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am 27. Oktober 2008
Nicht ganz einfach zu lesen, wenn man sich nur peripher mit Politik und Wirtschaft beschäftigt, dafür dann aber um so informativer. Das Unbehagen über die Umbruchsituation, in der wir uns zur Zeit befinden, erhält hier die passenden Erklärungen. Ein kleiner Einblick in den momentanen Zustand unserer Welt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, Themen sind z.B. Westeuropa und die USA, Russland, China, das Internet, Internationale Gewässer, die Mafia, der Menschenhandel, die Schurkenwirtschaft, die Islamische Wirtschaft.
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TOP 100 REZENSENTam 5. November 2010
Noch im Mittelalter hatten die Feudalherren alle Rechte an den Bauern und Landwirten, wir alle waren faktisch Sklaven, derer sich der Landesherr frei bedienen konnte und die gerade so viel erhielten, dass sie überleben konnten. Gut nachzulesen hier: Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise Dass diese Zeiten auch heute keinesfalls vorbei sind, sondern in bestimmten Regionen oder Konstellationen das Treibmittel des Brutalo-Kapitalismus sind, zeigt dieses Buch.

Wer kennt sie nicht, die Damen, leicht bekleidet und lebend in Schaufenstern ausgestellt am Rande des Weges nach Prag? Wir schauen vorbei, sind pikiert und wollen schnell in die Goldene Stadt Prag. Tatsächlich stehen die Zuhälter, die Erpresser mittelalterlicher Strukturen uns näher als wir alle glauben, sie sind vor der Haustüre und auch die italienische Mafia hat ihren langen Arm in Deutschland griff-bereit.

Wie der Name Zuhälter schon sagt: extreme Ausbeutung bzw. Rücksichtslosigkeit ist Thema dieses Buches. Es sind jene dunklen Kapitel, die wir so gerne ausblenden. Die sich z.B. auch zeigen, wenn unsere polnischen Nachbarn für einen Hungerlohn auf den Feldern in Deutschland arbeiten, ohne sozialversichert zu sein oder irgendwelche Rechte zu haben.

Mich hat das Kapitel "Prostituierten Markt in Osteuropa" besonders betroffen gemacht. Die dabei angewandten Tricks sind nicht nur menschenverachtend, sie sind oft tödlich. Der Marshall Plan der USA nach dem Krieg war letzten Endes nach Napoleoni ein Rahmenwerk, das andere Länder dem Joch der Amerikaner unterwarf bzw. die Vormachtstellung der USA ermöglichte. Die Autorin beschreibt darüber hinaus den Aufstieg und den gesellschaftlichen Hintergrund Chinas sehr treffend.

Gefährlich für jede wirtschaftliche Entwicklung und der Nährboden für dunkle Kapitel des Wirschaftens sind nach Napoleoni immer Ungleichgewichte in Einkommen und den Chancezugängen. "Heute streicht eine neue Klasse von Berühmtheiten und Milliardären, Menschen, die sich nicht mit dem gemeinen Volk vermischen, die Gewinne der globalisierten Wirtschaft ein." Die Mittelschicht ist Opfer dieser beängstigenden Entwicklung, in einem Buch aus Deutschland auch dramatisch nachgewiesen: Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht

Frau Napoleoni beschreibt den neuen globalen Marktstaat in seinen extremsten Ausprägungen und weist auf den desaströsen Held- bzw. Starkult einer Kultur hin, die sich so über Werbung und Medien neue Götter schaffe. Dabei bleibt auch Bono nicht verschont: der zwar viel zur Rettung der Welt beitrage, sein Einkommen aber im günstigeren Holland versteuert, hellt Napoleoni auf.

Ein umfassender, globaler Blick auf die dunklen Seiten der Welt, die m.E. niemand ausblenden darf. Wenn die Politik nicht unter die Räder der Händler und Zuhälter kommen will, muss sie entschiedener handeln, Regeln erlassen und Grenzen für Zuhälter des Marktradikalismus setzen. Chancengleichheit für alle und möglichst nicht zu weit auseinander gehende Einkommensverteilungen aller Schichten sind dafür wesentliche Voraussetzungen.
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am 16. April 2009
Durch Zufall bin ich über dieses Buch gestolpert. Ich bin jemand, der sich generell für all die im Buch geschilderten Themen interessiert, somit bin ich nicht blauäugig und unwissend an dieses Buch rangegangen.

Doch schon nach kurzem Lesen überkommt einen das Gefühl der Ohnmacht, Hilflosigkeit und vor allem Zorn und Frust, wenn man sich der Größe und der Komplexität dieser ganzen kriminellen Wirtschaften bewusst wird. Es läuft einem teilweise kalt den Rücken runter, wenn man begreift, in welch einer kranken, perversen und gestörten Gesellschaft wir heutzutage leben, denn das sind die eigentlichen Ursachen der kriminellen Energie, mit der riesige Milliarden gemacht werden. Einzig und allein unser Konsumentenverhalten und die sich gewandelte Nachfrage nach diversen Produkten und Dienstleistungen hat diese Märkte erst möglich gemacht und sie so groß werden lassen.
All die im Buch genannten Schurkenwirtschaften sind ein direktes Spiegelbild unserer heutigen kranken Gesellschaft und der Markt hat sich perfekt auf die stetig steigenden Nachfragen eingestellt. Wenn man das Buch durchgelesen hat, ist man regelrecht angewiedert von allem und muss sich bei vielen Dingen selbst kritisch bestimmte Fragen stellen, weil man merkt, dass man sich mittendrin befindet und die ganze Sache noch vielfach unterstützt. Vor allem aber merkt man, dass wir als Bürger nicht die leisteste Ahnung davon haben, was wirklich hinter unserem Rücken passiert und wo die Fäden gezogen werden. Sehr interessant und jeder sollte dieses Buch lesen, um zu verstehen, in was für einer Welt wir wirklich leben und nicht in der Scheinwelt, die uns vorgeaukelt wird...
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am 27. Oktober 2008
Wenn man sich mit der Thematik schon des öfteren auseinander gesetzt hat, erfährt man eigentlich nicht viel neues. Spannend fand ich eigentlich nur viel Info über die chinesische Mafia und den Seiten 258 - 262 über Hard Facts zum Terrorismus.

Zitat S.260/261:

"Viele würden nun argumentieren, der Grund warum wir heute sicherer sind, sei der, dass wir seit dem 11.September strengere Sicherheitsvorkehrungen haben. Doch dieser täuscht und gehört in den Bereich der modernen politischen Mythen. Als ich Ende der siebziger Jahre in Rom studierte, waren in der ganzen Stadt Straßensperren, bei denen die Identität von Personen überprüft und Autos durchsucht wurden. Dennoch gab es immer wieder Anschläge. Die Vorstellung zur Verhinderung von Terroranschlägen genüge es, dass man höchstens 100 Milliliter Shampoo an Bord eines Flugzeugs nehmen darf, die Schuhe vor dem Abflug auszieht und bei der Ankunft Fingerabdruck und Iris überprüfen lässt, ist nur eine tröstliche Illusion für Reisende, die von ihrer eigenen Regierung terrorisiert werden. Die israelischen Sicherheitsbehörden haben gezeigt, dass es nur eine effektive Methode zur Überprüfung von Reisenden gibt: Man muss sie einzeln befragen oder ihr Profil analysieren."
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am 14. Oktober 2008
Die dunkle (Schurken-)Seite des ansonsten konstruktiven Kapitalismus, entfesselt durch den Fall der Mauer. Bis Seite 42 darf man den Titel wörtlich nehmen, hier gehts ausschliesslich um Prostitution, Versklavung der Frauen im Osten. Dann gehts weiter mit Russen die sich Staatsbetriebe unter den Nagel reissen. Der Untertitel hat bei mir Erwartungen geweckt, was über die Hintergründe der Finanzkrise zu erfahren. Die wurden schwer enttäuscht. Wer die Welt nicht in Gute und Schurken einteilt, sondern ein System vermutet hinter den Schweinereien, kann sich das erste Viertel des Buches sparen. Und obs dann besser wird? Riecht mehr nach Sensationshascherei. Keine längeren Gedankengänge, sondern Stakkato, von immer grösseren Schweinereien...
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