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am 25. März 2017
Ich war in Kambodscha und wollte mehr über den geschichtlichen Hintergrund erfahren. Und wie geht das besser als durch einen Erfahrungsbericht. Genau dies ist dieses Buch. Es ist sehr bewegend zu lesen, was ein kleines Mädchen alles durch die Roten Khmer erlebt hat.
Ganz klare Kaufempfehlung
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TOP 50 REZENSENTam 26. Februar 2017
Loung Ung schildert in ihrem Buch ihre unvorstellbare und erschütternde Lebensgeschichte unter der Terror-Herrschaft der Roten Khmer in Kambodscha von 1975-79 und liefert damit einen sehr interessanten Zeitzeugenbericht erster Güte, der emotional allerdings massiv unter die Haut geht.

Die Autorin schildert zunächst ihr weitgehend unbeschwertes Leben im Kindesalter von 5 Jahren im Kambodscha unter der Herrschaft von Lon Nol, bis im April 1975 die Roten Khmer die Hauptstadt Phnom Penh erobern und damit die uneingeschränkte Herrschaft im Land übernehmen.

Was unter den Roten Khmer und Pol Pot folgt, ist eine der schlimmsten und brutalsten Terror-Herrschaften des 20. Jahrhunderts und für die Autorin und ihre Familie und Millionen von Landsleuten beginnt ein jahrelanges unvorstellbares Martyrium, das für einige Familienmitglieder auch ein brutales und tödliches Ende nimmt.

Nach der Flucht/Vertreibung aus Phnom Penh wird die Familie systematisch ausgeplündert, entrechtet und landet schließlich in Zwangsarbeitslagern, wo sie unter willkürlicher Gewalt, chronischem Hunger, Krankheiten und generell menschenunwürdigen Lebensbedingungen zu leiden haben und sprichwörtlich dahinvegetieren müssen. Systematisch werden die Familien und jegliches soziale Gefüge von den Roten Khmer auseinandergerissen, bis schließlich die ganze Gesellschaft nur noch von der allgegenwärtigen Angst, Misstrauen und Gewalt geprägt und gezeichnet ist.

Auch immer mehr Familienangehörige der Autorin finden unter diesen Umständen den (gewaltsamen) Tod und auch die Autorin wird bereits im Kindesalter zu schwerer Zwangsarbeit herangezogen und als Kindersoldatin für die Roten Khmer zwangsrekrutiert. Aber auch nach dem Sturz der Roten Khmer durch vietnamesische Truppen im Jahr 1979 ist das Leben der Autorin von unvorstellbaren Härten und Entbehrungen und der Suche nach überlebenden Familienangehörigen gekennzeichnet.

Was man in diesem Buch zu lesen bekommt, geht emotional wirklich nahe und ist oftmals weit jenseits der Vorstellungskraft, zu welchen Abscheulichkeiten Menschen imstand sind und was auf der anderen Seiten Menschen allen erdulden und etragen können und müssen. Das Buch schockiert, erschüttert und macht teilweise einfach wütend und fassungslos zugleich.

Womit mich mich ein wenig schwer tue, ist, dass die Autorin ihre Familie als gewöhnliche Mittelschicht-Familie vorstellt. Der Vater war als Militärpolizist für das Lon Nol-Regime tätig und die Beschreibung des materiellen Wohlstands der Familie (teurer Schmuck, mehrere Fahrzeuge, Hausbedienstete etc.) im Kambodscha der 1970er Jahre lassen für mich eher auf das Leben der absolut privilegierten Oberschicht unter Lon Nol schließen. Dass soll ausdrücklich nichts von dem erlittenen Unrecht relativieren oder gar rechtfertigen, aber die Beschreibung einer gewöhnlichen Mittelschicht-Familie halte ich persönlich für nicht ganz glaubwürdig.
Auf Seite 55 spricht die Autorin von der „demokratische Regierung Lon Nols“, was meines Erachtens an der Realität vorbeigeht, zumal sie ja selber mehrmals im Buch erwähnt, dass sich Lon Nol als Militär an die Macht geputscht hat und schon deshalb gar nicht als legitimer demokratischer Machthaber in Frage kommen kann – von seinen Herrschaftpraktiken ganz zu schweigen.

