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Kundenrezensionen

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Natürlich weiß ich, dass dieses Buch in bestimmten Umfeldern ein Kultbuch ist. Das ändert nichts daran, dass ich es in weiten Teilen für ein überflüssiges Buch halte, das an vielen Punkten von falschen (oft veralteten) Voraussetzungen und Paradigmen ausgeht, an den wichtigsten Stellen blinde Flecken hat und bei den brauchbaren Stellen nicht wirklich Neues bringt.

Um was geht's im Buch eigentlich? Kurz gesagt, um ein grafisches Modell, die "Canvas", um das Modell eines Unternehmens in seinen wesentlichen Elementen zu beschreiben. Das Ziel des Buchs besteht darin, Menschen zu unterstützen, ein neues oder ein besseres Modell zu entwickln (was etwas anderes ist als genau dies zu verwirklichen!)

Das wird cool präsentiert, ist aber nichts Neues. Das grafische EFQM-Modell existiert seit über 15 Jahren und ist in weiten Bereichen der Standard zur Beschreibung von Geschäftsmodellen. Das Strategie-Tableau von Hans Bürkle aus dem EKS-Umfeld existiert sogar schon über 30 Jahre.

Ein wesentlicher Vorteil der "Canvas" lässt sich nicht erkennen und gegenüber dem EFQM-Modell fehlen sogar wesentliche Aspekte wie die gesellschaftlichen Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit. Und für meine Vorstellung eines Unternehmens fehlen mir gleich 4 Bereiche: Was ist eigentlich das (emotionale) Motiv des Unternehmers? Welches ist der übergeordnete Sinn des Unternehmens? Welche Kultur und welche Werte soll das Unternehmen vertreten und stärken? Und wo sind eigentlich die Mitarbeiter als Menschen (und nicht nur als Ressourcen)?

Gerade aufgrund dieser blinden Flecken kann man mit der "Canvas" viele Geschäftsmodelle nicht verstehen, ja sogar nicht einmal erkennen. Das Modell des Schindlerhofs (Klasu Kobjoll) z.B. ist damit nicht darstellbar. Dazu gehören witzigerweise selbst im Buch beschriebene Geschäftsmodelle wie die von Apple. Für die Existenzberechtigung von Apple und das Schlüsselmotiv des Ex-Unternehmers, nämlich "eine Delle ins Universum zu machen" gibt es halt kein Kästchen und ohne das bleibt die Dynamik unverstanden...

Was dann eigentlich vom Ansatz her spannend wäre, nämlich die Darstellung exemplarischer Geschäftsmodelle, bringt in der Praxis dann wieder doch nicht so viel. Erstens werden vor allem die Geschäftsmodelle von Amazon, Google & Co dargestellt. Die sind auf kleine Unternehmen aber praktisch nicht übertragbar. Zweitens gibt es dann auch in den Beispielen die oben genannten blinden Flecken. Und drittens kann man für das Hauptproblem jeder Geschäftsmodellentwicklung, nämlich die Verwirklichung, gar nichts lernen. Das Buch beschäftigt sich nämlich nicht damit.

Das Buch basiert letztlich auf den Paradigmen der Design-Schule von Selznick und Chandler (Ende der 50er, Anfang der 60er Jahr. ausführlich dazu in Strategy Safari. Eine Reise durch die Wildnis des strategischen Managements). Die Idee ist, via Gruppen-Brainstorming möglichst viele Designs zu evaluieren, die besten auszuwählen und diese dann umzusetzen. Und allein diese - augenscheinlich so bestechende Idee - hat eine ganze Reihe von Schwachpunkten: Erstens werden die besten Entscheidungen oftmals nicht bei vielen Optionen, sondern bei genau einer Option getroffen (Natürliche Entscheidungsprozesse. Über die "Quellen der Macht", die unsere Entscheidungen lenken.). Zweitens ist das Modell des Brainstorming (aus den 40er Jahren...) aufgrund der Diffusion der Verantwortlichkeiten in Gruppen nachgewiesenermaßen weniger effektiv und weniger kreativ als Einzelarbeit (vgl. dazu Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern, Brian Mullen u.a.). Drittens werden die meisten Ideen nicht deswegen nicht verwirklicht, weil sie schlecht wären, sondern, weil es niemand gibt, der sich voll und ganz dafür einsetzt, diese Idee zum Fliegen zu bringen. Mit anderen Worten: Commitment schlägt Design. Immer! Oder noch anders: "Ein Weg entsteht, indem man ihn geht". Was man braucht, ist eben einen, der diesen Weg geht.

