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am 6. Februar 2007
Hier liegt das bisher bei weitem "massentauglichste" Beyond Budgeting Buch vor, welches es im Moment gibt. Dadurch soll wohl die Verbreitung des Konzepts gefördert werden. Diese 'Massentauglichkeit' entpuppt sich aber als die Schwachstelle des Buchs. Viele Schilderungen sind schlichtweg oberflächlich und geben ein unzureichendes Bild über die kontroverse Beyond Budgeting Diskussion. Tatsächlich hat das Konzept nämlich weit mehr Kritiker als Befürworter, was in diesem Buch nicht einmal erwähnt wird.

Die eigentliche Enttäuschung stellen aber die 12 Fallstudien dar, welche ja die eigentliche Stärke sein sollten (was man bei "Beyond Budgeting in der Praxis" als Untertitel zumindest vermuten darf). Svenska Handelsbanken ist (mal wieder) das einzige Beispiel, bei dem tatsächlich dokumentiert wäre, dass alle 12 Beyond Budgeting Prinzipien umgesetzt sind.

Bei den anderen 11 Fällen nervt die Oberflächlichkeit mit der sie vorgetragen werden. Ein Fall nimmt im Schnitt 5-6 Seiten ein, davon widmen sich aber lediglich 1-3 Seiten tatsächlich dem Einsatz von Beyond Budgeting bzw. vereinzelter Beyond Budgeting Prinzipien im jeweiligen Unternehmen. Die restlichen Seiten werden damit "verschwendet", die Erfolgsgeschichten der jeweiligen Unternehmen zu "beweihräuchern". Daher ist das Buch für Einstieger in die Thematik nicht zu empfehlen, da man genau trennen muss, was in den Fällstudien eigentlich Beyond Budgeting ist und was darüber hinaus geht oder damit praktisch nichts zu tun hat. An entscheidenden Stellen verlieren sich die Fälle in Oberflächlichkeit. Womöglich betreiben einige der genannten Firmen gar kein echtes Beyond Budgeting, deren Steuerungsmodelle sehen nur oberflächlich, abstrahiert dargestellt so ähnlich aus?!

Mich persönlich hätten detaillierte Infos über die Beyond Budgeting Bestandteile '"Interne Märkte"' und '"Benchmarking"' interessiert, insbesondere wie diese implementiert wurden und auf welche Schwierigkeiten und Vorteile die Firmen dabei stießen. Außerdem hätte mich interessiert, was aus dem einstigen Beyond Budgeting Musterbeispiel Borealis

geworden ist. Dort hat man das '"revolutionäre"' Beyond Budgeting ja längst wieder abgeschafft.

Außerdem wird umfassend auf die Einschränkungen von Shareholder Value und Balanced Scorecard eingegangen. Hier ist nicht immer klar in welchem Kontext dies eigentlich zum Beyond Budgeting steht. In den Originalveröffentlichungen von Hope und Fraser kommt dies übrigens anders raus. Es wird leider gänzlich darauf verzichtet, die Kritikpunkte am Beyond Budgeting bzw. die Einschränkungen unter denen es denn einsetzbar ist zu diskutieren. Es soll hier wohl der Eindruck erweckt werden, dass mit Beyond Budgeting ein "Allheilmittel" entwickelt wurde. Hier stellt sich genau wie bei Total Quality Mgmt., Balanced Scorecard & Co. die Frage ob es ein solches Allheilmittel in der Praxis überhaupt geben kann. Schließlich sind verschiedene Unternehmen unterschiedlichen internen und exernen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Außerdem soll das Buch das Thema wohl auch ein wenig als "Beratungsprodukt" pushen.

Weiterhin beeindruckt mich mal wieder die Leichtigkeit, mit welcher populäre Paradigmen in der BWL doch austauschbar sind. Ist in den ersten Originalveröffentlichungen von Hope und Fraser Ende der 90. Jahre noch von Beyond Budgeting als einem Managementmodell für das Informationszeitalter die Rede, so wird es hier als '"posttaylorristisches Managementmodell für das 21. Jahrhundert'" präsentiert. Insofern sind Leser, die sich anhand der vertretenen Thesen an die Zeit der New Economy erinnert fühlen genau auf der richtigen Fährte.