Insgesamt aber ist dieses Buch eine erschütternde und bewegende Lektüre, die einem anhand einer konkreten Lebensgeschichte vor Augen führt, was es wirklich bedeutet hat, unter der Herrschaft der Roten Khmer leben zu müssen und wieviel willkürliches und unvorstellbares Unrecht die Menschen in Kambodscha zu erleiden hatten.

Von meiner Seite 4 Sterne und Empfehlung für dieses sehr berührende und emotional sehr nahe gehende Buch.
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TOP 100 REZENSENTam 29. Juni 2014
Die gebürtige Kambodschanerin Loung Ung berichtet in diesem (inzwischen in der sechsten Auflage erschienenen) Buch von ihren persönlichen Erlebnissen und denen ihrer Familie ab 1975. Dieses Jahr war nach der Machtübernahme Pol Pots eine schicksalhafte Zeitenwende für Kambodscha. Als die Untergrundkämpfer der Roten Khmer in die Hauptstadt einmarschierten und die gesamte Bevölkerung innerhalb von 48 Stunden die Stadt verlassen muss, ändert sich von einer Minute zur nächsten ALLES.
Das vormals behütete Leben als Kind einer relativ wohlhabenden Familie in der Hauptstadt Phnom Penh ändert sich damit auf abrupteste Art und Weise. Loung Ung berichtet von ihrer- und der Odyssee Ihrer Familie durch das geschundene Land. Diese Schilderungen im Buch sind teilweise sehr drastisch und lassen einem den Atem stocken...

Es ist die Zeit in der Pol Pot und seine Roten Khmer ('Khmer Rouge') das Land mit einer Schreckensherrschaft sondergleichen überzogen. Pol Pot ging in SEINER Auslegung des Kommunismus davon aus, dass die Schwierigkeiten Kambodschas von einem unüberbrückbaren Stadt-Land-Konflikt ausgingen und zugunsten der Landbevölkerung gelöst werden müsste. Folge war, dass die wenigen Städte praktisch entvölkert wurden und die Stadtbevölkerung, der gebildete Teil der Bevölkerung, Intellektuelle und solche, die man dafür hielt (bspw. würden Brillenträger verfolgt) auf brutale Art und Weise aufs Land verschleppt- oder vertrieben wurden.

Bestandteil und Folge dieser Herrschaft war ein unglaublicher Terror und Hungersnöte, welche das gesamte Land überzogen und deren Wunden noch heute nachwirken. Da ich selber das Land vor einigen Jahren bereist habe, kann ich ich das nur bestätigen. Um eine ungefähre Ahnung davon zu erhalten, welche Auswirkungen diese Zeit auf das Land hatte, muss man sich einmal die Opferzahlen vergegenwärtigen. Bei einer Bevölkerungszahl von damals rund 8 Mio. geht man von ca. 1,7 Mio. Toten als Folge des Pol Pot-Regimes aus. Schätzungen der Opferzahlen schwanken im Fall Kambodschas häufig und bewegen sich im Bereich von 0,7 Mio. bis 3,3 Mio. Toten auf den sogenannten "Killing Fields".

Loung Ung überlebte diese katastrophalen Ereignisse und lebt seit 1980 in den USA. Sie ist heute Menschenrechtsaktivistin und Sprecherin der Kampagne gegen Landminen.

