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am 16. September 2011
Drei Bücher sind in diesem September 2011 erschienen, die aus verschiedenen Perspektiven alle ein und dasselbe Thema beleuchten: es geht ihnen allen um die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern, bzw. die Notwendigkeit einer Rückkehr zu einer bewussten Übernahme dieser Verantwortung.

Die ZEIT-Journalistin Susanne Gaschke klagt in ihrem Buch "Die verkaufte Kindheit" an, dass die Kindheit zu einem Objekt von Geschäften verkommen ist, dass sie regelrecht "verkauft" werden von Firmen und Medien, für die Kinder der ideale Kunde sind. Ein Phänomen, das es noch nicht so lange gibt, dass aber den Kindern für ihre Entwicklung wesentliche Dinge sozusagen stiehlt.
Gefragt, was sie denn bei all ihrer Kritik unter einer glücklichen Kindheit verstehe, hat Susanne Gaschke geantwortet: "Das wird jeder Mensch unterschiedlich beantworten. Aber einige Dinge gehören dazu: Geborgenheit und Verlässlichkeit, Liebe, Zuwendung, Gelobtwerden, Verstandenwerden. Kinder brauchen ein 'Draußen', sie müssen die Welt erklettern und erkriechen. Sie müssen ausreichend schlafen. Und sie brauchen Bücher."

Und vor allen Dingen, so Gaschke, brauchen sie Eltern, die bereit sind, auch einmal Nein zu sagen, sie brauchen Eltern, die erwachsen und reif handeln, damit ihre Kinder möglichst lange Kinder bleiben können.

Ihre Kollegin bei der FAZ, Melanie Mühl, hat zur gleichen Zeit, mit ihrem Buch "Die Patchwork-Lüge" eine der wesentlichen und dramatischen Lebenslügen von immer mehr Menschen und einer ganzen Gesellschaft angegriffen. Sie beklagt eine Gesellschaft, die nicht wahrhaben will, welche schlimmen und meist lebenslangen Folgen die immer mehr zunehmenden Scheidungen von Ehen für die sogenannten Scheidungskinder hat. Eine Gesellschaft, deren Mitglieder in einer immer größeren Zahl einfach nicht erwachsen werden wollen:
"Heute ist uns die Vorstellung davon, was Erwachsensein heißt, abhandengekommen. Erwachsen sein heißt, Entscheidungen zu treffen. Indem wir uns auf eine Option festlegen, schließen wir andere Optionen aus. Wir verzichten auf etwas und übernehmen für etwas Verantwortung, für einen Menschen zum Beispiel oder für eine Familie.
Erwachsensein bedeutet, die banale Tatsache zu akzeptieren, dass sich nicht jeder Wunsch verwirklichen lässt und Lebensabschnitte einander abwechseln. Erwachsensein kann ein beruhigendes Gefühl vermitteln. Die Möglichkeitswelt ist kleiner geworden, sie erfordert keine permanenten Revision, weil man nicht fürchtet, Erlebnisse, Menschen oder irgendetwas sonst zu verpassen. Man ist angekommen."

Der Kinderpsychiater und Psychotherapeut Michel Winterhoff setzt in seinem neuen hier anzuzeigenden Buch "Lasst die Kinde wieder Kinder sein!" in der Analyse seinen Schwerpunkt etwas anders, kommt aber zu ähnlichen Schlüssen. In einem Interview sagt er:
"Wenn man sich in unserem Alltagsleben umschaut, sieht kann immer mehr Menschen, die sich scheinbar in einer Art Hamsterrad befinden. Da gibt es keine Ruhe, keine Erholung, nur ein ständiges Weiterdrehen auf immer höheren Touren. Diese Menschen verhalten sich, als befänden sie sich direkt im Angesicht einer große Katastrophe."

Er möchte mit seinem Buch dazu beitragen, die Zusammenhänge zu verstehen, die uns in das Rad hineingetrieben haben. Die meisten Menschen, eben auch Eltern von Kindern, haben sich dort eingerichtet, ihre krank gewordene Seele sucht ständig nach Dingen, die sie im Hamsterrad festhalten. Doch das ist weder für sie selbst noch für ihre Kinder gut. Denn Erwachsene, die ständig im "Katastrophenmodus" sind, wie Winterhoff das nennt, übertragen diesen Stress auf ihre Kinder und können sich dann auch nicht mehr intuitiv richtig verhalten. Die Folge sind dauerhafte Beziehungsstörungen zwischen den Eltern selbst und auch mit ihren Kindern. Auf Dauer gehetzte Menschen können die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens in der Gesellschaft nicht mehr tragen.

Mit vielen Beispielen auch aus seiner therapeutischen Praxis zeigt Michael Winterhof Alternativen auf, Auswege aus dem Teufelskreis des Mehr, Schneller, Besser ....
Nur die Erwachsenen, so seine überzeugende These, die sich in ihrem Umgang mit Distanz, mit Ruhe, Selbstreflexion und dem Wiederentdecken ihrer Intuition neu definieren und verändern, können ihren Kindern wieder ein echtes und erwachsenes Gegenüber werden. Es ist genau das, was sie brauchen, um selbst erwachsen werden zu können und um später, im Verhältnis zu ihren eigenen Kinder, nicht das zu wiederholen, was Melanie Mühl in ihrem Buch so beschreibt:

"Wir sprechen nicht über ein paar Kindheitstraumata, die nur die Persönlichkeit Einzelner betreffen, wir sprechen über nicht weniger als den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Kinder, die in unverbindlichen Sozialkonstruktionen aufwachsen, die sich selbst überlassen werden, verlieren jedes Gefühl für Bindungen, für Freundschaft, Liebe und Solidarität. Sie sind Vagabundierende, an keinem Ort verankert, ohne feste Beziehungen, nicht einmal der zum eigenen Ich. Das macht sie zu tickenden Zeitbomben. Denn irgendwann werden die Kinder Erwachsene sein, und das psychische Profil einer ganzen Generation prägen."

Michael Winterhoffs Buch ist zusammen mit den anderen eine von vielen Stimmen, die in diesen Zeiten für die Rückkehr und die Wiederbesinnung auf Werte und Fähigkeiten werben, die uns im Bezug auf unsere Kinder über Jahrzehnte schleichend aus den Händen genommen wurden. Wir haben es zugelassen, deshalb können wir es auch wieder ändern.
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am 8. November 2011
Im Gegensatz zum Autor werde ich mich kurz fassen:
Das Kernthema und die Beleuchtung der Streßfaktoren unserer Zeit sind gut erfasst und nachvollziehbar mit guten Beispielen dargestellt. Auch ich finde mich in vielen Situationen wieder.
Was mich an dem Werk stört sind vor allem zwei Punkte:
- einerseits das dauernde Wiederholen einiger Askepte (teilweise über 10 Seiten und mehr hinweg)
- andererseits fehlt mir durchweg ein wenig mehr wissenschaftliche Ausarbeitung mit fundierten Belegen. Alltagsbeispiele und Theorien sind keine "Analyse" (ein Wort, das der Autor ebenfalls unzählige Male wiederholt).

Der Inhalt des Buches könnte locker in einen Zeitungsartikel gepackt werden - für ein Buch ist mir zuviel seichtes BlaBla ohne Belege drumherum.
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am 30. Oktober 2011
Das Buch habe ich verschlungen, denn es ist wirklich sehr gut zu lesen. Es ist auch sehr einleuchtend und hat bei uns viele gute Diskussionen entfacht und uns auch dazu gebracht, über das eine oder andere nochmals nachzudenken und Dinge zu verändern - mit positivem Effekt!
Einzig die (sehr) vielen Wiederholungen lassen einen manchmal über den Text fliegen.
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am 11. November 2014
Ich war bei einem Vortrag von Herrn Winterhoff anwesend, deswegen besorgte ich mir das Buch. Für meinen Geschmack wird sehr viel ausgeholt, aber der Kern ist treffend.

Empfehlen würde ich es trotzdem
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am 4. März 2015
Mogelpackung. Finger weg!
Ich habe das Buch spontan im Laden gekauft und mich auf Titel und den Sticker "Spiegel-Bestseller" verlassen. Großer Fehler!
Winterhoff erzählt kaum Neues, hat seine Erkenntnis aber auf einigen Seiten plausibel erklärt. Das macht höchstens 30% des Buches aus. Um Kinder geht es in max. 3%. In den restlichen 2/3 löst er den von ihm beschriebenen "Katastrophenalarm" aus.
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am 9. September 2015
Dieses Buch gibt genau das wider, worum ich mir schon viele Jahre Gedanken mache. Die Gesellschaft hat sich verändert, die Erwachsenen und ihr Verhalten gegenüber den Kindern, insbsondere das Verhalten gegenüber Kleinkindern. Sie werden zu oft als Erwachsene behandelt. Man vergisst, gerade wenn Kinder bereits im Kleinkindalter zu groß (groß wie lang) geraten sind, dass sie noch klein sind und Kinder eben. Michael Winterhoff erklärt wunderbar und für jedermann verständlich, warum die Kinder heutzutage so sind wie sie sind und dass das so nicht bleiben muss. Es ist noch nichts verloren!
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am 23. März 2012
"Lasst die Kinder wieder Kinder sein! Oder: Die Rückkehr zur Intuition" von Michael Winterhoff lässt den Leser sehr kritisch auf die eigenen vermeintlichen Freiheiten schauen. Sind wir heute in der Gesellschaft der "unbegrenzten Möglichkeiten" wirklich "frei"? Sind wir wirklich noch "Herr unserer Selbst"? Ist es uns überhaupt noch möglich eine Auszeit zu nehmen, wirklich zu entspannen oder einmal tatsächlich "nichts" zu tun? Wann haben Sie das letzte Mal wirklich nichts getan?

Mit diesen spannenden Fragen und vielem mehr, sowie konkreten Lösungsansätzen um selbst aus dem "Hamsterrad" zu entkommen, beschäftigt sich Michael Winterhoff in diesem Buch. Es lässt sich wunderbar lesen, ist klar verständlich, einleuchtend und vor allem regt es zum Nachdenken an.
Das Problem des ständigen Stress und dessen Auswirkungen auf unser Verhalten stellen den Mittwlpunkt dieser Werks dar. Damit wird auch auf das Verhalten unseren Kindern gegenüber klar beleuchtet, welches den Rahmen bildet.

Das Buch ist für Jedermann empfehlenswert, da der Fokus auf der "Selbstkritik - sowie Selbstfindung" liegt und sich nicht, wie der Titel vermuten lässt, ausschließlich um Kinder dreht.
Ein Wirklich gelungenes Werk.
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am 15. Februar 2013
Diese Bewertung habe ich gewählt,weil es mir in einfachen Worten erklärt,worauf ich ihm Umgang mit meinem Sohn achten sollte.Es gibt mir gute praktische Tipps dazu
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am 15. Mai 2014
Wie erwartet ist auch dieses Buch durchschlagend. Hoffentlich lesen dies Buch viele Menschen. Treffender kann man es nicht beschreiben.
Danke
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am 24. Juli 2015
Habe das Buch geschenkt bekommen. Ich finde es langweilig geschrieben (zu viele Fachbegriffe), verwirrend und nicht verständlich. Würde das Buch nie selbst kaufen. So wie es verstehe sucht er das Problem bei den Eltern, das mag ja manchmal zutreffend aber in meinem Fall finde ich nicht.
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