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am 23. Januar 2007
Ganz gleich welche Preise Pamuk erhält, wie verworren die Geschichte des Buches anmuten mag, wie viel Zeit sich der Leser für jede Seite des Buches nehmen muss - für mich kein Zweifel: "Rot ist mein Name" ist großartige Literatur, ein spannendes, mitreißendes und sehr bewegendes - ja verwirrendes - Buch.
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am 29. Mai 2007
Neun Tage in Istanbul 1591, die große Stadt ist eingeschneit. Ein Ermordeter erzählt, wie er in einen Brunnen gestürzt wurde: "... niemand weiß, was mir geschah, nur mein ruchloser Mörder. Der aber, widerlicher Schuft, hat auf meinen Atem gehorcht und mir den Puls gefühlt, um sicherzugehen, daß ich wirklich tot war, dann hat er mir einen Tritt in die Weiche versetzt, mich zum Brunnen geschleppt, hochgezerrt und hineinfallen lassen." Der Tote aus dem Brunnen kennt nicht nur den Mörder, sondern, so glaubt er, auch dessen Motiv. Es gebe eine Verschwörung gegen das ganze Osmanische Reich, seine Religion, seine Kultur. Mitten in diesen politischen Verwicklungen stecken die Maler der Buchminiaturen, zu denen auch der Tote gehört. Im Auftrag des Sultans sollen sie zehn Buchblätter bemalen, die für den Dogen in Venedig gedacht sind und ihm die Macht und Pracht der osmanischen Herrschaft zeigen sollen. Doch im Islam sind Bilder nicht erlaubt, und die Einführung der Zentralperspektive gilt gar als Gotteslästerung. Andere Geschichten mischen sich in den Verschwörungskrimi ein: Ein Liebender schildert sein zwölf Jahre dauerndes Warten auf die schöne Seküre; deren Vater berichtet von einer gefährlichen und geheimen Mission ins Abendland; und die Maler sprechen - einer heißt Olive, einer Storch, einer Schmetterling. Sogar Tiere und Farben auf den zehn Bildern fangen an zu reden, der Hund, das Pferd, das Rot. Und natürlich auch jener, der von sich sagt: "Sie werden mich Mörder nennen". Die vielen verschiedenen Stimmen vernetzen und verweben sich gleichermaßen zum orientalischen Märchen, zur Detektiv- und Liebesgeschichte und als Ganzes zum modernen Roman.

Bleibt die Tür zur EU für die Türkei auch vorerst noch verschlossen, schreibt der Rezensent, so ist mit diesem Roman immerhin "ihre Aufnahme in den Kosmos des europäischen Romans" vollzogen. Und das muss was heißen, hat Christoph Bartmann sich doch tüchtig fesseln lassen von diesem "verwickelten, opulenten und unheimlichen" Roman des "Wortmalers Orhan Pamuk." Es klingt schon recht nach Tausendundeiner Nacht, wenn Bartmann vom Zierrat spricht, von der Verschwendung, mit der hier Gleichnisse und Anekdoten zu einem "west-östlichen" Bilder-Traktat und Detektivroman verbandelt werden. Allerdings ist unserem Rezensenten auch die politische Aktualität des Ganzen nicht entgangen: Zugrunde liegt dem geschilderten "Krieg der Malerschulen" aus dem 16. Jahrhundert nämlich die doppelte Perspektive seines türkischen Autors: "mit einem Bein im Okzident und mit dem anderen im Orient." .
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am 3. Januar 2007
Frecherweise möchte ich schreiben, bevor ich zuende gelesen habe... ich habe das Lieblingsbuch meiner Schwester zu Weihnachten bekommen und schließe mich den lobenden Vorrednern an, vor allem G.Bal, Rezension von 2004.

Was mich begeistert und was ich einmalig gelungen finde , ist die Melodie der Sprache!