Fazit: Es sind erstens umfassende Quellenkenntnisse nötig um das Buch kritisch einordnen zu können. Zweitens werden die entscheidenden Fragen über Beyond Budgeting nicht umfassend beleuchtet und somit die sicherlich wertvolle Beyond Budgeting Diskussion nicht entscheidend vorangetrieben. Alles in allem ein eher schwaches Buch, insbesondere wenn man bedenkt, dass es durchaus im hochpreisigen Sachbuch-Segment angesiedelt ist.
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HALL OF FAMEam 27. September 2006
Niels Pfläging zeigt in seinem Buch auf überzeugende Weise, wie sich traditionelle Unternehmen, die noch nach den Prinzipien von Frederick Taylor aus dem 19. Jahrhundert aufgebaut sind, von den neuen, post-tayloristisch geführten Firmen unterscheiden, die das gesamte Potenzial ihrer Mitarbeiter freisetzen. Das alte Modell hat in unseren modernen, dynamischen Märkten ausgedient - und das neue hat sich glücklicherweise bereits bewährt, es wird von Unternehmen wie Toyota, Aldi oder Dell erfolgreich praktiziert. Diese und andere Beispiele aus der Praxis sind klar das Salz in der Suppe, die der Autor dem Leser serviert. Der von Pfläging propagierte Unternehmenstyp beruht auf einem Menschenbild, das den Einzelnen in seiner Mündigkeit und seinem Potenzial anerkennt. Nicht alles in diesem Buch ist bahnbrechend neu; der Autor greift sowohl auf eigene Arbeiten zum Beyond Budgeting als auch auf Vordenker wie Mintzberg, Peters und Sprenger zurück. Sei’s drum: Wir legen dieses Buch allen Verantwortlichen in denjenigen Unternehmen ans Herz, die erkannt haben, dass die traditionellen Managementmethoden in unserer komplexen Wissensökonomie an ihre Grenzen stoßen, und die nach besseren Wegen für ein Wirtschaften im 21. Jahrhundert suchen.
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am 6. Januar 2015
Habe es nicht vollständig gelesen, aber ein must have für 1st Klässler, damit die Arbeitswelt felxibel und Anpassbar bleibt und schnell auf änderen des Marktes reagieren kann.
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am 25. Juni 2014
Sehr interessante Ausführungen zu aktuellen Trends in der Wirtschaft....
Absolut empfehlenswert, da es auch für den Laien verständlich geschrieben ist
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am 18. August 2013
Der Autor beschreibt eine neues Modell der Unternehmenskultur, die auf unbürokratischen und demokratischen Rahmenbedingungen beruht. Als Bespiele benennt er einige erfolgreiche internationale Unternehmen, welche sich erfolgreich auf den Märkten trotz vollkommen anderer Organisationsstrukturen behaupten. Glaubhaft ist der humane Anspruch, den er dabei an eine Unternehmenskultur stellt, unglaubhaft sind jedoch Beispiele wie das Unternehmen Aldi mit seiner ausbeuterischen Unternehmenstruktur anzuführen. Das Plädoyer ist jedoch eindeutig sympathisch und verführt an eine bessere und erfolgreichere Zukunft in der Wirtschaft zu glauben, da der humanere Umgang mit Menschen möglicherweise der erfolgreichere sein wird? Das Buch ist für meine Begriffe eine gute Lektüre für BWL-Studenten, denn mehr vom Selben bekommen wir auf den Universitäten immer noch, eine Vision für eine Zukunft nicht. Das Buch zeigt eine Vision auf, die sehr symphatisch ist, die Umsetzung ist sicherlich nicht in allen Wirtschaftsbereichen und mit jedem Menschen möglich. Es ist gut und leicht lesbar!
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am 28. Juni 2007
Ich bin Unternehmerin und führe eine Agentur mit 12 Mitarbeiterinnen in Düsseldorf. Als Autodidaktin in der Betriebswirtschaftslehre habe ich mich jahrelang mit unverständlicher Literatur über Unternehmensführung herum geschlagen - und viele Versuche in der Unternehmensführung gestartet, die fast alle fehlschlugen. Das Unternehmen wuchs trotzdem - irgendwas hatte ich wohl richtig gemacht. Vor drei Monaten hatte ich durch Zufall über einen Leserbrief Kontakt mit Nils Pfläging. Er empfahl mir sein Buch. Nach jahrelanger Enthaltsamkeit wagte ich mich erneut an ein sogenanntes "Managementbuch" - und war begeistert. Der Titel ist leider etwas trocken. Das Buch ist in großen Teilen sehr viel spannender. Es geht nämlich nicht um das Erstetzen bisheriger Führungsinstrumente - es geht um ganz anderes Denken. Es geht um ein humanistisches Menschenbild, das endlich auch in Unternehmen seinen Platz findet. Die Beispiele sind beeindruckend. Ein ermutigendes und richtig spannendes Buch. Sehr empfehlenswert!!!
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am 5. Februar 2007
Das Buch beschreibt zwei Prinzipien: Erstens die Abkehr vom in den meisten Unternehmen alljährlich wiederkehrenden Jahresbudgetplanungsprozess, der gemäß Autor zahlreiche Fehlanreize liefert. Zweitens die Anwendung des Subsidiaritätsprinzip zur Dezentralisierung von Entscheidungsverantwortung, um auf diese Weise das Know-how aller Mitarbeiter zu mobilisieren und zu nutzen.

