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am 22. Februar 2012
Ich ärgere mich eigentlich noch immer viel zu sehr darüber, mich von den ganzen positiven Rückmeldungen über dieses Buch zum Kauf verführt haben zu lassen, als das ich eine wertfreie Bewertung abgeben könnte. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach handelt es sich bei dieser Lektüre um:

Ein vollkommen zusammenhangloses "Abgeschreibsel" aus 1001 Buch von einem Autor, welcher sich mit seiner scheinbar grandiosen Profilneurose auch noch in dem Unvermögen der restlichen Menschheit suhlt. Dabei entschuldigt er sich auch noch permanent für den Stuss den er hier von sich gibt. Sicher ist bei diesem Buch lediglich, dass der Autor wahrscheinlich vor Lachen nicht in den Schlaf findet, weil sich der Schwachsinn so gut verkauft.

So sehr ich auch versuche, dem Buch etwas Positives abzugewinnen, es will mir nicht gelingen. Weder für junge Menschen, die am Anfang ihres beruflichen Lebens, noch für Leute, die in der Mitte ihres Lebens evtl. eine neue Ausrichtung suchen, bietet dieses Buch etwas Konkretes an.

Da für dieses Buch nur eine sehr geringe Anzahl von negativen Bewertungen vorliegt, möchte ich festhalten, dass ich weder eine beruflichen Konkurenz-, noch irgendeine andere persönliche Beziehung zu dem Autor habe, die mich zu einer solchen Bewertung veranlasst.
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Über 2.000 Vorträge, über 400'000 Zuhörer, Zusammenarbeit mit weit über 3.000 Marktführern und nahezu allen DAX-Unternehmen, 30 Bücher in 12 Sprachen, mehrere erfolgreiche Firmengründungen, Vorlesungen an mehreren europäischen Universitäten, über 80 Fünfsternebewertungen des neusten Buches und erst 47 Jahre alt. Was mich vor der Lektüre erst abschreckte, weckte meine Neugier, nachdem ich Hermann Scherer live erlebte. Können so viele Menschen irren? Oder was steckt hinter den Erfolgen eines Autors, der offenbar Tausende berühren, wachrütteln und begeistern kann. Beim Auftritt, den ich erlebte, war er vielleicht nicht in Bestform, hielt sich der Applaus der 1'000 Zuhörer in Grenzen.

Nachdem ich auf der ersten Seite verblüfft zur Kenntnis nahm, dass sich Herr Scherer als ziemlich erfolglos bezeichnet und diese Selbsteinschätzung ausdrücklich nicht als Koketterie verstanden haben will, machte ich mich in der Haltung eines Forschungsreisenden an die Lektüre. Und da ich das Gesuchte beim ersten Durchgang nicht fand, begann ich eben wieder von vorn. Zumal auch Hermann Scherer empfiehlt, bei Misserfolgen nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

Etwas Wesentliches hatte ich allerdings schon bei der Erstlektüre gemerkt. Inhaltlich liefert Hermann Scherer nichts Neues. Also muss es zwangsläufig an der Form liegen, dass sein Buch so schnell an der Spitze der Bestsellerliste steht. Und mit diesem Fokus machte ich mich ans Sezieren der Scherer'schen Komposition. Vorläufiges Resultat: Der Mann beherrscht so ziemlich alle Register der Verführung, was man ja auch Marketing nennen kann. Er tritt locker als Held auf, gibt dann gleich seine Achillessehne bekannt und zieht schliesslich selbstlos in den Kampf gegen das Böse, was in diesem Fall den Namen Unglück oder Misserfolg trägt. Natürlich gibt es wie in jedem guten Drama Rückschläge, von denen unser edler Ritter ganz offen berichtet. Und gekonnt spielt er mit Mythen, die jeder erfolgreiche Hollywoodregisseur kennt. Beim Tellerwäschermythos setzt er sogar noch eins obendrauf, indem er nicht bei Null, sondern bei Minus 5 Millionen beginnt, die ihm seiner Eltern als Schulden hinterlassen haben.

