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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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3,8 von 5 Sternen
Empire: Die neue Weltordnung
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 5. Oktober 2009
Mit "Empire" bezeichnen Hardt und Negri ein globales Netzwerk, ein neues Weltreich ohne nationalstaatlichen Einfluss. Infolge der Globalisierung entsteht ein politisches und ökonomisches Konstrukt ohne Grenzen und ohne Zentrum, das v. a. durch moderne Kommunikationstechniken vernetzt ist. Kurz nach der Erstveröffentlichung vor zwei Jahren avancierte diese Gesellschaftsanalyse von Hardt und Negri zur Bibel der Globalisierungsgegner. Selbstbewusst folgt das Autorenduo der Tradition anderer Denker und Philosophen wie Adorno und Horkheimer, Marx und Engels. Wer einen schnellen Überblick wünscht, sollte die Finger davon lassen: Der weitaus grösste Teil des Buches beschäftigt sich mit der europäischen Ideengeschichte. Es ist ein philosophischer Text, den manch einer schwer verdaulich finden wird, wenn er sich durch die mit "Ontologie", "Immanenz" und "Dialektik" durchtränkten Seiten mühen muss. Doch an vielen anderen Stellen wiederum erfreuen die Autoren durch scharfsinnige und mit feiner Ironie abgeschmeckte Beobachtungen. getAbstract.com empfiehlt diesen faszinierenden Entwurf allen, die bei der hitzigen Diskussion um das Reizwort "Globalisierung" mitreden wollen und die die Lese- und Denkarbeit nicht scheuen.
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am 22. Januar 2017
Kann nichts mit dem Buch anfangen. Ist für mich oberflächlich und langweilig. Das ist obsoleter Idealismus. Die Autoren glauben irgendwelche Prinzipien erkannt zu haben im ganz sinnlosen Spektakel von Konsumwunsch und Besitzgier. Was soll ein Empire sein? Eine Blase, die noch schneller platzt als sie wahrgenommen wird? Mich stört die Überheblichkeit der Autoren. Man kann ihre Geldgier, die Tantiemenbestimmung der Schrift fast riechen. Die zwei Herren spielen geheimnisvoll miteinander und der Leser soll wohl verzaubert folgen. Warum zwei Sterne? Es gibt noch viel schlechtere Bücher.
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am 8. Oktober 2006
Das Buch beschäftigt sich mit den Auswirkungen der monopolaren Welt, die sich nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Verfall der Sowjetunion als einer weltmachtpolitischen Grundsäule im neuen Jahrhundert ergeben werden, nachdem nur die eine weltmachtpolitische Kraft, die USA, als Einziges gemäß ihrer machtpolitischen Bedeutung geblieben ist. Die Autoren beleuchten diese Frage auf dem Hintergrund der Tatsache, daß zusätzlich zu dieser machtpolitischen Frage auch die Erwerbs- und Industriegesellschaft nach altem Schlag des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu Ende geht und uns ein neuer entfesselter Kapitalismus in globalisiertem Maßstab bevor stehen könnte: eine neue Weltökonomie im Rahmen globalisierter Gesellschaften, die eine ganz neue Form der Herausforderung im 21. Jahrhundert erbringen wird. Das Buch, das eine pessimistische Hypothese für diese Nachzeit zu sein scheint, gibt, ohne die philosophischen Wurzeln des sog. Abendlandes mit Aufklärung und Humanismus aus dem Auge zu verlieren, Risiken und Möglichkeiten einer neuen, fortschrittlichen Gesellschaft an – wenn auch die Indizien, soweit sie heute verfügbar sind, noch kein klares Bild zu geben erlauben. Hardt und Negri verfolgen, gemäß einigen Lesern ihres Buches, ein neues Kommunistisches Manifest; mir allerdings scheint wichtiger, dieses viele Phänomene des letzten Jahrhunderts zusammenfassende Werk zu verstehen als das, was es ist: Der Versuch einer Generalsicht dessen, was war, und dessen, was sein könnte. Insofern ein Buch, das zu Debatten und kontroversen Überlegungen herausfordert, in produktivem und provokativem Sinne. Für mich deshalb ein produktives, ein sehr lesenswertes Buch.
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am 8. März 2003
Dass ein Buch mit angeblich "kommunistischem" Anspruch ausgerechnet im Hausverlag der US-Elite-Univerität Harvard erscheint, wirft schon die Frage auf, welche objektive Funktion die These vom "Empire" hat.
Hardt und Negri machen durchaus einige richtige Beobachtungen über neue Erscheinungen der Internationalisierung von Wirtschaft und Macht. Sie wenden sich auch völlig zu Recht gegen die Träumereien, die das Rad der Geschichte zurückdrehen und mit Hilfe der Nationalstaaten den Kapitalismus unter Kontrolle bringen wollen.
Was aber das Buch selbst für G. W. Bush am Ende tröstlich macht ist die zentrale These, dass es keine Alternative zur imperialen Weltherrschaft gibt. Hardt und Negri versuchen vor allem darzulegen, dass die Arbeiterbewegung tot ist und mit ihr alle Vorstellungen von einer internationalen Revolution gegen die Herrschaft der internationalen Monopole begraben werden müssten. Dieser These kann ich nicht folgen. Schon allein wegen der revolutionären Gärung in Lateinamerika nicht, die für mich ein praktischer Beweis ist, dass die internaitonale revolutionäre Bewegung vor einem neuen Aufschwung steht.
Das ärgerlichste an dem Buch von Hardt und Negri ist die Methode, eine Behauptung aus der anderen abzuleiten ohne irgendwelche konkreten Fakten als Beweise vorzulegen. Wenn man das neue Buch von Stefan Engel "Götterdämmerung über der neuen Weltordnung" gelesen hat, wo die internationale kapitalistische Wirtschaft wissenschaftlich analysiert wird, dann kann man einen solchen oberflächlich-überheblichen Stil nur noch schwer ertragen.
Fazit: Wenn sich frustrierte Seminarmarxisten selbst bestätigen wollen, dass man nichts mehr machen kann, dann ist "Empire" genau richtig. Wer allerdings die Welt verändern will, der sollte lieber zu dem Buch von Stefan Engel greifen.
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am 24. Mai 2010
Die Postmoderne ist imperial und den beiden Autoren gelingt eine handwerklich glänzende Analyse der herrschenden Kräfte. Die Krise der Postmoderne in Zeiten der Globalität ist eine schlüssig aufbereitet Krise der Moderne und die wiederum Folge der Krisen der Vergangenheit. Die Autoren plädieren für das Ende der Ausbeutung Ressourcen und Menschen), wider die Gier, die Macht und die Korruption. Die Krisen des Bankenwesens, die Unvollkommenheit der Ökologie (siehe Golf von Mexiko), die Divergenzen des Einkommens, die Krise von Erwerbsarbeit belegen das permanente Krisenszenario von vermeidbaren Unsicherheiten in der Postmoderne. Negri/Hardt treten ein für Vorschläge zur Emanzipation und zum Wandel - für eine Welt in der das Kapital den Menschen dient und nicht umgekehrt wie im "Empire", die Menschen dem Kapital als Vampirteffekt.

"Empire" sollte den Autoren nach auch nicht als das Amerikanische Imperium alleinig angesehen werden. Europa ist als imperialer Sender ab dem 17. Jahrundert der ursächliche Impulsgeber. Vor allem aber entstehen aber auch neue Imperiencluster, die nach den gleichen - oder verschärften - Prinzipien organisiert sind, wie z.B. China. "Empire" ist damit ein weltumspannendes, monolithisches Phänomen.

Die Widersprüche die das Systems geniert, oder auch die augenfälligen Bedrohungen der Demokratie und ungenutzte Massenkreativität legen die Autoren nahe als ein absehbar kollabierendes System, welches nach Gegensteuerung, wenn nicht Paradigmenwechsel verlangt.

"Empire" ist erfreulich optimistisches Plädoyer zur Wiederaufnahme des humanistischen Prinzips und einer ergebnisoffenen Suche nach der Freude am Sein.
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am 6. Februar 2003
Ich gebe zu: die Lobgesänge der Medien sind leicht übertrieben.
Dennoch bekommt "Empire" von mir die volle Punktzahl, weil es im Ganzen einfach ein absolut lesenswertes Buch ist.
Im Gegensatz zu zahlreichen Beschreibungen, die man über "Empire" liest und hört, ist es das erklärte Ziel der Autoren, einen "Werkzeugkasten" für den Kampf gegen die Auswüchse der globalen Ungerechtigkeiten bereitzustellen.
Dass dafür auch eine Analyse des Ist-Zustandes vonnöten ist, ist logisch. Völlig neu ist dabei die Postulierung eines weltumspannendes "Empire". Ob Negri/Hardt damit immer der Realität nahe kommen, das darf diskutiert werden.
Und ob man ebenfalls die "Leichtigkeit, ein Kommunist zu sein" so zu spüren bekommt, wie die Autoren am Schluss noch heimlich anmerken, darf abgewartet werden.
Dieses Buch sollte man lesen, zumindest in Grundzügen, da es einen grundlegenden Beitrag darstellt zur Standortbestimmung unserer Zeit darstellt. Anschliessend darf kritisiert werden.
Ein besonders guter Artikel erschien übrigens in der Zeitschrift "konkret" (ausgerechnet) Jahrgang 2002.
halber Minuspunkt: hoher Preis für die gebundene Ausgabe!
Lieber die broschierte Studienausgabe abwarten.
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am 12. Februar 2003
Ich gebe zu: die Lobgesänge der Medien sind leicht übertrieben.
Dennoch bekommt "Empire" von mir die volle Punktzahl, weil es im Ganzen einfach ein absolut lesenswertes Buch ist.
Damit stehe ich nicht alleine. An vielen Universitäten wurden Seminare nur auf dieses Werk abgestellt, nachdem die Popularität immer weiter zunahm. Der renommierte Philosoph und KWI-Preisträger Slavoj 'Zizék nannte es gar das "Kommunistische Manifest des 20. Jahrhunderts" !
Ein lesenswerter Artikel erschien übrigens in der Zeitschrift "konkret" (ausgerechnet) Jahrgang 2002, aber auch jede andere Zeitung von Rang hat sich intensiv mit diesem Buch auseinandergesetzt. Stöbern nach Rezensionen lohnt sich also!
Im Gegensatz zu zahlreichen Beschreibungen, die man über "Empire" liest und hört, ist es das erklärte Ziel der Autoren, einen "Werkzeugkasten" für den Kampf gegen die Auswüchse der globalen Ungerechtigkeiten bereitzustellen.
Dass dafür auch eine Analyse des Ist-Zustandes vonnöten ist, ist logisch. Völlig neu ist dabei die Postulierung eines weltumspannendes "Empire". Ob Negri/Hardt damit immer der Realität nahe kommen, das darf diskutiert werden.
Und ob man ebenfalls die "Leichtigkeit, ein Kommunist zu sein" so zu spüren bekommt, wie die Autoren am Schluss noch heimlich anmerken, darf abgewartet werden.
Dieses Buch sollte man lesen, zumindest in Grundzügen, da es einen grundlegenden Beitrag darstellt zur Standortbestimmung unserer Zeit darstellt. Anschliessend darf kritisiert werden.
Da die gebundene Ausgabe nur zu einem wirklich unverschämt hohen Preis zu haben ist, sollte auf die nun endlich vorliegende broschierte Ausgabe zurückgegriffen werden oder sich die englische Originalausgabe besorgt werden, die inzwischen für unter 15 Euro zu haben ist und gut lesbar ist.
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am 12. Juni 2002
Mit den Thesen aus Empire ist sicher nicht jeder einverstanden, aber eine sachliche Auseinandersetzung kann auch dann nicht schaden, wenn man Hardts und Negris politische Überzeugungen nicht teilt. Empire ist eben nicht nur ein Manifest, sondern vor allem eine politische Analyse und Theorie. Empire erklärt uns die Welt: das Zeitalter des globalen Kapitalismus und eine Macht- und Herrschaftsform ganz neuen Ausmaßes (Biopower). Die originelle, oft überraschende und letztendlich immer schlüssige Kombination vielfältigster Theorien und Denkansätze in marxistischer Tradition ist aufregend zu lesen und ermöglicht am Ende eine ganz neue Sichtweise auf die politische Verfasstheit der Gegenwart und damit auf die Welt, in der wir leben. Und in dieser Welt ist Veränderung möglich - das ist die grundsympathische und hoffnungsvolle Vision von Michael Hardt und Antonio Negri, die all jenen, denen Denken und Weltverändern Spaß macht, ans Herz gelegt sei. Und wie singen doch gleich Tocotronic auf ihrer neuen CD: „Hier kommt das Imperium"!
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am 20. März 2006
Seit Spinoza ist in der abendländischen Philosophie nicht mehr ein derart beeindruckender Versuch unternommen worden, die Welt als Ort der vollkommenen Immanenz zu denken, wie in Hardt/Negris "Empire". In Zeiten einer praktisch wie theoretisch schwer zu fassenden "Globalisierung" war dieser erneute Versuch überfällig - und er ist derart überzeugend und aufwühlend geraten, einen Nerv der Zeit präzise treffend, dass man in der Tat von einem epochalen Werk sprechen muss. Jenseits altlinker Scholastik, Dogmen und Träumereien wird hier der König - globaler Kapitalismus und permanenter Weltbürgerkrieg - bis auf die nackte Haut entkleidet - darunter zum Vorschein kommt der Mensch als Möglichkeitsform. Ein großes humanistisches Werk, ein Werk der Liebe und der Rückgewinnung des Politischen. Vergleiche mit Autorenpaaren wie Marx/Engels, Horkheimer/Adorno oder Negt/Kluge liegen nahe, doch ist "Empire" weit mehr - es versammelt die vielfältigen Stimmen der Multitude zu einem gemeinsam Chor: Denken und Handeln haben wieder einen Horizont und die tote und tötende Politik der Gegenwart zeigt im Spiegel dieses Werkes ihre eigentliche Fratze und wir glauben nicht, sondern wir w i s s e n jetzt, dass Demokratie, Frieden und Humanität jenseits der gegenwärtigen Ordnung entstehen. Wir müssen es nur denken und tun.
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am 19. April 2004
Nicht leicht zu lesen, aber ein wichtiges Buch, das die Perspektive zeigt, u.a. die Unvermeidbarkeit des Irakkrieges, der von Anfang an mit seiner gegebenen Rechtfertigung auf mehr als tönernen Füßen stand. Das Empire duldet keine weißen Flecken auf der Landkarte, kein Zipfel des Globus darf unbewacht und unausgebeutet bleiben. So war es das Öl, das den Irakkrieg anfeuerte, keine neue Erkenntnis, aber Empire beschreibt die unvermeidliche und kühle Logik, die diesen Krieg möglich - und leider notwendig machte. Es zeigt aber auch, dass solche Aktionen der Beginn des Niederganges sind - und das gibt Hoffnung.
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