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Kundenrezensionen

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am 4. Mai 2011
... hat das überhaupt einen Bezug zum Heute?

Die von Alice ausgewählten Fallbeispiele wirken sehr extrem. Ausbeutung, Prügel und ganz ausführlich Sexualität sind deren Themen. Fast durchgehend wird Sex als sehr schmerzhaft und als passiv erduldet beschrieben.
Zumindest zwei der drei Ks, nämlich Kinder und Küche, waren allein Sache der Frau. Die Frau selbst war nur das Anhängsel ihres Mannes und allein nichts wert.
Außer Haus arbeiten konnte sie nur mit Erlaubnis des Mannes, das Arbeitsamt drohte einer Geschiedenen mit Kindern damit, ihr kein Geld mehr zukommen zu lassen, wenn sie ihren Freund nicht sofort heirate.
Der Mann, der absolute Herrscher über Frau und Kinder. Die Frau, der für alles die Schuld zugeschoben und die von ihrem (ihr angehängten) Unvermögen aufgefressen wird. Die Frauen, die aufmucken, gelten als geistesgestört und werden nur zu gern in Anstalten wieder zum "Normal"-sein erzogen.
Die vielen Fallbeispiele sind zwar auf die Dauer etwas ermüdend, doch jedes hat seine Berechtigung, auch wenn es inhaltlich teilweise Wiederholungen gibt.

Interessant ist das Buch heutzutage in erster Linie als Erinnerung daran, daß alles, was wir als Frauen heute als Selbstverständlichkeit ansehen, erst seit relativ kurzer Zeit "selbstverständlich" ist. Was in den Fallbeispielen geschildert wird, erscheint mir oft als Alptraum. Doch einige Dinge finden sich - meist in deutlich abgeschwächter Form - noch immer im Alltag wieder, denn noch immer sind Kinder und Haushalt in erster Linie Sache der Frau.
Frauen, die aufmucken, landen nicht mehr in der Psychatrie, doch wenn frau sich über etwas aufregt, heißt es schnell: Kriegst du deine Tage?