Punkten kann er auch mit der wahren Scherer-Story. Denn als Kind von Flüchtlingen, die sich jahrelang nicht um ihn kümmerten, war er ab dem 12. Lebensjahr praktisch auf sich allein gestellt. Und auch was er mit seiner Schwester erlebte, hätte man ihm gerne erspart. Trotz seinem IQ von 137 flog der junge Scherer aus dem Gymnasium, schaffte den Schulabschluss dann doch irgendwie und kam auf tausend Umwegen schließlich zu akademischen Ehren. Im Gemüseladen seines Vaters fuhr er den Müll weg und im Lindenkeller in Freising sammelte er bis 22.00 Uhr Gläser ein.

Für jeden Leser und Zuhörer hat Hermann Scherer eine Geschichte auf Lager, die Verbundenheit schafft. Beim Thema Loslassen erzählt er von seinen jährlichen Rückzügen ins Kloster, wenn's ums Anpacken geht, tritt er als Pionierunternehmer auf, bei der Sinnfrage irdischer Reichtümer outet er sich als überzeugter Mieter und Verweigerer von Geburtstagsgeschenken. Und die Kreativen nimmt er mit den häufigen Verweisen auf seine Verrücktheit für sich ein. Sollten im Verlauf der Lektüre trotzdem neidische Gefühle auftauchen, werden diese durch die regelmäßig eingestreuten Selbstzweifel und Selbstbezichtigungen sofort wieder verscheucht. Wie die besten Alleinunterhalter in der Tradition der Commedia dell'arte, wechseln Scherer seine Rollen so behende, dass man als Zuschauer dem nächsten Auftritt richtig entgegenfiebert. Und dass hinter all dem mehr als nur Kalkül steht, glaube ich sofort.

Zu den formalen Elementen zähle ich auch, wie Hermann Scherer ideologisches Abwehrverhalten verhindert. Er vermeidet gekonnt klare Stellungnahmen. Und gibt er sie trotzdem ab, nimmt er sie ein paar Seiten weiter wieder zurück. Sympathiepunkte sammelte er bei mir mit folgenden Sätzen: "Eines ist sicher: Planen lässt sich im Leben nichts. Planung ersetzt lediglich Zufall durch Irrtum, denn im Leben kommt es immer anders, als man dachte." Aber auch wer dieses Weltbild nicht teilt, kommt in diesem Buch auf seine Rechnung. Denn immer wieder gibt Scherer Tipps, wie die Reise zum Glück nicht im Fiasko endet. Mit einem klaren Bekenntnis zum Schicksal lässt sich kein Geld machen. Und weil ein guter Rhetoriker weiß, dass er verbale Projektionsflächen für die Sehnsüchte und Wünsche des Publikums aufspannen muss, verwendet Hermann Scherer viele Leerformeln wie zum Beispiel Erfolg ist die Folge von Entscheidungen - Auf der einen Seite ist unser Anspruch, auf der anderen die Realität - Der Impuls des Herzens ist der Wille. All das andere ist schlichtweg Angst - Eine Enttäuschung ist nichts anderes als das Ende einer Täuschung. Zudem verwendet er selbstverständlich den Trick, Prominente in den Zeugenstand zu rufen, wenn seine Beweisführung wackelt. Aber Steve Jobs als Beispiel für einen Nicht-Perfektionisten?

Als bei einer der größten Schweizer Sonntagszeitungen das Manuskript für das Horoskop nicht eintraf, schrieb der diensthabende Redaktor den Wochenausblick für die zwölf Sternzeichen eben selber. Und weil er so geschickt mit Gemeinplätzen und selbsterfüllenden Prophezeiungen operierte, merkte dies kein Mensch. Auch an diese Geschichte erinnerten mich viele Formulierungen von Hermann Scherer. Zeigen, wo's langgeht und trotzdem alle Wege offen lassen. In einer Welt, die immer komplexer wird, ist genau das gefragt. Auch wenn Hermann Scherer die Meinung vertritt, die Welt werde immer einfacher.

Mein Fazit: Wenn 82 von 92 Rezensenten diesem Buch die Höchstnote verleihen, kann ich das durchaus verstehen. Mich überzeugten allerdings nur die Gestaltung und die Form. Denn Hermann Scherer schreibt unterhaltsam und zählt offenbar zu den Naturtalenten im Storytelling und Erfüllen von Publikumswünschen. Trotzdem hätte ich von einem seiner Fans gerne gehört, welche konkreten Lebensweisheiten und Tipps er nach der Lektüre mitgenommen oder gar umgesetzt hat. Für einmal lasse ich die inhaltlichen Aspekte bei meiner Bewertung außer Acht.
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am 18. Oktober 2011
Mit seinem prächtigen Bildband "Jenseits vom Mittelmaß" hatte Hermann Scherer im Frühjahr 2009 sein Meisterstück abgeliefert. Ein Prachtschinken, ein richtiger Hingucker - ich war voll des Lobes. Meine Hoffnung, dass er genauso gut schreiben kann, wurde mit dem Kauf des Buchs "Glückskinder" herb enttäuscht.

Er hetzt von einem Thema zum anderen, eine Linie ist nicht zu erkennen. Trägt teilweise sehr profane Lebensweisheiten zusammen, die man schon unzählige Male von anderen Rednern (allerdings in deutlich besserer Aufmachung) gehört hat. Offenkundig treibt ihn eine geradezu panische Angst um, als "Normalo" durchzugehen. Er macht sich lustig über die Touristen, die als Bergsteiger oder Taucher ausstaffiert auf ihren Charterflug warten, um sich gleich wieder dafür zu entschuldigen. Mit beinahe kindlicher Freude schreibt er davon, mit Abonnements sein Vielflieger-Meilenkonto aufgefüllt und damit einen Flug in der First Class ergattert zu haben. Nimmt den Expressaufzug im Empire State Building aus lauter Sorge, er könne Zeit vergeuden und belächelt die, die nicht die Knete dafür haben und deswegen anstehen müssen. Hallo? Wen interessiert das?

Stattdessen erfährt man seitenweise, was er für ein toller Hecht ist, was er angeblich schon alles geschafft hat und dass in Las Vegas eine seiner Beziehungen in die Brüche gegangen ist. Dass er seine nur wenige Mal getragenen Anzüge gerne in den Metropolen dieser Welt zum Müll legt, damit die Bettler sie auftragen können. Und ist gar nicht einmal überrascht, dass selbst seine nähere Umgebung ihn gelegentlich fragt, warum er sich mit dem Erreichten nicht zufrieden gibt. Ist er glücklich? Das kommt nicht rüber. Es wäre ihm zu wünschen.
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am 12. Februar 2012
Es ist mir absolut unerklärlich, wieso dieses Buch so viele positive Rezensionen erhalten hat.
Ich habe das Buch eben zu Ende gelesen und bin entsetzt über diese schwer verdauliche Mischung aus Banalitäten, leeren Behauptungen und grotesk Falschem, die wir in diesem Buch vorgesetzt bekommen. Beispiele: "Planung ersetzt lediglich Zufall durch Irrtum". "Im Leben kommt es immer anders als man dachte". "Chancen liegen nie in der Zukunft". "Geld tötet Kreativität"."Die einzige gefährliche Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die sich die Welt nicht angeschaut haben." "Schwächen sind übertriebene Stärken." Und so weiter und so fort.
Wissenschaftliche Beweise für seine Ansichten gibt der Autor so gut wie keine- mit Ausnahme der Marshmallow Studie, die allerdings bereits 40 Jahre alt ist. Inzwischen ist aber intensiv weiter geforscht worden über das Thema "Glück". Wer eine wissenschaftlich fundierte Anleitung sucht für ein glückliches Leben, kann heute durchaus spannende Hinweise finden, z.B. im Buch von Professor Richard Wiseman "Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern" oder im Buch "Glücklich sein" der Professorin Sonja Lyubomirsky, kaum aber in diesem Buch.
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am 26. Juli 2013
Ich bin 23, Studentin und war mit dem Kauf dieses Buches in der Erwartung einige hifreiche Tipps zu bekommen, wie man Chancen im Leben ergreifen kann. Ich gerade befinde mich in einer Lebensphase wo ich überlege was ich von meinem Leben erwarte und wie ich im späteren Alter glücklich werde. Was ist das wesentliche im Leben. Laut Herrn Scherer ist das anscheinend nur Geld, Egoismus und die Möglichkeit mit dem Privatjet die Schikimiki-Metropolen auf halsabschneideriche Weise zu erkunden.
Ich kann dem Buch einfach nichts positives abgewinnen. Es wird nur über Geld geschwafelt! Ich finde es traurig genug, dass sich unsere heutige Gesellschaft in eine profitgeile und materialistische Trottelhaufen entwickelt und das Buch vermittelt und untersteicht die völlig verblödeten Sichtweisen der konsum- und profitgeilen Aasgeier.

