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am 16. März 2007
Das Buch ist ganz sicher nicht Jedermanns Sache. Diese spezielle Art von Humor erschließt sich nicht jedem. Philip Ardagh fällt zu jeder skurillen Situation eine überraschende und noch verrücktere Wendung ein. Um das zu genießen, muss man sich ein wenig von den üblichen Denkrichtungen entfernen und offen für alles sein. Mir gefällt gut, dass der Leser (bzw. Hörer) immer wieder direkt angesprochen wird. Man fühlt sich bei der Geschichte mitgenommen und kann sich ein wenig am Erzähler und an Eddie festhalten, die die einzigen vernünftigen Wesen im Buch zu sein scheinen. Die Handlung ist völlig nebensächlich, und genau genommen geschieht vor allem im ersten Teil des Buches nicht viel. Dafür sind die Erklärungen, Abschweifungen und Kommentare um so unterhaltsamer. Niemals habe ich empfunden, die Geschichte sei gestört oder unterbrochen worden.

Ein besonderes Kompliment muss man Harry Rowohlt aussprechen. Er liest ruhig, gut verständlich und mit toller Nuancierung. Allein wie er den Namen "Pumblesnook" ausspricht, versetzt mich jedesmal in Verzückung. In meiner Vorstellung sitzt Harry Rowohlt freundlich schmunzeln im Schaukelstuhl, mustert mich ab und zu wohlwollend aus den Augenwinkeln und erzählt diese Geschichte in einer Weise, dass ich wirklich bereit bin, ihm jeden Blödsinn abzunehmen.

Zwar ist das Buch ein Kinderbuch, aber ich bin gar nicht so sicher, ob es für Kinder wirklich geeignet ist. Nimmt man mal alles wörtlich, so passieren nämlich wirklich schlimme Dinge im Buch. Man braucht schon einen gewissen Abstand, um den Humor zu genießen und den Blödsinn als das zu nehmen, was er ist. Meiner knapp neunjährigen Tochter würde ich das Hörbuch noch nicht anvertrauen, aber mein Mann war begeistert. ;-)
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am 13. Juli 2012
Eddie Dickens leidet unter einer seltsamen Krankheit: Nach alten Wärmflaschen riechend und ganz gelb und wellig an den Rändern, bedarf es, natürlich, der Hilfe von Dr. Keks. Bei dessen kuriosen Therapieprogramm, das unter anderem darin besteht, Eiswürfel in Form von berühmten Generälen zu lutschen, kommt auch Eddie mit in das Lager der Leidenden. Eddie muss nun vorläufig sein Elternhaus verlassen und wird zu seinem wahnsinnigen Onkel Jack und seiner noch wahnsinnigeren Tante Maude geschickt. Als sich noch der Theaterdirektor Pumblesnook in das Geschehen einmischt, landet Eddie fast im Waisenhaus.

Philip Ardaghs Geschichte um den jungen Eddie strotzt nur so von sinnlosen Begebenheiten und einzigartigem Humor. Nach Logik sucht man da vergebens. Eddie ist immer wieder das Opfer seiner Mitmenschen, doch gewinnt im Laufe des Buches immer mehr an Komik dazu. Er begibt sich mit viel Würde in sein unbestimmbares Schicksal und lernt dabei urkomische Figuren wie den weiblichen Kaiser von China oder das ausgestopfte Wiesel Malcom kennen. "Schlimmes Ende" ist alles andere außer normal. Ein wahrlich erheiternder Roman offenbart sich in den wenigen Seiten bei dem wohl kein Auge vor Lachen trocken bleiben dürfte. Wer Ardaghs humorvolle Sinnlosigkeit lieben lernt, dem sei versichert, dass die Eddie Dickens Geschichte eine "Trilogie in fünf Bänden" ist. Nachschub für überaus erheiternde Lesestunden ist also vorhanden. Nur eines muss man dabei außen vor lassen: den klaren Verstand!

Ein Buch für fantasievolle Kinder, aber auch durchaus für ältere, die einen Hang zum Makaberen haben und u.a. die Geschichten von Roald Dahl ("Charlie und die Schokoladenfabrik"...) lieben.
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am 16. Mai 2005
Wenn man "Schlimmes Ende" für sich selbst liest, ist es sehr lustig und bietet einen netten Zeitvertreib. Aber erst wenn man es vorliest (oder vorgelesen bekommt), kann sich der Humor des Buches vollständig entfalten. Denn "Schlimmes Ende" ist darauf konzipiert worden, vorgelesen zu werden. Es ist in übersichtliche Folgen eingeteilt, arbeitet mit vielen lautmalerischen Stilmitteln und achtet auf einen übersichtlichen Satzbau (nur manchmal ärgert der Autor den Vorlesenden mit komplizierten Schachtelsätzen).
Das Buch ist aufgrund seines hintersinnigen Humors und Sprachwitzes wohl eher für ältere Kinder und Erwachsene geeignet.
Zuletzt möchte ich noch die hervorragende Übersetzung und die sehr gelungenen Illustrationen loben.
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am 2. Februar 2004
Am Anfang ist das Buch sehr ungewöhnlich, aber mit der Zeit wird
es immer schöner. Philip Ardagh ist ein ziemlich ungewöhnlicher
Erzähler, weil er immerzu Witze macht, z.B. macht er sich über
die Figuren lustig. Er ist ein alleswissender Erzähler, weil er
von einer Figur zur anderen springt und weiß was geschieht.
Es ist auch komisch, dass Eddies Eltern " gelb und wellig an den
Rändern " sein sollten. Aber damit Eddie nicht krank wird,
schicken sie Ihn zu seinem Großonkel Jack, der auch der wahnsinnige Onkel Jack genannt wird. Er ist sehr verrückt, aber
seine Gattin ist noch verrückter. Aber alles ist besser, als von
dieser ungewöhnlichen Krankheit heimgesucht zu werden.
Die Geschichte ist sehr spannend erzählt, auch wenn man sich an
die Erzählweise erst gewöhnen muss.
Mir hat das Buch gut gefallen und deshalb kann ich es auch
weiterempfehlen.
Christin Feld, Klasse 5 F 3, GSG Lebach
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am 11. April 2003
Früher, als wir klein waren, legten wir uns abends zum Schlafen ins Bett und unsere Mutter oder unser Vater lasen uns Geschichten vor und wir nickten mit dem Kopf, atmeten ruhiger und schliefen schließlich ein. Aber das war früher. Das war damals, als wir jung und naiv waren, als wir noch nichts von Philip Ardagh oder Harry Rowohlt wussten, als wir uns einen kleinen Jungen wie Eddie Dickens nicht hätten vorstellen oder gar ausdenken können, damals, als wir nicht ahnten, dass es jemals eine Wahnsinnige Tante Maud geben würde, die ein ausgestopftes Wiesel namens Malcolm als Waffe benutzen könnte, damals, als wir vielleicht darüber erstaunt gewesen wären, dass ein Buch mit dem Titel 'Schlimmes Ende' so viel Gutes enthalten kann. Eddie Dickens' Eltern leiden an einer seltsamen Krankheit. Ganz gelb sind sie, dazu merkwürdig wellig an den Rändern, und sie riechen nach alten Wärmflaschen. Damit Eddie sich nicht ansteckt, wird er zu seinen Verwandten geschickt, dem Wahnsinnigen Onkel Jack und seiner Gattin, Eddies Großtante, eben jener Wahnsinnigen Tante Maud, die, wie der Wahnsinnige Onkel Jack eingangs entrüstet klarstellt, »ganz bestimmt kein b i s s c h e n wahnsinnig« ist. Die Geschichte um den kleinen Eddie, die in elf losen »Folgen« erzählt wird, ist herrlich überdreht, bis zum (Seiten-)Rand gefüllt mit den verrücktesten Einfällen sowie einem erstaunlich logischen Mangel an Sinn und Moral, und selbst an den eher albernen Stellen niemals belanglos. Harry Rowohlt schenkt diesen Figuren nicht nur eine ganz eigene, unverwechselbare Stimme, sondern auch einen eigenen Atem, einen eigenen Herzschlag, ein eigenes Leben. Selbst die absurdesten Einfälle erzählt er fast beiläufig, mit einer absoluten Notwendigkeit und so, als wäre all dies vollkommen selbstverständlich.Wenn der Wahnsinnige Onkel Jack sich auf dem Kutschendach festschnallt, weil er überdachte Kutschen verabscheut - wenn die Wahnsinnige Tante Maud ihr ausgestopftes Wiesel fragt, ob es schon einmal darüber nachgedacht habe, sich einen Bart stehen zu lassen - wenn der Theaterdirektor mit dröhnender Stimme sich als Kaiserin von Ganzchina ausgibt - dann haben wir diese Figuren schon längst lieb gewonnen. Doch alleine schon, wenn Harry Rowohlt Folge 4 mit den Worten »in welcher Tante Maud einen noch wahnsinniger macht, als sowieso schon« ankündigt, setzen wir uns auf, macht unser Zwerchfell sich bereit und unsere angestachelte Erwartung kitzelt und kribbelt überall im Körper. An Schlaf ist dabei nicht zu denken. Und so legen wir uns abends in einen großen Koffer, und wenn die Wahnsinnige Tante Maud dann zum wiederholten Male den Kofferdeckel aufreißt und mit ihrer gewohnt raspelnden Stimme »Immer noch nicht eingeschlafen?« brüllt, dann schütteln wir den Kopf, kuscheln uns an die Stoffbezüge und kichern leise vor uns hin.
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am 21. März 2004
Dieses Buch ist wirklich jeden Cent wert!!!! Obwohl die Illustration auf dem Cover mich gehörig erschreckt hat, habe ich es auf Anraten meiner Schwägerin gelesen - und bin aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen. Aberwitziger britischer Humor, eine skurile Geschichte, ein Erzähler, der immer wieder eine Meta-Ebene betritt, um seine Wortwahl zu kommentieren,... , all das ist würdig des Deutschen Jugendliteraturpreises. Ob es in einigen Passagen nicht ein wenig zu anspruchsvoll für die Zielgruppe ist, das bleibt herauszufinden.... Hoffentlich bringt es wieder ein paar mehr Kinder zum Lesen!
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am 13. Dezember 2006
... schnarrt die völlig wahnsinnige Tante Maud den armen Eddie an, der völlig unfreiwillig in ihrer zugigen, kalten Kutsche sitzt und sie (Tante Maud und Malcom/Sally, ihr ausgestopftes Wiesel) nach "Schlimmes Ende" begleiten soll. Was der Grund dafür ist und was alles noch passiert, das ist inzwischen a) genug beschrieben worden (siehe oben und unten) und sollte b) nicht noch vertieft werden: Wozu gibt es schließlich eigene Augen und Ohren?

Das (Hör-)Buch sprüht vor britischem Humor, skurrilen Einfällen und aberwitziger Situationskomik. Dass sich die kunstvollen Sätze dabei mitunter wie eine südbrasilianische Riesenpython (kommt nicht in der Geschichte vor, die folgend beschriebene Wirkung ist aber dieselbe) verhalten, den Leser/Hörer umschlingen, umwickeln und dabei fast die Luft abdrücken, mit dem Ziel, für kichernde Verwirrung und zwerchfellbrechende Zuckungen zu sorgen, nimmt er (der Leser bzw. die Leserin) gerne in Kauf.

Man muss etwas für diese Art des Humors übrig haben. Das setzt natürlich - wie immer - die für deutsche Verhältnisse seltener anzutreffende, verrückte geistige Grundhaltung voraus, sich schlicht auf den puren - aber intelligenten! - Blödsinn einlassen zu können, ohne ein nöliges "Das hat doch gar nichts mit der Geschichte zu tun!" oder quengeliges (herrliches Wort!) "Wann gehtsn hier endlich weiter...?" hervor zu stoßen (oder zu schreiben).

Was dem geneigten Leser (und natürlich der geneigten Leserin) dieser Zeilen schließlich anzuraten sei: Versuche er (oder sie) es doch einfach im Selbstversuch. Mein lieber Neffe (obschon nicht mein eigen Kind, alsdoch gesegnet mit des Onkels - also meinem eigenen - Hang zu absurden Ideen und spontanen Skurrilitäten) bezeichnet dieses (Hör-)Buch als "Quell verrückt-geistiger Glückseligkeit". (Er - das Kind, nicht ich - ist neun Jahre alt, studiert Astrophysik im sechsten Semester und spricht nahezu sieben Sprachen).

Doch zum Abschluss geziemt es sich, ein Kompliment an Herrn Rowohlt auszusprechen:

Wenn es dem Genuss des Lesens noch ein ebensolches Krönchen aufzusetzen gäbe, es gebührte eindeutig ihm, dem König der Knarzer, Seufzer und interpretatorischen Kiekser.

Oder, wie Mrs. Pumblesnook sagen würde: "Ohhh, hallewliebstew Ewzählew mein!".

q.e.d.
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am 13. Januar 2010
Ich habe dieses Buch den Kindern vorgelesen und sie lieben es. Eine hervorragende Möglichkeit, Kinder für Surreales, Skurriles, Abstruses und vor allem Komisches zu begeistern. Die Kinder wollen jetzt unbedingt die nachfolgenden Eddie-Dickens-Geschichten hören, und ich will es auch!
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am 2. Februar 2004
Rezension zu „Schlimmes Ende"
Ich bin in der fünften Klasse und wir haben „Schlimmes Ende" zusammen im Deutschunterricht gelesen. Das Buch ist sehr witzig und mit vielen Redewendungen und Wortspielen geschrieben. Nicht so gut allerdings finde ich, dass viele schwierige Wörter vorkommen, von denen man als 10-jähriger nicht weiß, was sie bedeuten sollen. Der Erzähler spricht einen direkt an und erzählt auch über sich selbst. Oft berichtet er eine Seite lang von einem ganz anderen Thema. Ich selber lese sehr viel. Gruselbücher, Kinderkrimis, Freundschaftsgeschichten usw., aber solch ein Buch habe ich noch nie gelesen. Total durchgeknallt und verrückt. Es macht wirklich Spaß, „Schlimmes Ende" zu lesen. Die Hauptperson ist Eddie Dickens. Er ist der einzige in der Geschichte, der nicht vollkommen verrückt ist. Außerdem spielen noch mit: Mr. und Mrs. Dickens, der Wahnsinnige Onkel Jack, die Wahnsinnige Tante Maud, Mr. Pumblesnook, das ausgestopfte Wiesel und noch ein paar andere, die, wie man am Namen schon merkt, völlig wahnsinnig sind. Wahnsinnig gut!
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am 18. Mai 2005
Also, ich als Vater von zwei Kindern (10 + 12) und selber eigentlich ziemlich "Bodemständig", bin auch erst mit gemischten Gefühlen an diese DREI Folgen, von Phillip Ardagh rangegangen, aber schon nach den ersten Sätzen war unsere gesamte Familie gefesselt, von diesem Aberwitz, der auf dem ersten Blick zwar hoffnungslos skuril wirkt, aber spätestens nach dem Genuss der Audio-CDs die als ein besonderer Ohrenschmaus von Herrn Rowolth dargeboten wird, wird einem erst die hintergründige, alltägliche Situationskomik als Spiegelbild unserer Gesellschaft klar. UND dies empfinden stellenweise auch die Kinder so, ohne es als kompliziert uder unverständlich zu empfinden. Was hier aber teilweise von Bibliotheksangestellten und Trivialliteratur Geschädigten, an Rezensionen von sich gegeben worden ist, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen! Besonders der Beitrag aus Bonn, zeugt von mangelnder Toleranz und Sachverstand. (Entweder aus einer anderen Zeit stammend, oder voll WAHNSINNIG ;-))Dieser Beitrag hat mich das erste Mal zu einer Rezension bei Amazon,....einfach genötigt!
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