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TOP 500 REZENSENTam 3. Februar 2012
"Wir kennen den Sinn des Drachen ebensowenig wie den Sinn des Universums, aber in seinem Bild ist etwas, das der menschlichen Vorstellung entspricht und so erscheint der Drache in verschiedenen Gebieten und zu verschiedenen Zeiten."

Die Welt ist vielfältiger, als man ahnt, wenn man sie langsam einzuteilen beginnt; wenn man ein Kind ist, ist alles voller Wunder und mancher mag glauben, dies ende, wenn man ins Erwachsenenalter und -leben eintritt. Jedoch ist die Welt und alles was ihr entsprungen ist ausreichend, um einen Menschen ein ganzes Leben lang zu faszinieren. Borges zu lesen empfinde ich schon eine Weile als hervorragende Möglichkeit, dies literarisch zu tun. Mit diesem Buch, dass Beiträge zu knapp 100 erdachten, mythologischen oder literarischen Wesen enthält, hat er eine weitere Tür geöffnet, die einem wie immer in Räume voller Möglichkeiten und Wunder zu führen weiß.

Dieses wunderbare Buch taugt gleichsam als Lektüre und Nachschlagewerk. Man kann es durchlesen, kann aber auch speziell seine Neugierde im Bezug auf das chinesische Einhorn, die Sirenen oder das Wesen A Bao A Qu befriedigen. Zusammen mit den Anmerkungen und Borges vielschichtigen Erläuterungen, erfährt man außerdem Anregungen zu vielen anderen Werken und Gebieten von Mythologie, über griechische und skandinavische Sagen, bis zu lateinischen Geschichtsschriften.

Warum hat die Antilope heute 4 Beine? Oder: Warum hatte sie mal mehr?
Woher stammen die Legenden des Phönix?
Schon gewusst - Ein Elefant kündigte die Geburt des Buddha an.
Und Franz Kafka erdachte einige wahrlich einzigartige "Tiere" und Wesen.

Falls man ein Interesse an der Klärung dieser Fragen hat und ein wirklich interessantes, wenn auch sehr vielfältiges, stets kurzweiliges Buch lesen will, dann ist man mit dieser (aber auch einer der beiden anderen: Buch der Träume und Das Buch von Himmel und Hölle) Anthologie von Borges gut beraten. Man wird Schönes, Schreckliches, Ulkiges, Phantastisches vorfinden. Und nebenbei immer wieder von Borges philosophischen und universellen Einschüben fasziniert werden, z.B.: "Für uns ist die Vergangenheit lediglich ein Zeitabschnitt oder eine Reihe von Zeitabschnitten, die einmal gegenwärtig waren und deren man sich nun mit Hilfe des Gedächtnisses oder der Geschichtsschreibung annähernd entsinnen kann. Gedächtnis und Geschichtsschreibung machen diese Abschnitte natürlich zu Teilen der Gegenwart."
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am 1. Oktober 2011
Tiere, die nicht auf der Welt leben, aber geboren wurden von der Vorstellungskraft und ewig leben, finden sich in dieser spannenden Sammlung.

Im Vorwort von "Einhorn, Sphinx und Salamander", beschreibt Jorges Luis Borges (1899-1986), Autor von zahlreichen Kurzgeschichten, phantastischen Geschichten und Gedichten, zusammen mit Margarita Guerrero die Faszination, die ein Kind erlebt, wenn es das erste Mal in einen zoologischen Garten geht. Die Tiere, die das Kind bisher vielleicht nur aus Erzählungen kannte, sieht es nun atmend und zähnefletschend vor sich. Manche Tiere sind behaart, andere nackt mit großen Augen und wie muss sich das Kind fühlen, wenn es nur einen kleinen Teil eines Tieres sieht, das Horn eines Nashorns oder die lauernden Augen eines Flußpferdes? Ist es nicht seine Vorstellungskraft die das Tier komplettiert? Ein Tier, das es zu fürchten gilt. Wären da nicht die Gitterstäbe oder das Panzerglas würde das fremde Tier das Kind in einem verspeisen. Doch die Angst und somit auch die Faszination an dem Unerklärlichen schwindet, wenn die Kinder älter werden, freuen sie sich vielleicht nur noch an dem neugierigen Anblick ihres Sprösslings, wenn es das erste Mal ein wunderliches Tier, wie das Okapi sieht. Den Erwachsenen selber, kann nichts mehr wundern oder erschrecken, er kennt die meisten Tiere aus dem Fernsehen und es gibt gar keine Monster auf der Welt. So verkümmert in der Wirtschaftswelt unsere Vorstellungskraft.
In dem Band "Einhorn, Sphinx und Salamander" nehmen die Autoren den Leser in einen ungewohnten Zoo mit. Er wird bevölkert von Wesen aus dem Reich der Vorstellungskraft, wie der Kraken, Sphinx, Sirenen, die kettenbehaftete Sau, Mondhase, Kami oder der Tintenaffe, der schwarze Tusche trinkt, vertreten. Zusammengesucht aus der Mytholgie, verschiedenster Religionen oder auch aus den Werken von C. S. Lewis und Franz Kafka, beschreiben Borges und Guerrero in knappen aber fesselnden Worten, was über diese Wesen bekannt ist oder die ursprüngliche Textstellen, die die Tiere beschreiben, werden zitiert. "...es bei den Äthiopiern ein Tier gibt, Martichoras genannt, es hat drei Reihen von Zähnen, die sich wie diejenigen eines Kammes ineinanderfügen; Antlitz und Ohren eines Menschen, blaue Augen, scharlachrotes Löwenfell und einen Schwanz, dein in einem Stachel endet, gleich dem eines Skorpions."
Das Buch bietet Erwachsenen die Möglichkeit wieder die Faszination eines Kindes zu erleben und vielleicht sieht manch einer die Welt danach wieder mit anderen Augen.
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am 27. Juli 2014
Sehr gute Klassiker Übersetzung.
Geizt nicht mit Zweisprachigkeit bei den Gedichten und hilfreichen Anmerkungen
und Editorischen Notizen in den Anhängen.
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