Was bitte nützt es mir wenn er die Kohle hat um first-class zu fliegen? Nicht jeder kann es sich leisten und warum soll mich das glücklich machen?

Er selbst beschreibt sich selbst im buch als nicht glücklichen Menschen ohne Erfolg in der Liebe, hauptsache einem fetten Konto! Auch die Erwähnung beruflicher zwar erfolgreicher, jedoch im privaten Leben eventuell nicht glückliche Personen wie IKEA-Gründer Kamprad lässt mich den Kopf schütteln.

Ja diese Leute haben alle fett Kohle gemacht aber nur wegen dem Geld sie als Glückskinder zu bezeichnen finde ich mehr als "beschränkt" im Horizont.

Glückskinder sind Menschen die in allen Lebens tiation zufrieden bzw auch wirklich glücklich sind... auch mit weniger Geld am Konto. Menschen die vor positiver Energie und Lebensfreude nur so sprühen! Welche die Welt erkundt haben dürfen und das nicht mit dem Privatjet aus der Luft und in einem überteuertem Cafe in Mailand sondern von mir aus eventuell mit dem Rucksack.... Freilich ist es jedem seine eigene Ansichtsweise wie er glücklich ist und welche Ziele er im Leben verfolgt aber sicherlich nicht mit Geld wie es Herr Scherer leider zu oft beschreibt.

Aber auch wenn man der Ansicht ist nur durch Geld glücklich zu werden bringt das Buch nicht wirkich was, weil keinerlei sinnvoller Tipps gegeben werden.

Freilich werden diverse Floskeln und selbstverständliche Tatachen genannt wie in etwa keine Zeit zu verschwenden oder jeden Tag zu nützen, denn jeder könnte dein letzter sein.

Ich finde das Buch oberflächlich und leider zu sehr auf Profit und beruflichen Erfolg fokussiert was meines Erachtens nicht glücklich macht.

Schade um das Geld, dass ich ausgegeben habe. Das einzige Positive daran: dem Scherer hats um einige Euros glücklicher gemacht ;)
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am 19. September 2011
Das Buch ist hübsch gemacht. Wirklich ein sehr schönes Layout.

Aber: Der Inhalt kommt mir nach 80 Seiten aus allen Ohren wieder raus, je mehr ich lese, desto aggressiver macht es mich. Ich frage mich beim Lesen immer wieder: Häh? Was will der Autor damit sagen? Das Buch besteht leider nur aus völlig zusammenhanglosem Geschwafel und Geseier, der Autor springt von einer beliebigen nichtssagenden Story zur nächsten, gespickt mit längst bekannten Stammtischweisheiten, und alles auch noch ohne roten Faden. Das, was der Titel verspricht, bringt der Inhalt überhaupt nicht rüber. Wo sind die Analysen? Wo sind die Recherchen? Wo sind die konkreten Tips? Wo sind die Beispiele und Geschichten von interessanten Menschen, die wir uns als Vorbild nehmen können? Statt dessen plaudert der Autor fast ausschließlich selbstverliebt aus seinem Leben und huldigt sich selbst und seinen Erfolgen, teilweise sich auch wiederholend.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand sich in seine Karten schauen lässt und dem Leser zeigt, wie er "es geschafft" hat, und ich lerne gern von erfolgreichen Menschen, aber bei Herrn Scherer kommt das alles arg aufgesetzt und irgendwie teilweise sogar richtig komisch daher. Vielmehr macht es den Eindruck, als hätte das Buch für den Autor nur einen einzigen Zweck: Sich selbst zu erklären und zu rechtfertigen, warum er so lebt, wie er lebt. Und man fragt sich: Was soll das? Warum erzählt er das jetzt? Denn was nützt es dem Leser, dass er lesen darf, dass der Autor seine Klamotten auf Reisen verschenkt, dass es in der Liebe bei ihm anscheinend irgendwie nicht funzt, dass er gelernt hat, wie man zum Drittel-Preis mit der First-Class fliegt oder sich für'n Appel und 'n Ei einen Privatjet mietet? Was hat all das mit Chancenverwertung oder gar mit "Glückskindern" zu tun?

Schade. Ich hätte wirklich gern etwas über Chancennutzung gelernt, aber das Buch trägt leider nicht dazu bei.
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am 10. Mai 2012
...bin ich über bislang 301 Menschen, die diesem Buch die volle Punktzahl geben.

-Ist es GLÜCK, First Class fliegen zu können?
-Ist es GLÜCK im Privatjet nach Mailand zu fliegen und sich dort im Restaurant zu _langweilen_(!)?

Ich habe bisher rund 100 Seiten gelesen.

Wenn man sein Glück aus dem Haben von Statussymbolen zieht und nicht aus Sonnenuntergängen, Picknicken, durchgelachten Nächten mit Freunden, der Freude an der eigenenen Entwicklung und dem blossen SEIN, ist man bei diesem Buch richtig.

Auf jeder 5. Seite schreibt der Autor, dass er ein negativer, unzufriedener Grantler ist. Soll ich mir von so jemandem erklären lassen was Glück ist?

Mein Begriff von Glück wird von der Darstellung von Herrn Scherer pervertiert.
Wem es auch so geht, der lese lieber Fromm, Pausch, Terzani von mir aus sogar Hirschhausen.
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am 21. September 2011
'Glückskinder'! - Da war ich gespannt: was wird er wohl noch Neues zu sagen haben, der Autor Hermann Scherer, was nicht schon vielfach wiedergekäut wurde zum Thema Glück? - Um es auf den Punkt zu bringen: das Buch ist bei mir inzwischen zu einem Arbeitsbuch mutiert: bunte Unterstreichungen, Umrandungen, Randnotizen, Kringel, Smileys, Ausrufezeichen, auch Fragezeichen, Einmerker und Eselsecken... der Kauf und die Zeit haben sich für mich mehr als gelohnt!

Scherer lässt uns teilhaben an den Geheimnissen seines Erfolgs, er gibt uns Einblicke in sein ökonomisches Anders-Denken und Arbeiten und das, was ihn im Leben antreibt. Dabei stößt der Leser auf die Einladung, seine Denke mal komplett auf den Kopf zu stellen und die Dinge nicht linear von vorne nach hinten zu betrachten, sondern das gewohnte, herkömmliche Denkmuster zu sprengen... der dabei entstehende Chancenblick eröffnet ganz neue Welten und Optionen. Mir ging dabei an etlichen Stellen nicht nur ein Lämpchen auf, sondern gleich ein ganzes Elektrizitätswserk!

'Glückskinder' kombiniert höchsten Sachverstand mit tiefer persönlicher Erfahrung - und das spannend und metaphernreich, locker und leicht geschrieben. Das Lesen war ein Vergnügen! Die Einsichten, die Scherer weiter gibt, sind selbst er-lebt, er-fahren, machmal auch er-litten. Er versteckt sich nicht hinter Definitionen und wissenschaftlichen Theorien, obwohl er sie beherrscht, sondern er zeigt sich immer auch als Mensch, der einerseits anhand seines eigenen Erfolges ermutigend demonstriert, was möglich ist, wenn man den Status Quo zu sprengen wagt, der andererseits aber auch die Stärke besitzt, zu eigenen Schwachheiten und Unvollkommenheiten öffentlich zu stehen. Das macht 'Glückskinder' authentisch, glaubhaft und überzeugend und hebt es von von der zahlreichen Ratgeberliteratur deutlich ab.

Scherers neuestes Werk besitzt eine gewisse Magie: der Autor versteht es mit großer Kompetenz Bereiche zusammen zu bringen, die sich eigentlich spinnefeind sind: Wirtschaftliches, hartes, leistungsorientiertes Handeln und tiefe psychologische Erkenntnisse: 'Wir hören nicht mehr auf unser Herz, weil der Verstand uns ständig dazwischen plappert.' Er schafft es, Geld und Menschlichkeit, Ökonomie und Spiritualität, Power und Bescheidenheit in einem Atemzug zu nennen und zu einer befruchtenden Synthese zu führen.
Natürlich gibt Scherer auch Äußerungen von sich, die diskussionswürdig sind. Aber provozieren will er allemal. Das hat er einkalkuliert.

Dieses Buch ist äußerst breit angelegt, es ist für jeden etwas dabei, was er gleich praktisch ins Wirken bringen kann. Scherers Anliegen ist, dass wir unser Leben wirklich leben und nicht verschwenden, verschleudern, verleben, verlottern, verdösen: Es geht ihm darum, das Wagnis einzugehen, die vorgezeichnete Lebensspur immer wieder zu verlassen und die eigene Größe zu leben: "Persönlichkeitszusammenfaltung ist keine Lösung.' Sein Ziel ist es letztlich, den Leser nicht zur aufzuklären, sondern in seine eigene Kraft zu bringen.
Er ist ein Meister seines Metiers, dem ein geniales Werk gelungen ist: "Glückskinder" ist in hohem Maße inspirierend, einladend, aufklärend, grundehrlich, grenzerweiternd und hochexplosiv zugleich!
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am 13. August 2012
Ja, auch ich liess mich durch die vielen, positiven Rezensionen blenden. Leider, denn eigentlich hat mich die ungewöhnlich hohe Anzahl Rezensionen von Anfang an irritiert.

Hier gibt es nur ein Glückskind; das ist der Autor selber, der es ganz offensichtlich geschafft hat, ein so schlechtes und inhaltloses Buch derart zu verkaufen.

Das mit den Flugmeilen, war das einzige Interessante, das ich dem Buch entnehmen konnte. Dafür der eine Stern. Zugegeben, nach der Hälfte des Buches habe ich (genervt) abgebrochen. Es gibt weitaus bessere Bücher, mit denen ich meine schöne Zeit verbringen möchte.
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am 24. Dezember 2011
Worin liegt das Geheimnis ungewöhnlich erfolgreicher Menschen? Hermann Scherer hat sich auf ihre Spur begeben und ihre besondere Fähigkeit entdeckt: Chancenintelligenz. Er erklärt, wie man die Chancen, die das Leben bietet, erkennt und nutzt.

Es gibt Menschen, deren Ideen, Projekte und Lebensleistungen uns immer wieder zutiefst verblüffen und höchste Bewunderung abverlangen. Menschen, die offenbar alles richtig machen und denen alles gelingt, was sie angehen. Menschen, die vor Kreativität, Brillanz und Charisma nur so sprühen. Menschen, die selbst unter widrigen Bedingungen anderen immer um eine Nasenlänge voraus sind und die teils extreme Lebenswege hinter sich haben. Vom Metzger-Lehrling zum TV-Revolutionär, vom steinewerfenden Taxifahrer zum Außenminister, vom Bedürftigenstipendiaten zum amerikanischen Präsidenten. Wie machen die das?

Hermann Scherer hat genau hingesehen und erklärt, was diese speziellen Erfolgsmenschen auszeichnet und was sie anders machen als andere. Denn keinesfalls haben solche '"Glückskinder"' einfach nur zufällig mehr Glück im Leben. Vielmehr besitzen sie eine besondere Fähigkeit: Sie sind in der Lage, die Chancen, die vor ihnen liegen, zu erkennen und zu nutzen. Das bezeichnet Scherer als Chancenintelligenz. Menschen mit diesem besonderen Chancenblick verfügen über ein sensibles Gespür für Situationen, sie haben den Mut, Regeln zu brechen und sie gehen nonkonformistisch durchs Leben. Weil eine Chance nichts anderes ist als eine Betrachtungsweise des Alltags, sehen und ergreifen Glückskinder auch Chancen in scheinbar unbedeutenden oder gar ausweglosen Situationen.

Der Autor erzählt anhand vieler Beispiele die Geschichten solcher Glückskinder und zeigt, was wir von ihnen lernen können. Er erzählt auch von sich selbst und seinen eigenen Erfahrungen, vom Zweifel und von der Angst zu scheitern, aber ebenso von Selbstvertrauen und vom Finden des eigenen Wegs abseits des Mainstreams. Hermann Scherer hat ein sehr authentisches und persönliches Buch für alle geschrieben, die ihr Lebensglück nicht von anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängig machen wollen. Die Botschaft: Glück ist eine Art zu leben.
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