese Ausgabe ist die editorisch beste zurzeit verfügbare. Für universitäres wie privates Arbeiten (ab einem gewissen Level) nahezu unverzichtbar. Die knapp 100€ Anschaffungskosten sind rentabel, da es sich für Kafka-Freunde um eine hervorragende Investition auf JAHRE hinaus handelt. Ich selbst besitze diese Edition seit einiger Zeit und sie tat bisher jedem meiner Ansprüche mehr als Genüge.
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am 28. Juli 2015
Was zuerst auffällt, ist die angenehm große Schrift und das großzügige Seitendesign, das ein komfortables Studium von Kafkas Schriften, die im Hinblick auf ihre alleinstehende Qualität ohnehin keiner Rezension bedürfen, ermöglichen.
Zu jedem Band gibt es jeweils auch einen Apparatband.
Zu den gesammelten Tagebüchern ist im Schuber noch ein zusätzlicher Kommentarband eingefügt.
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am 1. November 2010
Derzeit die wohl beste Kafka-Ausgabe, wenn wohl auch die einzige. Umfangreiche Apparatbände, eine hohe Qualität des Papiers, eine gelungene Aufteilung der einzelnen Werke. Ideal zum Arbeiten, Anstreichungen machen usw., wenn auch zugleich zu schade dafür. Fazit: Diese Ausgabe wird ihrem Preis absolut gerecht.
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am 9. August 2009
Man kommt leichter zu jedem anderen als zu sich."
(Jean Paul)

Während des Ersten Weltkrieges gab der Verlag Wolff billige Bändchen kleiner Bücher von unbekannten jungen Autoren heraus. Eines Tages im frühen Jahr 1916 enthielt das Bändchen: "Der jüngste Tag" eine Geschichte mit dem Titel: "Die Verwandlung" von jenem unbekannten Franz Kafka, von dem Herrmann Hesse so angetan war, dass er dieses kleine Spinnweb aus Spiel und tödlichem Ernst nie wieder vergessen konnte. Als Franz Kafka dann 1924 starb, blieb sein Werk als Nachlaß bei Max Brod mit der testamentarischen Aufforderung, alle Werke zu vernichten. Elf Jahre nach Kafkas Tod fand Hesse immer noch, dass es nötig sei, eine Gesamtausgabe zu präsentieren, ob der Qualität, der dichterischen Geistigkeit, der beunruhigenden und doch beglückenden Dichtung.

Symbolschaffende Phantasie mit ursprünglicher Sprachkraft, so ist Kafka, und Hesses Wunsch wurde in dem Jahr 1935 hoffnungsvoll und allmählich mit dem ersten Band Realität. Dass Max Brod sich dem letzten Wunsch des Dichters widersetzte, ist ein weiteres Zeichen, wenn auch posthum für Kafka, der Zeit seines Lebens an der Unerträglichkeit der eigenen Existenz litt, die Verbindung von Mensch und Gesetz (Gott) als Unmöglichkeit erlebte und aus bewegter Starrheit mit dem Todesurteil des Werkes sich - Dank Max Brod vergeblich - endgültig und vollständig aus dem Leben nehmen wollte. Wie er in "Das Schloß" nicht besser dokumentieren konnte, dass mit ihm ein Diener da steht, der weiss um eine Herrschaft, der zu dienen ist und er bei dieser kein Gehör findet. Der Diener findet seinen Herrn nicht und somit sein Leben keinen Sinn. Kafkas Unmöglichkeit des Findens im Dichterischen erhellt jedoch im Gegenlicht die Möglichkeit der Gnade oder der Erlösung. Doch für Kafka wird diese Hoffnung nicht spürbar, diese letzte Pforte bleibt unerreicht, auch für den Leser seiner Erzählungen, Romane und Aphorismen. Kein Aufatmen, es bleibt Verwirrung und Verzweifelung, aber dafür hebt den Leser ein enormer Tiefgang in bewegter Sprache und zu enträtselnder Bedeutung, eine vielfache Welt von Symbolen und Gleichnissen, von ungesagt Gesagtem.

Die Neue Züricher aus dem Jahre 1935 schrieb mit Hesse: "... einen Zauber der Verstrickungen, eine Anmut, über der man für Augenblicke ihre Melancholie vergißt. Es ist ein Glück, daß diese Werke auf uns zugekommen sind." Diese Meinung teilt der Rezensent und folgerichtig ist Kafka gesamthaft in dieser wohl besten Ausgabe eine Empfehlung.
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