Hier klicken MSS Hier klicken Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle DepecheMode longss17

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
10
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
8
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Als ich auf dem Buchrücken las: „Man muß schon auf Kafkas „Prozess"- oder „Schloß"-Parabeln zurückgehen, um einen Vergleich für diese intensive Darstellung der existentiellen Situation eines identitätslosen Menschen in einer fremden Umwelt zu finden.", habe ich an eine Übertreibung des Kritikers der Frankfurter Rundschau geglaubt. Aber es stimmt. Nicht nur aufgrund des Namens (K.) der Hauptfigur, sondern insbesondere durch den sehr charakteristischen Schreibstil drängen sich Vergleiche mit Kafka auf. Das Buch ist eine Mischung aus dem „Schloß" oder „Amerika" und Thomas Manns Roman „Der Erwählte". Zum Teil verändert sich die Welt um Michael K. in Sekunden (beispielsweise bezeichnet er einen Fremden, der ihm von seinem Kuchen abgibt, innerhalb Minuten als "seinen Freund"), andererseits vegetiert er über Monate in einem Erdloch, ohne nennenswerte Nahrung, ohne Kontakte, ohne erwähnenswerte Beschäftigung.
Ein verstörendes Werk, faszinierend in der Sprache, das auch einen guten Einblick in die Welt Südafrikas vor dem Ende der Apartheid gibt. (Ich war gerade in SA, und die früheren Umstände sind fast nicht mehr vorstellbar.)
Nach dem Lesen von Coetzees "Schande" konnte ich mir noch kein Urteil bilden, ob er den Nobelpreis 2003 verdientermaßen erhielt (soweit ich überhaupt so anmaßend sein darf, dies zu beurteilen). Nach "Leben und Zeit des Michael K." bin ich persönlich sehr wohl der Meinung, daß nach Imre Kertecz zum zweitenmal hintereinander ein Autor völlig verdient diesen renommierten Preis erhalten hat. ich werde Coetzee weiterhin lesen.
0Kommentar| 41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2008
J. M. Coetzee entführt den Leser in seinem parabelhaften Roman "Leben und Zeit des Michael K." in ein von Krieg gebeuteltes und anarchistisches Kapstadt (wobei die Kaphalbinsel hier symbolisch für ganz Südafrika ist), ein Horrorszenario, in dem auf den Straßen geplündert und geschossen wird. Die Regierung führt einen "Krieg", der jeden betrifft, dessen Grund (bzw. Motivation) aber offensichtlich niemand verstehen kann. Michael K., der sympathische, vaterlose Antiheld, der in einem Heim aufgewachsen ist, der fast identitätslos und wurzellos ist, der die Welt nicht verstehen kann und auch nicht verstehen will, der eigentlich nur Gärtner sein will, flieht trotz seiner Apathie, trotz fehlender Leidenschaft, aus reinem Pflichtbewusstsein zuerst mit seiner Mutter, nach ihrem Tod nur noch mit ihrer Asche aufs Land um dort in Ruhe von dem zu leben, was das Land ihm geben kann. Einzig der Wunsch, Gärtner zu sein, scheint ihn zu beflügeln. Er wird von den Behörden schikaniert, in ein Lager gesteckt, aus dem er fliehen kann, bis er als vermeintlicher Helfer einer terroristischen Gruppe verhaftet, aber aufgrund seines schwachen Zustands in ärztliche Behandlung in ein weiteres Lager (hier wird ihm sogar das letzte bisschen Identität genommen, das er noch hat, er wird hier statt Michael K. nur mehr Michaels genannt) kommt. An dieser Stelle wechselt Coetzee die Erzählperspektive und lässt nun den Arzt fast Reporthaft seine Eindrücke schildern. Der letzte, ganz kurze dritte Teil ist dann wieder Michael K. vorbehalten.
Es ist faszinierend, wie einfach und lakonisch J. M. Coetzees Prosa ist, wie genau er mit wenigen Worten sagt, was er sagen will. Ein Roman, der Spuren hinterlässt, der betroffen macht, der sehr lange im Gedächtnis bleibt. Ein Meisterwerk und einer jener seltenen Romane, bei denen die Fünf-Punkte-Wertung eigentlich ungenügend ist...
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 14. April 2016
"Er lüftete das Barett und blinzelte in die Sonne. Alle Regenbogenfarben aus seinen Wimpern schlagend, erfüllte sie den Himmel. Ich bin wie eine Ameise, die nicht weiß, wo ihr Loch ist, dachte er."

Den bewundernden und empfehlenden Worten meiner Vorredner kann ich mich nur anschließen: "Leben und Zeit des Michael K." ist eine verstörende, ungeheure, sinnliche Erfahrung und dennoch kafkaesk, entrückt und dokumentarisch. Das Buch macht einen großen Raum auf und bevölkert ihn mit vielen sehr kleinen Hebungen. Sprachlich ist es ebenfalls nah an Kafka, komprimiert und doch sehr weit langend.

Die Geschichte des Tors K., der einfach nur einen Platz sucht, an dem er seine bloße Existenz weiterführen kann und eine Odyssee in einer Welt voller widersinniger Einrichtungen und Konflikte durchlebt, die er nicht versteht und dessen unübersichtliche Willkür sich gerade aus seinem Blickwinkel überdeutlich herausstellt - sie ist exemplarisch für ein Leben in Südafrika und gleichsam für eine Existenz des Mensch auf Erden. Ein Kunstwerk, ein besonderes!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Januar 2006
Mein erster Roman von Coetzee war "die Schande". Wie genau ich darauf gestoßen bin, daran kann ich mich nicht erinnern. Eins steht jedoch fest, ich bin dem Zufall sehr dankbar, denn er führte mich zu diesem beeindruckenden Autor.
Selbst zwei mal in Südafrika gewesen, erinnere ich mich sehr gut an die riesigen Townships, in denen Menschen auch heute noch - nach dem offiziellen Ende der Apartheid - wie Tiere vegetieren müssen. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Wie schlimm muß es also dem Protagonisten Michael K. tatsächlich ergangen sein? Die wildromantische Schönheit dieses Landes im Hinterkopf vergißt man nur allzu schnell, daß nichts - aber auch gar nichts - ein Heimatgefühl ersetzen kann, wenn es nicht irgend einen Sinn für die Menschen gibt, zu LEBEN. Leben für ein Dach über dem Kopf, einen trockenen Schlafplatz, ein paar Samen in dürrer Erde und
das Gefühl, gebraucht zu werden.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2010
Was für ein Mensch ist Michael K.? Zu Beginn wirkt es so, als wäre er dumm - er kann keine normale Schule besuchen, es reicht gerade für die Arbeit als (Hilfs-)Gärtner. Doch spätestens, als Michael sich in der südafrikanischen Wildnis durchschlägt, habe ich mich gefragt, ob er wirklich so dumm ist - er ist zwar langsam und kann nicht gut mit anderen Menschen, die ihn zu irritieren scheinen. Dafür hat er aber ein Händchen für die Natur, für die Pflanzen und für das Leben in der Einsamkeit.

Gleichzeitig wirkt Michael oft verloren in einer Welt voller wirrer Ereignisse. Der Krieg interessiert ihn nicht, alles was er weiß ist, dass er ihm entfliehen will. Er verfolgt keine langfristigen Ziele, sondern scheint häufig einfach in den Tag hinein zu leben. Das ändert sich, als Michael beginnt, auf der verlassenen Farm Gemüse anzubauen. Er wartet und freut sich darauf, seine Pflanzen wachsen zu sehen. Coetzee schafft es, dem Leser zu vermitteln, wie wichtig Michael K. dieses einsame Leben ist. Wie viel es ihm bedeutet, dort zu sein, auf dieser Farm in der Einöde, bei seinen Pflanzen. Als Michael die Farm für einige Zeit verlassen musste, habe ich deshalb wirklich mitgelitten.

Michael ist ein Sonderling, anders als die meisten Menschen, auf jeden Fall ganz anders als ich. Trotzdem hat er mich unglaublich fasziniert, hat Coetzee es geschafft, mich Michaels Welt aus dessen Augen zu sehen und ihn zu verstehen. Am Schluss des Buches ist auch ein Arzt in einem Krankenhaus, in das der in der Wildnis halb verhungerten Michael aufgenommen wird, auf seltsame Weise von ihm angezogen. Während der Großteil des Buches aus Michaels Sicht erzählt wird, wird er am Ende von dem Arzt von außen beschrieben - eine sehr interessante Wendung, die das Buch meiner Meinung nach zu einem würdigen Abschluss führt.

"Leben und Zeit des Michael K." ist ein fesselndes, bewegendes Buch über einen ungewöhnlichen Menschen in schwierigen Umständen, der versucht, ein für ihn erträgliches Leben zu führen. Coetzee hat mich damit wieder ein Stückchen mehr zu einem Fan seiner Bücher gemacht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2011
Der Bürgerkrieg, der Michaels Leben durcheinanderbringt, wird eigentlich geführt, um Rechte von Minderheiten zu stärken. Dabei schwächt er die Menschlichkeit. Michael ist äußerlich durch eine große Hasenscharte entstellt, arbeitet einsam als Gärtner, als seine Mutter, Bedienstete bei wohlhabenden Leuten nicht mehr kann, und er sie aus der feuchten und regnerischen Gegend wegbringen will. Auf dem Weg stirbt die Mutter, er kommt zufällig an der ' jetzt verfallenen - Farm vorbei, in der seine Mutter lange gedient hat. Allein baut er sich einen Unterschlupf, zieht Kürbisse und Melonen, immer in Furcht vor herummarodierenden Freischärlern und die sie verfolgenden Soldaten. Halb verhungert wird er gefaßt, in ein Lager gesteckt, aus dem er flieht. Später landet er in der Krankenstation eines anderen Lagers, dessen Sanitätsoffizier sich auf seltsame Weise zu diesem 32-jährigen Greis hingezogen fühlt. Aber auch von dort geht Michael wieder weg, um unabhängig und allein zu sein.
Es ist eine Geschichte eines Menschen, der sich - aufgrund seiner mangelnden Bildung und seines Aussehens - von der Welt abkoppelt. Er verweigert sogar die Nahrung dieser Welt, die ihm im Sanatorium aufgedrängt wird und scheint nur das von ihm selbst gezogene Gemüse zu vertragen. Als ihm zum Schluß seiner Geschichte von einigen Menschen am Strand Nahrung und Gesellschaft angeboten wird, flieht er auch von dieser Nächstenliebe. Ein nachdenklich stimmendes Buch über einen Außenseiter. Coetzee versteht es auch in dieser Geschichte, die Brutalität seiner Heimat Südafrika darzustellen. Michael K.: 'Meine Mutter hat ihr ganzes Leben lang gearbeitet. Sie hat anderen Leuten die Fußböden geschrubbt, ihnen das Essen gekocht, ihnen den Abwasch gemacht. Sie hat ihnen die Wäsche gewaschen. Sie hat nach ihnen die Badewanne saubergemacht. Aber als sie alt war und krank, haben sie sie vergessen. Sie haben sie sich aus den Augen geschafft. Als sie gestorben war, haben sie sie ins Feuer geworfen. Sie haben mir einen alten Karton mit Asche gegeben und mir gesagt: 'Hier ist Ihre Mutter, nehmen Sie sie weg, wir können nichts mir ihr anfangen.''
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. August 2013
Hat mich als Leser sehr runtergezogen, deprimiert, gefordert. Mich hat es eher an "Die Straße" von Cormack McCarthy erinnert als an Kafka.

Was ist der Mensch ? Was bleibt übrig, wenn alles, worüber wir uns definieren, wegfällt ? Wenn uns niemand mehr kennt und wir jede Nacht woanders schlafen, ein zusammengebasteltes Dings mit 4 Habseligkeiten hinter uns her ziehen ?

Dann hört auch das auf. Michael K. reduziert und reduziert und reduziert. Essen kann er kaum mehr, aber Gärtnern ist sein Traum.

Der Mensch ist ein Tier oder eine Pflanze oder ein Stein.

Ich finde, gegen diese Geschichte ist Kafka's "Der Prozeß" ein Komödienstadel. Ein Unterschied ist, daß Josef K. viel genommen wird, er von großer Höhe fällt und deswegen bis zuletzt nicht realisiert, was mit ihm geschieht.

Michael K. dagegen hatte noch nie etwas außer von Anfang an schlechte Karten. Ein Kind mit einer Hasenscharte, das von der Mutter verlassen wird.

Die Geschichte des Michael K. ist komplett humorfrei und konzentriert erzählt. Keine surrealen Kapriolen.

Ich hatte hier keinen Kloß im Hals, sondern einen Stein.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In diesem Buch beschreibt Coetzee etwa zwei Jahre in dem elenden Leben des Michael K., eines halb schwachsinnigen armen Teufels aus der untersten sozialen Schicht, eines Schwarzen, (wie man nur vermuten kann). Dazu kommt, dass er auch noch behindert ist, (er hat eine Hasenscharte) und dass er schon über 30 ist, jedoch ganz auf seine Mutter angewiesen wie diese bis zu ihrem Tod auf ihn. Man sieht, Coetzee hat eine Figur dargestellt, wie man sie sich benachteiligter kaum vorstellen kann, und sie in die bürgerkriegsähnlichen Wirren im Südafrika der 70er bis 80er Jahre hineingeworfen, wo sie entsprechend herumgefetzt und –gewirbelt wird, ständig hungernd und am Schluss bis auf die Knochen abgemagert, kaum bei Sinnen und heruntergekommen. Das Überleben dieses Typs grenzt, so formuliert es ein Sanitätsoffizier, der sich in einem Auffanglager einmal um Michael K. kümmert, an ein "Weltwunder" (175).

Aber gerade dieser Geringste nimmt in den Augen des Offiziers in dem Buch dann geradezu messianische Züge an. Michael K. tut etwas, was dem Offizier, in dem wir wohl die Stimme des Autors hören, als Möglichkeit der Errettung aus dem Elend der sogenannten Zivilisation in Südafrika erscheint, (ein Südafrika mit Apartheid, Bürgerkrieg, Verwahrlosung, bürokratisch-roher Verwaltung der Ausgestoßenen in Lagern und Auflösung der Ordnung). Michael bearbeitet nämlich einen "Garten". Fern von aller Zwietracht und allen Grenzen vertraut er auf die Natur und seiner Hände Arbeit, indem er sich auf eine verlassene, vom Krieg zerstörte Farm schleppt, auf der nur noch das Wasserrad funktioniert, und beginnt, wie Robinson zu überleben. Hier findet er sein einziges, kurzes, ständig bedrohtes Glück. Es ist das einzige Mal, dass ihm etwas schmeckt, nämlich die zwei selbst geernteten Melonen und einige Kürbisse. Sonst bekommt ihm – wie Kafkas Hungerkünstler – keine Speise, er verweigert sich gut gemeinter Lagerkost. "Den Lagern bin ich entkommen; vielleicht, wenn ich mich nicht muckse, werde ich auch der Nächstenliebe entkommen." (220).

Coetzees Parteinahme für Michael K. ist stellenweise eine intensive Selbstaussage. Der Sanitätsoffizier – Coetzees Stimme - legt mehr und mehr eine merkwürdige Fixiertheit auf Michael K. an den Tag, er rennt schließlich im übertragenen Sinne hinter dem Nobody her, der sich allem verweigert und verschließt, und möchte von ihm ein Zeichen, dass er ihn richtig verstanden hat: "'Hab' ich recht?' würde ich schreien. 'Hab' ich dich verstanden?'" (204). Aus diesem Pathos heraus ist jedenfalls ein Buch entstanden, das von Coetzees tiefer Verbundenheit mit den benachteiligten Menschen und der Natur Südafrikas zeugt und das den Leser mit seinem realistischen und intensiven Stil in den Bann schlägt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2012
Wieder zurück in der Stadt wo er den Raum, den seine Mutter bewohnte, vollgestopft mit Gerümpel vorfindet denkt er sich aus wie es wäre, wenn er neuerlich aufbrechen würde aufs Land um da zu überleben. Er gelernt zu überleben und nirgends hat man ihn festhalten können, abgemagert ist er, ein wandelndes Skelett.

Michael K. ist äusserlich durch eine Hasenscharte gezeichnet aber auch sein Geist "arbeitet" langsam. In einem Heim für behinderte Kinder lernt er die Grundlagen des Lesens, Schreibens,und Zählens, aber auch Anderes, was ihm schliesslich eine Anstellung als Gärtner einbringt. Seine Mutter bewohnt als Hausangestellte ein Zimmer, an dessen Tür ein Schild mit einem Totenschädel und gekreuzten Knochen zu sehen ist, darunter steht "Gefahr" und man ist nicht erstaunt, dass sie irgendwann ernstahaft erkrankt. Mit ihr zusammen bricht er schliesslich nach Prince Albert auf, aufs Land, wo sie sich erholen könne. Unterwegs stirbt sie und er zieht alleine weiter. Weg von Aufstand, Gewalt, Plünderungen, Schiessereien. Auf einer verlassenen Farm lässt er sich nieder in ständiger Angst entdeckt zu werden. Aber dort verdächtigt man ihn Terroristen zu unterstützen, er wird festgenommen und in ein "Lager" gebracht. Ein Arzt möchte ihn entwischen lassen weil er kein eiserner Mann ist so ein Lager zu führen, weil für Menschen wie Michael K. in dieser Welt kein Platz ist. Immerhin aber hat Michael K. es geschafft die Asche seiner Mutter zur Stätte ihrer Kindheit zu bringen, ist zum ÜBerlebenskünstler geworden. Trotzdem hat er sich nicht wirklich in Sicherheit bringen können, weil seinesgleichen irgendwie überzählig sind.

Ein erschütternder Roman von jenseits der Zivilisation dessen Realitätsgrundlage zweifellos aus dem Leben gegriffen ist. Aus dem Leben in Südafrikas bürgerkriegsähnlichen Wirren wo Macht und Gegenmacht ein blutiges Spiel spielen, Willkür der die Armen der Ärmsten ausgeliefert sind. Unbedingt zu lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. April 2011
Ein freies Leben ohne Geld, dass können wir uns ersehnen
aber nicht leben.
Michael K. verdankt es seiner Behinderung, einer Hasenscharte,
dass er es lernt ausserhalb der Gesellschaft zu leben.
Ganz auf sich gestellt als Gärtner, als "Höhlenmensch.
Doch auch er wird entdeckt und in ein Lager gebracht.
Sehr intensiv,macht Coetzee klar, es gibt für uns alle
kein Entkommen aus den diversen Lagern unserer Gesellschaft,
esgibt kaum noch freie Natur, die uns ernähren könnte
in der wir unerkannt leben könnten.
Big Brother hat uns schon erfaßt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,95 €
9,95 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken