Hier klicken Amazon-Fashion Hier klicken Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More WAR Die neuen Geschirrspüler von Bosch und Siemens im Angebot Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFitmitBeat Autorip WS HW16

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
26
3,9 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. Oktober 2014
Das Buch wurde von einem amerikanischen Wirtschaftsjournalisten geschrieben, dem Jeff Bezos offentsichtlich viele Türen geöffnet hat. So ist ein mit Insiderinformationen gespicktes, sehr interessantes Buch entstanden, das Bezos bzw. Amazon selbst ganz sicher nicht schont (zum Teil war ich geschockt über die Härte der Urteile) und einen guten Eindruck von den inneren Abläufen gibt. Besonders die Beschreibung der ersten Jahre fand ich sehr interessant, vielleicht weil das Unternehmen damals noch überschaubar und die Tendenz zu Anfängerfehlern größer war. Allein die Geschichte aus dem Jahr 1999, als Amazon im Weihnachtsgeschäft unbedingt Spielwaren anbieten wollte, aber keine Lieferanten auftun konnte und schließlich einfach dem unmittelbaren Konkurrenten eToys die Lager leer bestellt hat, ist schon grandios. Derartige Geschichten gibt es aus den Anfangsjahren en masse. Die späteren Jahre liefen wesentlich geordneter ab, die grundlegende Aggressivität in den Geschäftspraktiken ist allerdings geblieben, wenn nicht sogar stärker geworden. An der einen oder anderen Stelle kann man schon erkennen, dass die amerikanische Regulierung deutlich liberaler ist als die deutsche und dass entsprechend auch absolute no gos toleriert wurden (wenn etwa kurz vor der Übernahme eines Anbieters für Babywindeln einfach ein ähnliches Angebot durch Amazon aufgezogen wird, das die gleichen Produkte deutlich unter Einstandspreis verkauft und so den letztlich gezahlten Übernahmepreis massiv drückt).

Wer das Buch lesen will, sollte meiner Meinung nach bei halbwegs guten Kenntnissen der englischen Sprache allerdings gleich zum Original greifen. Ich habe das selbst nicht getan, hatte aber an sehr, sehr, sehr vielen Stellen eine Ahnung, was wohl im Original gestanden haben mag. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Übersetzer offenbar oft sehr nah am Original übersetzt hat (zum Teil Wort für Wort). Zudem scheint das Gefühl dafür zu fehlen, was man übersetzen muss und was nicht. Da wird dann etwa der Name des ehemaligen CEOs von Google, Eric Schmidt, allen Ernstes eingedeutscht ("Erich Schmidt" lol), der praktisch auf jeder Seite vorkommende Begriff Executive hingegen nicht einmal einfach mit "Führungskraft" übersetzt. Andere Begriffe, die man im Original stehen lassen könnte, werden schlecht übersetzt (die IT community ist wohl eher keine IT "Kommune"). Eine Absurdität, an die ich mich noch genau erinnern kann: Der Übersetzter versetzt die Mutter von Bezos während ihrer Schwangerschaft in die "zweite Klasse" (hier kann ja wohl nur der zweitletzte Jahrgang vor dem Abschluss der High School gemeint gewesen sein). Ich habe das Buch meist aus Zugfahrten gelesen und mir daher keine großen Notizen gemacht, komme aber rein aus dem Gedächtnis schon auf diese Beispiele. Für einen Verlag wie Campus ist das meiner Meinung nach ein Armutszeugnis.
0Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 27. November 2013
Das Buch “Der Allesverkäufer” startet mit der Schilderung eines Wunderknaben mit “überragendem Intellekt und schmächtigem Wuchs”. Ein aufgeweckter Junge, der mit seinem Erfindungsreichtum die Lehrerschaft begeistert. Der Drang, Neues zu schaffen, bleibt ein Leben lang stetiger Begleiter von Jeff Bezos, dem Amazon-Gründer. Am Ende des spannenden Buches werden Sie Bezos als Getriebenen in Erinnerung behalten. Einen Perfektionisten, für den “gut” grundsätzlich noch zu schlecht ist. Charismatisch, aber auch unverhofft cholerisch, mal inspirierend und dann wieder unergründlich und verschlossen. So skizziert Autor Bard Stone den 25 Milliarden Dollar Mann, der sich alles abverlangt und in der Folge erwartet, “dass die Angestellten rastlos arbeiten, um eine nachhaltige Firma zu schaffen”. Für den “Kommunikation in seinem Unternehmen ein Zeichen dafür ist, dass etwas nicht funktioniert”.

