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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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4,1 von 5 Sternen
Der Untertan: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 3. August 2014
Ich war sehr gespannt auf das Hörbuch „Der Untertan“ - aus zweierlei Gründen: gehört doch dieser Roman von Heinrich Mann (trotz quälender Pflichtlektüre in der Schule) zu meinen Lieblingsbüchern und die Verfilmung von Wolfgang Staudte begeisterte mich ebenso. Und nun ein dritter Grund: gehört doch Hans Korte zu meinen absoluten Lieblingssprechern.

Der Inhalt bzw. die Handlung dieses 1914 „zwei Monate vor Ausbruch des Krieges" been-deten Romans dürfte hinlänglich bekannt sein. Daher hier nur eine Kurzfassung: Diederich Heßling, Sohn eines kleinen Papierfabrikanten, wächst auf, studiert und geht zu den Korpsstudenten, dient und geht zu den Drückebergern, macht seinen Doktor, übernimmt die väterliche Fabrik, dann heiratet er reich und zeugt Kinder.

Damit charakterisiert Heinrich Mann aber nicht nur den Spießer und Machtmenschen Heßling sondern auch den deutschen Kaiser. Diederich Heßling ist einer der kleinen Könige, der Prototyp des Deutschen, damals wie heute - getreu dem kaiserlichen Vorbild: Herrscher und Untertan - nach oben buckeln und nach unten treten. Diederich Heßling bedient alle Klischees vom guten preußischen Untertan.

Verkörperte in einem der gelungensten deutschen Spielfilme der Nachkriegszeit (1951) noch der bravouriöse Werner Peters den sado-masochistischen Heßling, gibt nun Hans Korte mit seiner markanten Stimme den beiden Charaktereigenschaften des Untertans Heßling Ausdruck. Hans Korte ist der ideale Vorleser für diese Polit-Satire von Weltrang. Also letztendlich ein tolles Dreigestirn: Roman, Film und Hörbuch.

Die vollständige Lesung ist auf 13 Audio-CDs verteilt (Gesamtlaufzeit 16 h 11 min). Um den Wiedereinstieg zu erleichtern, wurde ca. alle fünf Minuten ein Track gesetzt. Das Booklet bringt eine Würdigung (Rezension) des Romans von Kurt Tucholsky (als Ignaz Wrobel) in der „Weltbühne“ (1919), der das gesellschaftskritische Werk als „Herbarium des deutschen Mannes“ lobt: „Hier ist er ganz: in seiner Sucht zu befehlen und zu gehorchen, in seiner Rohheit und in seiner Religiosität, in seiner Erfolgsanbeterei und seiner namenlosen Zivilfeigheit."
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am 12. Juni 2016
Sehr gutes Buch. Hat meiner Tochter im Deutsch Unterricht 12. klasse bei der Interpretation wesentlich geholfen. Unbedingt weiter zu empfehlen.
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am 22. Juni 2013
Muss man zwar gelesen haben, aber es fällt ab im Vergleich zu anderen Mann-Büchern. Dennoch durchaus lesenswert. Die homoerotische Tendenz ist unverkennbar.
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am 29. September 2011
ich kenne das Buch aus meiner Schulzeit. Mich hat als Schüler das Buch durchaus interessiert, da ich mich auch für Politik und Geschichte interessiert habe. Mich hat vor allem die Aussage des Buches interessiert (die allerdings für Schüler zugegebenermaßen heutzutage ziemlich schwer zu begreifen ist. AUch ich habe sie zunächst nur ansatzweise verstanden). Aber auch den Stil fand ich nicht schlecht.

Der Autor hat sich als politischer Autor verstanden, der mit seinen Romanen später vor allem politische Aussagen treffen wollte; daher stehen "Klassische Romanthemen" bei ihm nicht im Vordergrund. Stattdessen muss man sich mit den zeitlichen Umständen der Romanentstehung bei diesem Autor vorher auseinandersetzen. Ohne das Verständnis von Geschichte und Politik zu Zeiten des Autors kann man das Buch jedenfalls definitiv nciht verstehen, und wird es unbegreiflich oder langweilig finden!

Das Buch war damals ein Verkaufserfolg. Und das ist es - in kleinerem Rahmen - sogar bis heute geblieben.
Grund dafür ist die gute Betrachtung der Zustände der damaligen Zeit, der deutschen kaiserzeit. Der Autor hat diese, seine Zeit und die politischen und gesellschaftlichen Zustände darin gehasst, was unmissverständlich auch aus diesem Buch hervorgeht. Er war kein Monarchist. Entsprechend dazu lasen vor allem überzeugte "progressive Demokraten", aber natürlich auch SOzialisten Mann's Buch wie eine Bibel.
Zwar sind die Zeiten der Schilderung längst vorbei. Doch heute wird das Buch vor allem als gelungenes Zeugnis der Zeit damals gelesen; denn der Autor hat diese Zeit sehr treffend charakterisiert, wenn er auch hauptsächlich das Negative dieser Gesellschaft in seinen Büchern beschreibt. Die Tatsache aber, dass auch diese Zustände, die der Autor in seinen Romanen so treffend beschreibt, zum 1. WEltkrieg (evtl. auch zum 2. Weltkrieg) beigetragen haben, bestätigen die Kritik des Autors zu diesen Verhältnissen im Nachhinein. Der Leser kann sich davon selber überzeugen.