Auf S. 198 im Buch klingt zwar an, was am Gehen hindert: Angst, Unsicherheit, Besitzstände etc. Also Emotionen. Wenn ich wirklich verstehen will, warum manche Ideen zum Erfolg führen und manche nicht, dann komme ich nicht umhin, mir die Emotionen, die in bestimmten Organisationen (oder Unternehmern) zum Zeitpunkt der Business Model Verwirklichung aktiv waren, anzuschauen. Ohne diesen wichtigsten Schlüssel ist das Modell nicht reproduzierbar verwirklichbar.

Zum Schluss: Für alle, die gerade gründen wollen und sich noch nie wirklich mit Strategie und Business Modellen beschäftigt haben, ist das Buch vielleicht zu Beginn brauchbar. Darüber hinaus ist das Meiste unvollständig und setzt auf falschen Paradigmen auf. Bezeichnend ist dann auch: Das Buch wurde von 470 "Strategie-Experten" entwickelt. Ich glaube, ich kenne mich im Bereich Strategie ganz gut aus - aber von den 470 Experten kannte ich keinen einzigen.
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am 6. September 2015
Ich bin Co-Founder eines erfolgreichen Startups und möchte allen Gründern bzw. Gründungsinteressierten da draußen unsere "Startup-Trilogie" empfehlen. Die folgenden drei Bücher stehen in unserer kleinen "Firmenbibliothek" und haben unser Gründungsteam bis heute ständig begleitet, von der frühen Phase des "Wir wollen unbedingt was gründen - nur was nur?" bis hin zur praktischen Umsetzung und dem heutigen operativen Geschäft in der Wachstumsphase.

1. Tom H. Lautenbacher - "Die Entwicklung von Geschäftsideen: Ein Leitfaden zur systematischen Erzeugung, Bewertung und Auswahl von Ideen für neue Geschäftsfelder im Rahmen des Internal Corporate Venturing": Dieses Buch wurde ursprünglich für bereits bestehende Unternehmen geschrieben, die neue Geschäftsfelder aufbauen wollen, allerdings eignet es sich mit ein bisschen Transferleistung durchaus auch bestens für Neugründungen und ist im deutschsprachigen Raum hierfür einzigartig. Das Buch ist für die erste Phase, in der es zunächst darum geht, eine geeignete "Geschäftsidee" zu finden. Es bietet einen praktischen Leitfaden und "Werkzeuge", um systematisch Geschäftsideen zu erzeugen und im Anschluss diese zu bewerten, um so die beste Idee von allen zu erkennen und herauszufiltern. Die mitgelieferte Bewertungsmatrix kann auch gut dazu verwendet werden, bereits vorhandene Geschäftsideen auf ihre Stärken und Schwächen zu durchleuchten und sie ggf. zu modellieren um besser zu werden.

2. Alexander Osterwalder - "Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer" bzw. "Business Model Generation: A Handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers (Englisch)": Osterwalder fokussiert auf das Geschäftsmodell einer vorhandenen Geschäftsidee bzw. eines existierenden Geschäfts. Hat man also eine Idee im ersten Schritt gefunden, kann man anhand dieses Buches ausgezeichnet das Geschäftsmodell dieser Idee visualisieren und verändern, bzw. verschiedene Geschäftsmodell-Versionen für eine Geschäftsidee entwickeln. Wie auch im ersten und im dritten Buch erklärt wird, muss mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Geschäftsmodell im Laufe der Zeit mit zunehmendem Erkenntnisgewinn angepasst/ modelliert werden. Man spricht dabei von "Modellierung" bzw. "Pivoting". Zu all dem eignet sich das von Osterwalder vorgestellte Konzept des "Business Model Canvas" ausgezeichnet.