Wirtschaftsjournalist Brad Stone hat über Jahre recherchiert, Amazon-Köpfe und Konkurrenten interviewt, auch mit Bezos selbst gesprochen, um den kometenhaften Aufstieg des weltgrößten Internetkaufhauses in detailgetreuen Episoden nachzuerzählen. Darunter natürlich die Meilensteine bahnbrechender Innovationen, für die Amazon heute steht. Das Empfehlungs- und Bewertungssystem. Die Fähigkeit, Kundenwünsche vorauszusehen. Das glaubhafte Versprechen günstiger zu verkaufen und schneller zu liefern als alle Wettbewerber.

Fazit: “Der Allesverkäufer” ist die faszinierende und auch häufig erschreckende Chronik der katapultartigen Erfolgsstory von Amazon. Spannend erzählt Brad Stone wie Bezos angetreten ist, um die größte virtuelle Ladentheke der Welt aufzubauen.
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Oktober 2013
Amazon und sein Gründer Jeff Bezos haben mittlerweile einen fragwürdigen Ruf, schlechte Arbeitsbedingungen, rüde Methoden gegen Geschäftspartner und Konkurrenten haben im letzten Jahr von sich reden gemacht.

Brad Stone hat einen akribischen Report über Amazons Geschichte und die seines Gründers und Leiters vorgelegt von den ersten Anfängen bis heute. Wer schon immer wissen wollte, warum Amazon so groß wurde, der erfährt es hier. So manches Gerücht widerlegt er - etwa die Behauptung, Jeff Bezos habe Wirtschaft studiert oder sei eine Heuschrecke, eben einer der üblichen neoliberalen Wallstreet Boys. Und das Buch zeigt, dass Amazon nicht aufgrund finsterer Mächte groß wurde, sondern wegen seiner Kundenorientierung.

Kurzfristige Profite interessierten Bezos nie, sein Ziel war es, das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu schaffen und dazu die alten Fesseln des stationären Handels zu sprengen. Diesem Ziel hat er alles untergeordnet. Sowohl die Beziehung zu seinen Untergebenen wie die zu seinen Geldgebern. Große Rendite hat Amazon nie erwirtschaftet, bis zum Platzen der Dotcom Blase fuhr es Verluste ein. Bezos' Mantra: Wenn wir alles für den Kunden tun, wird es auf lange Sicht auch Profit bringen, klingt ein wenig nach Lenins Versprechen: Wenn wir in ferner Zukunft den Sozialismus aufgebaut haben, werden alle Menschen glücklich sein.

Mit Lenin hat Bezos noch einiges anderes gemeinsam. Ihn auf freies Wochenende anzusprechen, wäre so, als hätte ein Bolschewik Lenin gefragt, wieviel bezahlter Urlaub einem Berufsrevolutionär zustehen würde. Beide verlangten von ihren Mitstreiter absolute Hingabe zur Sache. Und wie Lenin entwickelte Bezos seine eigene Wirtschaftstheorie; "Jeffismus" nennen es ehrfürchtig seine Bewunderer.

Anfänglich hatte Amazon das Charisma, das alle neuen Startups auf junge Softwareingenieure haben. Keine starre Firmenhierarchie, offen für neue Ideen, sich ganz und gar dem großen Projekt widmen. Wer fragt da nach vierzig Stunden Woche, was ist ein freies Wochenende gegen das Glückgefühl, wenn das Programm nachts um drei endlich läuft? Natürlich kann so eine Firmenphilosophie nicht für immer aufrecht erhalten werden, um 2005 sollte Amazon deshalb ernsthafte Probleme bekommen. Auch junge Revolutionäre werden älter und dann werden andere Dinge, wie Familie und Freizeit wichtiger. Viele Mitarbeiter verließen Amazon frustriert, doch genügend andere schwärmen immer noch von der Zeit dort.