Ein sehr bewegendes und empfehlenswertes Buch.
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am 17. August 2003
Als Loung Ung im Alter von fünf Jahren im April 1975 aus Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, vor den Roten Khmer flüchten muss, ahnt sie nicht im Ansatz den Verlauf der folgenden fünf Jahre, die an Angst und Schrecken nicht zu überbieten sind. Die Roten Khmer unter Führung von Pol Pot planen die Schaffung eines auf reiner Agrarwirtschaft basierenden Kommunismus, wo Bildung und Fortschritt höchste Tabus sind. Ziel ist die Schaffung eines autarken Zustandes. Die Roten Khmer setzen ihr Weltbild in einzigartiger Konsequenz und Brutalität um: Familien sind unerwünscht, es gibt keine Schulen. Sie töten die Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, Beamten, Geschäftsleute, auch deren Angehörige, selbst wenn diese noch Kleinkinder sind. Manche werden getötet, weil sie eine Brille tragen. Die Exekutionen erfolgen teilweise durch Hammerschläge, dann durch Äxte, manchmal durch Kopfschuss. Am Ende der Herrschaft der Roten Khmer werden 2 Mio. von insgesamt 7 Mio. Einwohner Kambodschas nicht überlebt haben.
Loung Ung wächst in diesem Umfeld auf, lebt in verschiedenen Lagern und muss den Tod ihres Vaters, ihrer Mutter, ihrer älteren und ihrer jüngeren Schwester zur Kenntnis nehmen. Sie schildert ihre Auseinandersetzung mit Kambodscha zur Zeit der Roten Khmer und zieht den Leser mit jeder weiteren Buchseite in einen Strudel von Wahnsinn, Konsequenz, Gewalt, Elend und Verderben. Mit teilweise überraschender Abgeklärtheit verarbeitet sie ihre Eindrücke aus ihrer Kindheit, in der sie manchmal wie eine Erwachsene scheint.
Nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat, legt man es mit ungeahnter Betroffenheit beiseite und wird die Bilder, die im Buch geschildert sind, nicht mehr los. Der Wunsch, die Beweggründe der Roten Khmer zu verstehen, stößt sich am Gedanken, welches Leid und welcher Wahnsinn mit diesem Regime verbunden ist. Dieser Konflikt ist das eigentlich Beklemmende in Der weite Weg zur Hoffnung - er verleiht dem Buch aber auch seine hohe Qualität.
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am 11. März 2013
1975 übernehmen die roten Khmer die Macht in Kambodscha. Bei ihrem Versuch einen egalitären Agrarkommunismus durchzusetzen vertreiben sie die Bevölkerung aus den Städten und machen aus Kambodscha ein einziges großes Arbeits- und Gefangenenlager. Bis zum Einmarsch der Vietnamesen 1979 bezahlt ein Drittel der Bevölkerung, bis zu 3 Mio Menschen, die Schreckensherrschaft der roten Khmer und ihres "Bruders Nr. 1", Pol Pot, mit dem Leben...

Die Autobiographie schildert die Zeit von der Machtübernahme bis zur Befreiung und der darauffolgenden Flucht nach Amerika aus der Sicht eines 1975 fünfjährigen Mädchens. Es schildert die Entwicklung vom umhegten Mittelklassekind im bürgerlichen Phnom Penh zur hasserfüllten Kindersoldatin. Es offenbart die Greuel des Regimes und die Lebensumstände der unterdrückten, hungernden Bevölkerung auf authentische Weise.

Inhaltlich macht das Buch nicht nur betroffen: Es macht demütig und mahnt zur Bescheidenheit und dem Bewahren demokratischer Grundwerte. Hinzu kommt, dass das Buch auch aus literarischer Sicht überzeugt und nie schulmeisterhaft wirkt. Ein großes Buch, dass auf allen Schienen zu überzeugen versteht.
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am 28. Januar 2015
Ich habe dieses Buch als Reeiselektüre mit nach Kambodscha genommen. Als Einstieg ins Thema "Rote Khmer" ist es nicht geeignet, aber als Begleitung passabel. Ich habe es unterwegs im Hotel gelassen.
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am 18. November 2014
Für mich als Leseratte das beste Buch seit langem, unglaublich packend geschrieben von einem Menschen, der die Greueltaten der Roten Khmer erlebt und überlebt hat. Kostenloser Geschichtsunterricht in einem packenden Roman.
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am 28. März 2016
Von den instabilen Lon Nol-Strukturen in Kambodscha, bis zum Einrücken der Roten Khmer, den anfänglichen Hoffnungen, das es nicht so schlimm werden würde, bis zu den Toten, dem Hunger und der Idiotie der Ideologie, ist schon alles schlimm und beeindruckend beschrieben; das wird aber alles von der Beschreibung der Verrohung und der Korrumpierung des Charakters der Menschen beim Überlebenskampf in den Schatten gestellt. Auch die Befreiung durch den Vietkong und die Flucht mit dem Zwangsbesuch bei den freundlichen Piraten ist gut geschrieben und lesenswert. Eines der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!
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am 12. April 2012
Ich habe dieses Buch verschlungen, weil mich die Zeit im damaligem Kampuchea interessiert. Dieses Buch bitete einen guten Gesamtüberblick über eine der schlimmsten Taten der letzten Jahrzehnte.

