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Kundenrezensionen

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am 12. Oktober 2010
Da ist er also wieder! Der Dschinn mit dem erfrischenden Wesen eines Halunken.
Habe ich den Autor nach Valley - Tal der Wächter noch gelobt, dass er sich nicht um des Erfolges wegen an Bartimäus festklammert, so hat er mich nun eines besseren belehrt, denn er er hat ihn doch zurückgeholt.

Die Geschichte spielt nun aber im Jahre 950 v. Chr. - in und um Jerusalem herum, zu Zeiten des Königs Salomon. Soll also zeigen, wie alles begann. Nun das stimmt nicht ganz, denn Bartimäus war zu dieser Zeit schon ein wenig länger am Start - so etwa seit 3020 v. Chr. Nun denn, egal.
Sofort merkt man, dass Jonathan Stroud wieder in heimischen Gefilden die Tasten schwingt. Der gewohnt rotzige Ton, die bekannten Fußnoten, um den Lesern beiläufige und witzige Informationen zu liefen, und ein Dschinn, der hier schon jenen unverwechselbaren Charakter hat, wie wir ihn dann später in London kennenlernen durften. Man könnte jetzt gemein sein und sagen: Nichts Neues unter der Dämonensonne. Aber das wäre nur die halbe Wahrheit.
Dennoch muss ich bemerken, dass der Autor hier eine eher seichte Handlung ins Rennen schickt. Vermisst habe ich die unterschwellige Tiefe der ersten Bücher, denn hier ist vieles nur sandige Oberfläche. Waren Nathanael und Kitty noch Figuren, die sich entwickeln mussten, so haben die Protagonisten hier nur 480 Seiten, um in der Geschichte einen Eindruck zu hinterlassen. Der Plot ist nicht gerade ein Labyrinth und auf überraschende Wendungen wartet man vergebens. Meist ist es das was Bartimäus eben machen muss - mächtige Gegenstände beschaffen, zu Diensten sein und immer wieder Haken schlagen. Das ist die gleiche Tapete nur in einem anderen Raum. An die vorangegangene Trilogie reicht die Geschichte deshalb nicht wirklich heran.
Das alles wären dicke 3 Sterne gewesen, aber ich habe mich gefreut, das alte Schlitzohr mal wieder in Aktion erleben zu dürfen und damit lege ich einen Stern obendrauf.
Alles in allem macht das Buch Laune, es ist kein Highlight, aber für zwei Abende gute Unterhaltung ist es gut. Band 5 scheint ebenfalls in Vorbereitung ... Man darf gespannt sein.
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am 22. Oktober 2010
...in einer mehr als seichten Verpackung. Die Geschichte ist von Anfang an vorhersehbar, die einzelnen Dschinn und Personen dieses Buches entwickeln leider nie die Tiefe wie in Band 1 - 3. Manchmal kam es mir so vor, als ob Stroud hier auf Teufel komm raus den Verleger zufrieden stellen musste, und unter ehrheblichem Zeitdruck stand. Man fragt sich was Figuren wie Farqual überhaupt in dem Buch zu suchen haben. Ich hatte erwartet, wenn er schon Bartimäus Erzfeind ins Spiel bringt, das auch auf dessen Character und Wesen eingeht. Aber Farqual bleibt blass und spielt eine..ja was für eine Rolle eigentlich...? Asmira, der menschliche Hauptpart der Geschichte entwickelt keine Tiefe wie es noch Nathanel oder Kitty getan haben. Ich habe zu keiner Zeit eine Bindung zu Ihr aufbauen können. Der Bösewicht der Geschichte kommt mir über die Zeit eher wie eine Randfigur vor, da die Geschichte unheimlich oberflächlich abläuft. Um auf meinen Vorredner einzugehen: Ich habe schon viele 480 Seiten Bücher gelesen, indenen der Author es wesentlich besser gemacht hat.

Zum Positiven: Bartimäus bleibt Bartimäus. Sein triefender Sarkasmus ist wieder mit an Bord und weiss zu unterhalten. Die Fußnoten sind unterhaltsam wie eh und je und man kann sich immer wieder ein Schmunzeln abgewinnen. Das habe ich als Fan vermisst, also kann ich auch über die Schwächen des Buches hinwegsehen und werde es sicher auch noch ein zweites Mal lesen.

Bartimäus Einsteigern empfehle ich jedoch zuerst die Bände 1-3 zu lesen, die einfach, in Ihrem Genre, ungeschlagen sind.

Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch, ich bin Bartimöus Fan und werde hoffen das Stroud auch einen 5. Teil schreibt. Da wäre es jedoch schön, wenn er zur alten Stärke wiederfindet.
33 Kommentare| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 15. Oktober 2010
Inhalt:
Wieder einmal muss Bartimäus, beliebtester Dschin seit 2000Jahren, hübsch, intelligent usw., auf der Erde aufschlagen, um jemandem zu dienen. Er heißt Khaba und ist einer der 17 Zauberern des Herrschers von Israel - Salomo. Mit Hilfe von verschiedenen Foliots, Kobolden und Dschin' will dieser einen Tempel errichten, der von Protz und Glotz erstrahlen soll.
Asmira ist eine Wächterin, die von ihrer Königin einen Auftrag bekommt, nämlich niemand geringeren als Salomo selbst zu töten und den Ring der Macht an sich zu nehmen. Es gibt bloß ein Problem; der Ring ist unantastbar, denn in ihm wohnt ein Geist solcher Macht, dass selbst Bartimäus mit seiner großen Klappe, die Knie zittern.
Schließlich geraten die beiden aneinander und dann geht's erst richtig los...

Rezension:
Wie ich mich gefreut habe! Endlich, endlich ein weiterer Teil über den ungemein sarkastischen, lustigen, und natürlich von allen Dschin' der Beste... ein Buch! Voller Vorfreude stürzte ich mich in die Lektüre und wurde nicht enttäuscht. Endlich hat Jonathan Stroud zu alter Stärke zurückgefunden, da ich von seinen anderen Werken nicht sonderlich begeistert war.
Der Erzählstrang teilt sich, wie in den anderen Bänden um Bartimäus, auch wieder auf. Asmira und Bartimäus teilen sich die Geschichte.
Besonders gut war beim lesen, dass man genau wusste, was Bartimäus meint, denn man weiß ja schon so einiges aus futuristischem Leben des Geistes. Wie z.B. der erste Teil; dass Bartimäus sagt; "Selbst mit Salomo stand ich auf du und du..."
Das macht einfach spaß.
Und allgemein: Es kommt nie Langeweile auf. Immer passiert etwas, nichts wird elendig lange beschrieben und natürlich haut Bartimäus wieder so einige derbe Sprüche auf den Markt. Hier ein Beispiel: "(...) Das 15tel einer Elle nennt man bei uns Rattenarsch. Es gibt auch andere Umschreibung wie Krüppelsprung oder (...)" Das bleibt einem nichts anderes übrig als zu brüllen.
Der Erzählstil ist genau so gut wie zu Anfängen von "Das Amulett von Samarkand". Lebendig, aufregend und fesselnd. Es macht spaß mit Bartimäus Kobolde zu verprügeln und ebenso mit Asmira die Gedankengänge zu teilen.

Fazit:
Für alle Fans der Trilogie um Bartimäus ein absolutes Muss - man wird nicht enttäuscht. Ich hoffe, dass Jonathan Stroud genau dort weitermacht und würde mich freuen, wenn die Geschichten um Bartimäus noch weiter erzählt werden würden.

5 satte Sternen für einen meiner Lieblingshelden.
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Fünf Jahre nach Erscheinen des dritten Bandes folgt mit "Der Ring des Salomo" nun ein Prequel zu der bisher dreibändigen Bartimäus-Reihe.

Die Geschichte spielt 959 v. Chr. in Jerusalem. Bartimäus untersteht dem bösen Zauberer Khaba, der für den gefürchteten König Salomo arbeitet. Gefürchtet deshalb, weil Salomo einen Ring besitzt, von dem eine gewaltige Macht ausgeht. So kann Salomo z.B. durch ein einfaches Drehen des Ringes mehrere Geister gleichzeitig herbeirufen, die seine Befehle ausführen und für Angst und Schrecken sorgen. Alle Versuche, Salomo zu töten und/oder ihm den Ring abzunehmen sind bisher gescheitert. Trotzdem erteilt die Königin von Saba der jungen Wächterin Asmira den Auftrag, genau dies zu tun. In Jerusalem angekommen, trifft Asmira auf Bartimäus und das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Denn Asmira ist nicht die Einzige, die es auf Salomo und den Ring abgesehen hat. Es folgt eine actiongeladene Geschichte, in der Bartimäus und Asmira mehr als einmal in Lebensgefahr geraten und überraschende Entdeckungen machen.

Erzählt werden die Ereignisse abwechselnd (hauptsächlich) aus der Sicht von Bartimäus und Asmira. Bartimäus ist zwar nicht ganz so humorvoll und mit Wortwitz geladen, wie in den vorherigen Teilen, doch er kommt immer noch frech, arrogant, eingebildet und nicht auf den Mund gefallen daher. Zusammengenommen ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, dass man auch lesen kann, ohne die vorangegangenen Teile zu kennen.
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am 22. Oktober 2010
Als Fan der drei ersten Bände fiel es mir schwer, sich von der ursprünglichen Nathanel-Bartimäus-Story zu lösen. Stroud gelingt es dennoch, eines von womöglich vielen weiteren Prequel-Szenarien in der Zeit einer veränderten, antiken Mythologie zu erschaffen. Ganz getreu nach dem Motto "Oh, ein Bannzeichen ist falsch? Dann fress' ich Dich!" überzeugt der egozentrierte Bartimäus mit einer von Sarkasmus und Ironie strotzenden Selbstdarstellung bereits am Anfang des Buches. Kampfeinlagen, gespielte Reue und durchtriebene Boshaftigkeit lassen die Silbergefiederte Schlange zur Vollform auflaufen. Keine Hemmungen vor britischen Zauberern und dem Versteckspiel in der modernen Welt - nein, hier wird mit Feuer und Flamme unter den Wesenheiten von Israel und Arabien ein Machtkampf auf offenem Terrain ausgefochten. Gespickt mit einer Verschwörung rund um die Herrscher entwickelt sich eine Intrige, in deren Mittelpunkt eine exotischen Assassine steht. Im Gegensatz zum Schwächling-Typus eines Nathanel legt sie wahrhaft tödliche Züge zu Tage und verwirrt sich im Buch in den Tücken der Magie. Auch nur Dank ihres Sklaven Bartimäus vollführt die Geschichte eine überraschende Wendung und besitzt trotz des fulminanten Sieges über die boshaften Zauberer ein durchaus offenes Ende. Wer ist wirklich böse und welche Mächte konkurrieren in dieser fantastischen Welt, die unser eigenen Historie so ähnlich nachempfunden ist? Vielleicht entwickelt Stroud eine weitere Fortsetzung, denn ein fünftausend Jahre alter Dschinn hat viel zu erzählen. Und warum man auch als Erwachsener bei diesem Buch zu einem begeisterten Fan werden darf ist einfach erklärt: Schließlich möchte man wissen, was die eigenen Kinder irgendwann einmal selbst lesen sollen. Dazu zählt diese zeitlose, frische Kost, die nicht die extreme Ausdauer und Zusammenhänge anderer Fantasy-Epen dem Leser abverlangt. :)
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am 13. Oktober 2010
Gut, das Originellste an dem Buch ist, dass es wor etlichen hundert Jahren spielt und dabei allein durch die Anachronismen in Bartimäus Sprüchen schon witzig zu lesen ist. Ansonsten ist es Bartimäus wie wir ihn aus den drei Vorgängern kennen - aber genau so wollen wir es doch auch, oder? Die 500 Seiten sind einfach nette Unterhaltung mit einer Menge "geistreicher" Gedanken über Menschen und ihre Eigenarten und einem Haufen Action. Ich mag das Buch.
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am 19. August 2012
*** Inhalt ***
Bartimäus erzählt atemberaubend spannend, umwerfend komisch - und wie alles begann!
Hier erzähle ich euch die Geschichte meiner Abenteuer und wahren Größe, bevor mich dieser widerliche kleine Magier namens Nathanael in seinen unsäglichen Bann schlug."
Endlich hat das Warten für alle Fans der fantastischen Bartimäus-Trilogie ein Ende: Das heiß ersehnte Prequel zu den faszinierenden Abenteuern um den jungen Magier Nathanael und seinen unfreiwilligen Diener Bartimäus ist da! Und Bartimäus, der Dschinn aller Dschinns, darf seine ruhmreiche Vergangenheit präsentieren - die sogar seine späteren Heldentaten mit Nathanael beinahe in den Schatten stellt. Schließlich hat Bartimäus seinerzeit nur den Besten der Besten und Hochwohlgeborenen gedient: Mächtige Magier und wunderschöne Königinnen waren seine Gebieter - und mit dem berühmten König Salomon stand er sogar auf Du und Du ...
Ein spektakuläres Feuerwerk an atemberaubender Spannung, unnachahmlichem Witz und mit einem unwiderstehlichen Helden!

*** Meine Meinung ***
Nachdem ich die ersten 3 Teile schon gelesen hatte, war ich umso gespannter, wie Bartimäus als Hörbuch daher kommt.
Bartimäus, der freche und sich aus allen Problemen heraus lavierende Dschinn, hat mich nicht enttäuscht. Wie immer gerät Bartimäus von einem Schlamassel in den nächsten und schafft es mit Grips und einer gehörigen Portion Glück auch wieder heraus. Die Figuren sind lebendig gestaltet kommen wandelbar rüber. Es wird dazu gelernt und nicht nur eindimensional gehandelt.
Vom Anfang baute sich die Spannung auf und trotz kleiner Längen, die ab und zu auftraten, endete das Buch in einem grandiosen Finale.
Gerd Köster als Sprecher war mir bisher unbekannt, aber auch ein absoluter Knaller. Er akzentuiert die Ironie und den Sarkasmus von Bartimäus hervorragend mit seiner Stimme.
Mir hat das Buch wieder sehr viel Spaß gemacht und ich vergebe 4 magische Sterne.
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am 28. Juli 2016
Jede Geschichte hat einen Ursprung, auch die des Dämon Bartimäus. In „Der Ring des Salomo“ präsentiert uns Jonathan Stroud eines der frühesten Abenteuer des Dschinn, als dieser noch das alte Jerusalem unter der Regentschaft des Salomo unsicher machte.

Als Dämon ist Bartimäus dazu verpflichtet, dem Zauberer jeden Wunsch zu erfüllen, welcher ihn beschworen hat. Jedenfalls dann, wenn das Beschwörungsritual ohne auch nur den kleinsten Fehler ausgeführt wird, ansonsten hält ihn nichts mehr. Doof nur, wenn er von einem der Zauberer König Salomos beschworen wurde, denn die dulden kein Aufbegehren unter ihren Sklaven. Als Strafe für den Mord an einem dieser Zauberer wird Bartimäus prompt in die Knechtschaft eines anderen Zauberers gezwungen und gerät damit unfreiwillig in die Machtspielchen von Salomos Feinden, die dessen magischen Ring stehlen wollen. Denn darin haust ein Wesen von unbeschreiblicher und verlockender Macht.

Die herausragende Stärke des Buches liegt definitiv bei Bartimäus selbst. Sind wir ehrlich: Er ist eigentlich ein narzisstischer, egoistischer Fiesling, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Eigentlich ist das kein Charakter, den man sonderlich mögen sollte, aber Stroud schafft es dennoch, Bartimäus zu einem einmaligen Charakter zu formen, der das Buch trägt und eine Menge herausreißt. Sein Humor ist wunderbar und treibt mitunter Tränen in die Augen. Dabei sorgt auch Bartimäus gnadenlose Selbstüberschätzung für den einen oder anderen Lacher. Da lamentiert er, wie er grausam Jahrhunderte, ja, gar Jahrtausende in einer Lampe eingesperrt war, wie er stoisch und edel diese Gefangenschaft überdauerte und sich mannhaft seinem Schicksal stellte … und am Ende waren es nur ein paar Stunden.

Es mag zwar beachtlich sein, wie sehr Bartimäus das Buch trägt, der ganze Rest fällt aber neben ihm ein wenig ab. Vieles, was nicht unmittelbar mit Bartimäus zusammenhing, hatte mich nicht wirklich angesprochen. Es war nicht schlecht, aber „so lala“ trifft es doch ganz gut. Der Funke sprang nicht über, ich fieberte nicht wirklich mit und empfand es auch nicht allzu spannend, wie Asmira für ihre Königin kämpft oder Salomo scheinbar tyrannisch über sein Reich herrscht.

Das Setting aber, Jerusalem um 950 v.Chr., ist durchaus sehr ansprechend. Stroud hat es sehr gut in seinem Werk bildhaft auferstehen lassen, sodass der Leser sich wunderbar in das alte Jerusalem hineinversetzen kann. Er verzichtet dabei auf zu viele geschichtliche Daten, die vielleicht auch gar nicht nötig gewesen wären, ohne (soweit ich das beurteilen kann) dabei allzu ungenau zu werden.

Alles in allem kann man sagen, dass das Buch aufgrund von Bartimäus sehr gute Unterhaltung ist. Abseits von ihm jedoch hat das Buch keine besonderen Stärken oder Schwächen.
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am 6. Februar 2011
Gleich vorneweg: hätte ich nicht vor einiger Zeit mal eine Dokumentation über die Bibel und die Auswahl der Texte darin gesehen, ich wäre ersteinmal etwas stutzig geworden. Im Allgemeinen kennen wir Salomon nur als weisen Herrscher (die beiden Frauen, die sich um ein Baby streiten) und Dichter (das Hohelied des Salomo), aber in biblischen Zeiten war er noch für eine andere Sache sehr berühmt: er soll ein mächtiger Zauberer gewesen sein. Da das damals jeder zu wissen schien, wurden entsprechende Texte aus der Sammlung, die wir heute Bibel nennen, entnommen. Jonathan Stroud jedoch wusste davon, als er Bartimäus ein weiteres Abenteuer bestehen ließ - als Prequel zu den drei berühmten Büchern um Nathanael.

Ca. 1000 v. Chr., Jerusalem: Bartimäus, der zynische Dschinn rächt sich an seinem derzeitigen Herrn, einem der Hofzauberer König Salomos, indem er ihn kurzerhand verspeist. Doch kaum auf der anderen Seite angekommen, wird er zur Strafe sogleich erneut beschworen, diesmal von einem anderen Hofzauberer, dem grausamen Khaba.
Mit im Trupp der aufmüpfigen Dämonen: Faquarl, Bartimäus' besonderer Freund aus der Trilogie. Wie dem auch sei: die Geister werden herangezogen, um den Tempel von Jerusalem zu errichten - OHNE Magie. Natürlich finden die Querulanten einen Weg, sich darüber hinwegzusetzen und es ist Bartimäus (in Gestalt eines Flusspferds mit Röckchen), der unabsichtlich einen großen Steinquader nach dem König wirft, als dieser die Baustelle besucht. Das Unglück wendet der Herrscher mit Hilfe seines Fingerrings ab, der ihm Macht über unzählige Herrscharen von Geistern verleiht - und eben dieser Ring ist es, den jeder besitzen will und dem Buch seinen Titel gibt.
Eine neue Strafaktion für die widerspenstigen Geister steht an, diesmal gilt es, die Karawanenwege in der Wüste zu sichern, da die Lieferungen in der letzten Zeit immer öfter überfallen werden - von Dämonen.
So trifft denn auch Bartimäus auf die junge Attentäterin Asmira, die von ihrer Königin ausgesendet wurde, König Salomon zu meucheln und den Ring zu zerstören, da dieser unverschämte Abgabenforderungen gestellt hatte. Die Karawane, in der sie mitreiste, wurde vernichtet, nur die junge Frau überlebt (dank Bartmäus und Faquarl) und überredet den Zauberer Khaba, die hilfreichen Geister aus seinen Diensten als Dank für ihre Rettung zu entlassen - mehr oder weniger.
Einige quirlige Umstände später sieht sich Bartimäus plötzlich von Asmira beschworen und soll nun helfen, ihren Auftrag auszuführen. Bartimäus wäre nicht Bartimäus, wenn das ohne Zwischenfälle vonstatten gehen würde - und nicht zuletzt sein großes Herz für die Außenseiter ein Wörtchen mitzureden hätte...

Wie immer sind besonders die Fußnoten lesenswert: Bartimäus' erweiterte Gedankengänge zu verschiedenen Vorkommnissen, geflügelten Worten oder auch einfach nur, um sich selbst noch besser darzustellen. Wer in seinem Lesefluss nicht unterbrochen werden möchte, kann diese übergehen - verpasst aber ein Menge.
Stroud's Humor ist trocken, zynisch, manchmal auch purer Slapstick, aber immer liebenswert und augenzwinkernd, die Storyline klar und stringend, leider sind überraschende Wendungen in diesem Werk aber nicht so ausgeprägt, wie es in der früheren Trilogie der Fall war. Und dennoch hat es mir wahnsinnigen Spaß gemacht, wieder einmal etwas Neues von meinem Lieblingsdämon zu lesen - und Stroud offensichtlich, wieder etwas über ihn zu schreiben!

Mein Fazit: ein wundervolles, witziges Buch über Magie, Verantwortung, das Leben, das Erwachsenwerden und... Bartimäus!
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am 19. November 2010
Bartimäus is back!
Ich hatte mich tierisch auf diesen neuen Band gefreut. Die ersten drei Bücher waren echt gut, lustig, neuartig und düster. Die Geschichte um Nathaniel und Kitty hat mich in den Bann gezogen.
Ich liebe Bartimäus einfach, da er der Sarkasmus in Person ist.
Der Ring des Salomon allerdings hat mir noch besser gefallen. Mir gefiel vor allem, das er nicht derart düster war wie die ersten drei. Er ist komplett anders, aber dennoch mindestens genauso gut.

Die Geschichte ist spannend und auch wenn ich hier schon gelesen habe, sie sei vorhersehbar, was nicht stimmt, lustig und mitreißend.
Sie Spielt im alten Jerusalem zu Zeiten König Salomons.
Asmir ist eine junge Frau, die als Attentäterin für ihre Königin und ihre Heimat, gesandt wird, um den mächtigen Salomon zu töten.
Der Grund dafür ist einfach, Salomon droht mit seinem allmächtigen Ring, dem kleinen Königreich und nun muss Asmir das bereinigen.
Das ist allerdings nur ein Teil.
Bartimäus muss sich wieder einmal mit seinen grausamen Herren herumschlagen, vor allem den grausamen Khabal, mit dem gewohnten Witz und einer riesigen Spur boshaftigkeit.

Ich muss sagen Salomon es mir angetan. Wenn man seine Beschreibung im Buch liest, weiß man warum.
Asmir die hin und her gerissen ist, zwischen treue und ihren eigenen Gefühlen, ist für mich manchmal nicht zu verstehen, doch ich glaube das macht ihre Zerrissenheit deutlich.

Kurzum
ein klasse Buch
das locker mit den Vorgänger mithalten kann.
5 Sterne
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