Ich halte den Jahresbudgetplanungsprozess für eine der größten Blindleistungsquellen in Unternehmen und teile die Ansicht des Autors bzgl. der damit verbundenen Fehlanreize vollständig. Meine Erfahrung ist, dass der Schlüssel zum nachhaltigen Unternehmenserfolg im Mess- und Anreizsystem zu finden ist. Der Satz "Sage mir, wie du mich misst, und ich sage dir, wie ich mich verhalte" ist nur allzu wahr. Ein Anreizsystem, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens dazu anhält, sich mit den Kunden und dem Markt zu beschäftigen (anstatt primär mit sich selbst und seinen Planungsvorgaben) ist daher essenziell.

Das Thema Dezentralisierung der Entscheidungsverantwortung ist meiner Meinung nach differenziert zu betrachten. Natürlich ist es relativ problemlos möglich, Banken-, Drogerie- oder Supermarktfilialen dezentral zu führen - Filialen sind schließlich Klone einer Ursprungsfiliale. Wahre Benchmarking-Quellen tun sich da auf.

Wenn ich mir allerdings die stark vernetzten Entwicklungs- und Produktionsprozesse z. B. eines Flugzeug- oder Automobilherstellers anschaue, wird es mit der Dezentralisierung schon schwieriger. Das heißt aber nicht, dass man das Know-how der Mitarbeiter nicht durch ein sinnvolles Mess- und Anreizsystem mobilisieren könnte. Budgetierung halte ich auch dort für schädlich. Hier ist allerdings der Leser gefordert, die gewonnenen Erkenntnisse entsprechend selbst zu transferieren. Eine vollständige und fertige Lösung für jede Unternehmensform liefert dieses Buch natürlich nicht.

Fazit: Ich empfehle das Buch zur Lektüre und zur Meinungsbildung, weil es die wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Unternehmens adressiert - nämlich die Anreize und die Werte, die in einem Unternehmen existieren. Das heißt der Mensch ist der Erfolgsfaktor. Und es liefert genügend provozierende Thesen, mit denen sich der Leser kritisch auseinander setzen kann. Daher halte ich das Buch für eine Bereicherung meiner Bibliothek.

Fünf Sterne wären für mich aber Ausdruck undifferenzierter Begeisterung. Ein Stern würde den Anschein wecken, die wesentlichen Aussagen des Buches nicht verstanden zu haben. 4 Sterne finde ich ok, auch wenn der hohe Preis mich fast zu 3 Sternen tendieren lässt.
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am 6. November 2006
Es gelingt Nils Pfläging die historisch gewachsene Führungsstruktur 'Management by numbers' dem neuen Denkansatz 'Beyond Budgeting' anschaulich gegenüberzustellen und mit praktischen Beispielen zu untermauern. 'Die Geschichte eines Pioniers:AES, Aldi, Semco, Gore u.a.' stellt in jedem Kapitel jeweils Unternehmen vor, die mutig genug waren dem Nahe liegenden statt theoretischen Zahlenspielen zu folgen und dafür mit Erfolg belohnt wurden.

Nils Pfläging verfügt über ein umfassendes Detailwissen, das den Leser im besten Wortsinn durch die komplexe Thematik führt. Die übersichtliche Gliederung erlaubt zudem ein Querlesen zu einzelnen Themenschwerpunkten; das macht es gut - auch für Führungsanfänger.
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am 14. Mai 2008
Pfläging schreibt entlarvend ziemlich am Anfang:
"Beyond Budgeting ist wahr. Und es funktioniert".

Nun, mann sollte in einer Wissenschaft keine Glaubenssätze aufstellen. Die Gefahr widerlegt zu werden, ist doch einfach zu groß!

Lesen Sie lieber Eric Beinhocker: Der Ursprung des Wohlstands. Oder Phil Rosenzweig: Der Halo-Effekt.
Und wenn Sie dennoch was über Planung und Budgetierung lesen wollen, dürfen Sie gerne auch mein Buch lesen, Sie müssen aber nicht und Sie müssen das auch nicht glauben, was ich schreibe. Seien Sie lieber kritisch und nutzen Ihren Verstand als anderen nachzulaufen.
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am 4. März 2007
Das neue Buch "Führen mit flexiblen Zielen" von Niels Pfläging ist ganz hervorragend und kommt genau zur richtigen Zeit. Pfläging zeigt auf, wie es heutzutage in den meisten Unternehmen zugeht und wie es eigentlich laufen sollte. In vielen Unternehmen herrschen Zustände wie im 'Alten Rom'. Der Ton hat sich verschärft und die Verunsicherung und Angst der Mitarbeiter ist groß. Das Irre daran ist: Das Alles kostet unendlich viel Kraft... brauchte aber gar nicht zu sein!

Mit Beyond Budgeting assoziiert man - fälschlich verkürzt - die Abschaffung der Budgets. Niels Pfläging geht es aber weit darüber hinaus um eine gänzlich andere Führungskultur in den Unternehmen und er belegt an Hand gut eingestreuter Beispiele, dass dadurch nicht nur die Führungsarbeit humaner, fairer, sondern auch die Performance der jeweiligen Unternehmen nachhaltig besser würde und, wie die Beispiele zeigen, tatsächlich auch wird. Das Buch öffnet die Augen und bietet einen alternativen, höchst leistungsfähigen Führungsansatz.

Die von Pfläging intendierte, sehr segensreiche neue Führungskultur braucht zuerst einmal gegenseitiges Vertrauen zwischen den Führenden und den Geführten. Erst durch das Erbringen dieser Vorleistung hat man die fundamentale Option in der Hand, um sich dann auf eine humanere und zugleich noch leistungsfähigere Führungskultur hin zu entwickeln. Die Schaffung dieser Basis-Option ist die Voraussetzung dafür, dass die Unternehmenszentrale ihren Führungsgriff lockern und Entscheidungsspielräume an die Peripherie verlagern kann, ohne die Sorge haben zu müssen, die Kontrolle über das Ganze zu verlieren. Die Überwindung der starren Budget- und Zielrituale ist dann nur noch konsistent zu diesem ideologisch und organisations-psychologisch eingeleiteten Dezentralisierungsprozess.

Pfläging belegt in seinem Buch, dass ein alternatives unternehmerisches Steuerungsmodell nach Beyond-Budgeting-Prinzipien ganz und gar 'praktisch' und der Wandel 'machbar' ist.

Wie gesagt: Ein tolles und überaus lesenswertes Buch, das viel gibt!

Danke, Niels Pfläging.
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