3. Steve Blank & Bob Dorf - "Das Handbuch für Startups" bzw. "The Startup Owner's Manual: The Step-By-Step Guide for Building a Great Company (Englisch)": Das Buch von Blank und Dorf befasst sich anfangs mit Osterwalders Konzept und geht von dort aus weiter und behandelt den gesamten Startup-Zyklus, insbesondere wie man die nunmehr gefundene Idee und das dazugehörige Geschäftsmodell fortan in ein erfolgreiches Startup verwandelt. Es ist ein Buch, das man immer wieder in jeder Phase zur Hand nimmt, ein ständiger Begleiter in der Startup-Phase, bis zu dem Punkt an dem ein Startup kein Startup mehr ist, sondern ein regulär operierendes, erfolgreiches Unternehmen.

Alle drei Bücher zusammen haben für uns ein schlüssiges und vollkommenes Gesamtkonzept ergeben, welches uns an vielen Stellen im gesamten Startup-Prozess weitergeholfen und Orientierung gegeben hat. Ich hoffe, sie helfen auch Euch bei Euren Gründungsvorhaben! Viel Erfolg!
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am 5. Juli 2015
Anhand des bekannten CANVAS Geschäftsmodells wird einfach verstandlich und gut visualisiert erläutert, wie Geschäftsmodelle im Rahmen einer Strategie-Entwicklung bzw. Strategieüberarbeitung/-änderung eingesetzt können.

Dieses Buch ist ferner ein gutes Beispiel für die hohe Relevanz der Visualisierung im Rahmen der Strategiearbeit und -kommunikation.
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am 3. Februar 2016
Ich bekam das Buch von meinem Doktorvater empfohlen. Ich arbeite seit Jahren als Berater und habe mit strategischen Themen zu tun.
Dieses Buch beinhaltet sehr interessante Aspekte über das Business Modelling. Es verenfacht und veranschalicht verschiedene Aspekte und erlärt sehr gut wie das Modell anzuwenden ist. Die Methode umfasst viele bekannte Methoden und kann diese auf dieses Modell matchen.
Es ist sehr einfach erklärt, so dass es wirklich jeder verstehen kann.
Es ist eine Anleitung für angehende Akademiker, Wissenschaftler, Profis, Selbstständige oder für sonstige geeignet.
Mit dieser Methode wird man wirklich viele Unternehmen und deren Ausrichtungen besser verstehen können.
Ich habe dieses Buch schon vielen empfohlen und finde, dass dies ein MUSS für jeden ist. Jeder der mit Modellierungen zu tun hat, sollte dieses Buch zumindest einmal in der Hand gehabt haben. Klare Kaufempfehlung
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am 30. Dezember 2015
Das Ziel des Handbuchs "Business Model Generation" ist es, dem interessierten Leser einige simple und effektive Methoden für die Entwicklung und Bewertung von Geschäftsmodellen vorzustellen. Interessante/ aktuelle Geschäftsmodelle real-existierender Firmen aus unterschiedlichen Branchen werden auf Basis der vorgestellten Methoden analysiert und bewertet. Bas Buch orientiert sich stark an der Business Model Canvas -Methode und benutzt weitere Techniken, um die Geschäftsmodelle zu überprüfen und zu bewerten.

Zunächst werden die Business Model Canvas und ihre 9 Bausteine definiert. Anschließend werden unterschiedliche Geschäftsmuster mittels der Business Model Canvas präsentiert und bewertet. Weiter geht es dann mit Techniken/ Methoden bspw. für die Ideen- und Szenariofindung an konkreten Beispielen. Abschließend folgen Strategien und Prozess. Als plastische Beispiele zieht das Autorenteam unterschiedliche Geschäftsmodelle weltbekannter Firmen heran.

Man sollte sich von der Aufmachung des Buchs nicht täuschen lassen. Sprachlich auf den Punkt gebracht und grafisch simple aber effektiv führen die Autoren durch das Handbuch. Das sonst aus dem Managementbereich bekannte "um den heißen Brei reden" wird vermieden und man konzentrieren sich auf die wesentlichen Bestandteile einer Unternehmensplanung.

Um eins vorweg zu nehmen, das Handbuch allein wird dem Leser kein wasserdichtes Geschäftsmodell präsentieren. Dies muss man schon selbst erarbeiten und dementsprechend zeit investieren. Am besten klappt dies in einer Runde aus Mitspielern aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Neben dem Gestalten neuer Geschäftsmodelle können mit den vorgestellten Methoden/ Techniken bestehende Geschäftsmodelle analysiert und bewertet werden, um etwaige Schwachstellen zu ermitteln.

Sehr empfehlenswert.
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am 15. Januar 2016
"In diesem bildstarken Buch verraten Visionäre und Praktiker aus der ganzen Welt ihre besten Tipps"
Und genauso ist es. Mein Mann hat es nur so verschlungen. Wer auf der Suche nach Ideen ist, wird hier gut bedient.
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am 1. Juli 2016
Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil wir in der Uni ein Projekt zu datenbasierten Geschäftsmodellen bearbeiten. Dieses Buch hat mir dabei sehr geholfen, weil es das Business Model Canvas und dessen Funktionsweise detailliert beschreibt und außerdem Tipps für das kreative Erarbeiten von Geschäftsmodellen gibt. Dieses Buch kann ich jedem Studenten empfehlen, der sich mit Geschäftsmodellen beschäftigt.
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am 17. Mai 2016
Klar, ich hatte nach dem Hype um das Buch, der Webseite und der Buchvorschau natürlich viele schöne Illustrationen erwartet. Aber dass das Buch wirklich nur ganz wenig an der Oberfläche eines Business Plans kratzt, hat mich enttäuscht (Vor allem bei diesem Preis). Es geht eigentlich mehr darum, wie man eine Idee findet, wenn man sich selbstständig machen möchte. Und dann auch noch um einige Elemente, die natürlich in den Business Plan gehören, aber es wird immer nur angerissen, kein Mensch weiß danach, wie ein Business Plan zu schreiben ist oder wie er seine Planung anstellen soll. Man hat viele schöne Bildchen gemalt, und ist seinem Ziel kaum näher gekommen. Ich habe das Buch beiseite gelegt und meinen Business Plan nach Anleitung aus der Vorlesung an der Uni gemacht :-)
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am 21. August 2011
Alexander Osterwalder und Yves Pigneur haben mit diesem Buch einen Ansatz für die Beschreibung von Geschäftsmodellen vorgelegt, der sich inzwischen fast zum Standard entwickelt hat - wenigstens wenn ich so beobachte, wer in der Gründerszene alles damit arbeitet. Das Buch behandelt alle relevanten Fragen, die man sich im Zusammenhang mit einer Geschäftsidee stellen sollte. Darüber hinaus ist es auch für den Designinteressierten toll - für eine Wirtschaftsbuch ist das Layout ein Genuss!

Die englische Design-Ausgabe (mit dem schwarzen Einband) habe ich seit dem Erscheinen und verwende den Canvas (ich bin etwas irritiert, dass das mit die Canvas übersetzt wurde) beinahe täglich. Auch wenn man mit dem ausgedruckten, per Beamer an die Wand projezierten oder schnell quer auf ein Flipchart gemalten Canvas prima arbeiten kann: die zusätzlich erhältliche App für's iPad macht die Arbeit damit noch einfacher. Wer der englischen Sprache mächtig ist, findet auf der Website des Buches einen kostenlosen Download der ersten 50 Seiten (einfach nach dem Titel in einem Wort suchen). Aber auch alle weiteren Kapitel sind den Kauf wert.

Fünf-Sterne-Rezensionen betrachte ich selbst immer etwas mit Argwohn, aber hier sind sie m.E. absolut angemessen. Empfehlung!
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am 10. August 2016
Das Buch stellt erfrischend anders Geschäftsmodelle und deren Bausteine dar. Es ist modern gestaltet und passt in die heutige Zeit. Damit fehlt es allerdings auch an einem gewissen Tiefgang. Wer tiefer und detaillierter in die Materie einsteigen will oder muss sollte sich dann doch noch der spezifischen "Schullektüre" bedienen. Sehr positiv sind Fragen an den Leser der sich ja mit dem Thema "Geschäftsmodelle" auseinandersetzten will. Daraus resultierend und mit vielseitigen Berufserfahrungen - Lebenserfahrungen - ausgestattet sollte der Leser in der Lage sein vorhandene Geschäftsmodelle zu hinterfragen und zu bewerten sowie Neue zu entwickeln.
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