Das Buch ist eine SATIRE. Das heißt, der Autor wollte gewisse Personen/ Zustände bewusst übertrieben darstellen, um bestimmte Züge von Menschen/ Überzeugungen/ Zuständen lächerlich zu machen, bzw. als fragwürdig darzustellen.
Seine Hauptfigur ist ein Mensch, den der Autor versucht psychologisch richtig, realistisch zu "zeichnen"; also mit Familienhintergrund, usw. Schon von Kindesbeinen an wird er von Tyrannen verschiedenster Couleur gedrillt, und weil er es versteht sich anzupassen, macht er in diesen Verhältnissen auch Karriere. Er besteht das Gymnasium, findet Anschluss in die höhere Gesellschaft, studiert erfolgreich. Schließlich macht er auch politisch Karriere. Die ständige Anpassung an die Verhältnisse zum ZWeck der eigenen Karriere und Machterweiterung führen später dazu, dass er seinem großen Idol, dem mächtigen Kaiser Wilhelm II., sich auch äußerlich angleicht. Auf diese Weise kommt er immer weiter,durch ständige Anpassung, durch Opportunismus, durch Unterordnung unter die jeweiligen Autoritäten. Sobald er in "höhere Kreise" aufgestiegen ist, genießt diese Figur seine neue Macht; fortan tritt er nach unten, in Richtung Untergebene, kann sich als Autorität gegenüber diesen Mesnchen ausleben.

Der Autor hat seine Verachtung über diesen opportunistischen Menschenschlag mit diesem Roman zeigen wollen, der im Kaiser- Deutschland häufig zu finden war. Der Autor tritt ganz klar eher für "echte" Demokraten ein, auch für Sozialisten oder Anarchisten. Doch auch diese werden im Roman karikiert.
Nichtsdestotrotz wurde der Autor später zum SOZIALISTEN (bei der Abfassung des Romans war er hingegen noch liberaler DEMOKRAT), der später freiwillig in die DDR übersiedelte (nachdem er in der NS- Zeit verfolgt wurde, und ins Exil gehen musste), wo er den Vorsitz über die staatliche Dichtergesellschaft fortan führte, er also (wie auch z.B. brecht) dort Karriere machte!

Wenn man die Absicht des Autors durchschaut hat, ist es einfach, den Roman zu verstehen, zumindest seine Zentralaussage. Es ist ganz klar ein politisches Buch, mit klarer politischer Aussage. Um diese politischen Aussagen herum, wird die Geschichte konstruiert, die Personen gruppiert, der Faden gesponnen.

Kritiker des Romans werfen dem Autor zu große politische Einseitigkeit vor. Auch wären die Charaktere nicht gut genug gezeichnet. Ferner käm der klassische "Unterhaltungswert" des BUches zu kurz. Auch wäre die Aussage nicht klar.
Man muss sich auch für Politik interessieren, und für die Zeitproblematik, wenn man dieses Buch mögen will; Freunde des "klassischen", weitgehend unpolitischen Romans werden dieses Buch nicht besonders lieben können! Es ist auch kein Roman, der nur unterhalten will.

Aber die Geschichte hat dem Autor und seinem Roman auf erschreckende WEise Recht gegeben (am Ende gibt es Anspielungen auf Krieg!); denn das Kaiserreich begann ja tatsächlich einen (äußerst brutalen) Krieg, den 1. Weltkrieg, den die "wilhelminische Gesellschaft" und der Militarismus und die autoritären Strukturen, die der Autor immer so sehr kritisierte, erst ermöglichte.

Die Absicht des Autors, erfolgreich gegen diese Zustände der ihm verhassten Gesellschaft und des Kaiserreiches, mit Literatur anzukämpfen, hat er allerdings damit trotz seiner enormen Anstrengungen als Autor nicht erreichen können!