Das liegt ja wohl an der Übersetzung und allein die ist ein Grund, dieses Buch zu lesen.
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am 17. Oktober 2011
Wunderbares BUch, sehr spannend, tolle Geschichte über die Malkunst im Osmanischen Reich, in sehr gutem Deutsch geschrieben, klasse Übersetzung. Autor und Übersetzer haben Meisterleistung vollbracht
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am 6. Juni 2010
Das bisher spannendste Buch von Orhan Pamuk. Man möchte immer weiter lesen ohne Unterbrechung,
denn dieses Werk ist keinesfalls langweilig oder langatmig geschrieben.
Ich habe diesen Krimi schon mehrfach verschenkt und meist sehr positive Resonanz bekommen.
Interessant finde ich das Format und Cover dieses Buches, es wird dadurch zu etwas Besonderem.
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am 23. Mai 2006
Zur Handlung: Der Roman spielt in Istanbul im Jahr 1591. Verschiedene Illustratoren sollen im Geheimen ein Buch illustrieren und dabei Stilelemente und malerische Traditionen der Venezianer übernehmen. Der Vorwurf der Gotteslästerung macht die Runde. Zudem geschehen zwei Morde, deren Aufklärung nur gelingen kann, wenn eine verschwundene Seite wieder gefunden wird. Von der Aufklärung des Mordes hängt außerdem noch eine Liebesgeschichte ab.

Beim Kauf erwartete ich einen gut recherchierten historischen Roman mit literarischem Anspruch. In mancherlei Hinsicht wurden die Erwartungen zu sehr erfüllt. Die Details sind vielfach verwirrend, vor allem wenn es um orientalische Legenden geht, die oft auch nur angedeutet werden. Seitenweise Abhandlungen über die Malstile des Westens und des Ostens sind ebenfalls zwar hochinteressant, zerstören aber die durch die Morde aufgebaute Spannung. Literarisch anspruchsvoll ist der ständige Perspektivenwechsel zwischen Haupt-, zahlreichen Nebenfiguren und sogar Gegenständen, die die Geschichte weiter erzählen. Das ist hervorragend geschrieben, allerdings stockt häufig auch die Handlung.

Wer sich aber mit verschiedenen kulturellen Traditionen von Orient und Okzident auseinander setzen möchte und genug Zeit hat, längere Passagen am Stück zu lesen, wird den Roman sicher mögen.
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am 25. Februar 2013
Vorsicht, wer nur zwischendurch mal 1 Stunde Zeit zum Lesen hat, verliert den Faden. Die verschiedenen Erzählperspektiven, die ungewohnten Namen sowie der fremde Zeitgeist erfordern Konzentration.
Ich musste nach einem Drittel des Buches passen und habe mir vorgenommen im Urlaub es nochmal zu versuchen, wenn ich mal einen halben Tag an einem Stück lesen kann.
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am 20. Oktober 2001
Orhan Pamuk hat einen Roman ueber das Leben, die Liebe und die Kunst verfasst!
Typisch tuerkisch schreibt Pamuk ueber das mittelalterliche Leben der Kuenstler im alten Istanbul - seine Sprache ist 'bildreich' und anschaulich.
Ein Mord an einem Kuenstler steht im Mittelpunkt des Buches, und die Figuren schreiben alles aus ihren verschiedenen Perspektiven, so dass der Leser ein klares Bild von den Ereignissen erhaelt.
Pamuk hat sehr gut recherchiert, und aus seinem Buch spricht seine Bewunderung fuer Istanbul.
Der Roman ist lesenswert, besonders, wenn man sich fuer Kunst im mittelalterlichen Orient interessiert!
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am 24. Februar 2008
Das Buch an sich ist ein Meisterwerk der Sprache, kein anderer zeitgenössische Autor gibt der türkischen Sprache eine solche Ausdruckskraft und Vollkommenheit wie Pamuk.

Allerdings lässt die deutsche Übersetzung noch etwas zu wünschen übrig;
an Stellen in denen Pamuk durch reine Wortgewalt im Original glänzt verflacht die deutsche Ausgabe durch träge 1:1 Übersetzung und man kommt ab und an beim Lesen ins Stocken, beim Abgleich mit dem Original stellt sich meist heraus, das es sich zu einen um inhaltliche Fehlübersetzungen handelt und teilweise um unnötig erschwerte Satzverdrehungen.

Die deutsche Ausgabe braucht jedenfalls eine Überarbeitung, um dem Original einigermaßen gerecht zu werden, deshalb auch nur 3 Sterne
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am 18. April 2014
Rot ist mein Name: Roman
-> es gibt Bücher die sollte man mal gelesen haben
Sehr gut geschrieben & sehr interessant

Schneller Versand
-> kann ich nur weiterempfehlen
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