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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
9
3,8 von 5 Sternen
Europäische Esskultur: Eine Geschichte der Ernährung von der Steinzeit bis heute
Format: Broschiert|Ändern
Preis:22,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 3. Dezember 2007
In seinem Buch Europäische Esskultur" behandelt Gunther Hirschfelder soziale und kulturelle Rahmen im Hinblick auf Essverhalten und Nahrungsauswahl. Das Buch ist nach historischen Epochen gegliedert und folgt diesen im chronologischen Verlauf. Beginnend mit den ägyptischen Hochkulturen, der griechischen Antike und dem Zeitalter des Römischen Reiches beleuchtet Hirschfelder dann Mitteleuropa zu den Zeitaltern Mittelalter und Neuzeit.
Hirschfelder beruft sich teils auf eigene Arbeiten zitiert aber auch eine große Zahl von Arbeiten anderer Autoren. Das Buch ist verständlich und übersichtlich geschrieben und erfordert keine Vorkenntnisse.
Trotz der Gliederung nach historischen Epochen, ist die Chance, eine Art von Evolution des Essverhaltens erkennen zu können, dem Leser nicht gegeben, da die einzelnen Kapitel stets verschiedene Aspekte behandeln. Ferner werden wichtige Kenntnisse anderer Autoren zu diesem Thema nicht berücksichtigt. Zahlreiche inhaltliche Schwächen trüben das Lesevergnügen und werfen mehr Fragen auf, als dass sie beantwortet würden.
Hirschfelder selbst betont oft die schlechte Informationslage auf seinem Arbeitsgebiet. Vor diesem Hintergrund erscheinen manche Stellungnahmen als allzu pauschalisiert, manchmal schlicht trivial und nicht selten münden seine Aussagen in Widersprüche. Manche Stellungnahmen sind nicht ausreichend mit Zitaten untermauert und nicht selten erscheinen sie schlecht, zumindest oberflächlich und unvollständig, recherchiert und reflektiert.

[So erfährt der Leser, Fleisch, Agrarerzeugnisse, Garten- und Sammelfrüchte waren die wichtigsten Nahrungsmittel" im frühen Mittelalter (S.99). Solche Behauptungen sind trivial denn diese Nahrungsmittel waren seit der Sesshaftigkeit des Menschen stets Grundnahrungsmittel.
Hirschfelder behauptet, der stete Mangel war das Kennzeichen des Frühmittelalters schlechthin" (S. 104) um anschließend (S. 105) darzustellen: gab es einen zeitweiligen Überschuss an Nahrungsmitteln". Im Kapitel zum Hochmittelalter: und das Fleisch verdrängte das Getreide als Hauptkalorienlieferant" (S. 117) um danach zu berichten denn vielerorts wurde der Verzehr großer Fleischmengen zum Privileg der Reichen". Ähnlich widersprüchlich schreibt er zum frühen Mittelalter: Fleisch stand im Zentrum der Ernährung" (S. 99) um anschließend zu widerlegen trotz des hohen Fleischkonsums bildete das Getreide doch das Rückgrat der frühmittelalterlichen Nahrungsversorgung".
Im Kapitel zum frühen Mittelalter, wirft Hirschfelder die scheinbar eigentümlich Frage auf, dass der Schwan nicht als Nahrungsmittel überliefert ist. Dabei wird nicht genannt, dass der Schwan keine einheimische Vogelart ist und der Leser erfährt nicht, wann diese Art Mitteleuropa überhaupt erreichte.
Zum Hochmittelalter zieht der Autor zahlreiche, oft allzu dürftige Schlussfolgerungen aus der Analyse eines einzigen Bildes (S. 130). Doch ein Abgleich mit anderen Quellen versäumt er, sodass seine Aussagen als fragwürdig und unkritisch erscheinen.
Weitere Unklarheiten, Oberflächlichkeiten und Widersprüche ziehen sich durch die anderen Kapitel]

Europäische Esskultur" behandelt ein sicherlich sehr spannendes und wichtiges Thema. An manchen Stellen erfährt der Leser tatsächlich einige interessante Aspekte von Ernährungskultur, die sich von der heutigen deutlich unterscheidet und beeinflusst so das Bewusstsein. Doch bleibt aufgrund der genannten, meiner Meinung nach gravierenden Schwächen kein positiver Eindruck zurück, sodass ich dieses Buch nicht weiterempfehlen kann.