Nichtsdestotrotz: Das Buch (und sein Autor) verdient Respekt durch seine kluge Beobachtung und seine WEitsicht in politischen Dingen!
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am 3. März 2000
This is an epic, sweeping novel about a chap named Hans Castorp who travels to a health sanitarium on a mountain to visit his cousin. To his horror, he discovers that he has tuberculosis, and his stay is lengthened from a few weeks to seven years.
Over the course of his sojourn in the mountains, he meets sundry fascinating personages & ponders philosophy, history, art, literature, politics, death and just about every other intellectual topic there is.
One of the many strengths of this book is its character development. There are many magnificent personas which Mann brings to life under his pen. They range from eccentric doctors to off-the-wall acadamecians to one really hilarious character who can seemingly do nothing and still make me laugh.
In an essay Mann wrote, he described the book as something akin to a grail quest for Castorp. That, I think, is the closest one can come to saying what this book is "about." I often debate with myself whether the conclusion is deus ex machina, but will probably have to read it a few more times before I decide for sure. In any case, this book is an intellectual mountain to climb......and one may even find some magic there as well.
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am 20. Mai 2000
I was 15 years old when I read Mann's 'Magic Mountain' for the first time. And have gone back to it (or at least re-read certain passages of it) uncounted times since. Years ago I decided it would be the one book to take to the infamous deserted island with me if I had to pick only one book. And although the reasons for this choice have changed since, the choice itself hasn't. Why? Because with 'Magic Mountain' Mann has compiled a huge amount of information (and controversial information, for that matter) and an ecclectic variety of subjects: Mathematics, Medicine, Astronomy, Physics, Politics, Astrology, Psychology, Literature, History, Theatre, you name it. Thus, the story line - actually quite thin and simplistic itself - is merely serving as a bracket to hold this immense collections of man's opinions and knowledge together; and thus, btw, the opinion of one of the Amazon.com reviewers saying that the novel is BORING is rendered completely irrelevant --- boring it can only be to somebody who has no interest whatsoever in Modern Man, his failures and his praises. When I moved from Germany to California, I bought a second edition of the book, in English, in addition to my German one --- because the German one was simply so used that it had started to fall apart...
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am 14. Februar 2000
When my book club chose to read Magic Mountain, I had absolutely no idea what it was about. Being a fan of science fiction and fantasy, I guess my interpretation is a bit off the beaten track. After the first couple hundred pages, I thought that perhaps it was a "Haunted House" story, that the sanitorium was exerting some evil influence on the characters. It took me a while to figure out that it was really a fairy tale, one of those stories in which hapless mortals fall into a fairy ring and stay to dance the night away, and afterwards discover that a hundred years have passed in the real world.
Last month my whole family got the flu, and we were all in bed for almost a month. Just as with the folks encamped on Magic Mountain, time just seems to stand still as all attention is focused inward, and the real world and its responsibilities just seem to disappear.
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am 14. November 1998
Yes, Germany produced the Nazis, but they also produced Thomas Mann and Rainer Werner Fassbinder, and for that, I'm ALMOST ready to forgive them. The Magic Mountain, which unfortunately and distractingly shares its title with a major amusement park in Southern California, is an embarrassment of intellectual and poetic riches, a book whose every rift is loaded with ore, and quite simply the best and most teeming novel of ideas ever written. Compared to Mann's masterpiece, War and Peace is like the soap that runs down the crack of your butt in the shower. To put none too fine a point upon it.
Here's the problem: it MUST be read twice. This is according to the author's own edict, as well as mine. When, over half a century ago, Mann asked those who bought his novel to read it twice, everyone thought he was on his own Magic Mountain. At first, so did I. How thin was the air up there that he could ask such a thing? Certainly some pinnacle of hubris had been reached. For God's sake, the book has over 700 pages of microscopically small print, requires intense concentration and is, let's face it, a little bit on the boring side. It's not the kind of thing you'd wanna take to the beach with you, let's put it that way.
Customarily the author is the last person who should be trusted on the subject of his own work, but, in this case, Mann was absolutely right. It's not that Magic Mountain is so mind-boggling that it doesn't sink in the first time, but... -- well, actually that's exactly what it is. This novel is simply too DENSE to have any kind of impact on the first reading. If you're like me, you'll find yourself rushing, treating the book as a challenge to be overcome ( or a Mountain to be climbed ), rather than an immersive and all-consuming experience. This will get you nowhere. Ideally, this book isn't to be read so much as lived through, and at a carefully calibrated pace.
Mann made a big stink over the "symphonic" structure of Magic Mountain. That was just a fancy way of saying that it's about time. And it is, more so than Wordsworth, even more so than Proust -- not only is the book about time, but the structure and even the prose is designed to mirror the hero's shifting sense of time as it slips from his grasp. Every section, every chapter has a different tempo and a different rhythm. What Mann does is revolutionary -- he forces you to reassess and think out the seemingly simple and instinctive process of reading. For that reason, and many more, it's not for everybody. But those who do commit themselves to the challenge -- not once, but twice -- will find their own lives illuminated in a million subtle ways.
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am 1. November 2016
Wenn man Thomas Mann mag, ist es sicherlich eine empfehlenswerte Novelle. Sie beinhaltet viel, worüber man nachdenken kann, für mich war der Text aber alles in Allem zu wenig greifbar. Er liest sich ein bisschen wie ein Delirium, aber wem viel an Poetik und inneren Empfindungen liegt, sollte die Novelle durchaus gefallen.
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am 30. Juli 2016
Thomas Mann ist für mich nicht einfach zu lesen und zu verstehen.Aber das liegt natürlich an mir, nicht an dem Autor.
Der Roman von Thomas Mann DER ERWÄHLTE liegt erstmal zum überdenken und dann weiterlesen.Vielleicht gehts
mal besser.
Das Buch kam schnell pünktlich und in sehr guten Zustand, und das für wenig Geld.
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