Die kleine Loung ist 5 Jahre alt die Roten Khmer Phnom Penh besetzten und mit ihrem kommunistischem Agrarstaat beginnen. Loung's Familie zählt klar zu "Oberschicht". Sie haben ein gutes Leben, was ihnen aber immer bewusst ist und sie dies niemals als selbstverständlich ansehen. Nebenbei bemerkt schildert sie sehr Privatedetails.
Als sie Phnom Penh verlassen und immer tiefer versinken, in einem Land schirr ohne Gesetzte und ohne Werte, da entfalltete das Buch seine Wirkung. Man erfährt viele Details über das Leben der Bevölkerung in Kampuchea. Mord, Hunger, Vergewaltigung, Folter, dass alles sieht die Familie jeden Tag. Im Buch wird aber besonders betont das das extreme Wetter und der Hunger die krassesten Faktoren sind. Man hört in Berichten meist nur von den Killing Fields oder Tuol Sleng, wo systematisch Leute getötete wurden, aber der Hunger, die Mangelernährung, dies scheinen in Loungs Buch die größten Probleme zu sein. Hinzu kommt Korruption, Misstrauen und Trennung von der Familie.
Für alle Skeptiker:
Im Vorwort des Buches steht: "Dies könnte auch die Geschichte von Millionen von anderen Kambodschaneren zu dieser Zeit gewesen sein." Und dies muss man während des ganzen Buches beachten. Nicht alles was Loung schildert ist der Familie Ung wiederfahren. Oft stehen ihre Mutmassungen, wie ihr Vater oder ihre kleine Schwester wohl Hingerichtete wurden als eine Art "Tagtraum". Dies ist in Kursivschrift gedruckt und hebt sich von der Erzählung ab. Loung rekonstruiert Sachen die sich nicht weiß, mit Erzählungen von anderen Kambodschanern, Z.B. Über das Thema Hinrichtung, wovon die kleine Loung keine Ahnung hat, es aber trotzdem darstellt, auch wenn sie es selbst nicht erlebt hat. Diese Passagen sind immer kenntlich gemacht und erwecken nie den Eindruck als seine sie erfunden oder geklaut.
Das ein 5 Jähriges Mädchen nicht nach fast 25 Jahren die Dialoge weiß, oder überhaupt noch die Dialoge weiß, ist logisch. Die Dialoge im Buch wirken aber allesammt realistisch und halte sie für sehr, sehr gut rekonstruiert. Außerdem hat sie das Buch in Kooperation und Erzählungen ihres großen Bruders Meng geschrieben, der 1975 schon 18 Jahre alt war.

Einen kleinen Negativen Punkt habe ich, der manchmal dem Buch den Wind aus den Segeln nimmt. Loung packt immer wieder Erinnerungen raus, die sie in eine Art "Tagtraum" reinpackt. Diese Ziehen sich manchmal ein bisschen in die Länge.

Fazit: Dieses Buch gibt einen tollen Überblick über eine chaotische Zeit in einem zerstörten Land. Es werden nicht nur die Roten Khmer (bei denen besonders gegen Ende des Buches die unglaubliche Propaganda) beleuchtet, auch die Kultur der Vietnamnesen und Khmer
Loung schildert schon sehr harte Ereignisse, Mord, versuchte Vergewaltigung, Menschenschieber, Korruption und vieles mehr. Lachen musste ich glaub ich niemals während ich das Buch gelesen habe, aber das die Zeit kein Spaß war, ist klar.
Das Buch sollte von allen Gelesen werden, die sich für Kambodscha, Asien und, ich nenne es mal, dass unvorstellbare was Menschen sich antuen können interessieren.

P.S. Man sollte nicht jedes Wort in dem Buch auf die Goldwaage legen, ich glaub das will die Autorin aber auch nicht bewirken.
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am 23. September 2015
Dieses Buch führt einen zurück in die 70er Jahre. Es zeigt auf ergreifende und zum Teil drastische Weise, welche Auswirkungen ein Bürgerkrieg und die Willkürherrschaft von Verblendeten auf den einzelnen Menschen hat. Am Beispiel einer Familie wird dies sehr eindringlich beschrieben. Dieses Buch ist für mich ein Muss für jeden, der vorhat, nach und durch Kambodscha zu reisen und mehr sehen will als Angkor Wat und mehr wissen will, als die Reiseprospekte wiedergeben. Manchmal sind die Beschreibungen, zu was Menschen fähig sind, allerdings kaum zu ertragen.
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