Obwohl einige der in dem Buch aufgeführten Forschungsergebnisse keine Gültigkeit mehr haben und manche Argumentationen von Alice mir zweifelhaft erscheinen, würde ich doch jeder Frau empfehlen, dieses Buch einmal zu lesen. Die Emanzipation der Frau bzw. die wahre Gleichstellung von Mann und Frau als Menschen ist noch lange nicht vollendet. Zu sehen, wie gewaltig der Unterschied zwischen den Geschlechtern einmal war, hilft einem sich der noch heute vorhandenen Unterschiede bewußt zu werden und wirft ein etwas anderes Licht auf die Beziehungen der vorherigen Generation/en. Das Buch regt zum Nachdenken an und läßt einen die eigenen Einstellungen und Pläne überdenken.
Daß es Männer grundsätzlich als Schweine abstempelt, sehe ich nicht so. Wie Alice klarstellt, sind auch sie Opfer einer verkorksten Gesellschaft.
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am 1. Januar 2011
Das Buch ist grob sehr gut aufgebaut. Es beginnt mit einer Einführung, darauf folgen die Fallbeispiele von Frauen und anschließend noch eine längere Abhandlung über Hausfrauenleben und was man tun kann.
Ich finde das Buch sehr informativ, man erfährt durch die Beispiele, wie vielen Frauen es schlecht geht in der Partnerschaft und unter mangelndem Selbstwertgefühl und sexuellen Problemen leiden. Alice Schwarzer schreibt, finde ich, verhältnismäßig objektiv und auf jeden Fall glaubhaft. Da das Buch aus den 70ern stammt, muss man aber anmerken, dass die Frauen zu der Zeit noch unaufgeklärter, sexuell zurückgezogener waren und sich doch ein wenig an ihrer Lage seit dem geändert hat. Das bedeutet nicht, dass alle dargestellten Probleme innerhalb von 30 Jahren verschwunden sind. Die Basis ist immer noch unverändert und es gibt wohl noch etliche Frauen, die immer noch so empfinden und deren Mann sie immer noch so behandelt, aber die Informationen sind im Kontext der 70er zu betrachten. Auch sind für meinen Geschmack etwas zu viele Fallbeispiele im Buch. Ich denke, nach 10 Beispielen ist einem die Lage der Frauen und ihr Zusammenhang deutlich genug geworden und wird etwas langatmig.
Zusammenfassend ist das Buch für die Frauen und Männer auf jeden Fall ein Meilenstein in der Erkenntnis und Lageanalyse gewesen und ist auch heute eine wichtige Grundlage zum Verständnis der Frauensituation.
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am 28. Juli 2006
Es ist zwar ein politisches Buch und das heißt: ein "Meinungsbuch". Und politische Meinungen und Werthaltungen an sich lassen sich nur schwer kritisieren, denn über Geschmack sollte man sich bekanntlich ja nicht streiten. Dennoch beinhaltet dieses Buch eine Fülle von einzelnen Thesen über reale Tatsachenzusammenhänge sowie einzelne Tatsachenbehauptungen, welche doch einer objektiven wissenschaftlichen Prüfung prinzipiell zugänglich sind.
Es wäre tatsächlich durchaus lohnend, dieses folgenreiche Buch einmal in seine einzelnen Sätze bzw. einzelnen Thesen und Tatsachenaussagen zu zerlegen und diese einzeln mit dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand in den Bereichen Psychologie, Sexualwissenschaft, Völkerkunde und Geschichte zu vergleichen. Es wäre dann eine geradezu wissenschaftliche Überprüfung eines politischen Buches.
Damit ist jedoch bedauerlicherweise nicht zu rechnen. Zum einen ist es gar nicht die Aufgabe der Wissenschaft, sich in aktuelle politische Auseinandersetzungen einzuschalten und politische Bücher zu kritisieren. (Abgesehen davon, dass gerade männliche Wissenschaftler sich ohnehin nicht gerne dem Vorwurf aussetzen würden, Männerprivilegien verteidigen zu wollen.) Umgekehrt wäre Alice Schwarzer auch selbst gar nicht bereit, eine solche wissenschaftliche Kritik zu akzeptieren, handelt es sich doch in ihren Augen bei der Psychoanalyse etwa um nichts weiter als ein Instrument zur Verunsicherung und Unterdrückung von Frauen. In diesem Zusammenhang kritisiert sie auch ohne jede Schonung den Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich, was insofern durchaus pikant ist, als seine Frau Margarethe Mitscherlich-Nielsen ihrerseits zu den theoretischen Autoritäten zählt, auf die sich Alice Schwarzer mit ihrer "Emma" stützt. Es wäre aber doch eine interessante Frage gewesen, wie Margarethe Mitscherlich-Nielsen den "Kleinen Unterschied" und auch die Kritik von Alice Schwarzer an der Psychoanalyse sieht und in welchen Punkten sie Alice Schwarzer widersprechen würde. Das M.Mitscherlich-Nielsen als Psychoanalytikerin Alice Schwarzers Ansicht teilt, die Psychoanalyse sei eine voreingenommene Männerwissenschaft und auch Freud selbst als Mann voreingenommen gewesenen, kann ich mir nicht vorstellen. (In diesem Punkt hätte sie Alice Schwarzer auch ruhig einmal deutlich widersprechen können.)
An wissenschaftlichen Theorien und Thesen akzeptiert Alice Schwarzer ohnehin nur die, welche geeignet sind, ihr Buch und ihren Feminismus zu stützen. Es wäre dann wohl eben dem Publikum überlassen, ob es der unvoreingenommenen Feministin Alice Schwarzer oder der voreingenommenen Männerwissenschaft den größeren Kredit gibt.

Folgende Thesen bilden m.E. den Kern dieses Buches:

In einer wirklich freien Gesellschaft wären gleichgeschlechtliche Beziehungen ebenso "normal" und häufig wie gemischtgeschlechtliche. Das die Heterosexualität auch heute immer noch absolut dominiert und als normal gilt, hat 2 Gründe:

Erstens der verbreitete (von auch von der Psychoanalyse gestützte) Glaube an die Möglichkeit, dass die Frauen allein durch den Geschlechtsverkehr zum Orgasmus kommen können. Diesen "Mythos vom vaginalen Orgasmus" versucht Alice Schwarzer mit dem Hinweis zu entkräften, die Scheide sei ebenso wenig reizempfindlich wie der Dickdarm. Am Geschlechtsverkehr kann die Frau selbst kein wirkliches Interesse haben. Dieser dient ausschließlich dem "Potenzgeprotze" der Männer und der Aufrechterhaltung ihres Anspruchs auf Dominanz und Überlegenheit. Abgesehen vom Koitus, der ja ohnehin nicht zum Orgasmus führt, gebe es schließlich auch noch genügend andere Sexualpraktiken. (Wobei interessanterweise mit den von ihr stattdessen empfohlenen "oral-genitalen Stimulierungen" auch das ansonsten von Feministinnen so erniedrigend empfundene "Fellatio" mitgemeint zu sein scheint.) Auch das (von Schwarzer auch tatsächlich so bezeichnete) "Elend der Abtreibungen" ließe sich leicht vermeiden, wenn der Geschlechtsverkehr ausschließlich der Zeugung vorbehalten bliebe.

Zweitens der gesellschaftliche Druck, der von der vermeintlichen Normalität auf das tatsachliche Verhalten von Frauen ausgeht und der sie dazu bringt, Männer gegenüber Frauen zu bevorzugen. Auf dieser "Zwangsheterosexualität" gründet für sie letztlich das männliche "Sexmonopol" über Frauen.

Wesentlich ist hier, dass Alice Schwarzer offenbar glaubt, die sexuelle Orientierung sei ausschließlich einem theoretischen Glauben und dem gesellschaftlichen Druck der vermeintlichen Normalität zu verdanken. Was bedeutet es aber, wenn eine Frau sagt: "Ich stehe nun mal auf Männer" oder ein Mann sagt: "Ich stehe nun mal auf Frauen."? Schon allein diese geläufigen Formulierungen sind doch schon allein ein Indiz dafür, dass Alice Schwarzer's Theorie falsch ist. Sie widerspricht auch den psychologischen Theorien über die Ursachen der Homosexualität, was Alice Schwarzer allerdings nicht daran hindert, weiterhin an ihrer eigenen Theorie festzuhalten. Der Männerwissenschaft ist ohnehin nicht zu trauen.

Alice Schwarzers Kritik des "Mythos vom vaginalen Orgasmus" ist nichts anderes als eine Kritik am "Mythos von der frigiden Frau". Allein der verbreitete Glaube an einen vaginalen Orgasmus ist für sie die Ursache für den Glauben an die Existenz einer sexuellen Störung namens "Frigidität". Frigidität gebe es in Wahrheit gar nicht. Einerseits hat die sexuelle Revolution die sexuellen Ansprüche an Frauen so hoch geschraubt, dass diese außerstande sind, ihnen zu genügen. Und wenn andererseits der angeblich alleinselig machende Koitus ohnehin nicht zum Orgasmus führt, dann braucht man sich eben auch über Frigidität nicht zu wundern. Die Frigidität sei die in Wirklichkeit sehr gesunde Reaktion von solchen Frauen, die sich weigern, den Männern auch weiterhin einen Orgasmus vorzuspielen und beginnen, nun ihrerseits von Männern ihr Recht auf einen wirklichen Orgasmus einzuklagen. Männerwissenschaften wie die Psychoanalyse reden den angeblich "frigiden" Frauen eine in Wahrheit gar nicht vorhandene sexuelle Störung ein und treiben sie damit selbst erst in die Krankheit. Auch die Rückführung der "Frigidität" auf die frühere Vater-Tochter-Beziehung hindere die Frauen nur daran, sich mit ihren (Ehe-)männern auseinanderzusetzen, die in Wahrheit für die sexuelle Misere der Frauen verantwortlich seien. Die Psychoanalyse ist mit ihrer Vergangenheitsbetrachtung für Alice Schwarzer ein Hindernis, den heutigen (Ehe-)Männern die Schuld zuweisen zu können.

Besonders verübelt Alice Schwarzer den Psychoanalytikern, dass diese sexuelle Störungen wie den Vaginismus auf die fehlende Fähigkeit maskuliner Frauen (den "Brunhilden") zurückführt, sich Männern hinzugeben und auch auf die fehlende Aggressivität von Männern ihren Frauen gegenüber. Das Aggressivität ein notwendiges Element von Sexualität darstellt, kann Alice Schwarzer sich einfach nicht vorstellen und das ist für sie auch ein geradezu perverser Gedanke. Die Psychoanalyse rechtfertige damit geradezu die "Vergewaltigung" von Frauen.
Überhaupt neigt Schwarzer sehr zu moralischer Kritik an all solchen "perversen" wissenschaftlichen Theorien, die für sie ein Hindernis auf dem Weg zur angestrebten Frauenemanzipation zu sein scheinen.

Ein Motiv für Alice Schwarzer Kritik am "Sexmonopol" der Männer dürfte auch ihr Bedauern darüber sein, dass es insgesamt so wenige Lesben gibt. Nach einer statistischen Untersuchung, welche Mitte der 90er Jahren in den USA durchgeführt wurde, beträgt dort der Anteil der Homosexuellen beiderlei Geschlechts (je nach Definition) nur zwischen 3 und 6 Prozent, was in der Tat ja nicht gerade viel ist. Hoffnung auf eine Besserung der Verhältnisse scheint es da nur zu geben, wenn die sexuelle Orientierung eben wirklich nur eine Sache des theoretischen Glaubens und des hierauf gründenden gesellschaftlichen Zwanges ist.

Was nun den von Alice Schwarzer verbreiteten Mythos von der Nichtexistenz des vaginalen Orgasmus betrifft, so wagt Alice Schwarzer es immerhin, sich eindeutig festzulegen. Sie behauptet in der Tat, es habe noch nie einen einzigen vaginalen Orgasmus gegeben. Da ihr diese These zur Begründung des Nutzlosigkeit des Koitus dient, kann diese auch nur in dem Sinne verstanden werden, das der Koitus allein nicht zum Orgasmus führen kann. Diese eindeutige Festlegung ist für Alice Schwarzer allerdings insofern sehr riskant, als ihre Theorie ja nun tatsächlich durch ein einziges Gegenbeispiel empirisch widerlegt werden kann. Würde auch nur eine einzige Frau öffentlich gegenüber Alice Schwarzer bestätigen, allein durch Geschlechtsverkehr zum Orgasmus gekommen zu sein, könnte diese ihre Theorie schon nicht mehr aufrechterhalten. Es wäre der klassische Fall der Falsifikation einer Theorie im Popperschen Sinne.