Von Anfang an konnte Bezos durch seine Ideen Menschen begeistern. Egal ob es die Buchbranche war oder die zahlreichen andern Geschäftsfelder, in denen sich Amazon nach und nach engagierte, immer war das Ziel, alles anders, alles besser zu machen, den Handel zu revolutionieren und die Digitalisierung dazu zu nutzen, effizienter als die Konkurrenz zu werden.

Leser möchten Bücher in der Hand halten und ein Online Buchversand habe deshalb keine Chancen, wurde ihm anfänglich vorgehalten, später in der Dotcom Blase erklärten ihm Harvard Manager, dass er zwar ein netter Mensch sei, aber seine Firma besser an die Buchhandelskette Barnes und Nobles verkaufen solle, denn gegen die geballte Macht der Kette und Bertelsmann hätte er keine Chance. In beiden Fällen bewies er den Skeptikern das Gegenteil. Amazon, damals ein Zwerg, lernte die Riesen das Fürchten.

Weniger bekannt sind Bezos grandiosen Fehlentscheidungen, "Fieberträume", die er nach den ersten Erfolgen entwickelte. Wahllose Aufkäufe von anderen Firmen erwiesen sich später als riesige Fehlinvestitionen, die Anwerbung klassischer Manager, um der Firma nach der Dotcom Blase Amazon zu mehr Profitabilität zu verhelfen, führte zum Konflikt, weil diese sich nicht in die chaotische Welt junger Software-Ingenieure integrieren liessen. Brad Stone führt eine Fülle solcher Beispiele auf. Doch Amazon überstand alle diese Fehlentscheidungen, weil Bezos anders als viele andere Wirtschaftskapitäne schnell hinzulernen konnte und fähig war, seine Strategie neuen Realitäten anzupassen.

Ursprünglich schätzten die Verlage den neuen Vertriebspartner Amazon. Die großen Buchhandelsketten (Barnes & Nobles in den USA, Thalia & Co in Deutschland) setzten den Verlagen die Daumenschrauben an, verlangten hohe Preisnachlässe, da schien der neue Vertriebspartner nur zu willkommen. Für viele kleinere und mittlere Verlage, die nur schwer in die Buchläden kamen, wurde Amazon zum Retter in der Not. Doch als es mächtiger wurde, griff es zu den gleichen Daumenschrauben wie die Ketten und hatte keine Hemmungen, seinen Partner erbarmungslos große Rabatte abzupressen. Zwar war es bestrebt, jedes, aber auch jedes Buch dem Kunden anzubieten. Aber mit dem Vorschlagswesen, das Kunden bei jedem Buch auch andere Bücher anbot, hatte es ein Druckmittel. Diese "Kunden haben auch gekauft"-Listen gaben kleinen Verlagen Chancen, ihre Bücher in die Öffentlichkeit zu rücken. Genau dies setzte das Unternehmen als Druckmittel ein. Entweder die ruinösen Rabatte akzeptieren und weiter in den Listen erscheinen oder eben ohne einen Platz in den Listen und daraufhin erheblich verminderte Verkäufe, das war die Alternative. Die meisten Verlage beugten sich.

So zeigte sich ab ca 2005, dass der alte Satz: "Macht korrumpiert und totale Macht korrumpiert total" auch auf den neuen Softwaregiganten zutrifft. Brand führt eine Fülle von Beispielen auf, wie Amazon seine Marktmacht gegen die Lieferanten ausspielte, um bessere Einkaufsbedingungen zu erzielen und damit gegen die Konkurrenz mit niedrigeren Preisen zu punkten. In der Wahl der rüden Methoden unterschied es sich nicht von anderen Distributoren.

Bezos Philosophie und Unternehmenspolitik (der sogenannte "Jeffismus") wird in dem Buch ausführlich diskutiert. Ebenfalls sein sehr autoritäter Führungsstil. Wie der Apple Gründer Steve Jobs neigt Bezos zu unkontrollierten Wutausbrüchen, wenn irgendein Untergebener seiner Meinung nach nicht optimal gehandelt hat oder seine Ideen zu konventionell für Bezos Geschmack sind. Andererseits kann eine einzige Kundenbeschwerde als Email dazu führen, dass überprüft wird, was falsch gelaufen ist und mit neuen Ideen kann man bei ihm immer punkten. Das Unternehmen hat eine Fülle neuer Ideen und kundenfreundlicher Strategien eingeführt, von Kundenrezensionen, die auch negative Urteile erlauben über kostenlose Lieferung bis hin zu dem Prime Service.

Über das Privatleben Bezos berichtet das Buch wenig, Bezos schottet das auch ziemlich ab. Verglichen mit den anderen Softwaregründern, von Google über Apple bis zu Facebook erscheint er geradezu "normal". Seine unverkennbare Lache, die die einen vor den Kopf stößt, mit der er aber andere für sich einnehmen konnte - unter anderem seine Frau und erste Investoren - scheint das einzig besondere an dem Menschen Bezos zu sein - sieht man von seinen herausragendem Ideenreichtum ab.

Gegenüber dem etwas älteren Buch Ein Klick: Der Aufstieg von Amazon und Jeff Bezos bietet Brands Buch eine sehr viel detaillierte Einsicht, man merkt, dass Brandt sich besser mit Amazon auskennt und weit mehr ehemalige und aktuelle Amazon Mitarbeiter interviewt hat inklusive Jeff Bezos selbst.

Das Buch liest sich leicht, stellenweise wie ein Krimi und bietet eine umfassende Einsicht sowohl in die Struktur der kleinen Software-Startups als auch in die hemdsärmligen Methoden, die heute auf dem Markt herrschen.

Hans Peter Roentgen
11 Kommentar| 46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Januar 2016
Ein sehr (etwas zu) detailliertes Buch zu den Aktivitäten von Jeff Bezos und Amazon bis in das Jahr 2012. Es wimmelt nur so von Bezügen zu Meetings und handelnden Personen und das Buch ist somit sehr glaubwürdig. Es vermittelt fast den Eindruck eines Tagebuchs, man springt häufiger vorwärts und rückwärts. Für mich war allerdings oft nicht mehr nachzuvollziehen, wer eigentlich wer war und warum er was getan hat. Man hätte der Klarheit zur Liebe sicherlich auf viele Details verzichten können. Für die Anzahl an Kernthemen (eigentlich nur „die ultimative Kundensicht von Bezos“) ist der Umfang deutlich zu groß. Aber egal, man kann recht gut nachvollziehen, wie sich Amazon entwickelt hat und welche Praktiken vorherrschen. Die Fokussierung von Jeff Bezos „auf die Zufriedenheit des Kunden“ wird sehr sichtbar, so auch seine individuelle Intelligenz, sein strategisches Denkvermögen, seine Methodenstärke, seine visionäre Kraft und seine außerordentliche Persönlichkeit. Man bewundert zweifelsohne den „Typ“, sicherlich am Ende aber nicht die Methoden von Amazon hinter den Kulissen. Ich hätte gerne noch etwas mehr über die Trickkiste und die Prinzipien des Jeff Bezos gelesen, deutlich mehr als das, was beschrieben wurde, z.B. die „Sechs Grundwerte“ und etwas zu seinen organisations-Prinzipien.
Ein Buch für jeden, der die Denke von Jeff Bezos und Amazon kennenlernen möchte
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juli 2015
In sage und schreibe 20 Jahren hat Jeff Bezos ein Unternehmen zum weltweit größten Online-Versandhandel geschaffen.
Beeindruckt und verwundert angesichts dieses schnellen, riesigen wirtschaftlichen Aufstiegs, hoffte ich im Buch von Brad Stone über Jeff Bezos außerordentliches persönliches Leistungsvermögen zu lesen. Denn unter anderem erkannte Jeff Bezos das unglaublich große, das regelrecht gigantische Potential, was damals das 1989 in den Anfängen steckende World Wide Web (umgangssprachlich heute mit dem Internet gleichgesetzt) in sich barg. Selbst Bill Gates erkannte das nicht bzw. hatte es zu diesem Zeitpunkt unterschätzt.
Allerdings war ich doch ein wenig skeptisch, ob der US-amerikanische Schriftsteller Brad Stone die meines Erachtens fast typisch zu nennende US-amerikanische Mentalität, "erfolgreiche und schwerreiche Macher" größtenteils zu bewundern, außer acht lässt und Jeff Bezos Werdegang unvoreingenommen beschreibt. Wobei die vom Weltgewerkschaftsbund zum "schlechtesten Chef der Welt" gekürte Auswahl sich nicht auf Bezos intellektuelle - und Arbeitsleistungen bezieht, sondern auf die Art und Weise, wie er die Arbeitsbedingungen und -anforderungen in seinem Online-Unternehmen zu gestalten fordert. Hierzu hatte mich die gleich zu Beginn des Buches gemachte Ausführung sehr nachdenklich gemacht: "Wer bei einem Bewerbungsgespräch (als Mitarbeiter für die Leitungsebene bei Amazon) in den 90-er Jahren den Fehler machte, von einer harmonischen Balance zwischen Arbeit und Familienleben zu sprechen, schied schon von vornherein aus."

