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am 11. September 2016
Der Buchautor Jan Assmann versteht es in seinen Büchern den Leser mit Fragen und Antworten zu überzeugen. In diesem Buch geht es darum die Gedächnisspur von Moses und dem Monotheismus bis in die Gegenwart zu folgen anhand kultureller Verständnisse und Verdrängungen. Die Idolatrie sowie Bilderstürmerei sind einerseits Zeichen und Deutung dieser Gedächnisspur. Deren Begründer Moses war, der im ägyptischen Neuen Reich auch unter dem Namen Echnaton zu finden ist.
Echnaton war der erste Mensch, der nur einen Gott verehrte. Den Sonnengott ATON. Der für Sonnenscheibe steht. Jan Assmann bezeichnet diesen Kult auch als Enklavenkult, was bedeutet, das der Polytheismus und Spinozismus den Echnatonkult umschloss.

Die ägyptischen Mysterien, die der Echnatonkult aus sich herausdrängen wollte und Gott Person daraus schuf, erfuhren eine Renaissance in den späteren hermetischen Schriften, die über die antike hinweg als Geheimkult überdauerten und von Marsillio Ficino erneuert wurden, sogleich aber von Isaak Casaubon als christliche Fälschung entlarft werden sollten.
Jan Assmann ist der Überzeugung das nur einzelne Schriftstücke auf christliche verfälschung hinweisen nicht aber das gesamte Corpus Hermetikum.
Er schreibt dazu : " Diese Autoren wähnten sich in der Lage, die Umrisse des klassischen Ägyptenbildes, wie es von griechischen und latainischen Schriftstellern gezeichnet worden war, mit dem theologischen, kosmologischen und philosophischen Inhalt auszufüllen, den sie den hermetischen Schriften agewannen. Die hermetische Debatte sah in Ägypten den Ursprung von Theologie und Weisheit und interpretierte das Corpus Hermeticum als kodifikation einer prisce theologice oder Ur-Theologie."
Soweit Jan Assmann.

Auch S. Freud der Psychoanalytiker widmete sich dem Religionenkult um Moses zu und war überzeugt das Moses Ägypteer gewesen ist, allerdings verwirft Assmann die These, das man diese Gedächnisspur rein auf der Psychoanalyse findet, sondern in Kunst, Religion, Messe und Bauwerken.
Jan Assmann kommt zu dem Schluß das der Echnatonkult in Form von den 3 Mosaischen Religionen überdauerte in Form von Angst und Verdrängung des Ägyptischen Spinozismus.

5 Punkte.

n.22
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am 14. April 2013
Dieses Buch ist eine faszinierende Reise durch die Geschichte. Vom "ersten Monotheismus" des Echnaton, wird die "Mosaische Unterscheidung" zwischen wahrer und falscher Religion und ihrer Rezeption in Theologie (Cudworth, Spencer, Warburton), Philosophie (Reinhold), Kunst (Beethoven, Schiller) und Psychoanalyse (Freud), um nur einige zu nennen, ausführlich dargestellt.
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am 7. Februar 2012
Dieses Buch ist bemerkenswert interessant geschrieben, wenngleich es dem Leser / der Leserin (auch mit guter Allgemeinbildung) auf Grund der vielen Fachausdrücke und wegen der Bezüge auf inhaltlich nahestehende Werke einiges abverlangt. Schwerpunkte darin sind die "religiöse Revolution" des Pharao Echnaton und natürlich - wie es der Buchtitel schon signalisiert - der (gelungene) Versuch, den biblischen Moses in einer ganz anderen Persönlichkeit als in der, wie er uns im Alten Testament entgegentritt, erscheinen zu lassen. Jan Assmann, der Verfasser von "Moses der Ägypter" zitiert und kommentiert die Meinungen anerkannter Ägyptologen und be- und verarbeitet auch begrüssenswert ausführlich die Stellungnahme von Sigmund Freud zu dieser Thematik. Nach dem Studium dieses Buchs besitzt man Informationen, die sowohl auf das Religionsgeschehen im antiken Ägypten als auch auf das Judentum eine neue Sichtweise ermöglichen.
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am 8. Juli 2009
Jan Assmann verfolgt in diesem Buch auf einen sehr hohen Niveau die geistesgeschichtliche Entwicklung jenes kulturellen Raumes, in dem wir, wie er sagt, bis heute leben: ...Raum, der durch diese (mosaische) Unterscheidung kontruiert ist. Jan Assmann hat ein primär wissenschaftliches Anliegen und bleibt diesem das Buch hindurch treu: Er verzichtet auf Wertungen, untermauert seine "Thesen" mit soliden Quellen, usw. Dieses Buch ist auch empfehlenswert für Studenten der Theologie, gerade im Zusammenhang mit dem Alten Testament. Klar ist natürlich auch, dass viele historische Fragen ungeklärt bleiben, was aber legitim ist... denn im Grunde können wir Frage wie: Wie gelangte ägyptisches Kulturgut in das Gedächtnis der Israeliten, wenn diese niemals in Ägypten gewesen sind? lassen sich (noch) nicht detailiert beantworten...obgleich wir dank der Archäologie, der Ägyptologie, etc. die möglichen Antworten durchaus eingränzen können.

