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am 16. Dezember 2000
Diese Art von Texten gehören gratis an Schulen und Haushalteverteilt. Ziegler ist natürlich gewohnt brilliant. Das Thema mehrals brisant. Wir sollten uns schon mal warmlaufen, denn diese und nochweit peinlichere Fragen werden wir den nächsten Generationen zubeantworten haben.
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am 6. Februar 2002
Erschreckend, informativ, verständlich geschrieben. Man kann es einfach nicht weglegen und ist einfach nur erschüttert. Es regt zum Nachdenken an, läßt einen aber auch den restlichen kleine Rest Glauben an die Menschheit verlieren.
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am 20. Februar 2013
ich bin von dem Buch nicht wirklich begeistert und es gefaellt mir nicht wie es geschrieben ist, aber das ist schliesslich eine rein subjektive bewertung. - Vielleicht koennt ihr ja mal in einer Bilbliethek oder Buecherei reinlesen bevor ihr es kauft
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am 23. März 2010
Jean Ziegler ist ein profunder Kenner der herrschenden Ungerechtigkeit zwischen Erster und Dritter Welt. Jean Ziegler hat sich schon in vielen Büchern zur schreienden Ungerechtigkeit geäußert. Die einzelnen Dinge in diesem Buch sind auch wieder alle richtig und stimmig. Aber das Buch ist trotzdem schlicht mißglückt. Der Text ist als Gespräch mit seinem Sohn gestaltet. Dies ist so abgrundtief schlecht gemacht, dass man das fast nicht glauben mag, dass ein solch angesehener Verlag ein Buch in dieser Form auf den Markt bringt. Durch die faden Texte verliert man sehr schnell die Lust am Lesen. Eine grenzenlose Langeweile überkommt einen. Es ist das ganze Gespräch auch solchermaßen künstlich dargestellt / förmlich an den Haaren herbeigezogen. Unglaublich schlecht. Vielleicht habe ich es nur nicht (mehr) gefunden, es kommt nicht einmal der Name des Sohns und wie alt er ist.
Jean Ziegler ist "Klasse". Aber dieses Buch ist einfach nur Müll. Schade.
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am 13. August 2003
Dieses Buch klagt den Hunger und die Unterernährung in der Welt an. 800 Millionen Menschen leben ohne ausreichende Ernährung, jährlich verhungern rund hundert Millionen Menschen, vor allem Kinder. Gleichzeitig gibt es eine riesige Überproduktion von Nahrungsmitteln. Ein schreiender Widerspruch.
Der Schweizer Jean Ziegler, bekannt auch als Referent von ATTAC, beschreibt einige der Mechanismen und Zusammenhänge, mit denen der Hunger "gemacht" wird. Viele Erscheinungen stehen dabei jedoch mehr oder weniger wahllos und nur oberflächlich beschrieben nebeneinander. So z.B. wenn der Krieg gegen Somalia nicht auf seine Hintergründe - das Ringen der USA um die Vormacht im Nahen Osten und am Indischen Ozean - hin untersucht wird. Die wirklichen Ursachen des Hungers werden im Buch zum Teil durchaus genannt. Z. B: "Die Menschen des Nordens und des Südens stehen demselben Feind gegenüber: dem Verbund der national noch erkennbaren, jedoch transnational agierenden Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals." Rund 500 internationale Übermonopole beherrschen heute Wirtschaft und Politik in fast allen Ländern der Welt.
Doch so temperamentvoll der Autor den Hunger anprangert, so lahm, zahnlos und hilflos wird er, wenn es um die Lösung des Problems geht. Er ruft zu mehr Hilfsaktionen und -programmen auf, als ob diese, z.B. die der FAO, nicht schon längst ihr Scheitern bewiesen hätten. Er ruft auf, an die Herrschenden zu appellieren, dass diese Hilfe leisten. Und er fordert auf, "gegen die Profitmaximierung als einzige Triebfeder der gesellschaftlichen Akteure und gegen die Lüge von der Naturwüchsigkeit ökonomischer Abläufe zu kämpfen." Dies steht im Widerspruch zu vielen Aussagen des Autors in seinem eigenen Buch. Denn hiermit stellt er die Völker als Bittsteller dar und fertigt sie mit einer Illusion ab. Nämlich, das Streben nach Profitmaximierung im Kapitalismus bändigen zu können. Das ist nicht möglich, solange die Monopole die Macht haben. Man fragt sich, warum der Autor, selbst ein Mit-Organisator vieler Hilfsaktionen, mit seinem Feuerwerk von Beschreibungen und Anklagen doch um die Ursachen und Lösung einen regelrechten Bogen macht.
Denn die Menschen sind fähig, sich selbst zu ernähren und sich selbst zu befreien. Ihre Zukunft ist nicht die von Bittstellern an Monopole und Banken, deren Reichtum sie schaffen.
Die Entwicklung zu einer weltweiten Produktion, heute in der Hand weniger Übermonopole, wodurch das Problem von Elend und Hunger enorm zugespitzt wird, ist zugleich die Vorstufe einer Welt, in der diese Übel abgeschafft sind. Das ist gerade an dem heutigen Niveau der Landwirtschaft ablesbar.
Wer an einer gründlichen und systematischen Analyse der neuen Entwicklungen, die vor den Ursachen und Konsequenzen nicht ausweicht, Interesse hat, dem sei das Buch "Götterdämmerung über der neuen Weltordnung" von Stefan Engel empfohlen. (Erschienen: Verlag neuer Weg, Essen 2003)
Dorothea Jauernig
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