Mal abgesehen von seinen wahrscheinlich ungewollten spitzen und sarkastischen Schilderungen, dass Bezos mit seinem bellenden Lachen wohl eher die Mitarbeiter zum Fürchten brachte und bringt, als zu erheitern, bleibt mir folgendes Fazit:
Meine anfängliche Vermutung, dass Autor Stone Jeff Bezos Eigenschaften anhand vieler ergötzlicher, interessanter und lebhafter Episoden aus dem wirtschaftlichen Werdegang von Amazon eigentlich nur bewundernd untermalt, war größtenteils zutreffend.
Zusammenfassend sind es diese im Großen und Ganzen:
Ungeheurer Arbeitswillen - naturgegebenes autoritäres Charisma - äußerst ehrgeizig - komplizierte Vorgänge schnell und richtig analysieren - hohe fachliche Kompetenz - rhetorisch äußerst versiert und gewaltiges Durchsetzungs - und Überzeugungsvermögen, um andere von seinen Ideen und Visionen nicht nur beeinflussen, sondern auch begeistern zu können - innovativ denken und kreativ die Zukunft einschätzen - soziale und familiäre Empfindungen den Unternehmenszielen rigoros unterordnen - persönliche Freuden hintenan stellen - Klärung strittiger Fragen sofort an Ort und Stelle konsequent und unnachgiebig durchführen - Rückschläge einstecken, ohne chaotisch oder hektisch zu reagieren. Und vor allem: Immer und immer wieder durch nichts zu erschütternden Optimismus verbreiten. Da bleibt dann letztendlich nur eine Schlussfolgerung: Wer annähernd 80% dieser Eigenschaften besitzt, wird über Führungsqualitäten verfügen, die auf der Karriereleiter sicher steil nach oben führen (Gebrauch der "Ellenbogen" nicht vergessen!).

Alles in allem ein Buch, welches mehr oder weniger den Erfolgsweg von Jeff Bezos verfolgt, jedoch ohne etwas tiefer andere menschliche Qualitäten als die des unternehmerischen Erfolgs zu beleuchten. Sehr intensiv und kenntnisreich wird die Entwicklung des Online-Handels-Riesen mit allen Höhen und Tiefen geschildert, dabei meines Erachtens aber etwas zu sehr in "Namen,Daten, Hintergründe" abschweift.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. März 2014
Das Buch ist eine nett lesbare Anekdotensammlung über den Firmengründer Jeff Bezos.