Im Kapitel "Wie zufrieden sind Hausfrauen" finden wir dann noch folgende Angaben über die Effizienz einer Hausfrau: "Eine Hausfrau spült bis zu ihrem Lebensende einen Geschirrberg, der dreimal so hoch ist wie der Kölner Dom, und verbraucht beim Arbeiten mehr Sauerstoff als ein Maurer." (S.266)
Ob sich da die Anschaffung wirklich lohnt?
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am 27. März 2008
Wer erwartet, dass Bücher, die große Wirkung entfaltet haben, immer gut sein müssen, hält mit diesem Werk den Gegenbeweis in der Hand.
Wenn auch der erste Teil des Buches, der die Lebens- bzw. Leidensgeschichte verschiedenster Frauen derart beschreibt, dass man das Anliegen von Frau Schwarzer verstehen kann, so sind die Erkenntnisse die sie im zweiten Teil ihres Buches niederschreibt eher albern.
Eine unkreativere Ursachenanalyse,die mit "Männer sind Schweine" kurz zusammengefasst werden kann, ist wohl kaum zu finden. Besonders "gelungen" wirkt ihre Argumentation dort, wo sie uns beschreibt, wie eine lesbische Frau aus der Ehe ausbricht. In einer solchen Konstellation den Mann als Auslöser für das Ausbrechen seiner Frau zu betrachten, ist schlicht beeindruckend. Selbst dort, wo die lesbischen Neigungen ohne jeden Zweifel die Ursache für das Scheitern der gemischtgeschlechtlichen Beziehung sind, schafft es Frau Schwarzer noch, den Mann zu verteufeln.
Immerhin hat das Buch, wenn es schon keine sachlich brauchbaren Erkenntnisse bereit hält, einen gewissen Wert für seinen Leser. Es stellt sozusagen das Paradebeispiel für das dar, was man(n) im allgemeinen als weibliche Logik beschreibt. Dadurch kann man dann auch die hohe Bewertung mit zwei Sternen vertreten.
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am 28. Juli 2016
vorweg, ich liebe die Frauen und nicht für Sex, für gutes Aussehen und all die anderen Dinge die in der
moderne Frau von heute zum Ausdruck kommen. Frauen haben ganz andere wesentlich höhere Werte die in der
Emanzipationslehre von Frau Schwarzer gar nicht zum Tragen kommen.
Was hat der Emanzipationskampf um die Gleichberechtigung der Frau, der Frau selbst denn gebracht?
Werden wir doch mal einen Blick auf die moderne Frau:
Schauen wir uns doch mal doch heutige Jugend an, durch TV und Medien vermittelte Werte, Sie schminken sich
schon mit 13-14 wie solche die man früher in anzügigen Freudenhäusern gefunden hat, das neue Schönheitsideal
der Frau durch die Medien vermittelt. Die heutige Frau evolutionär gesehen hat das perfektioniert was vom Mann
nicht erwünscht und übrig gelassen wurde. Schönheit um jeden Preis, Reichtum um jeden Preis, sei es auf Kosten
einer Ehe die Ihr finanzielle Sicherheit gibt oder andere Wege die zu diesem Ziel führen. Vermittlung falscher
Werte nicht nur durch das Elternhaus sondern vielseitig durch das soziale Amselfeld.
Wenn ich mir Ihren Kampf um Gleichberechtigung der Frau so anschaue, was haben Sie damit erreicht? Einen
Fortschritt in der Entwicklung der Frau kann man dies gewiss nicht nennen, ich würde es eher eine Herabstufung
in der Geschichte der Frau nennen. Ein Leben im Schein statt im Sein kann doch wohl nicht das Ziel sein.
Wie hat Nietzsche es so treffend formuliert: schaust Du in die Tiefes des Mannes wirst Du ein Kind finden, schaust
Du in die Tiefe der Frau wirst Du nichts finden. Frauen wollen Kinder doch können Sie das Kind im Manne
nicht verstehen. Jeder hat seinen Platz im Leben und Männer brauchen die Frau und sicherlich nicht um die
Wäsche zu machen und den Haushalt zu führen aber auch nicht nur als Schmuck.
Zum Abschluss noch ein Zitat von Nietzsche zum Thema Emanzipation:
"Emanzipation des Weibes, das ist der Instinkthass des missratenen, das heißt gebäruntüchtigen Weibes,
gegen das wohlgeratene, der Kampf gegen den Mann ist immer nur Mittel, Vorwand,
Taktik. Sie wollen , indem Sie sich hinaufheben, aus Weib an sich, als höheres Weib. als Idealsitin von Weib,
das allgemeine Rang Niveau des Weibes herunterbringen, kein sichereres Mittel dazu als Gymnasialbildung
Hosen und politische Stimmvieh Rechte. Im Grunde sind die Emanzipierten die Anarchisten in der Welt des ewig
weiblichen, die schlecht weggekommenen, deren unterster Instinkt Rache ist."
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am 15. September 2006
Eine ursprünglich gut gemeinte und auch wichtige Bewegung ist durch unsägliche Entgleisungen Marke >Schwarzer & Co.< längst zur Fratze verkommen. Ein sich selbstverherrlichendes, Gift und Galle speiendes Bollwerk selbsternannter Frauenrechtlerinnen, denen es offenbar um alles geht, nur nicht um gegenseitige Wertschätzung und Gleichberechtigung. Dabei wäre es ja auch nicht weiter schlimm, wenn ein paar verstörte Feministinnen ihre extremistisches Gedankengut zum Besten geben. Was nachdenklich stimmt, ist vielmehr die Resonanz zahlreicher Frauen, die ohne jegliche Reflexion Schwarzers Unflat inhalieren und wie die Lemminge in einen Männerhass propagierenden Kanon mit einstimmen.

Da fragen sich zurecht immer mehr Leute, wie man einer Frau, die das Absäbeln des männlichen Geschlechtsteils (wie im Fall Bobbit tatsächlich geschehen) in widerlicher Genüsslichkeit, als >Frauenbefrei und ledigliche Entwaffnung des Mannes< empfindet, statt einer nötigen Langzeittherapie, das Bundesverdienstkreuz zukommen lässt. Falls es irgendwann dazu kommen sollte, dass der Feminismus sich aus der pubertären Phase befreit, wo schließlich Frauen das Sagen haben, die ihren Selbsthass und Frust nicht länger auf die Männerwelt projizieren, wird auch Gleichberechtigung möglich. Dazu bedarf es, die eigenen Schattenseiten wahrzunehmen, den, wenn auch schmerzhaften Blick in den Spiegel der eigenen Seele. Etwas, was die moderne Frauenbewegung noch zu lernen hat!
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am 15. März 2008
Ich vergebe einen Stern um die tatsächliche Relevanz des Buches zu bewerten -- mehr kann auch nicht dabei herauskommen wenn jemand erst krude Theorien aufstellt, und dann meint durch ein paar stark redigierte interviews den ultimativen Beweis für ihre Richtigkeit zu liefern, Alice locuta, causa finita. Wenn ich dagegen den Unterhaltungswert, die Bedeutung als Zeitdokument oder den Wallungskoeffizienten bewerten wollte, müsste ich an das Buch fünf Sterne am roten Band mit Fleißkärtchen vergeben. Und für den Deprifaktor würde das noch nicht mal ausreichen: die Welt ist ja so schlecht, die Männer sind ja so abgrundtief böse, gefühlskalt, unterdrückerisch und schwanzfixiert. Dieses Buch sollte man sich für allzu lichte Tage vormerken.

Das wirklich Deprimierende ist aber dass da jemand mit den einzigen Aktiva "Frau", "Größenwahn" und "flotte Schreibe" kommen kann, ein buntes bouquet wahrhaft absurder Theorien propagiert, und schon isse die Säulenheilige der Frauenbewegung -- ach, eigentlich von allem was im weitesten Sinne progressiv ist. Schwarzer dekretiert dass penetrativer Geschlechtsverkehr, seit Äonen unter Säugetieren mit Abstand die beliebteste Form sich im pas-de-deux zu besiegen (Wiglaf Droste), für die Frau (also jede Frau) völlig lustfrei und hinfort nur noch zur Reproduktion einzusetzen sei, und für diesen Käse wird sie auch noch gefeiert. Sind Frauen wirklich so selbstverleumdnerisch und leichtgläubig? Dagegen ist die Sexuallehre der katholischen Kirche hart an der Wirklichkeit dran.

Obwohl das Buch grottenschlecht ist, sollte man wenigstens einige Kapitel aus diesem Buch gelesen haben. Das dauert nicht lange, und es würde sich endlich die Erkenntnis durchsetzen, dass da eine Kaiserin ohne Kleider (metaphorisch gesprochen) auf dem Thron der deutschen Frauenbewegung sitzt.
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am 31. März 2003
Dieses Buch markiert den Beginn der Karriere von Alice Schwarzer, Deutschlands Gallionsfigur des Radikalfeminismus. Es hat 1975 eine bis heute andauernde Kontroverse ausgelöst, die zu einer starken Polarisierung und auch zu einem bisweilen heftigen "Geschlechterkampf" geführt hat. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: die Protokolle, die Funktion der Sexualität bei der Unterdrückung der Frau und ein Kapitel über die Bedeutung der Berufstätigkeit für die Emanzipation der Frauen.
Im ersten Teil werden 17 Gesprächsprotokolle der Autorin mit Frauen widergegeben und jeweils im Anschluss von ihr kommentiert. So wird in einer Vorbemerkung behauptet, dass diese Frauen quer über alle Schichten ausgesucht worden seien. Das soll offensichtlich den Eindruck erwecken, die Protokolle seien repräsentativ. Dieser Eindruck wird auch im Vorwort verstärkt, indem darauf hingewiesen wird, dass dieses Buch eine Flut von zustimmenden Zuschriften aus aller Welt ausgelöst hat. Liest man dann aber die einzelnen Fälle, so erfährt man in der jeweiligen Einführung, dass jede dieser Frauen aus dem engeren oder weiteren Bekannten- und Freundeskreis der Autorin kommt. Spätestens hier sollte auffallen, dass die Autorin keinen blassen Schimmer davon hat, dass sich aus der Untersuchung des eigenen Bekannten- und Freundeskreises keine relevanten soziologischen oder psychologischen Thesen für alle ableiten lassen (man stelle sich nur einmal vor, was über Frauen und Männer herauskäme, wenn ein Zuhälter seinen engeren und weiteren Freundes- und Bekanntenkreis interviewen würde). Die Protokolle sind an Oberflächlichkeit und Widersprüchlichkeit, die Kommentierung von Schwarzer an Blindheit nicht mehr zu überbieten. Zwei typische Beispiele von zahlreichen hierfür:
- Auf S.161 beschwert sich eine der Frauen über ihren Verlobten, der ihren Menstruationskalender führte und sie angeblich am kritischsten Tag absichtlich geschwängert habe. Abgesehen davon, dass es mehr als fragwürdig erscheint, warum eine erwachsene Frau die Kontrolle über ihren Körper an ihren Verlobten abgibt, praktizierten die beiden die Knaus-Ogino-Methode, eine der unsichersten Verhütungsmethoden überhaupt. Die angeblich absichtliche Schwängerung ist also nichts als eine Unterstellung. Kommentar von Schwarzer (S.165): "Erst macht er ihr gegen ihren Willen ein Kind, ..." Woher will Schwarzer wissen, ob diese Schwangerschaft vom Verlobten beabsichtigt war? Hier hat sie sich nicht die Mühe gemacht, genau zu recherchieren, weil dies möglicherweise die Aussagen der Interviewten relativiert hätte und damit nicht in ihr feministisches Schwarz-Weiß-Schema passte.
- An mehreren Stellen im Buch schildert sie eindringlich wie wenig Zeit Frauen angeblich hätten, weil sie Haushalt, Kinder und Mann versorgen müssten. So schildert die Interviewte Hildegard D. (1. Fall), dass sie irgendwann begonnen hätte, die Bücher ihres Mannes zu lesen, der Professor für Soziologie ist, und sich hinterher genauso gut auf dem Gebiet auskannte wie er. Hier fragt man sich dann, woher Frau D. die Muße hatte, so viele Bücher zu lesen, wo sie doch mit zwei Kindern im Haushalt ziemlich ausgelastet sein müsste. Solche Widersprüche fallen Fr. Schwarzer natürlich nicht auf, weil sie auch hier wieder nur selektiv wahrnimmt.
Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich nun mit Schwarzers Kernthema, der angeblichen Rolle der Sexualität bei der Unterdrückung der Frau. Dabei geht es hier argumentativ noch wüster zu als im ersten Teil. Schwarzer stellt willkürlich Thesen auf, die weder vernünftig belegt geschweige denn deren Berechtigung überhaupt begründet werden. So beruft sie sich bei der Darstellung eines angeblich vor- bzw. frühgeschichtlichen Matriarchats auf eine Fr. Vaerting, eine Psychologin, die in den Zwanzigern (!) des vorigen Jahrhunderts die erste deutsche Professorin war und die man wohl kaum als Expertin für Vor- und Frühgeschichte bezeichnen kann. Entsprechend hanebüchen sind die Behauptungen, in diesen angeblichen Kulturen seien Männer kleiner als Frauen gewesen. An allen prähistorischen und frühgeschichtlichen Knochenfunden lässt sich eindeutig belegen, dass die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Individuen biologisch begründet sind und nichts mit irgendwelchen kulturellen Gegebenheiten zu tun haben. Genauso unhaltbar sind Schwarzers Thesen zur sogenannten "Zwangsheterosexualität". Sie will uns auf S.258 glauben machen, dass laut Kinsey ein Tier auf identische Reize auch in identischer Weise reagieren sollte, gleichgültig, ob sie von einem Teil seines eigenen Körpers, von einem anderen Individuum des gleichen Geschlechts oder von einem Individuum des entgegengesetzten Geschlechts ausgehen. Kein vernünftiger Mensch würde allerdings auf die Idee kommen, Sexualität ob bei Mensch oder Tier allein auf behavioristische Reiz-Reaktions-Schemata zu reduzieren. Das wäre blanker Biologismus, gegen den Fr. Schwarzer sich sonst immer wehrt. Merkwürdig nur, dass sie, wenn's grade in den Kram passt, selbst darauf zurückgreift. Nein, die Bevorzugung der Heterosexualität hat nicht das geringste mit Patriarchat, Macht und Kultur zu tun, sondern allein damit, dass dies diejenige Sexualität ist, die überhaupt Nachkommenschaft ermöglicht. Das heißt selbstverständlich nicht, dass jegliche andere Form der Sexualität widernatürlich ist, sondern nur, dass es für Heterosexualität evolutionsbiologisch eine genetische Disposition gibt. Weder sind ihre Behauptungen im Buch vernünftig belegt, noch gibt es einen Anhang mit Literaturverweisen, von einem Register will ich garnicht reden. Es scheint als habe die Autorin putzmunter drauflos behauptet, was das Zeug hält, ohne sich um fundierte Darstellung und vernünftige Belege zu kümmern.
Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, warum dieses Buch soviel Staub aufgewirbelt hat. Hätte ein Mann ein derartig schlecht recherchiertes und dümmliches Buch geschrieben, es wäre längst auf dem geistigen Müllhaufen der Geschichte gelandet. Aber sicher hat das naive eindimensionale stark polarisierend wirkende Weltbild der Alice Schwarzer gepaart mit dem überfälligen Protest der Frauen für die massenhafte Verbreitung gesorgt. Die Geschichte zeigt jedenfalls, dass differenzierte Weltbilder selten Massenbewegungen auslösen, wenn sie nicht gar völlig missverstanden werden. Gerade aber differenzierte Betrachtungsweisen wären von Nöten, wenn das Thema Feminismus nicht im Sumpf grober Polarisierungen versinken soll, was übrigens auch Fr. Schwarzer mit ihrem Schlagwort "Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen" nicht will, was sie jedoch durch ihre eigenen Äußerungen und Taten ständig boykottiert. In diesem Sinne hat dieses Buch bestenfalls historischen Wert und hat die Frauenbewegung eher behindert, als ihr genutzt.
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am 24. Juni 2005
Dieses Buch kommt mir wie Werk einer weitverzweigten Propaganda vor. Man könnte es fast mit Mein Kampf vergleichen, so radikal wie es geschrieben ist. Noch nie war ein vielgelesenes Gedankengut so von rechtsradikaler Art wie dieses. Die Stelle wo ein Mann seine Verlobte angeblich absichtlich schwängert kommt mir vor wie die Handlung des nationalsozialistischen Films "Jud Süß" in dem eine arische Frau sich aus Scham umbringt, weil sie von einem Juden vergewaltigt wurde. Hinter den Absichten der Frau Schwarzer sehe ich allerdings nicht einen grenzenlosen Hass auf Männer. Mir ist, als wolle sie provozieren, um ihr sadistisches Spiel zu treiben und zu testen ob Männer in der Lage sind sich zu wehren. Wenn sie sich aber wehren, dann gelten sie als frauenfeindlich. Das Buch ist in keinster Weise mit einem Buch über Emanzipation zu vergleichen. Emanzipation - das sollte sich Fr. Schwarzer mal durch den Kopf gehen lassen -bedeutet nämlich GLEICHberechtigung!
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am 8. Mai 2010
Ich habe das Buch so gründlich gelesen, wie kein zweites, und zwar von vorne nach hinten und von hinten nach vorne. Ich bin die einzelnen Seiten von oben nach unten und dann wieder von unten nach oben durchgegangen, nur um wenigstens eine Zeile zu finden, über die es sich hätte nachzudenken lohnen können. Doch leider bin ich nicht fündig geworden: ein wirklich selten unlogisches Zeugs, was einem hier entgegenprallt.
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