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am 12. April 2005
Dieses Buch gibt uns einen geschichtlichen Überblick über die Ernährung im Wandel der Zeiten. Dieser Überblick umfasst einen großen geografischen Bereich, nämlich ganz Europa plus Ägypten, und deckt etliche Jahrtausende ab. Angesichts dieses thematischen Umfangs kann das Buch nur einen Überblick bieten, und sich nicht mit Details beschäftigen. Es ist also ideal für Einsteiger in diese Materie geeignet.
Schwerpunkt des Buches ist die grundlegende Ernährung der Menschen im Laufe der Zeit. Kulinarische Details, wie die Entstehung der Landesküchen oder die Entwicklung der Kochkunst, werden nicht behandelt. Auch die Entwicklung der Gastronomie ist kein Thema. Das Buch beleuchtet die Esskultur aus der Sicht des Historikers und Soziologen, nicht aus der Sicht eines Gourmets.
Die Quellenlage ist vor allem für frühere Zeiten sehr schlecht. Hier fällt sehr positiv auf, dass Gunther Hirschfelder - im Gegensatz zu manchen anderen Autoren - nicht fehlende Fakten durch Vermutungen ersetzt. Er schreibt präzise, ist außerordentlich kenntnisreich und verirrt sich nie in Spekulationen. Das Buch ist ausgesprochen lesenswert.
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am 7. Oktober 2015
Der Bogen von damals bis heute ist ein grosser. Trotzdem wird an Exkursen und Geschichten nicht gespart was ein eindrucksvolles gut verständliches Bild der Entwicklung unserer Esskultur zeichnet. Sehr empfehlenswert für alle die nicht nur gerne Essen sondern sich auch damit beschäftigen.
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am 13. März 2002
Das Buch "Europaeische Esskultur - Geschichte der Ernaehrung von der Steinzeit bis heute" von Gunther Hirschfelder beschaeftigt sich mit einem im Westen oft vernachlaessigten Gebiet, naemlich der Ess- und Trinkkultur der Menschen als (kultur)wissenschaft-liches Thema. Das Buch ist sehr interessant zu lesen und bietet eine Fuelle von Informationen. Die Fuelle an Informationen mag aber auch der Grund dafuer gewesen sein, dass sich gegensaetzliche Aussagen einschlichen. So heisst es auf S. 85, dass in der roemischen Esskultur "Letztlich die Geselligkeit beim Gastmahl wichtiger war als das Essen", und dann heisst es nur wenige Seiten weiter auf S. 88 "...war das eigentliche Essen in Rom wichtiger,..."
Weitaus aergerlicher ist jedoch, dass es auffallend viele Interpretationen gibt, die den heutigen Kenntnisstand zugrunde legen. So heisst es sowohl im Kapitel ueber die Aegypter, als auch in dem ueber die Roemer, dass sie das Fleisch kochten, "weil beim Braten mehr Fett verloren geht, als eine Mangelgesellschaft gestatten kann". Nicht, dass das nicht stimmen wuerde, aber ist denn wirklich davon auszugehen, dass die Menschen damals wussten, wie Fett wirkt und wie wichtig es ist und dass sie ueberhauptin einer Mangelgesellschaft lebten. Mangelgesellschaft im Vergleich zu welcher anderen denn?
Im Kapitel ueber die Roemer heisst es auch, "Vielmehr wurden leicht alkoholische Getraenke gereicht, um das schlechte Wasser zumindest ansatzweise zu entkeimen und damit trinkbar zu machen."
Wie bitte? Die alten Roemer wussten ueber Keime und ihre Wirkung Bescheid und noch viele, viele Jahrhunderte spaeter plagten Krankheiten und Nahrungsmangelkrankheiten die Menschheit, ohne dass bekannt war, dass dies oftmals eben an "Keimen" lag? Ich habe nichts gegen die Annahme, dass sie leicht alkoholische Getraenke reichten, weil diese laenger haltbar waren. Aber anzunehmen, dass sie das taten, um das Wasser zu entkeimen, setzt doch wohl zu viel an Kenntnissen voraus.