Einziges "Manko": Das Buch ist sprachlich teilweise anstrengend, viele lateinische und griechische Zitate werden nicht übersetzt, was manchen Lesern vielleicht Probleme bereiten könnte.

Ansonsten: Alle Achtung!
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am 4. Januar 2016
Ich habe zweimal angefangen diese Buch zu lesen, aber jedesmal wieder aufgehört. Für eine wissenschaftliche Abhandlung ist es mir zu unstrukturiert und schlecht gegliedert. Für ein Sachbuch fehlt der rote Faden in diesem Buch, der Autor springt von einem Punkt zum anderen. Die vielen Wiederholungen wären bei einer klaren Struktur nicht notwendig gewesen. Auch die vielen Fremdwörter und Fachbegriffe machen mir das Lesen nicht leicht.

Es ist das erste Buch, das ich von Jan Assmann nicht mal halb ausgelesen aus der Hand lege. Einen dritten Start mache ich nicht mehr und investiere auch keine einzige Minute meiner Lebenszeit dafür.
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Jan Assmann geht behutsam den Spuren nach, die hinführen zu einem verständnisvollen Annehmen unserer abendländisch-christlichen Religion, deren Ursprung wahrscheinlich ägyptischer ist als wir denken.
Anhand von Forschungen - vor allem John Spencers und Ralph Cudworths aus dem 17. Jahrhundert, beide aus Cambridge, deren Arbeiten er bespricht, zieht Jan Assmann Folgerungen, die interessant sind.

Innerhalb des religiösen jüdisch-christlich-islamischen Raumes gibt es Unterschiede, deren Ursprünge wissenschaftlich untersucht werden können und deren Verständnis wichtig ist für ein Miteinander in Zukunft auf dieser Erde.

Nachdem in uralten Zeiten die Götterbilder vertauschbar waren, übersetzbar, wie es uns z.B. die griechisch-römische Götterwelt zeigt, entstand mit dem Aufkommen des Monotheismus (Echnaton, Moses) eine Art Gegenreligion aus dem (wissenschaftl.!) denkenden Geist des Menschen und diese Religion entfachte naturgemäß Streit (nicht nur auf geistiger Ebene)bis in die heutige Zeit, dessen Ursache wohl die Absolutheit des Gottesbildes ist.

Wer sich wirklich für die Entstehung von Religion interessiert, findet in den Werken Assmanns Erklärung über dieses geistig- kulturelle Phänomen. Maimonides, Spinoza, Freud, Schiller, Thomas Mann, Richard Wagner, Hegel, Nietzsche, Hitler, all diese Figuren werden verknüpfbar in jeder Hinsicht bis hin zu Vernichtungs- und Hasstiraden gegeneinander.

Moses als Echnaton (?), das Paschalamm, die Bedeutung der Hieroglyphen als übersetzbare Regeln ägyptischer-jüdischer Religionsgesetze, diese Entwicklung bis hin zu den Menschenrechten, alles wird irgendwie verständlich und ist doch so vielseitig, so daß Satz für Satz aus diesem Buch sorgfältig gelesen werden sollte.

Lassen wir uns also tragen von den Forschungsergebnissen Jan Assmanns, denn seine Bücher enthalten den Sinn und das Wunderwerk menschlichen Geistes in bezug auf Religion und deren Entstehung. Und das Verständnis um absolute Geisteshaltungen, wie sie jüdische, christliche und muslimische Religion nun einmal verkörpert und auch gefährlich beinhaltet, wird uns hoffentlich das Rüstzeug für zukünftige Auseinandersetzungen geben, die aber im Geiste und nicht mit Waffen (!) ausgetragen werden müssen. Daran wird sich Verständnis des Anderen und Politik ausrichten in Zukunft und es wird dann auch vielleicht Massakerwut gezähmt werden, dieses Unheil des Nichtverstehens und Nichtverstehenwollens.
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am 8. März 2013
Ehrlich gesagt: das Buch ist nicht einfach zu lesen. Manche Sätze muss man sogar mehrfach lesen, um sie zu verstehen. Andererseits handelt es sich auch nicht um einen historischen Roman, sondern um ein historisches Sachbuch. Die Spuren, die Jan Assmann verfolgt, lassen sich verfolgen (wenn man sich an seine Sprache gewöhnt hat). Am Ende sieht man vieles klarer, auch den Kern unserer jüdisch-christlichen Kultur.
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