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Kundenrezensionen

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am 26. Oktober 1999
Wilber bietet hier schlicht eine schlüssige Integration aller menschlichen Wissensgebiete: Physik und bildende Kunst, Psychotherapie und Religion, Entwicklungspsychologie und Philosophie, Biologie und Politik, Soziologie und Medizin; von Buddha bis Freud, von Kant bis Habermas, von Plotin bis Marx - alle finden ihren Platz. Hybris? Urteilen Sie selbst! Dieser gewaltige Ansatz kann erschrecken, und wer sich schon einmal an zeitgenössischen Philosophen die Zähne ausgebissen hat, der wird sich so schnell keine weiteren Staubfänger ins Bücherregal stellen, nur um die Partygäste zu beeindrucken. Doch dieses Taschenbuch für zwanzig Mark eignet sich nicht als Prestigeobjekt: Durch mehrmaliges Lesen wird es schnell zerfleddern, denn im Gegensatz zu seinen Kollegen will Ken Wilber auch verstanden werden. Man muß also kein Akademiker sein, um dieses 400seitige Interview zu verstehen. Es ist eine leichtverdauliche Kurzversion seines Hauptwerkes "Eros, Kosmos, Logos". Wilber hat sie aus dem Kopf geschrieben - seine Prämisse lautete: "Was ich nachschlagen muß, kommt nicht rein." Wer dieses Buch gelesen hat, wird schnell zum Wilber-Anhänger und steht bei dreizehn weiteren Titeln vor der Frage, welchen er sich als nächstes bestellen soll. Ich empfehle: "Mut und Gnade" sowie "Wissenschaft und Religion".
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am 20. September 2001
Dieses Buch bietet - als fiktives Interview geschrieben - eine allgemeinverständliche Zusammenschau von Wilbers zentralen Erkenntnissen, zu denen er im Laufe seiner Arbeit als Wissenschaftler gelangt ist.
Wie der große Bruder "Eros, Kosmos, Logos" ist es der universellste, zutreffendste und integrativste Fahrplan der menschlichen Evolution in allen Bereichen (innerlich-individuell, innerlich-kollektiv, äußerlich-individuell und äußerlich-kollektiv - Wilbers "Vier Quadranten", ein weiteres originelles und überaus wirksames wissenschaftliches Meta-Werkzeug), der mir bekannt ist.
Wollen Sie die neuen Systemwissenschaften oder die Möglichkeiten und Begrenzungen postmoderner Theorie verstehen? Kein Problem, Wilber erklärt beides - und noch viel mehr - überzeugend und verständlich auf wenigen Seiten, ohne dabei unwissenschaftlich vorzugehen.
"Eine kurze Geschichte ..." ist für mich ein unschätzbares Buch, das ich immer und immer wieder zur Hand nehme, sowohl zu Studienzwecken als auch zur Beantwortung alltäglicher Fragen.
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am 14. Juni 2005
Wer sich für Wissenschaft und Spiritualität interessiert, der kommt an Ken Wilber kaum vorbei. Leider ist sein Hauptwerk "Eros, Kosmos, Logos" nur schwer zugänglich. Das vorliegende Buch "Eine kurze Geschichte des Kosmos" schafft hier Abhilfe. In Form eines Interviews geschrieben entwirft Wilber ein umfassendes Bild seiner Philosophie und ordnet bestehende Theorien in sein Gesamtbild ein.
Gut erklärt ist Wilbers Theorie der Holons und der vier Quadranten, auch die Ebenen des Bewusstseins mit ihren Übergängen (Drehpunkten) bis hin zum transpersonalen Bereich sind hervorragend herausgearbeitet.
Das Buch ist die beste Grundlage zum Verständnis von Wilbers Werk und Denken, ich kann es nur empfehlen!
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Es fiel mir zunächst schwer, genau auf den Punkt zu bringen, was ich an Ken Wilbers integraler Philosophie so neuartig, erfrischend und fundiert empfand - aber ich habe es schließlich doch auf einen Nenner bringen können; Schon vor einiger Zeit hatte ich Rosenbergs Buch über "Gewaltfreie Kommunikation" gelesen. Die Einsichten dieser Kommunikations- und Kontemplationstechnik hatten mich zu dem Schluss geführt, dass hinter allen, auch den ungeliebten, Gefühlen schlichte und gänzlich legitime Bedürfnisse stehen, dass also jedes Gefühl eine Mitteilung enthält, die hörenswert und akzeptierbar ist.
Wenn dies für die innere Welt des Menschen zutrifft, für seine tausendundein inneren Stimmen, warum dann nicht auch für öffentliche Debatten und philosophische Auseinandersetzungen? Durch Wilbers System kam ich zu dem Schluss, dass nahezu alle Ideologien, Philosophien, Denkschulen einen Aspekt der Wahrheit erfassen, den man herausschälen und würdigen kann - ob sie nun konservativ oder links sind, materialistisch oder metaphysisch...
Wilbers Koordinatensystem gibt uns ein ordnendes Werkzeug an die Hand, in das wir alle bislang bestehenden Ideengebäude einordnen können - vorausgesetzt natürlich, dass wir mit Wilber übereinstimmen, dass es der letzte Zweck der menschlichen Existenz ist, uns spirituell weiterzuentwickeln und dass von diesem Zweck alle Sinnstiftung ausgeht. Wer diese Prämisse nicht akzeptiert, an dem muss Wilber vorbeireden.
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am 13. September 2000
Ken Wilber gelingt es, eine Art Grammatik des Mikro- und Makrokosmos zu entwickeln, die mir in dieser Klarheit noch von keinem Autor der philosophischen Champions League bekannt ist. Die Konsequenz und Logik der Gedanken Wilbers, aber auch seine herzliche Art allem Lebendigen gegenüber, zeichnen ihn nicht nur als großen Denker, sondern auch als grosse Seele aus. Es lohnt sich die kurze Geschichte des Kosmos zu lesen, an Freunde weiterzugeben und mit ihnen über das Buch zu diskutieren. Es können lange, tiefe und schöne Gespräche werden.
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am 2. Februar 2009
Das vorliegende Werk stellt eine locker aufbereitete Zusammenfassung von Wilbers Magnus Opum "Eros Kosmos Logos" dar. In Form eines fiktiven Interviews skizziert Wilber die Grundzüge seines Holonkonzepts sowie der Quadranten-, Ebenen-, Zustands- und z.T. der Typendimension seines integralen Ansatzes (sein sog. "integraler Ansatz" unterscheidet zudem noch die Liniendimension, die in diesem Werk zu kurz kommt). Darüber hinaus werden wesentliche Aspekte aus seiner Interpretation der Geschichte des Denkens (z.B. die Entwicklung von "auf"- und "abwärtsspirituellen" Strömungen) sowie seiner Kritik an zeitgenössischen Perspektiven (v.a. aus der Moderne und Postmoderne) offenbar.

Obwohl dieses Buch nicht mehr den aktuellsten Stand von Wilbers Theoriebildung wiedergibt - dieses Buch spiegelt die Anfänge von "Phase IV" seines Schaffens wider, der gegenwärtige Stand ist aber schon auf "Phase V" - dürfte es unverzichtbar für den Einstieg in seine komplexe Gedankenwelt sein. Um sich also mit Wilbers integralem Ansatz vertraut zu machen, empfiehlt es sich mit m.E. diesem Buch anzufangen und dann mit weiterführenden Werken wie "Integrale Psychologie" (Anwendung des Ansatzes auf den Bereich der Psychologie), "Eros Kosmos Logos" (detaillierterer Einblick in Wilber IV), "Ganzheitlich Handeln" (allgemeine praxeologische Weiterführung von "Eine kurze Geschichte des Kosmos") u.a. fortzufahren. Andere einführende Perspektiven geben seine eher persönlichen Werke "Mut und Gnade" und "Einfach Das".

Man sollte sich aber nichts vormachen: Obwohl sich dieses Werk, auf Grund seiner lockeren Erzählform, von den meisten seiner anderen Werke abhebt, stellt es tatsächlich eine extrem komprimierte Zusammenfassung wesentlicher (bei Weitem nicht aller) Grundzüge seiner "Theorie von Allem" dar. Aus meiner Erfahrung ist das geballte Wissen, das sich in diesem Buch offenbart, alles andere als "leicht verdaulich".
Man mag geteilter Meinung über Wilbers Ansatz sein (und an Kritik mangelt es z.Z. nicht). Wer sich aber ernsthaft mit den großen Zusammenhängen des Kosmos' - Gott, Erkenntnis, Wissenschaft vs. Religion etc. - befassen möchte, kommt nicht an Wilbers Ansatz vorbei! Hierzu bietet das vorliegende Werk einen sehr guten - wenn nicht den z.Z. besten - Einstieg.
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am 10. April 2015
Habe das Buch empfohlen bekommen als das non-plus-ultra moderner Weltsicht. Die einleitenden Abschnitte sind faszinierend und zeugen von einem sorgfältigen "Hinter"denker. Da aber, wo er beginnt sein eigentliches Weltbild aufzubauen, wird es enttäuschend, weil er Dinge als unbestreitbare Wahrheiten darstellt, die weiter nichts sind als Spekulationen. Schon an anderer Stelle wurde seine Spekulationen zu Sprüngen in der Evolution angegriffen, und die sind für seinen gesamten Denkaufbau fundamental, obwohl sie wissenschaftlich keineswegs unbestreitbar sind, im Gegenteil. Beispielsweise die Behauptung, es könne bei der Entwicklung der Flügels keine Zwischenstufen gegeben haben, ist unsinnig, denn einige dieser Zwischenstufen haben sich ja sogar über Jahrmillionen erhalten. Dass die meisten Zwischenstufen nicht erhalten blieben, ist auch nicht verwunderlich, denn es bleibt ohnehin nur ein winziger Bruchteil der evolutionären Stufen erhalten oder in Versteinerungen nachweisbar.
Da auf diesen Spekulationen aber sein ganzer Aufbau beruht, ist die Freude beim weiteren Lesen sehr beeinträchtigt.
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am 11. Juni 2000
Wilber bietet hier schlicht eine schlüssige Integration aller menschlichen Wissensgebiete: Physik und bildende Kunst, Psychotherapie und Religion, Entwicklungspsychologie und Philosophie, Biologie und Politik, Soziologie und Medizin; von Buddha bis Freud, von Kant bis Habermas, von Plotin bis Marx - alle finden ihren Platz. Hybris? Urteilen Sie selbst! Dieser gewaltige Ansatz kann erschrecken, und wer sich schon einmal an zeitgenössischen Philosophen die Zähne ausgebissen hat, der wird sich so schnell keine weiteren Staubfänger ins Bücherregal stellen, nur um die Partygäste zu beeindrucken. Doch dieses Taschenbuch eignet sich nicht als Prestigeobjekt: Durch mehrmaliges Lesen wird es schnell zerfleddern, denn im Gegensatz zu seinen Kollegen will Ken Wilber auch verstanden werden. Man muss also kein Akademiker sein, um dieses 400-seitige Interview zu verstehen. Es ist eine leicht verdauliche Kurzversion seines Hauptwerkes „Eros, Kosmos, Logos". Wilber hat sie aus dem Kopf geschrieben - seine Prämisse lautete: „Was ich nachschlagen muss, kommt nicht rein. Wer dieses Buch gelesen hat, wird schnell zum Wilber-Anhänger und steht bei dreizehn weiteren Titeln vor der Frage, welchen er sich als Nächstes bestellen soll. Ich empfehle: „Mut und Gnade" sowie „Wissenschaft und Religion".
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am 2. Juli 2011
Ken Wilber besticht in diesem Buch mit leicht verständlichen Aussagen, die aber die gesamte persönliche Weltansicht ins Wanken geraten lassen. Wilbers Aufteilung der Welt in Holons, die sowohl ein Ganzes als auch ein Teil von etwas sind, war für mich während des Lesens so nachvollziehbar, dass ich dem nahezu selbstverständlich zustimmte. Das faszinierendste an Ken Wilber aber ist meiner Meinung nach, wie umfangreich und allumfassend er seine Grundideen weiterentwickelt hat: Er verbindet dabei Themen wie Menschheitsgeschichte, Soziologie, Psychologie, Biologie, Physik, Religion uvm. mit einer Leichtigkeit miteinander, dass man das Gefühl bekommt, mit diesem nicht zu dickem Buch eine kurze Geschichte von "Allem" lesen zu können. Als wäre dies - wie der Titel des Buches verspricht - wirklich eine Zusammenfassung der Geschichte des Kosmos.
Während des Lesens ergibt irgendwie alles einen Sinn, jedes Rädchen passt in das andere - keine Wissenschaft oder Theorie hat unrecht, sondern beschreibt nur einen kleinen Teil des Ganzen! Als hätte Wilber wirklich die "Universalformel" gefunden.
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am 18. August 2012
Es war wichtig für mich dieses Werk direkt nach dem aufwühlenden "Haben und Sein" von Erich Fromm zu lesen, da sich wieder eine gewisse Negativität in mir breit machte. Viele Politiker, Menschen und viele Dinge sind so schlecht.....
Deshalb mit meinen eigene Worten ein paar Gedanken des Buches. Es gibt auf eine Frage mehrere Antworten. Der Bewusstseinswandel wird sich vollführen ob mit oder ohne einigen von uns. Wie soll sich ein Bewusstsein zum guten ändern ohne das wir alle Schattenseiten unserer Kulturen kennengelernt haben. Aus was entsteht Bewusstsein. Viele von uns haben den Krieg und das Morden so satt, ebenso wie viele andere Dinge. Aber es gehört zu dieser Zeit und diese wird weitergehen wie sie es schon immer getan hat und auch wir mussten viele Opfer bringen. Wie soll sich unser Bewusstsein entwickeln wenn wir nicht jeden Tag alle Nachrichten ,die kleinen und die großen in uns aufnehmen.
Als kleines Beispiel hatte ich eine nette Idee.
Nach all den riesigen Enttäuschungen des Lebens, dem Hass, dem Stress, den Menschen die uns furchtbar aufregen. Den vielen Rechnungen die wir aus dem Briefkasten holen. Dem Gedankenkino das uns an den Rand des Wahnsinns oder in den Burnout treibt.Nach allem Leid, Krankheit oder Schmerz. Wenn uns dies alles nicht verbittert hat und uns stattdessen zu einem "besseren" Menschen gemacht hat voller Mitgefühl, Liebe und Erkenntnis und wir nur noch "Sein" wollen und nicht mehr haben. Dann ertönt plötzlich eine mächtige, dunkle Stimme:" Sofort stop an alle und alles anhalten, jetzt hat ers kapiert." Und alles löst sich auf. Wie in der" Truman Show".
Schön alles so zu sehen. Aber vielleicht habe ich es morgen schon vergessen.
Nur einer von vielen Ansätzen dieses Buches. Schon genial auf welche Ideen man kommt, wenn man sich Zeit nimmt, oder besser auch nicht ?
Noch ein kleiner Auszug: " Wenn man natürlich hieran nicht interessiert ist, wenn einem nicht daran gelegen ist , seine eigenen Tiefen zu verstehen, dann ist man mit einem Antidepressivum allein sehr gut bedient.
Alles ist ein Teil von ihnen. Fragen sie Apollo Astronauten, schreibt Ken Wilber. (Meine Tip dazu: Der Overview Effekt)
Leider ist das Buch von 1997, eine Zeit in der meine Welt noch ganz in Ordnung war. Mich würde interessieren wie Ken Wilber über die jetzige Zeit denkt, in der die Ganze Welt auf Sinnessuche ist. Oder man denkt es ist alles in Ordnung und dabei laufen nur ständige Notfallprogramme in unseren Gehirnen ab. Bei mir wahrscheinlich auch.
In diesem Sinne. Eine Empfehlung...
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