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Der Untertan: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
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TOP 500 REZENSENTam 8. April 2005
Einfach nur wunderbar! Die Kirche lief Sturm gegen dieses 1951 erschienene Spätwerk Thomas Manns. Wie könne man sich nur so an der Schöpfung vergehen. Wie auch immer, für alle Nichtdogmatiker ist dieser Roman ein köstlicher Spaß.
Erzähler ist der Mönch Clemens, der uns diese Geschichte "zur Unterhaltung" berichtet. Protagonist ist Gregorius, das Kind von Wiligis und Sibylla, einem Geschwisterpaar. Als diese das unerhörte Ausmaß ihres Aktes begreifen, legen sie das Baby in ein kleines Schiffchen und setzen dieses auf dem Meer aus, beigelegt ein Bericht über die schändliche Herkunft des Kindes. Ein Abt auf einer kleinen Insel findet das Schiffchen, nimmt den kleinen Gregorius auf, verheimlicht aber vor aller Welt die Geschichte seiner Herkunft und lässt dem Jungen eine theologische Erziehung angedeihen. Als junger Mann erfährt Gregorius jedoch von seinem Makel und beschließt auf Ritterfahrt zu gehen, um seine Sünden zu büßen. Dabei befreit er eine Stadt und heiratet dessen Herrin. Diese Herrin ist, man hält es nicht für möglich, seine Mutter. Nach mehreren Jahren erfahren die beiden durch Zufall von dieser Misslichleit und der gute Gregorius beschließt, den Rest seines erbärmlichen Lebens auf einem kahlen Felsen in Meer zu verbringen. 17 Jahre später, die Kirche ist durch ein Schisma gespalten, haben zwei Kirchenmänner eine Vision, dass der neue Papst seit 17 Jahren sein Dasein auf einem Felsen fristen soll. Sie begeben sich sofort auf die Suche und finden auch tatsächlich Gregorius, der auf wundersame Weise überlebt hat und zum neuen Papst ernannt wird. Als Sibylla von diesem neuen, wundersamen Papst erfährt, begibt sie sich zu ihm, um Absolution von ihren Sünden zu erlangen. Sie erkennen sich gegenseitig, fallen sich in die Arme und dem Happy End steht nichts mehr im Wege.
Das Unterhaltsame an diesem Roman ist die durchweg vorhandene Ironie in der Erzählung Clemens. Er erwähnt zwar ständig, wie schlimm das doch alles sei und wie schwer es ihm doch falle, alles wahrheitsgemäß zu berichten, doch tut er es doch mit einer unverhohlenen Freude am Detail. Zusätzlich dazu macht Manns einmaliges Sprachniveau die Lektüre dieses Romans zu einem großen Vergnügen.
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am 25. Oktober 2004
Ein Buch faszinierender Konkordanz. Es ist ein ästhetisches, erlesenes Meisterwerk voller Schönheit. Wie er eine inhärente Leidenschaft schildert gepaart mit Bedrohung einer Gefahr, die kitzelnde Stimmung aufkommen lässt, vermengt mit philosophischen Gedankenfetzen und distinguierter Sprache. Die Beschreibung des Tadzio sucht ihresgleichen!!!! Er schafft ein Fluidum, einen Rahmen, eine Atmosphäre voller Gefühl und Empfindung. Er hat reüssiert, das Wesen der Schönheit ist in diesem Buch erfasst, selbst wenn es nur eine Tangente ist, die die Schönheit berührt.
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am 6. Oktober 2011
Heinrich Manns Stil kann Stellenweise langatmig sein und ermüden sowie von Zeit zu Zeit etwas verwirrend sein... Trotzdem erkennt man nach Lesen einer längeren Textpassage immer den Zusammenhang.
Äußerst interessant ist jedoch die Analyse des Buches, in welcher man im nachhinein merkt wie viel zwischen den Zeilen des Buches steht.

Sehr analytisch und zeitgetreu sowie stark Gesellschaftskritisch

MfG
D.D
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am 8. November 2009
Der große Name des Schauspielers verführt zum Kauf. Aber wie enttäuschend ist seine Lesung! Man müsste sie, wäre nicht die vortragsgeschulte Stimme, indiskutabel nennen. Gert Westphal würde sich im Grabe rumdrehen. An ihm Quadflieg zu messen wäre ungerecht, aber Quadflieg liest so lustlos, als hätte er den Text kurz vor der Aufnahme gerade mal überflogen - und so manche Stelle lässt selbst diesen Aufwand zweifelhaft erscheinen.
Nichts gegen eine nüchterne und zurückhaltende Leseweise, wie sie etwa Rufus Beck pflegt; sie ist vielen Texten angemessen und hat nichts von Teilnahmslosigkeit. Aber diese Aufnahme hier hört sich nach dem Motto an: "Bringen wir's hinter uns, ich hab' heute Nachmittag noch was vor."
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am 8. März 2011
Der Protagonist dieser Novelle ist der Schriftsteller Gustav von Aschenbach. Er erlebt während eines Aufenthalts in Venedig, den er einer Schreibblockade verdankt, ein mentales Abenteuer voller Gefühlsschwankungen. Diese reichen über Vernunft, Klarheit und Besinnung bis hin zur Sehnsucht, Angst, Memmenhaftigkeit, Scham, Liebe, Lust, Rausch und Verzweiflung.
Der Grund für dieses emotionale Durcheinander ist der 14-jährige Junge Tadzio, von dem Aschenbach völlig hin und weg ist.
Plötzlich wird der sonst so von Zucht und Vernunft bedachte Schriftsteller von der Muse der Literatur geküsst und sieht die Welt mit ganz anderen Augen, bis er schließlich einem komplettem Jugendwahn und einer Besessenheit des Jungen verfällt. Nun kann ihn nicht einmal mehr die von einer Seuche befallene Stadt hindern, seinen Rausch auszuleben.

Klar ist dies eine Liebesgeschichte, der etwas anderen Art. Oft stößt man selbst auf Abneigung und Verachtung, da einem die homosexuellen und pädophilen Aspekte fremd und ungewohnt sind. Dadurch wird Distanz zu der Hauptfigur ausgeübt und somit eine Identifikation mit dieser verhindert. Der Schreibstil Thomas Manns ist nur schwer zu verstehen. Oft entstehen durch die sehr hochgestochene Sprache und durch die immer wieder vorkommenden Bandwurmsätze Missverständnisse, die einen auffordern die Textpassagen immer wieder und wieder zu lesen. Dies ist auf Dauer einfach nervig und anstrengend. Es bedarf eines sehr stabilen Geduldfadens, da die Handlungen nur sehr langsam voran gehen.

Fazit:
-eher Gesinnung statt Aktion
-man braucht viel Zeit und Geduld
-führt oft zu Desinteresse und Abneigung der Thematik
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am 10. März 2007
Heinrich Mann muss die menschliche Natur genau beobachtet haben. Nur so ist es zu erklären, dass er ein derartig wahres Buch schreiben konnte. Im "Untertan" fängt er Stimmungen ein, nimmt viele Dinge des Nationalsozialismus vorweg (als hätte er sie vorausgesehen) und wendet sich eindeutig gegen den Nationalstaat - zugunsten einer Weltgesellschaft, die sich auf die Ideale "Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit" stützt. Darüber hinaus kennzeichnet er den Intrigenzwang in der Politik und charakterisiert das kleinstädtische Leben - durch Klatsch geprägt und beeinflusst.

Außerdem spiegelt der Roman bzw. sein Protagonist Diederich Heßling den Opportunismus, die moralische Verkommenheit, den kapitalistischen Egoismus und die Ellenbogenmentalität vieler Menschen wider. Wirklich exzellent be- und geschrieben!

