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Kundenrezensionen

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am 25. August 1999
Bei DEM gesellschaftlichen Grossereignis in Österreich kommt es zur Katastophe: bei einem Giftgasanschlag werden alle Gäste getötet. Die österreichische Regierung ist ausgelöscht - ebenso wie die High Society. Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt Haslinger die Hintergründe des Anschlags auf: Der Ingenieur, der Journalist, die Hausfrau, der Revierinspektor und der Fabrikant. Letzterer hat gewisse Ähnlichkeit mit Herrn Lugner, einem Wiener Geschäftsmann, der sich immer wieder gerne in den Schlagzeilen findet. Besondern "schmerzhaft" empfand ich die Geschichte des Ingenieur, der den Anschlag durchgeführt hat. Er ist ein ganz normaler Österreicher, der keine rechtsradikale Einstellung hat aber sich doch von Gastarbeitern und Ausländern in seinem mittelständischen Leben bedroht fühlt. Minutiös wird beschrieben, wie er in eine rechtsradikale Gruppe hineinrutscht. Er ist davon begeistert, dass er wieder "echte Freunde" gefunden hat, die ihn verstehen. Man kann nachvollziehen, was den Mann bis zu dem Zeitpunkt bewegt an dem er die Gasflaschen öffnet: ein tiefer Blick in die österreichische Seele, der weh tut! Fazit: ein spannungsgeladener Polit-Thiller, der möglicherweise für österreichische Leser noch besser funktioniert, da Orte, Personen und Geisteshaltungen bekannt sind. Ausserdem finden sich im Buch einige Anspielungen auf reale Personen (wie eben Ing. Richard Lugner oder Dr. Jörg Haider). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 22. Februar 2001
Ich hab das Buch gelesen und war von der Geschichte, der Detailliebe des Autors und der Aktualität des Buches so sehr begeistert, daß ich mir auch den Film ansehen mußte. Auf den Film hätte ich besser verzichtet, das Buch hingegen war ein wahrer Genuß. Durch meine Erlebnisse in Wien mit Ausländerfeindlichkeit - meist von Gruppen, die weder direkten noch indirekten Kontakt zur angefeindeten Gruppe haben - befürchtete ich anfangs eine billige, oberflächliche Auseinandersetzung des Autors mit dem Thema. Ganz das Gegenteil ist der Fall - es erfolgt eine äußerst subtile, in sich schlüssige Behandlung des Themas. Lest und ihr werdet genauso begeistert sein wie ich.
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am 22. August 2006
Ein Mann verliert seinen Sohn. Er sieht ihm beim Sterben zu. Nicht unmittelbar, sondern auf einem Bildschirm. Eigentlich hat er die Aufgabe, den alljährlich in Wien stattfindenden Opernball zu filmen. Kurt Fraser heißt der Mann, er ist Journalist bei einem Privatsender und sitzt im Übertragungswagen, während sein Sohn im Inneren des Opernhauses eine Kamera bedient. Er sieht die Gäste des Balls tanzen und im nächsten Augenblick ringen sie nach Luft, erbrechen sich, sterben. Ein Anschlag mit Giftgas; aber das kann der Leser zu diesem Zeitpunkt nur ahnen. Während die Gedanken des Privatmanns Fraser bei seinem Sohn sind, von dem er nur weiß, dass er sich im Gebäude befindet, muss er als Journalist auf Sendung bleiben. Allein wie Haslinger diese Szene aus der Sicht der Hauptperson schildert, wie er den Konflikt zwischen Privatperson und Journalist zeichnet, ist eine Spitzenleistung.

Aber es geht ja noch weiter. Ohne weitere Erklärung wird die Erzählung unterbrochen und es folgen Kapitel, die überschrieben sind "Der Ingenieur. Erstes Band", "Fritz Amon, Revierinspektor. Erstes Band", "Richard Schmidleitner, Fabrikant" usw. Erst nach und nach versteht der Leser, das Prinzip. Es handelt sich um Tonbänder, die Fraser im Lauf seiner Recherche aufgenommen hat. Er will verstehen, wie es zu diesem Anschlag mit Hunderten von Toten gekommen ist. Seine Recherchen führen ihn auf die Spur einer rechtsradikalen Terrororganisation, die von einem jungen Mann angeführt wird, der sich selbst "Der Geringste" nennt und von seinen Anhängern wie ein Messias verehrt wird. In der Tat vermischt "der Geringste" religiöse Ideen vom Reich Gottes und Erlösung mit der anderen Idee des "Dritten Reichs" und der Reinheit der Rasse. Das Bindeglied ist ein Mönch des Mittelalters, Joachim von Fiore, der tatsächlich vom "Dritten Reich" gesprochen, dabei aber an ein kommendes Reich Gottes gedacht hat.

Aber das Unheimlichste ist womöglich, dass man sich dieses Szenario einigermaßen plausibel vorstellen kann. Jedenfalls nach dem 11. September, dem Tag, an dem ein paar islamische Fanatiker zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers lenkten. Ich vermute, dass dieses Ereignis Haslinger zu seinem Buch inspiriert hat. Der Anschlag auf den Opernball, den er schildert, hat vielleicht nicht ganz die Dimension dieses Geschehens - damals wurde schließlich eine Weltmacht angegriffen und aufs Äußerste in Frage gestellt - aber das Grauen, das wir damals empfanden, stellt sich hier durchaus ein. Nur dass es in diesem Roman keine Muslime sind, die ein Fanal setzen, sondern "Christen", wenn man diese Leute denn so bezeichnen will. Sie jedenfalls sehen sich selbst so, und die Symbolik, die sie verwenden, ist die von Jesus und seinen Jüngern. Insofern gibt es hier durchaus eine Parallele zu den Muslimen, die mit ihren Bomben Zeichen setzen wollen. "Harmageddon" nennen die Terroristen in Haslingers Buch ihren Anschlag, nach einem Begriff aus der Offenbarung des Johannes für die endgültige Schlacht Gottes gegen das Böse.

Eine schreckliche Vorstellung. Rechtsradikale, die die "Reinheit der Rasse" wieder herstellen wollen, kapern den christlichen Glauben für ihre Zwecke. Es scheint wie ein Spiegelbild dessen, was momentan von islamischen Fundamentalisten angerichtet wird, die sich auf einen Glauben beziehen, der vermutlich mit ihren Ideen nichts zu tun hat. Vorstellen kann man sich jedenfalls, dass eines Tages so etwas, wie das hier geschilderte passiert, und dass es Menschen sind, die christliches Gedankengut als ihre Legitimation missbrauchen.

Ein grandioses Buch. Ein Buch über die globalisierte Welt, über den Terror und die Frage, aus welchen Motiven Menschen zu Terroristen werden, über den Missbrauch der Religion und schließlich auch über den Nährboden, auf dem das alles wächst. Dieses Buch ist viel mehr als nur ein gut geschriebener Kriminalroman. Es ist eins der besten Bücher, die ich seit langer Zeit gelesen habe.
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am 6. August 2007
Der Opernball, an Dekadenz kaum zu überbieten, doch von denen, die darauf tanzen heißgeliebt. Kein Wunder, daß er zum Zielobjekt eines terroristischen Anschlags wird. Lange vor 9/11 wird hier an einem Sinnbild westlicher Kultur ein Fanal entzündet. Nur daß es niemand aus dem Nahen Osten war. Als Haslinger die Geschichte schrieb, befanden wir uns noch nicht im Kampf der Kulturen, wenigstens nicht auf sichtbarer Ebene. Haslinger entwirft ein faszinierendes Porträt von Haß, Verblendung, Wut und Ohnmacht. Er begeht dabei nicht den Fehler, sich als Autor allzu sehr auf eine der Seiten zu schlagen.

Nüchtern, teilweise sich wie durch Fakten bewegend, schreibt er seine Poesie des Realen, des Unabänderlichen. Du siehst zwei Züge aufeinander zurasen, und du kannst nichts dagegen tun. Eine visionäre Geschichte, deren politische Gegenwart in unserer Zeit zu einer Verschärfung der Gesetze führt, deren Sentenz allerdings besagt, wenn einer wirklich einen Anschlag will, ist er kaum aufzuhalten.
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am 8. April 2000
Ein Hoch auf Kakanien.Wien tanzt, speit und stirbt. Allem Gegrantel zum Trotz, es gibt ihn, den großen deutschsprachigen Roman, zeitlos u n d aktuell, der den Leser von Anfang bis zum bitteren Ende in seinen Bann schlägt, das Grauen und Fürchten lehrt und ihn zugleich entzückt. Soviel literarische Meisterschaft gilt es zu entdecken, soviel Sprach- und soziale Kompetenz. Eines der besten Bücher der letzten Jahre, also lesen, lesen lesen! Und vielleicht, nach dem dritten oder vierten Mal (?), erschließt sich der/m Bemühten ja doch noch der wahre Täter(kreis)!?
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am 13. Mai 2014
Die Darstellung sowohl einer rechtsextremen Verschwörung als auch der teilweise zweifelhaften Rolle der (elektronischen) Medien ist auch 20 Jahre nach Erscheinen des Buches immer noch aktuell. Sprachlich und stilistisch bleibt Haslinger dabei auf unvergleichbar höherem Niveau als "normale" Thriller-Autoren. Meines Erachtens verzettelt er sich allerdings bei der Vielzahl der gewählten Randthemen, wie Drogensucht des Sohnes des Protagonisten, Beschreibungen des Arbeitsmilieus eines Polizisten, Fabrikanten mit Familie auf Bällen etc. Auch die kontinuierliche Änderung der Erzählperspektiven durch Verwendung der Interviewtechnik, die meines Erachtens doch zu einheitliche und damit nicht authentische Sprechweise der Interviewten sowie das doch eher banale Finale des Buches hinterlassen bei mir aber einen fahlen Beigeschmack. Fazit: Ein gutes Buch, das besser hätte geschrieben werden können!
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am 20. August 1999
Der Wiener Opernball ist ein gesellschaftliches Großereignis, bei dem allerlei Prominenz aus Politik, Kultur und Wirtschaft versammelt ist. Eine kleine Gruppe Rechtsradikaler erhofft sich von einem Giftgasanschlag auf den Ball öffentliche Aufmerksamkeit für ihre verworrenen Ideen und diese Hoffnungen werden mehr als erfüllt. Ein Privatsender überträgt den Opernball live und Millionen von Menschen vor den Fernsehern schauen zu wie Aberhunderte von Gästen qualvoll sterben. Der Journalist, der für die Übertragung verantwortlich ist, sieht den Massenmord auf zwanzig Bildschirmen gleichzeitig. Unter all den Toten ist auch sein Sohn. Nach dem ersten Schmerz macht er sich auf die Suche nach den Hintergründen des Anschlags.
Der Autor Josef Haslinger schildert die Ereignisse aus verschiedener Sicht: neben dem Journalisten kommen Überlebende des Anschlags zu Wort, ein Mitglied der Terrorgruppe, ein Polizist. Auf diese Weise nähert sich der Leser der Wahrheit aus unterschiedlichen Richtungen, die alle auf ihre Art faszinierend sind. So schildert etwa ein Ingenieur, wie er dem charismatischen Anführer der Terroristen mehr und mehr verfällt und dessen paranoides Weltbild übernimmt. Haslinger verknüpft in seinem Roman virtuos hohe Spannung mit Medien- und Gesellschaftskritik: die Macht des Fernsehens, der Zwiespalt zwischen individueller Freiheit und Sicherheit. OPERNBALL ist ein intelligenter und engagierter Thriller, eines dieser Bücher, die man vor dem Ende nur schweren Herzens zur Seite legen mag. Richten Sie sich also auf ein paar kurze Nächte ein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 14. Juli 1999
Josef Haslinger beschreibt in seinem Roman "Opernball" einen Terroranschlag, der auf den Wiener Opernball verübt wird. Ein interessantes Thema, der internationale Terrorismus und die rechte Szene in Österreich. Trotzdem ist es nicht nur das Thema das Faszination ausübt. Auch die von Haslinger sehr geschickt gewählte Form der Darstellung hat es in sich. Man sieht sich zunächst einem Zeitungsartikel gegenüber, eher untypisch für einen Roman. Danach stürzt man sich ins Geschehen, aber nicht direkt sondern nur vermittelt über die Berichte von Beteiligten oder Beobachtern, die zu Wort kommen, nachdem die eigentliche Handlung abgeschlossen ist. Es ist also eine Art "oral history", mündliche Überlieferung des Geschehenen, man könnte auch an Zeugenaussagen denken. Dabei springt Haslinger dann auch immer wieder vom einen zum anderen Thema, je nach Erzähler. Dazwischen sind Passagen eingestreut, in denen scheinbar niemand berichtet oder erzählt, um die Handlung, die natürlich auch stattfindet, voran zu bringen. Durch diese Mischung ist Haslinger ein sehr gelungenes Stück Krimi (oder ist es ein Politthriller?) gelungen, das spannend bleibt und nach dem Sehen der Verfilmung lesenswert bleibt, denn der alte Grundsatz hat sich auch da wieder bewahrheitet: Filme von Büchern sind immer nur halb so gut wie das Buch und umgekehrt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 18. September 2002
...hat dieser fesselnde Roman in diesen Tagen religiösen Fanatismus und Ressentiments gegen Fremde wahrlich genug gewonnen, so dass man leicht die eigentliche Botschaft übersieht: Haslinger zieht schamlos den Gullydeckel weg, der über dem schauerlichen Abgrund "normaler" menschlicher Seelen ruht, und schildert deren zunehmende Rechtfertigung von Gewalt bis hin zum Terror. Ähnlich erschreckt in ihrem analytischen Blick auf die Bestie Mensch hat mich zuletzt nur Saramagos "Stadt der Blinden".
Nur einige der aktuellen Bezüge sind spezifisch österreichisch. Der beherrschende Einfluss der Medien, Industrielobbyismus sowie rechtsradikales Gedankengut in den Reihen der Polizei sind in Deutschland ebenso präsent. Gerade die Geschichte der Hauptperson, des Journalisten, öffnet die Augen für die Rolle der Medien in unserer Demokratie. Ein zutiefst bitteres, aber nie selbstgerechtes Buch.
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am 16. Mai 2013
Ein Roman, der von vielen Seiten empfohlen wurde, der sich fast schon auf Weltliteratur-Niveau bewegen soll. Ein Buch, das mich neugierig gemacht hat. Ein Roman, der sich mit einem fiktiven, rechtsradikalen Anschlag auf den Wiener Opernball beschäftigt. Und ein Roman, der sich für mich sehr zäh las und der mich schlussendlich enttäuscht hat.

Zum Buch:

Nach einem Terroranschlag auf den Wiener Opernball, der tausende Opfer forderte, recherchiert der Journalist Kurt Fraser die Hintergründe. Sein eigener Sohn kam dabei vor laufenden Kameras ums Leben. Kurt Fraser befragt einige Teilnehmer des Balles, die jeweils ihre eigene Geschichte haben. Dabei kommt er der rechtsradikalen "Bewegung der Entschlossenen" auf die Spur. In Interviews und Hintergrundberichten spürt er den Gründen für den Anschlag nach.

Aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet Haslinger über die aktuelle Medienlandschaft Österreichs. Er blendet in den Nationalsozialismus zurück, nimmt Bezug auf die Bürgerkriege in der Golfregion oder in Bosnien und beschreibt die aktuelle Kriegsberichterstattung. Haslinger gibt Einblicke in das journalistische Alltagsgeschäft, in die Medienlandschaft, die sich sensationslüstern mit Ausländerfeindlichkeit, Rechtsradikalismus und Aufnahmeritualen auseinandersetzt. Er versucht, die Funktionsweise von Gruppen und deren Dynamik aufzuzeigen und welche Rolle die Entwicklung und die Wirkung von Charisma einzelner Personen dabei spielen.

An dieser Aufzählung zeigt sich bereits die Fülle an Perspektiven und Geschichten des Romans. Und meiner Meinung nach gibt es davon zu viele. Zumal sie nicht immer etwas mit der Geschichte zu tun haben. Auch wenn diese Sichtweisen deutlich machen, dass historische Geschehnisse vielerlei Ursachen haben, trägt diese Vielfalt zum Zerfasern des Buches bei. Die vielen Sprünge haben mich eher verwirrt.

Seine Stärken hat der Roman, wenn über das Verhältnis Kurt Frasers zu seinem Sohn berichtet wird. Wie Eltern an ihren eigenen Erwartungen scheitern und ihre Karrieren, auch materiell bedingt, in den Vordergrund stellen. Hier bekommen die Schilderungen eine Eindringlichkeit, die ich mir auch vom Rest des Romans gewünscht hätte. Brutale Schilderungen und das unterkühlte Aufzeigen von Persönlichkeitsentwicklungen reichen da nicht mehr aus.

Sprachlich bewegt sich der Roman auf durchweg hohem Niveau. Eindringliche Passagen wechseln sich mit vielfältigen, sprachlichen Änderungen und in weiten Teilen einer dokumentarischen Form ab.
Insgesamt war es mir aber zu viel. An manchen Stellen empfand ich es gar als intellektuelle Bemühtheit. Ich kann in den Lobgesang also nicht mit einstimmen.

Josef Haslinger, 1955 in Österreich geboren, studierte u.a. Philosophie und Germanistik. Als Herausgeber einer Zeitschrift oder im Rahmen seines vielfältigen Engagements in Menschenrechtsorganisationen oder als Dozent beschäftigte er sich immer wieder mit historischen Bezügen und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart. Seit 2013 ist Haslinger Präsident des PEN.
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