Die sprachliche Qualität der deutsche Übersetzung ist jedoch je nach Sichtweise nah am Orginal oder einfach nur kaum erträglich.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 6. Januar 2017
Da ich eigentlich ein großer Fan von Amazon bin lag es nahe irgendwann die Biografie vom Erfinder, Jeff Bezos, zu lesen.
Insgesamt ist es auch sehr interessant von den Fakten und den Hintergründen zu erfahren. Leider aber ist das Buch meinem Empfinden nach, dermaßen unstrukturiert bzw. unchronologisch geschrieben sodass es echt mühsam zu lesen ist.

Der Autor, Brad Stone, scheint gut recherchiert zu haben - geht aber auf viele unbedeutende Details ein und springt vor allem zeitlich grob hin und her. Gerade am Anfang ist es für den interessierten Leser schwierig dabei zu bleiben. Ist die Story doch eigentlich sehr abwechslungsreich so wird zuerst Spannung aufgebaut um sie dann gleich wieder mit "unnötigem Wissen" zu vernichten.

In Summe habe ich das Buch erst im 5. Anlauf gelesen. Ein Trauerspiel; wenn man bedenkt das ich sonst andere Bücher, auch mit 800 Seiten und mehr, üblicher Weise gerne in nur kurzer Zeit verschlinge. Solange sie angenehm zu lesen sind.

2 Sterne sind für mich fair; hauptsächlich aufgrund der Möglichkeit mehr über den Hintergrund zu erfahren. Würde es nur um den Schreibstil gehen wäre es definitiv glatt durchgefallen. Ich werde mir den Namen des Autors merken. Aber nur um ihn in Zukunft zu vermeiden. Etwas dergleichen ist mir bisher noch nicht untergekommen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. November 2016
Mein Fazit: "Der Allesverkäufer” die Erfolgsstory von beginn an. Es gab niemanden außer Bezos selbst der am Anfang an seine Idee glaubte. Es wird gut erklärt wie Beizos seinen Willen durchsetzte und wie Amzon heute zu dem wurde was es ist. Was ich anstrengen fand waren dir vielen Namen da die Geschäftsführungen verschiederner Abteilungen immer wieder erstetz wurden, das hemd den Lesefluss.
Ich habe mir vom Buch erwartet hinter die Türen zu Blicken und Bezos Mindset besser erläutert zu bekommen, dies war nicht ganz der Fall.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. November 2015
Der reißerische Titel sollte nicht von dem gut recherchierten Inhalt und der durchgehenden Erzählung ablenken. Viele Interviews und sehr viele Bezüge auf die Praxis in Amazons Alltag - geschrieben von einem Outsider - ergeben ein super Buch für alle Leser, die sich in junge Internet-Unternehmen hineinversetzen zu versuchen. Die teilweise sehr technischen Passagen über die neuen Entwicklungen werden deutlich erklärt und die Sprünge von einzelnen Etappen von Amazons Entwicklung sind durch die vielen Gespräche sehr gut dokumentiert. Lediglich die wirklich sehr miserable Übersetzung ins Deutsche ist ein Kritikpunkt, der nicht übersehen werden kann. Alle in allem eine klare Kaufempfehlung.

P.s. die Dokumentation der Arbeitsatmosphäre mit dem Druck und harten Alltag erscheint wie der Gegenpol zu Tony Hsiehs Buch "Delivering Happiness: A Path to Profits, Passion, and Purpose"
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2016
Im Buch wird die Person Jeff Bezos sowie die Entstehungsgeschichte des Unternehmens „Amazon“ ausführlich beschrieben. Dabei verfolgt der Autor keine leitende These – sondern bleibt durchweg relativ sachlich-neutral. Damit ist das zwar Buch kein „Mega-Thriller“, aber die Geschichte von Bezos und Amazon ist für sich selbst schon spannend genug – wenn man sich als Leser für Firmenstorys aus der Welt der „Digitalen Unternehmen“ interessiert.
Ganz interessant fand ich, dass es scheinbar Parallelen in den Charakterzügen der Persönlichkeiten Jeff Bezos und Steve Jobs gibt…
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden