Hier klicken May May May Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
219
4,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Dezember 2016
Diese Textanalyse bietet zu wenig Hintergrundwissen über die geschichtlichen Ereignisse zwischen der französischen Revolution und dem deutschen Kaiserreich, welches 1871 gegründet wurde. Interessant wären Hinweise zur gescheiterten Revolution 1848, zur Rolle Preussens, zu den Hintergründen der Proklamation des deutschen Kaiserreichs und zum Ausbruch des Ersten Weltkrieg gewesen. Auch die Themen Nationalismus und Antisemitismus werden zu wenig ausgeleuchtet. Diese Entwicklungen gingen ja nahtlos über dann später in das dritte Reich von Hitler.
Wenn man diese Stichworte in Wikipedia nachliest, hat man mehr davon, als die Lektüre der Königs Erläuterungen zum Untertan.
Hilfreich ist natürlich die Zusammenfassung des gesamten Inhalts auf wenigen Seiten, und die Auflistung beziehungsweise die Zusammenhänge der handelnden Personen. Dies erleichtert den Überblick gewaltig. Besonders gut gefallen haben mir die Hinweise auf andere Bücher, die zu dieser Zeit geschrieben wurden.
Ich hoffe, jetzt wird klar, dass ich dem Schulalter schon eine Weile entwachsen bin. Aber für Schüler, die sich auf den Unterricht oder das Abitur vorbereiten wollen, ist das Buch sicherlich sehr hilfreich (Musteraufgaben mit Lösungen sind ja dabei). Und alle anderen, die sich eine kleine Zusatzausgabe gut leisten können, sollen sich durch meine Kritik nicht abschrecken lassen. Das Büchlein ist hilfreich, aber ich hätte ein bisschen mehr Tiefgang erwartet.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. April 2017
Also der Versand war super, schnell und sicher. Der Untertan ist ein tolles Buch, aber man muss auch sagen das der Einstieg in das Buch sowie die Handlung nicht immer leicht verständlich war. Jedoch gewöhnt man sich an die Schreibweise von Heinrich Mann.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juni 2016
Sehr gutes Buch. Hat meiner Tochter im Deutsch Unterricht 12. klasse bei der Interpretation wesentlich geholfen. Unbedingt weiter zu empfehlen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. März 2016
Ich habe dieses Buch gekauft, um mit einer Freundin, der dieses Buch zufällig in die Hände fiel. darüber zu diskutieren. Wegen diverser Angelegenheiten, die erledigt werden mussten, bin ich noch nicht zum Lesen gekommen. Ich freue mich aber sehr, dieses seltene Buch zu besitzen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2016
Thomas Mann ist sicher einer der Größten Erzähler deutscher Sprache. Die Erzählung Der Erwählte" rührt an das uralte Problem der Theodizee.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juni 2013
Muss man zwar gelesen haben, aber es fällt ab im Vergleich zu anderen Mann-Büchern. Dennoch durchaus lesenswert. Die homoerotische Tendenz ist unverkennbar.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2016
Thomas Mann ist für mich nicht einfach zu lesen und zu verstehen.Aber das liegt natürlich an mir, nicht an dem Autor.
Der Roman von Thomas Mann DER ERWÄHLTE liegt erstmal zum überdenken und dann weiterlesen.Vielleicht gehts
mal besser.
Das Buch kam schnell pünktlich und in sehr guten Zustand, und das für wenig Geld.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. November 2016
Wenn man Thomas Mann mag, ist es sicherlich eine empfehlenswerte Novelle. Sie beinhaltet viel, worüber man nachdenken kann, für mich war der Text aber alles in Allem zu wenig greifbar. Er liest sich ein bisschen wie ein Delirium, aber wem viel an Poetik und inneren Empfindungen liegt, sollte die Novelle durchaus gefallen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 2. September 2013
In meiner Jugend habe ich (männlich) sie gespürt: die gierigen Blicke gärender alter und junger Männer auf mir, während mein Interesse völlig normal bei Frauen liegt. Zeitlebens habe ich lediglich Indifferenz gespürt, diese Männer haben mir einzig nur eines getan: leid. Unendlich leid. Lästige Annäherungen, widerliche Abwehr. Der Preis von Schönheit sind u.a. Blicke, die sie Aschenbach, das Alter Ego von Thomas Mann, dem Jugendlichen hinterherwirft, seine Gier nur mit dem Preis des Todes beherrschen kann. Ich werde mich mit der schwülstigen Sprache Thomas Manns nie anfreunden können, so oft habe ich probiert, in seinem Werk mehr zu sehen, große Literatur gar, die man ihm doch zu schulden hätte. Über den Umweg der Stimme Matthias Brandts wollte ich es erneut angehen. Die Ergebnisse sind zwiespältig.

Habe versucht, den von Aschenbach bewunderten Jungen als Synonym für Schönheit, für Natur, für Sonne oder was auch immer zu sehen, ein perfektes Lächeln, Unschuld, der Traum von der eigenen Jugend. Zum ersten Mal habe ich diese Annäherungen irgendwie geahnt, ein Sehnen und Verlangen nach Kindheit, nach der gleichen frohen, verspielten Natur wie ihm, vielleicht hat Thomas Mann so etwas nicht gelebt. Obwohl die Stimme von Brandt hervorragend ist, ich kann nichts in dieser Novelle sehen außer Miss-Trauen zu sich selbst, ein Gefühl der Erstarrtheit zu allem, überlagert durch ein Liebesgefühl zum Äußeren, Hohlen. Liebe zur formellen Schönheit ist nichts, Menschwerdung über die Liebe zur Schönheit von Seelen alles. Die Art, wie Hesse z.B. in Peter Camenzind in die Seele des Krüppels eintaucht, der sein Freund wird, wie er die Schönheit der anderen Seele entdeckt, dies besticht durch Echtheit und Klarheit. Thomas Mann dagegen verharrt im Äußeren, unfähig, sich selbst und das Menschsein überhaupt in seiner Tiefe erkennen zu wollen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 4. April 2017
Aus dem umfangreichen Œuvre von Heinrich Mann ist «Der Untertan», neben dem Hauptwerk mit den beiden grandiosen «Henry Quatre» Bänden, sein erfolgreichster Roman. Er wurde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges vollendet, der Vorabdruck, unter anderem im Simplicissimus, fiel jedoch bald der Zensur zum Opfer, erst nach Kriegsende konnte er dann, und zwar gleich in erstaunlich hoher Auflage, veröffentlicht werden. In dieser berühmten Satire nimmt der Autor mit beißender Ironie die Wilhelminische Epoche aufs Korn, eine entlarvende Gesellschaftskritik jener Zeit des widerspruchslosen Obrigkeitsdenkens. Der Roman ist Zeitzeugnis und Lehrstück zugleich, er gehört zweifellos zum Kanon der deutschen Literatur und ist als unterhaltsamer Klassiker auch nach hundert Jahren noch eine empfehlenswerte Lektüre.

Diederich Heßling, Sohn eines Papierfabrikanten in der fiktiven preußischen Provinzstadt Netzig, markiger Student einer schlagenden Verbindung, promovierter Jurist, drückt sich nach seinem Studium erfolgreich um den ungeliebten Militärdienst und übernimmt nach dem Tod des Vaters die Fabrik. Wir erleben als Leser den Aufstieg des rücksichtslosen, aber feigen Opportunisten zu einem angesehenen bourgeoisen Patriarchen, der in der Wahl seiner Mittel nicht zimperlich ist, sich zudem als charakterloser Denunziant erweist. Mit seiner rigiden kaisertreuen Gesinnung jedoch gewinnt er schon bald die Sympathie der konservativen, nationalen Kräfte, macht sich andererseits die Liberalen und Sozialdemokraten zu politischen Feinden. Der unsympathische, ehrlose Protagonist ist tief in politische Ränkespiele mit wechselnden Partnern verstrickt, sucht aus seiner gesellschaftlichen Stellung stets einen materiellen Vorteil zu ziehen, ist durchaus auch korrumpierbar. Sein mit Orden geschmückter politischer Aufstieg findet bei der Einweihungsfeier für ein lang umkämpftes Kaiser Wilhelm Denkmal einen Höhepunkt, als während seiner Festrede ein Unwetter symbolträchtig die Honoratioren in die Flucht treibt, eine Vorahnung drohenden Unheils durch den von verblendeten Patrioten dringend herbeigesehnten Krieg. Auch im Privaten ist Heßling ein bösartiger Tyrann, der sich nicht scheut, beispielsweise dem Vater von Agnes, einer von ihm verführten Jugendfreundin, höhnisch entgegenzuhalten, seine Ehre lasse es nicht zu, ein solcherart «gefallenes» Mädchen zur Mutter seiner Kinder zu machen. Gleiches widerfährt ihm am Ende, nun allerdings mit umgekehrten Vorzeichen, als seine unverheiratete Schwester in genau derselben Situation ist. Seinen ansehnlichen Wohlstand erwirbt er durch reiche Heirat und vermehrt ihn trickreich mit dubiosen Aktiengeschäften, durch die er Andere ungerührt in den Ruin treibt.

Der Autor erzählt seine ereignisreiche Geschichte aus kritischer Distanz in einem sprachlich sehr gefälligen Stil, dem man natürlich die hundert Jahre anmerkt, die seit Erscheinen des Romans vergangen sind. Er karikiert den autoritätsgläubigen Untertanengeist der Epoche auf amüsante Art, sogar Bismarcks «Reichshund» wird da persifliert in einer köstlichen Szene. Ferner bedient er sich eines zahlreichen Figurenensembles, in dem archetypisch viele Charaktere treudeutscher Mannsbilder vertreten sind, vom erzkonservativen Regierungspräsidenten bis zum sozialistischen Werkmeister in Heßlings Fabrik, der später mit seiner heimlichen Hilfe sogar Abgeordneter des Reichstags wird, - alles aus Kalkül, wohlgemerkt.

Heinrich Mann, dessen Kontakte zu seinem deutschnationalen Bruder jahrelang abgebrochen waren, kritisiert in seinem Roman den rückwärts gewandten Ungeist der Bourgeoisie ebenso wie den heuchlerischen Nationalismus und den schnöden Materialismus der Sozialdemokraten. In einer symbolträchtigen Szene am Ende stirbt ein von Heßling in den Ruin getriebener politischer Gegner, Teilnehmer der Deutschen Revolution von 1848, beim völlig unerwartetem Anblick seines Kontrahenten, - der erscheint ihm nun in seiner Todesstunde geradezu als böser Geist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden