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TOP 500 REZENSENTam 22. Dezember 2017
ARBEITSFREI ist eine "Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen". Kurz und Rieger - beide sichtlich sachkundig und als Sprecher des Chaos Computer Clubs auch aus anderen Beiträgen bekannt - zeigen im ersten Teil des Buches am Beispiel der industriellen Landwirtschaft bzw. explizit am Produkt "Brot", wie automatisiert diese schon heute ist. Sie betrachten dabei verschiedene Stationen entlang der Lieferkette, vom Bauernhof über die Mühlen, die Bäckereien, über die Fabriken welche die Mähdrescher herstellen bis hin zur Erdölraffinerie, die die dafür notwendigen Treib- und Schmierstoffe herstellen. Im zweiten Teil des Buches befassen sich die Autoren mit der Zukunft der Arbeit, d.h. selbstfahrenden Autos und LKWs, Drohnen, Anwendungsgebieten von Telepräsenz, Robotern und Digitalisierung von Verwaltung und Management.
Der erste Teil ist wirklich interessant. Die heute schon sehr umfassende Automatisierung fast aller Produktionsschritte wird sehr anschaulich beschrieben. Kurz und Rieger zeigen sehr deutlich, welche Auswirkungen die Automatisierung der Agrarproduktion in den letzten Jahrzehnten auf die Beschäftigungsverhältnisse in diesem Bereich hatte und welche Effekte die immer weitergehende Automatisierung und Digitalisierung in anderen Branchen entfalten wird. Der zweite Teil zur Zukunft der Arbeit bietet dem Leser im Jahr 2017 leider keine neuen Einsichten mehr; bei Erscheinen des Buches Anfang 2015 war das vermutlich noch anders (so richtig kam das Thema Digitalisierung ja erst im Jahr 2016 auf die Agenda). Wie sehr die im zweiten Teil beschriebenen Entwicklungen tatsächlich zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussten, hätte man besser herausstellen können (zumindest ist das z.B. Smarte Maschinen: Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert,Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt oder Der letzte Führerscheinneuling: ... ist bereits geboren. Wie Google, Tesla, Apple, Uber & Co unsere automobile Gesellschaft verändern und Arbeitsplätze vernichten. Und warum das gut so ist.) gelungen). In einem kurzen Epilog geben Kurz und Rieger noch einen Ausblick auf die gesellschaftlichen und sozialen Folgen der von ihnen beschriebenen Entwicklungen. Insgesamt eine sehr anschauliche und gut lesbare "Entdeckungsreise" anhand eines praktischen Beispiels, das schlüssig die aktuellen bzw. bald anstehenden Veränderungen der Arbeitswelt in allen möglichen Branchen vorwegnimmt.
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am 8. Mai 2017
Das Buch unterteilt sich in zwei Bereiche, die ersten ~150 Seiten sind eine Zustandbeschreibung der Automatisierung in verschiedenen Betrieben wie einem modernen Bauernhof, einer Mühle oder einem Hersteller von Mähdreschern. Als Einblick fand ich das sehr interessant, auch wenn es mir teilweise ein wenig zu sehr ausuferte. Letztlich ist es aber vermutlich Geschmackssache wie viel man über die Prozesse in einer Erdölraffinerie und Co. lesen möchte.

Die zweiten ~120 Seiten widmen sich einem Ausblick in die Zukunft, wie den Themen autonome Fahrzeuge, Telepräsenz und "Algorithmisierung" des Alltags. Das ist immer noch erstaunlich aktuell und einsichtsreich und lädt wie das gesamte Buch zum "hinterher googeln" ein. Anschließend folgt noch ein Epilog (~20 Seiten) mit einer persönlichen Einordnung, die auch im zweiten Teil immer wieder durchscheint. Der Teil war für mich dann am schwächsten, letztlich werden viele Allgemeinplätze nieder geschrieben die man so schon sehr oft woanders gelesen hat. Andererseits kann man von einem >3 Jahre alten Buch über Automatisierung auch schwer erwarten mal eben die deutsche Bildungspolitik zu revolutionieren.

Etwas befremdlich waren im ersten Kapitel Sätze wie "Unsere Vorstellung von einer Mühle wird immer noch stark von den Darstellungen in Märchen und Geschichten bestimmt", ähnliche Formulierungen finden sich 2-3 mal und fand ich jedes Mal albern. Sehr befremdlich war auch die konsequente Verwendung von "daß" nach alter Rechtschreibung, vermutlich ein Spleen einer der Autoren.
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am 30. November 2016
Dass die Welt bereits so automatisch funktioniert war schon ein wenig überraschend. Der Ausblick in eine Welt in der wir nicht leben um zu arbeiten, sondern nur noch leben könnte Wirklichkeit werden.
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am 17. Dezember 2013
»Die Zukunft hat schon begonnen« könnte man auch dieses Buch übertiteln. Es ist absolut lesenswert und spannend. Man erfährt nicht nur sehr viel über den technischen Fortschritt durch 'die Maschinen, die uns ersetzen', sondern indirekt auch, wie sich die Werte unserer Gesellschaft und die Wertschätzung des Menschen rapide und doch fast unsichtbar wandeln.

Der große Unterschied zum o.g. Buch von Robert Jungk aus den 50ern zum gleichen Gegenstand (technischer Fortschritt durch Maschinen) liegt dann wohl auch darin, dass sich die damaligen optimistischen Perspektiven nunmehr in sehr nachdenkliche gewandelt haben:
Damals erwartete man die Befreiung der Menschen von Mühen der Arbeit, heute wird der Mensch von den Maschinen (vielleicht) entmündigt, vom eigenen Denken 'befreit' und in die Arbeitslosigkeit geschickt.
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am 18. Februar 2014
Zugegeben, die ersten Kapitel enthalten für den trendbewussten Informatiker wenig Neues. Jedoch ist das Buch auch nicht vordergründig für diese Zielgruppe geschrieben. Aber selbst für den Experten nützlich, schafft es Frau Kurz die eigentlich bekannten Aspekte in ein großes Gesamtbild einzuordnen. Ich habe bisher noch keinen Text gelesen der die Gesamtentwicklung der Automatisierung so gut auf den Punkt bringt und ein Gefühl für das vermittelt was noch kommen mag, oder was bereits gerade - für die meisten Menschen im verborgenen - passiert (Stichwort: Big Data). Dabei ist das Buch in einer durchweg verständlichen und anschaulichen Sprache geschrieben. Äußerst komplizierte Sachverhalte werden mit einer erfrischenden Leichtigkeit beschrieben. Wer sich hier über mangelnde Präzision der Erklärung beschwert hat das Anliegen des Buches nicht verstanden.

Auch das letzte Kapitel, welches ich gerade durch mein eigenes Promotionthema auf dem Gebiet, als sehr gute Zusammenfassung für die "Automatisierung des Geistes" empfinde und der Epilog haben es in sich. Natürlich kann man hier noch viel weiter denken, und ich hoffe, dass dies in zukünftigen Werken auch noch getan wird. Entgegen der wenigen Kritiker des Buches finde ich aber sehr wohl, dass der Epilog die richtigen Richtungen aufzeigt. Man muss eben auch etwas zwischen den Zeilen lesen. Für genaue Lösungsvorschläge wie man die Menschen versorgt deren Arbeitsplätze wegrationalisiert wurden und wie man die Sozialsysteme entsprechend im Detail gestaltet ist das Buch nicht verantwortlich. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die man kaum in 1-2 Kapiteln abhacken kann. Ausserdem mangelt es weniger an Vorschlägen als an willigen Reformern und gerade dort setzt das Buch an, in dem es hilft dem normal gebildeten Menschen die aktuelle Entwicklung aufzuzeigen.

Ich bin gespannt auf die anderen Bücher der Autorin, die ich leider bisher noch nicht gelesen habe.
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am 27. März 2014
Ein toller Einblick in die voranschreitende Automatisierung der Arbeitswelt anhand detailreicher Beispiele.
Mir persönlich hätten ein wenig mehr Beispiele gefallen, aber dann hätte es auch deutlich länger sein müssen.
Interessant vor allem die jeweiligen Einschätzungen der Autoren zur zukünftigen Entwicklung in den Teilgebieten und der gesamten Gesellschaft.
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am 21. Dezember 2013
Das Buch führt den Leser unterhaltsam durch verschiedene Arbeitsbereiche und zeigt auf, wo es hingehen könnte mit der Automatisation. Man stellt sich am Schluss die Frage, wie die Ausbildung sich zB ändern muss, um den zukünftigen Anforderungen der Arbeitswelt zu genügen
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am 11. März 2015
Zeigt gut die Entwicklungen
Wirft viele Fragen auf mit jedoch wenigen Antworten
Teilweise nicht positiv auffordernd sondern negativ klagend auch wenn vielleicht nicht so gemeint
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am 7. November 2014
Das die Zukunft so nahe ist, wusste ich gar nicht. Interessant ist wohin die Macht geht. Jezt fehlt Arbeitskraft, dann gib't zu viel.
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am 23. Februar 2014
Das Buch enthält viele interessante Einblicke in die heutige, technikbestimmte Arbeitswelt und auch in das, was in Laboratien (im weitesten Sinne) entwickelt wird, um die Arbeitswelt in den nächsten Jahren weiter zu verändern. Die Überlegungen, wie sich die Zukunft unter den absehenbaren Trends und Verhältnissen entwickeln wird, bleiben sehr verhalten. Von Gestaltungsforderungen und der Bestimmung einer Strategie diese umzusetzen (welche gesellschaftlichen Träger? welche Teilforderungen?) findet man dagegen nur wenig im Buch.

Schade, denn die bloße Beschreibung, selbst Analyse ist zu wenig.

Das Buch ist in zwei große Kapitel unterteilt: I. Vom Bauern zum Brot II. In die Zukunft der Arbeit. Der erste Teil zeigt am Beispiel unseres täglichen Brotes, wie stark die Automatisierung von Produktion und Verteilung bereits vorangeschritten ist. Der Leser wird gleichsam auf Besichtigungen mitgenommen - eines modernen Landwirtschaftsbetriebes, einer Bäckerei, einer Mühle.

Im zweiten Teil wird versucht die sich anbahnenden Automatisierungen gerade im Bereich geistiger Arbeit zu beschreiben.

Das Buch ist weitgehend gut lesbar. Oft werden aber die Sätze unnötig lang. Da rächt sich wohl das Diktieren anstelle des Schreibens.
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