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Kundenrezensionen

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am 20. Februar 2004
Wer eigentlich ist/war dieser Jesus? Wie hat unter den Menschen seiner Erdenzeit gewirkt? Wo stand er zwischen römischer Unterdrückung und messianischer Endzeiterwartung? Theißen, Professor für Neues Testament an der Universität Heidelberg, zeichnet in seiner erzählenden Jesusforschung genau diese Fragen nach und schuf damit einen historischen Tatsachenroman, der den Leser eintaucht in die damalige Zeit. Er stützt sich dabei nicht nur auf die Bibel, sondern auf die historischen Quellen dieser Zeit. Ein nüchterndes, ein packendes Bild, bei dem die Dimension des Gottessohnes (gewollt) zu kurz kommt. Der „Schatten" ersetzt die Lektüre des Neuen Testaments nicht. Im Gegenteil, er weckt das Interesse daran ganz neu.
Weitere Literaturtipps: Die Bibel; „Glaube hat Gründe" (Klaus Douglass).
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am 29. Dezember 2009
Ich kann mich den vorhergehenden positiven Rezensionen nur voll und ganz anschließen. Jenseits der traditionellen Leben-Jesu-Forschung, die, wie bereits Albert Schweitzer kritisierte, nur den Jesus gefunden hat, den sie auch finden wollte, bietet dieser Band eine historisch-kritische Analyse. Parallelen zur Vergleichstexten im Alten Orient und in der hellenistischen Tradition werden - um den Lesefluss nicht zu stören - als Fußnoten gegeben und zeugen von der wissenschaftlichen Herangehensweise des Autors. Insbesondere die Werke des Flavius Josephus (v.a. Jüdische Altertümer) bieten eine wichtige Quelle für Theißen, werden aber auch selbst in ihrer Authentizität kritisch beleuchtet.

Besonders überzeugend sind die Schilderung der politischen und sozialen Situation Palästinas zur Zeit Jesu sowie der Brückenschlag zum Judentum als interreligiöser Dialog und als unverzichtbarer Verweis auf gemeinsame Traditionen. Trotz etwaiger Verschiedenheiten wird das Verbindende, nicht das Trennende gesucht, auch vor dem Hintergrund der Gräuel der NS-Zeit.

Interessant ist dieses Buch sicherlich für Interessierte als Hinführung, für Theologiestudenten als Einführung und für Pfarrer als Weiterführung ihrer Beschäftigung mit dem historischen Jesu. Was aber bringt mir als Christ das Buch? Trotz aller Ernsthaftigkeit und Wissenschaftlichkeit (die er in Form eines fiktiven Korrespondenzpartners stets selbst hinterfragt) verleugnet Theißens Buch nicht die Lebendigkeit und Lebensnähe des Evangeliums, der "Frohbotschaft", sondern füllt sie eher mit Inhalt. Theißen streift die lange Schleppe der mittelalterlichen (und teilweise auch neuzeitlichen) Verklärung und Stilisierung Jesu ab und versucht sich dem Umfeld Jesu und damit ihm als Mensch zu nähern. Der fiktive Erzähler Andreas entwickelt dabei einen ganz eigenen, tröstlichen und herzerwärmenden Zugang zu Jesu, geprägt von Hoffnung und Widerstand gegen die Unterdrücker.

Am Schluss bleibt es dem Leser nur noch, wie Pilatus, auf Jesu zu weisen: "Seht, was für ein Mensch!" Verbunden mit der Zuversicht, dass schlussendlich alle Menschen schließlich menschlich werden.

FAZIT: Eine einzigartige Synthese aus Wissenschaft und Fabulierkunst, die einen sehr lebendigen Zugang zu den Evangelium eröffnet und dazu hilft, aus ihnen wirklich eine frohe Botschaft zu machen, "von der man singet, saget und fröhlich ist" (Luther). Für Zweifelnde und Glaubende gleichermaßen interessant, weil keine Doktrin aufgezwängt, sondern die Entscheidung ganz dem Leser anheimgestellt wird!
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am 11. März 2016
Zeitloser Action-Thriller, der in Palästina spielt, aber auch in Düsseldorf spielen könnte. Andreas, Sohn aus einem "liberalen Elternhaus" (S.36) gerät auf der Suche nach seinem alten Kumpel Barrabas in eine unangemeldete Demo, wird von der Polente festgesetzt und kommt nur deshalb wieder frei, weil er für die Römer den Schlapphut macht. Andreas reist mit seinem Maultier kreuz und quer durchs Gelände und berichtet seinem Führungsoffizier Metilius über diverse religiöse Cliquen: Zeloten, Jesus-Spinner, Gruftis, Autonome, Apokalyptiker und Halbstarke. Dabei entstehen viele interessante Gespräche, die ich teilweise nicht verstanden habe, die man aber vermutlich als philosophisch bezeichnen könnte. Definitiv spannender ist die Liebesgeschichte, die Theißen geschickt einflechtet. Andreas verknallt sich in die blutjunge Briseis, eine total abgespacete Voodoo-Priesterin, die hinreißend von Diane Krüger gespielt wird. Ein unbedingtes Muß für Fantasy-Fans! Das rockt!
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am 29. Juli 2015
..vermittelt uns Gerd Theißen im vorliegenden Buch.
Dabei ist die Grundidee durchaus vielversprechend: Ein wohlhabender Kaufmannssohn gerät am Rande einer Demonstration zwischen die Fronten und wird von den Römern verhaftet.
Er wird vor Pontius Pilatus geführt, der als Bedingung für eine Freilassung eine Art Spionageauftrag verlangt. Unser junger "Held" soll sich auf die Spuren des Wanderpredigers Jesus machen um die Gefahr weiterer Aufstände auszuloten und Pilatus darüber zu berichten.
Für mich gelingt es dabei aber leider nie, eine Atmosphäre beim Leser zu erzeugen, die ein Gefühl von Zeitreise hinterlässt. Alles, auch die Gespräche mit Pilatus und sonstiger Menschen, die den Weg unseres "Spions wider Willen kreuzen wirkt nüchtern, sachlich und ohne größere Höhen und Tiefen und man hat ständig das Gefühl, alle Beteiligten würden nach Dienstschluß die Kostüme zur Seite legen und ins Auto steigen.
Unklar bleibt, für mich zumindest, welche Absicht Gerd Theißen beim Schreiben dieses Buches verfolgt.
Da begegnen wir Menschen, die ihre Toten begraben und mit dem Wort Jesu, dass die Toten ihre Toten begraben sollen, konfrontiert werden - dies aber ablehnen. Es wird der Eindruck eines mitleidlosen Fanatikers vermittelt, dem nur junge, leicht zu beeinflussende Menschen folgen.
Bei einer anderen Gelegenheit treffen wir an einer Zollstation auf eine Versammlung armer Gestalten, die offensichtlich Christentum im Zusammenhang mit der Erwartung reichlicher Speisungen durch einen neuchristlichen Zöllner sehen.
War es vielleicht so? Basiert Christentum auf einer Sekte für junge, leicht zu begeisternde Wirrköpfe und dem Zuspruch reichlich verpflegter Armer?
Mir schien es so, als ob der Autor diese Sichtweise zum Ausdruck bringen möchte, jedenfalls habe ich das so verstanden.
Ob das Christentum - wenn diese Sichtweise richtig wäre - dennoch zur Weltreligion hätte aufsteigen können, dafür habe ich nach dem Studium dieses Buches keine Antort parat.
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am 1. Mai 2008
Gerd Theißen (Professor für neutestamentliche Exegese an der Ruprecht-Karls-Universität) ist es gelungen mit diesem historischen Tatsachenroman eine wissenschaftliche Abhandlung über Jesus derart zu schreiben, dass sie auch für theologische und exegetische Laien gut verständlich ist. Dabei hält er sich an die Spielregeln der Wissenschaft, begründet seine Aussagen durch Erläuterungen in Fußnoten und verteidigt seine Methoden und Ansichten in Form von Briefen an Herrn "Kratzinger" am Ende eines jeden Kapitels.

Teilweise driftet der Roman zwar etwas in die Fiktion ab (vor allem was die Verwendung biblischer Namen betrifft), dennoch zeichnet er ein realistisches und nach momentanem Wissensstand korrektes Bild vom historischen Jesus. Zugleich vermittelt er aber auch die Arbeitsweise der Exegese und die Probleme derer sich diese ausgesetzt sieht.
Schwachstelle des Werkes ist meines Erachtens seine Bearbeitung der Barabbasszene, da hier die Darstellung aus den Evangelien scheinbar unreflektiert übernommen wurden, obwohl in der Fachwelt weitestgehend Konsens dahingehend besteht, dass diese Darstellung nicht den historischen Tatsachen entspricht - bedenkt man, dass diese Szene dann Grund für fast 2 Jahrtausende der Judenverfolgung wurde, finde ich dies schade!

Wer sich also als Laie mit der Forschung um Jesus von Nazareth und diesem selbst beschäftigen möchte, dem sie dieser Roman empfohlen.
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am 20. Juli 2006
Jerusalem, in der Zeit des Pontius Pilatus: Demonstrationen gegen die Römer sorgen für Tumulte auf den Straßen Jerusalems. Der jüdische Kaufmann Andreas gerät in eine Demonstrationen und wird festgenommen. Dass er auf der Suche nach seinem Freund Barrabas war, verrät er nicht in den Verhören. Barrabas gehört zu den Zeloten, die den offenen Widerstand gegen die Römer praktizieren. Andreas wird freigelassen, aber nur unter der Bedingung, dass er für die Römer spioniert. Er soll Material über neue religiöse Bewegungen in Palästina sammeln. Schließlich setzt man ihn auf einen Wanderprediger an. Er wendet sich gegen den Tempelkult und sein Name ist Jesus. Die Römer wollen wissen, ob sich eine neue terroristische Vereinigung um ihn bildet. Andreas reist Jesus hinterher.

Er spricht Menschen, die ihn gesehen haben oder die von ihm gehört haben und rekonstruiert sein Leben und seine Motive. Und so entwickelt sich auch für den Leser ein Bild von der Person Jesus und vor allem von der Zeit in der er gelebt hat und den Menschen um ihn herum.

Viele uns aus der Bibel bekannte Begebenheiten erscheinen im neuen Licht der religiösen und sozialen Welt des Judentums. Es wird verständlich, warum Jesus soviele Sympathien sammelte aber auch, warum er so viele Feinde hatte. Der Autor Gerd Theißen ist Professor für neutestamentliche Theologie an der Uni Heidelberg. Der historische Jesus ist ein Schwerpunkt seiner Forschung. Die Hauptperson Andreas ist erfunden, doch alles um ihn herum entspricht dem Stand der Forschung, die hier spannend wie ein Krimi herkommt. Daher ist dieses Buch absolut lesenswert, bei dessen Höhepunkt sich Andreas plötzlich zwischen Jesus und Barrabas entscheiden muss...
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am 19. August 2004
Das erste Mal wurde ich mit diesem Büchlein im Religionsunterricht während der Abiturvorbereitung konfrontiert. Zur Entspannung las uns unser Lehrer vor und bald darauf fühlte ich mcih wieder wie in der ersten Klasse. Was daran positiv sein soll? Nun, zugegeben, der Autor hat nicht den besten Schreibstil, dennoch hat seine Art zu schreiben sofort Zugang von mir erhalten, weil alles so schön einfach gestrickt und verständlich war. Also besorgte ich mri das Buch und habe sehr sehr viel daraus lernen können.. hätte ich das Buch doch schon für die Abivorbereitung gehabt..ich hätte noch besser sein können :)
Nun, jedenfalls ist es sowohl informativ, als auch belehrend und es hat mcih auch mal zum lachen gebracht.
Wer seinem Glauben kritisch Gegenübersteht, mehr über die Tradition seiner Religion und somit auch seines Volkes erfahren will, der sollte hier zugreifen. Der Autor weiß wovon er schreibt, behauptet nicht irgendwelchen Humbug, sondern zeichnet Jesus endlich mal als das, was er wirklich gewesen ist: Ein Mensch (und kein geringfügig radikaler (was Radikalität bedeutet wird im Buch in dieser Hinsicht schön zur Diskussion gebracht).
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am 3. Juni 2014
Gerd Theißen beschreibt in diesem Buch auf sehr interessante und unterhaltsame Weise das Leben zur Zeit Jesu, sowie die Probleme die sich durch die Besatzung der Römer für die Juden und die Urchristen ergaben.
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am 8. September 2005
Zuvor hatte ich "Die Bibel nach Biff" gelesen und war begeistert. Wollte mich dann allerdings etwas fundierter informieren, ohne mich dabei zu langweilen. Die Bibel selbst ist dafür natürlich eine Möglichkeit, doch fehlt mir dazu der Hintergrund von einigen Jahrhunderten historischer Forschung. Die fand ich in diesem Buch, das auf elegante Weise zweigleisig fährt. Wer unterhalten werden (und dabei viel über Jesus erfahren) möchte, liest sich einfach durch den kurzweiligen Text und vertraut auf die Gewissenhaftigkeit und die Fähigkeit zur kritischen Selbsteinschätzung des Autors.
Wer weiter in den Diskurs einsteigen möchte, blättert in der in den Fußnoten zum Beleg angeführten Sekundärliteratur (z.B. der Bibel, wie ich es mir doch einige Male nicht verkneifen konnte), oder versucht die Auseinandersetzung nachzuvollziehen, die der Autor in fiktiven Briefen an einen erfundenen Widerpart zwischen den Kapiteln andeutet.
Ein sehr lesenswertes Buch und zwar gleichermaßen für Christen (wie ich vermute), wie für Nicht-Christen.
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am 21. Juni 2013
zum Infhalt des Buches kann ich leider nichts schreiben, da ich das Buch für meine Freundin, die es in der Schule benötigte bestellt habe.
Lieferung und Preis wie gewohnt von Amazon unschlagbar gut. Äußere Erscheinung ist einwandfrei. Keine Mängel feststellbar.
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