Auch dass das Wasser der Roemer gefaehrlich, weil bleihaltig war, mag ja stimmen, war ihnen aber bestimmt nicht bekannt. Die Liste liesse sich noch fortsetzen.
Das Buch sollte im Hinblick auf die Vielzahl solcher Annahmen und Interpretationen mit Vorsicht genossen werden, ist aber dennoch empfehlenswert, um sich einen ersten allgemeinen Ueberblick ueber die Ess- und Trinkkultur im Verlauf der Jahrhunderte zu verschaffen und Appetit auf mehr zu bekommen.
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am 26. Juli 2015
gunther Hirschfelder nimmt sich ein riesiges Feld vor - Steinzeit bis zur Gegenwart, bleibt aber durchgängig an der Oberfläche. Vieles ist "no na net" allgemeines Geschichtswissen, vieles so unsicher, dass es vielleicht gar nicht erwähnenswert ist. Er wiederholt sich häufig (man könnte sagen, 100 Seiten weniger wären auch ok), was natürlich dazu führt, dass man das Buch sehr leicht liest, es kommt einem bald Vieles einfach bekannt vor. Als Soziologin stören mich die unscharfen Begrifflichkeiten - Kernfamilien im heutigen Sinn waren im Hochmittelalter sicherlich nicht üblich, sondern Hausverbände.
Fazit: Gutes Thema, schlechte Umsetzung. Ich würde es nicht noch mal lesen.
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am 26. Dezember 2005
Im Dschungel der Informationen, der Zusammenschauen von Skurrilitäten und der vielen Spezialuntersuchungen findet man sich kaum mehr zurecht, weil offenbar kaum jemand mehr willens ist, Überblicksdarstellungen zu bieten. Nun liegt aber mit dieser Studienausgabe ein solcher Überblick vor, der nicht nur fundiert ist und umfangreiche Verweise auf die Forschungsliteratur bietet, sondern der auch klar geschrieben ist, differenziert und witzig. Handel es sich also um eine wissenschaftliche historische Gesamtschau? Natürlich nicht, denn, das weiß auch der Autor, gut 300 Seiten sind dafür zu wenig! Wir haben doch immerhin einen klaren Überblick vor uns liegen, nach Epochen gegliedert, behutsam interpretierend, eine klassische Kulturgeschichte, gleichzeitig aber eine Sozialgeschichte des Essens, nicht nur der Nahrungsmittel, sondern der NahrungsAUFNAHME. Weil sich das Buch für einen ganz großen Leserkreis ebenso eignet wie für mich als lehrende und ausbildende Naturwissenschaftlerin oder für Studierende, Lehrer und Journalisten, aber auch für interessierte Laien verständlich ist, gebe ich klare fünf Sterne!
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am 30. Januar 2009
Hirschfelder verschafft dem Leser auf knapp 260 Seiten einen fundierten Einstieg in die kulturhistorische Betrachtung der menschlichen Ernährungskultur. Durch den Wechsel von überblicksartigen und detaillierten Schilderungen bleibt das Buch durchgehend spannend und gut lesbar. Der ein oder die andere LeserIn mag an einigen Stellen die Tiefe der Darstellung vermissen - in Anbetracht des behandelten Zeitraumes und des geografischen Gebietes scheint das aber auch unmöglich zu sein. Mich selbst hat erstaunt, wie schnell ich das Buch durch hatte. Es macht Lust auf eine weitergehende Beschäftigung mit der Kultur des Essens.
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am 14. September 2013
Wenn ja, wer eigentlich? Und Tauben? Wo gab's Fischsuppe und wo hat man schon lange viel Fleisch gegessen? Zwischendurch hat das Buch Längen, droht sich in Details zu verlieren, weil es wenig Gesamtüberblicke bietet, denn diese gibt das Thema einfach nicht her, da kaum allgemeingültige Aussagen zum Essverhalten in einer bestimmten Epoche zu treffen sind. Somit ist dem Autor kein Vorwurf zu machen und er hat das beste aus dem vielschichtigen Thema gemacht.
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am 13. Juli 2013
Ich habe das Buch als Prüfungsvorbereitung gebraucht und es wirklich gern gelesen und nicht nur weil ich es wegen der Prüfung musste. Das Buch bietet interessante Einblicke und ist so geschrieben, dass man es auch aus privatem Interesse gut lesen kann!
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