AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17 Sale70 Sale70w Sale70m Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT BundesligaLive Mehr dazu Shop Kindle

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
3
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. August 2017
Günter de Bruyn, Jahrgang 1926, ein Germanist und wahrer "Homme de Lettre", der dichterische Werke herausgegeben, aber auch selbst verfasst hat, legte 1993 diesen heute noch vertriebenen Essay in 7 Kapiteln über Landschaften, Geschichte und Literaturgeschichte der Gegend rund um Berlin vor. Es war weder sein erstes noch sein letztes Werk über dieses Thema. Zu diesem Zeitpunkt steht das Werk unter dem Eindruck der ersten Nachwendezeit, nostalgisch bebildert mit großen Schwarz-Weiß-Fotos.

Inzwischen sind schon wieder 25 Jahre vergangen, Jahre, in denen Gebäude und Straßen saniert worden sind, so dass das Buch ein wenig "aus der Zeit gefallen" zu sein scheint. Das Land strahlt heute kaum noch dieses Flair dichter Baumalleen und Häuser im Dornröschenschlaf aus, das in diesem Buch festgehalten ist. De Bruyn fürchtete schon 1993, dass sich Brandenburg bald verändern würde, weil es dem Druck des wachsenden Berlin nicht standhalten würde. Ganz so schnell ging es dann doch nicht. Heute aber geht von Berlin erneut ein starker Wachstumsdruck aus.

In den einzelnen Kapiteln wird das Land, geprägt von märkischer Heide und märkischen Sand, beschrieben, das bis in die Zeit der Romantik einfach nur als öde galt, bis dann das Interesse an dieser Landschaft erwachte. "Zu Kaisers Zeiten", als Fontane die Gegend bereiste, veränderte sich das Bild, und was früher einfach nur öde war, galt jetzt als schön. Ein Vorläufer dieses Meinungsumschwungs war Pastor Schmidt von Werneuchen, der 1796 von Goethe parodiert wurde, weil er ein wenig schlicht über das Landleben dichtete. Bruyn widmet ihm ein Kapitel seines Essays, ebenso wie Friedrich de la Motte Fouqué. Bruyn hat die Werke des letzteren herausgegeben, und so wird er wissen, was er schreibt, wenn er behauptet, von diesem seien heute nur noch das "Galgenmännchen" und die "Undine" genießbar.

Die beiden abschließenden Kapitel schließlich befassen sich mit Fontane, und zwar sowohl mit dem der Reisebeschreibungen, in diesem Fall der "Wanderungen durch die Mark Brandenburg", als auch mit dem der Romane. Sein letzter mit dem Titel "Stechlin" (1897) bezeichnet sowohl einen großen und stillen See in der Landschaft nördlich von Berlin als auch einen märkischen Junker gleichen Namens, den von Fontane geschaffenen Hauptcharakter dieses Romans. Der Stechlin-See liegt im Havelland, weitere Landschaften bei Fontane, auf die de Bruyn genauer eingeht, sind das Spreeland südöstlich von Berlin und der Oderbruch.

Als Reiseführer eignet sich das Buch "Mein Brandenburg" nur sehr begrenzt. Es enthält zwar ein Orts- und Namensregister, beschreibt aber nicht die einzelnen Orte, wie es für einen Reiseführer wichtig wäre. Dafür lernt man viel über politische, literarische und kulturelle Geschichte. Außerdem hält das Buch einen geschichtlichen Moment fest, in dem die Zeit in den letzten Jahren der DDR förmlich geronnen ist. Das ist für den Leser von heute das Reizvolle an diesem Buch, wofür man dann auf Reflexionen der Entwicklung seit 1993 bewusst verzichtet. Ich bewerte das Buch mit 4 Sternen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2012
Im Hinweistext heißt es: "Günter de Bruyns Buch [Mein Brandenburg] ist ein Porträt der Landschaft und der Kultur Brandenburgs." Für mich liest es sich als Liebeserklärung.

Die Fotos sind schwarz-weiß und, soweit ich es einschätzen kann, teilweise lange vor dem Fall der Mauer aufgenommen. Die Fotografin Barbara Klemm ist Jahrgang 1939.

Das Buch ist 1993 erschienen. Es ist kein Reiseführer (enthält aber Orts- und Personenregister), sondern ein Märker erzählt von seiner Heimat, der Mark Brandenburg.

Genau das macht für mich den Reiz des Buches aus und zieht mich in seinen Bann. So empfand ich während des Lesens warme Gefühle für die märkische Landschaft: märkische Heide, märkischer Sand, trockene Wälder. Dabei bin ich Thüringer, und Wälder sind für mich kühl und feucht und bergig, nicht warm und trocken und flach.

Der Autor ist ausgebildeter Bibliothekar. Entsprechend gründlich hat er Fakten gesammelt und unaufgeregt vorgetragen.

Die meisten Märker fühlen sich übrigens nicht als Berliner und unterscheiden sich wohltuend von ihnen.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2013
Das Buch hat meine Erwartungen mehr als erfüllt, wenn dies möglich ist. Es ist fast peinlich, ein so wunderbares Buch zu einem solchen Preis zu kaufen. Buch und Verpackung perfekt!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken