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am 27. Februar 2016
Wer diesen Schlüssel sucht, hat den ersten Wegweiser zu ihm hier gefunden. Denn Kahneman macht das, was wir in unserer Gesellschaft, bezogen auf unsere inneren Prozesse, unseren Geist, unsere Gedanken, unsere Aktionen und Reaktionen bislang versäumt haben. Er differenziert den Geist des Menschen so, wie wir es auf unseren Körper bezogen ganz selbstverständlich tun. Und diese Differenzierung macht Sinn, weil unser Geist keine Einheit ist. Jeder weiß, allein aufgrund innerer Konflikte, dass der menschliche Geist aus sich voneinander unterscheidenden Aspekten besteht. Selbst wenn Kahneman ausschließlich in zwei Aspekte differenziert, so sind es meines Erachtens die beiden Wesentlichen.

Kahneman unterscheidet zwischen System 1 und System 2. Das ältere nennt er System 1. Es steht für das Unbewusste, das schnelle Denken. In meiner Arbeit als Coach nenne ich es: Der Urmensch im Zirkuszelt Der Urmensch im Zirkuszelt - Sich selbst und andere sinnvoll führen (Sachbuch). Es basiert auf Millionen Jahren Erfahrung. Das entwicklungsgeschichtlich neuere nennt er System 2. Es steht für das langsame Denken, unseren Intellekt. Ich nenne es 'Der Professor mit der Fernbedienung'. System 1 verfügt in Relation zu System 2 nicht nur über eine exorbitant höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, sondern auch über eine enorme Speicherkapazität. Somit ist es deutlich einflussreicher als der Intellekt es zumeist wahr haben will.

Das zeigt Kahneman anhand von Beispielen und Tests nachvollziehbar auf. Das allerdings kann für den, der sich bislang damit nicht beschäftigt hat, überraschend oder vielleicht sogar beängstigend sein. Wer aber den Mut (System 1) und den Intellekt (System 2) besitzt, sich mit den Inhalten von Kahnemans Buch auseinanderzusetzten, wird sich und andere besser verstehen und deshalb auch wirksamer beeinflussen können.
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am 21. April 2014
Man glaubt ja gerne, dass das eigene Denken richtig ist und versteht oft die Entscheidungen anderer nicht. Sie sind nicht nachvollziehbar, man kann nicht verstehen wie jemand zu einer solchen Entscheidung kommt. Die Lektüre dieses Buches erhellt viele Bereiche, die bisher eher im Nebel verborgen waren.

Die Unterscheidung in die Systeme 1 (schnelles Denken) und 2 (langsames Denken) ist genial. Wichtig ist die Erkenntnis, dass man die Alarmzeichen erkennen sollte, wenn man einen Gang langsamer und das eher träge System 2 dazu schalten sollte. Interessant sind auch die vielen Beispiele, die zeigen, wie wir zu falschen Entscheidungen kommen - immer wieder - weil der Mensch eben so denkt. Man sollte deshalb sogenannte Bauchentscheidungen gründlich mit System 2 (langsames Denken) analysieren und verifizieren, insbesondere dann, wenn viel auf dem Spiel steht, sofern Zeit vorhanden ist.
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am 15. April 2015
Dem 1934 in Tel-Aviv geborenen Kahneman wurde 2002 der 'Preis der Schwedischen Reichsbank in Wirtschaftswissenschaft zur Erinnerung an Alfred Nobel', umgangssprachlich 'Wirtschaftsnobelpreis', zugesprochen. Das vorliegende Buch ist eine Art Wegbeschreibung der Theorien, Versuche und Irrtümer, die Kahneman und sein Kumpel Amos Tversky im Laufe der Zeit entwickelt bzw. gemacht haben. Es fasst deren Verständnis und Vorstellung von Urteils- und Entscheidungsprozessen (unter Ungewissheit) beim Menschen zusammen, die maßgeblich von den Entwicklungen und Entdeckungen in der kognitiven und Sozialpsychologie der letzten Jahrzehnte geprägt wurden.

Das Buch besteht aus fünf recht unterschiedlichen Teilen. Im ersten Teil stellt Kahneman seine Theorie der Urteils- und Entscheidungsprozesse auf Basis zweier unterschiedlicher Arten des Denkens vor: des unwillkürlichen, automatisch laufenden System 1 und des mühevollen, für die Selbstbeherrschung zuständigen System 2. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Urteilsheuristiken und kognitiven Verzerrungen. Darauf basierend beschreibt der Autor im dritten Teil, 'Selbstüberschätzung', diese erstaunliche Konsequenz der menschlichen Probleme im Umgang mit statistischen Daten. Im vierten Teil präsentiert Kahneman die Schlüsselkonzepte seiner 'Neuen Erwartungstheorie (Prospect theory)', die er und Amos Tversky bereits 1979 veröffentlichten. Der letzte Teil schließt das Werk mit Betrachtungen über die Diskrepanz zwischen Erinnerung und Wirklichkeit.

Der Ansatz der beiden widerstreitenden Systeme 1 und 2 wird im ersten Teil ausführlich, recht überzeugend und mit vielen Experimenten und Versuchsanordnungen unterfüttert vorgestellt. Kahneman schreibt locker und fesselnd, seine Beispiele sind zwar nicht immer überzeugend, aber insgesamt sehr bedenkenswert. Das ändert sich, wenn sich der Autor mit Statistik befasst. Seine Verallgemeinerungen in Bezug auf heuristische Verzerrungen und logische Fehlinterpretationen sind nicht immer einleuchtend. Es mag daran liegen, dass ich persönlich eine gewisse Affinität zur Mathematik nicht leugnen kann. Doch mit der Verwendung der Bayesschen Statistik bei einfachen Wahrscheinlichkeitsberechnungen schießt Kahneman meines Erachtens mit Kanonen auf Spatzen. Einfaches Nachdenken und Beschreiben überzeugt mehr als komplizierte Berechnungen. Auch im dritten Teil, wo Kahneman die Bedeutung von Glück im Sinne zufälliger Ereignisse einführt und die Regression zum Mittelwert perpetuiert darlegt, sind seine künstlichen Experimente und die darauf basierenden Überlegungen empirisch nicht eindeutig fundiert. Menschen lassen sich nicht auf simple Wahrscheinlichkeiten reduzieren. Der Preisträger zeigt sich hier als bemerkenswerter Technokrat. Auch ist Selbstüberschätzung kein unbekanntes Phänomen; doch warum sind gerade diese Personen (trotzdem oder deswegen?) in unserer Gesellschaft so erfolgreich?

Kahneman und Tversky erforschten in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts, wie Menschen Entscheidungen treffen. In zahlreichen Beispielen zeigten die beiden, dass Verluste stärker ins Gewicht fallen als entsprechende Gewinne. Die Autoren fokussierten dabei auf die Fehleinschätzungen von Wahrscheinlichkeiten. Aussagen wie »Tsunamis sind selbst in Japan sehr selten, aber das Bild ist so anschaulich und eindringlich, dass Touristen zwangsläufig ihre Wahrscheinlichkeit überschätzen« sind statistisch sicher belegbar, wirken heute, 4 Jahre nach dem verheerenden Unfall in Fukushima, aber deplatziert, makaber. Begriffe wie 'Econs', 'Humans', 'Priming', 'Framing' 'Verlustaversionen' oder 'emotionale Saldi' wurden von den beiden Forschern benutzt und erläutert, jedoch nicht auf ihre kulturellen und soziologischen Komponenten untersucht. Überhaupt wirkt der Autor sehr von amerikanischen Werten und Vorstellungen geprägt, die er zu selten kritisch hinterfragt.

Kahnemans Ideen manifestieren sich in drei menschlichen Dualitäten des Denkens und Handelns:
- System 1, das für das schnelle Denken sowie für intuitive Urteils- und Entscheidungsfehler zuständig ist, und das gemächlichere System 2, das das erste zu überwachen versucht.
- Humans, die in der realen Welt agieren, und die gegensätzlichen Econs, die realitätsgebunden, rational, kalt sind.
- Die beiden Selbste, das erlebende und das erinnernde, das sich seine Welt zurechtbiegt.

Im Anhang sind zwei Artikel von Kahneman und Tversky auf insgesamt weniger als 50 Seiten abgedruckt, deren Inhalt die vorausgehenden 500 Seiten ausgezeichnet zusammenfasst. Die vorausgehenden ausschweifenden autobiografischen Erzählungen zu Irrungen und Wirrungen des Autors als Psychologe in der israelischen Armee sind zwar auflockernd, aber teilweise auch sehr zäh zu lesen. Manchmal wirkt Kahneman erstaunlich unwissenschaftlich, ja pauschalisierend. So bleiben viele seiner Auslegungen diskussionswürdig, seine ungewöhnlichen Interpretationsansätze aber immer anregend.
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am 16. Juni 2012
Wenn der Nobelpreisträger und Psychologieprofessor Daniel Kahnemann als Grund aufführt, dass uns oft mentale Müdigkeit zu Fehlurteilen verleitet, so betrifft dies auch sein eigenes Buch. Meine Rezension sollte also ebenso unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden, denn das Buch ist zwar sehr klug, aber auch überaus anstrengend. Eine gewisse mentale Müdigkeit stellte sich beim Lesen schon ein. Aber immer wieder gelingt es Kahnemann spannende Fakten einzustreuen (z.B. eben die "Richter-Studie", die zeigt, wie sehr Justiz-Entscheide von der momentanen mentalen Verfassung der urteilenden Richter abhängen), die verwundern und uns aufzeigen, wie sehr wir uns falsch einschätzen und uns einer Objektivität verdächtigen, die es nicht gibt. Und so lassen wir uns aufgrund unserer nicht erkannten Limiten und Gewohnheiten immer wieder die schönsten Chancen entgehen oder ordnen Dinge in einer Art und Weise ein, die nicht den Tatsachen entspricht.

Das Buch ist kein Ratgeber, sondern ein wissenschaftlich fundiertes Sachbuch, das Kahnemanns jahrzehntelanges Forschen und Betrachten zusammenfasst. Es zeigt uns, wie sehr unser Denken uns in die Irre führen kann, aber wie schwierig es gleichzeitig auch ist, dieser Falle zu entkommen. Denn es ist ja zuerst einmal unser Denken das dieses falsche Denken erkennen müsste - was naturgemäss schwierig ist.

Die Lösung liegt im Akzeptieren dieser Tatsachen, in einer täglich grössen Achtsamkeit und in vielen kleinen Schritten. Nur durch das Bewusstwerden können wir diese Trittfallen in unserem Leben mehr und mehr wahrnehmen und ihnen entkommen.

Aber wenn wir das angehen, werden wir mit etwas Grossartigem belohnt: mit mehr Freiheit, einer offeneren Sichtweise und neuen Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten.

Peter Steiner, Autor von "Weisheit für Minimalisten", "Das Zen des glücklichen Arbeitens" u.a.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2012
In diesem Buch wird aufgezeigt, dass wir unsere Entscheidungen unglaublich oft nicht nur rational fällen, sondern unser unbewusstes Denken uns viel stärker beeinflusst, als man gemeinhin vermuten würde. Dabei werden recht allumfassend die verschiedensten Lebensbereiche abgedeckt und anhand vieler Beispiele erläutert.

Zunächst ist festzuhalten, dass der Autor schon verständlich schreibt und das Buch somit auch ohne besondere Vorkenntnisse verstanden werden kann. Allerdings ist der Schreibstil des Autors leider oft sehr ausschweifend und der Text ist teilweise auch sehr trocken und wissenschaftlich.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Autor ganz offensichtlich und unbestritten über ausgesprochen fundierte Kenntnisse verfügt und das Buch auch durchaus interessante Informationen vermittelt. Wenn man den Presserummel berücksichtigt erfährt man jedoch, sofern man sich bereits für das Thema interessiert, insgesamt erstaunlich wenig neues.

Fazit:
Für dieses Buch gilt wie so oft, dass begnadete Wissenschaftlich selten gleichzeitig begnadete Autoren sind. Inhaltlich gibt es wenig zu kritisieren, aber der Schreibstil ist alles andere als lesefreundlich, da gibt es bessere Bücher zum Thema.
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am 25. Mai 2016
Hörbuch und Buch selbst haben wir bereits mehrmals durch, und immer wieder haben wir neue Details entdeckt. Das Buch ist wirklich extrem gut und empfehlenswert. Tja und hier mal wieder eine neue Bestellung für gute Freunde, mit denen man solch herrlich aufbereitetes Wissen gern teilen möchte.
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am 26. Januar 2014
dreimal lesen... nur Mut ! Auf Englisch wuerde man sagen: mind boggling. Der Autor ist Psychologe und hat den Nobel-Preis fuer Wirtschaftswissenschaften. Eine brilliant geschriebene Beschreibung unseres Denkens. Und der vielen Fehler, die dabei vorkommen. Fehler, oder vielmehr unzulaengliche Gedankenspruenge ? Um dem Titel zu entsprechen: langsam denken - schnell bestellen !
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am 8. November 2015
Das Buch geht klar in Richtung Wirtschaft. Die Grundprinzipien sind jedoch für jeden anwendbar. Es wird ausgiebig von Experimenten, Studien und Statistiken berichtet und daraus geschlußfolgert. Dabei wird man in die Fragen aber immer sehr gut einbezogen, sodass man auch die eigene Reaktion mit vergleichen kann. Das macht das ganze dann auch etwas unterhaltsam, da der Stoff sonst doch eher trocken ist.
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am 20. November 2012
"Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust!", so lässt Goethe seinen Faust aufstöhnen; und zwei Denkungsweisen bestimmen, ach, all unsere Entscheidungen.
Diese beiden namensgebenden Denkverfahren sind das "schnelle Denken", im Buch so genannte "System 1", das für automatische und intuitive Interpretations- und Bewertungsprozesse zuständig ist, und das "langsame Denken" oder einfach nur "System 2", welches die "Vorgaben" von System 1 zu prüfen hat oder bei schwierigeren kognitiven Aufgaben, bei welchen System 1 überlastet ist, aktiv wird. Evolutionär bedingt sind die meisten der von System 1 getroffenen Entscheidungen selbstverständlich richtig (sonst könnten wir nicht überleben), aber v. a. in unserer heutigen immer komplexer werdenden Welt sieht es sich allzu oft mit Aufgaben konfrontiert bei denen es schlicht an seine Grenzen stößt. Nun müsste eigentlich immer das bereits erwähnte System 2 eingreifen, aber leider verbraucht dieses im direkten Systemvergleich große Mengen sogenannter "mentaler Energie", weshalb es faul ist und nur wenn irgend nötig aktiv wird.
So kommt es, dass wir v. a. bei komplexeren Problemstellungen oft den Überblick verlieren und, bedingt durch Heuristiken, logische Inkonsistenz, Kohärenzillusionen usw. eine verzerrte Sicht der Dinge gewinnen, welche uns oftmals die falschen Entscheidungen treffen lässt.
In seinem Vergleich zwischen dem rational agierenden "Econ" der klassischen Wirtschaftswissenschaften gegen den subjektiv beeinflussbaren "Human" der modernen Psychologie zeigt Kahneman dabei die Grenzen der menschlichen Fähigkeit zur rationalen Entscheidungsfindung auf.

Ein sehr spannendes Sachbuch, nur leider manchmal für meinen Geschmack etwas zu langatmig und umständlich geschrieben.
Aber trotzdem sehr empfehlenswert für jeden an der Thematik interessierten.
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am 25. Juni 2012
Seit einigen Jahren bin ich interessiert zu erfahren, wie Menschen ihre Entscheidungen treffen und wie rational sie sich dabei verhalten.
Gibt des den "homo oeconomicus" das zentrale Postulat der VWL, das nur monozentrisch an der Maximierung seines Nutzens orientiert ist und dabei stets rational handelt, wirklich? Was heißt überhaupt rationales Handeln?

Ich habe zuerst Rolf Dobellis "Die Kunst des klaren Denkens" gelesen, welches wie ein kurzweilig zu lesendes Taschenbuch mit vielen sinnvollen Denkanstößen daherkommt. Jetzt allerdings weiß ich, von wem sich Dobelli hat inspirieren lassen, manchmal war es schon mehr als das....
Kahneman liefert in seinem Werk "Schnelles Denken, langsames Denken" dem interessierten, fachunkundigen Leser den aktuellen, wissenschaftlichen Stand anhand vieler Experimente und erklärte mit einfachen Worten, wie kognivite Entscheidungsprozesse in unserem Innern ablaufen.

Kahneman unterscheidet bei unserem Denken zwei Arten, das schnelle, unterbewußte, intuitive Denken und das bewußte, langsame und auch anstrengende Denken. Ersteres nennt er System 1, letzteres System 2. System 2 ist vordergründig dafür da, die unterschwelligen, leicht abrufbaren Deutungsvorschläge von System 1 zu überprüfen.
Ein Beispiel? Gerne: Ein Ball und ein Schläger kosten zusammen 1,1€. Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball. Wieviel kostet der Ball?
Wenn Sie dazu neigen, die erste Antwort, die irgendwie auf der Hand liegt, nämlich 10 Cent zu geben, sind Sie einem Irrtum aufgesessen, den Ihnen Ihr System 1 aufgetischt hat, denn einfaches Nachrechnen hätte Sie zu dem Schluß kommen lassen müssen, dass 10 Cent nicht stimmen kann. Damit gehören Sie leider zu den weniger rational denkenden Menschen.

Kahneman beschreibt eine Fülle solcher Experimente mit verblüffenden Schlüssen. Fazit: Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch für einen breiten Interessentenkreis.
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