Ich persönlich halte es für einen Skandal, dass Heinrich Mann den Literaturnobelpreis nie bekommen hat. Er hätte ihn definitiv mehr verdient als sein Bruder.
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am 11. Februar 2008
Auch wenn die Entstehung des Buches bereits eine ganze Weile her ist, ist es heute genauso aktuell wie zu der Zeit, als es geschrieben wurde. Eines der besten Bücher, erzählerisch und fordernd, großartig. Heinrich Mann hätte dafür den Literatur-Nobelpreis verdient.
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am 10. Januar 2000
"Dietrich Heßling war ein weiches Kind..." - ich kenne nur wenige Buchanfänge auswendig, aber diesen besonders. Denn "Der Untertan" ist und bleibt für mich ein Klassiker, eines der besten Bücher aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts (so muß man inzwischen ja sagen). Heßling, ein Gernegroß, der mehr sein will als er ist, wird von Heinrich Mann als ein typischer deutsche Spießbürger der Wilhelminischen Zeit beschrieben. Ein Mann wie sein Zeitalter: Aufbrausend, provokativ, großmannsüchtig, großspurig - und wenig dahinter. Als er seinen Kaiser sieht, rutscht er vor ihm aus und fällt in den Dreck - eben wie das deutsche Volk, das sich aller großen Pläne zum Trotz bald im Morast des Schützengrabens wiederfindet. Wer Heinricht Manns Buch gelesen hat, kann vieles nachvollziehen, was in Geschichtsbüchern nur angedeutet ist, wenn es um die Frage nach dem "Warum?" des Krieges geht. Dabei ist das Buch ausgezeichnet geschrieben, voller ironischer Spitzen und spannend zudem. Unbedingt empfehlenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 22. November 2004
Das Buch "Tod in Venedig" erzählt eine interessante Geschichte eines Schriftstellers namens Gustav von Aschenbach. Er führt ein ödes Leben in München. Gelegentlich unternimmt er Spaziergänge, um neue Inspirationen zu sammeln. Während eines solchen Spazierganges begegnet er einem Mann, der ihm sehr fremd schien. Dieses Aufeinandertreffen weckte in ihm eine noch nie dagewesene Reiselust. Er begab sich wenig später in den Süden, um Abstand von seinem langweiligen Alltag zu gewinnen. Auf seiner Reise begegnet er seltsamen Personen, unteranderem verliebt er sich in eine dieser Personen, was ihm zum Verhängnis wird.
Thomas Mann ist bekannt für seine langen Sätze. Diesem Ruf wird er auch bei dieser Novelle gerecht. Zum Teil ist es schwer über die einzelnen Details den Überblick zu behalten. Man kann aber dem Verlauf der Geschichte problemlos folgen.
Mir spricht das Buch "Tod in Venedig" nicht zu, da ich die langen Sätze nicht mag. Es kommt mir zum Teil so vor, dass Thomas Mann versucht die längsten Sätze der Welt zu schreiben. Wem dieser Schreibstil zusagt, sollte dieses Buch unbedingt lesen, da die Geschichte selber sehr interessant und unterhaltsam ist.
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am 16. April 2007
Zu aller erst muss ich Thomas Mann dafür beglückwünschen, welchen Weltruhm und Erfolg er mit seiner Novelle "Der Tod in Venedig" erlangt hat.

Doch leider ist mir bis jetzt noch nicht klar geworden wofür eigentlich?!

Die Geschichte eines homosexuellen -und dazu noch pädophil- birgt eigentlich außergeöhnliche Möglichkeiten in sich, die Gesellschaft zu kritisieren, zum Nachdenken zu animieren oder gar zu schockieren.

Doch leider kann ich keine dieser Möglichkeiten in der Novelle genutzt finden.

Stattdessen wird im Großen und Ganzen immer wieder die selbe Handlung (welche will ich nicht verraten, um nicht gänzlich die Spannung zu nehmen!)auf 139 Seiten ins Unendliche gezogen.

Man kann zwar sagen, dass die Gegenüberstellung des Dionysischen und des Apollinischen Kunsprinzips den Leser immer wieder aufhorchen lässt, doch ist es eher ein Aufwecken aus einem vor Langegeweile entstandenen Halbschlaf.

Hinzu kommt noch ein Schreibstil, der zwar außergewöhnlich, jedoch nicht immer außergewöhnlich gut lesbar ist. Schachtelsätze in der Länge eines dermaßen überladenen Güterzuges stellen eine große Herausforderung -natürlich nicht immer negativ- für das Leseverständnis des Lesers dar.

Doch letztlich kommt man nicht an dem Aspekt des Weltruhms, den Thomas Mann mit der Novelle erlangt hat, vorbei, was bedeutet, dass auch schlechte Werke gelesen werden wollen.
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