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am 2. Januar 2015
… hier geht es um charakterliche Stärken (und Schwächen), um Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik, um Korruption und Ehre, und um einen Cop, dessen Laufbahn auf dem Spiel steht.

Stephen „Steve“ Villani ist Polizist aus Berufung. Mit achtzehn hatte er seinen ersten Rundgang in Uniform. Vor über zwei Jahren war er zum Leiter des Morddezernates ernannt worden. Verheiratet, drei Kinder. Um die Ehe steht es nicht zum Besten. Die älteste Tochter Corin (21 Jahre) studiert Jura. Zu ihr hat er einen guten Draht. Der 19-jährige Tony befindet sich in Schottland (kaum Kontakt) und die mit 15 Jahren Jüngste (Lizzie) scheint ein Eigenleben fernab der Familie zu leben.

Eine Tote im neu errichteten Prosilio-Tower, einem der teuersten Wohnkomplexe von Australien. Eine Welt des totalen Luxus für Millionäre, geschützt durch modernste Sicherheitsmaßnahmen, die aber ausgerechnet zum Todeszeitpunkt versagt haben. Und dann drei Tote in einem Lagerhaus in Oakleigh. Zwei davon übelst malträtiert. Die Mitarbeiter des Morddezernates haben viel zu tun.

Brisant wird die Lage als ein Staatsminister in den Fokus der Ermittlungen gerät. Warum war die Ermordete aus dem Prosilio-Tower nachts in der Residenz des Infrastrukturministers Stuart Koenig? Derselbe Stuart Koenig, der das ambitionierte AirLine-Projekt von Max Hendry – Mitbesitzer des im Prosilio-Tower zuständigen Sicherheitsunternehmens und eine der schillernsten Unternehmerpersönlichkeiten des Landes – verhindern will. Dass Stuart Koenig im Rahmen der Untersuchung befragt wird, missfällt einigen Regierungsmitgliedern, und so wird Villani prompt vom Justiz- und vom Polizeiminister in die Mangel genommen. Die Botschaft ist eindeutig: der Fall gehört in den Giftschrank, sprich Villani soll die Finger davon lassen. Kein Wunder, dass der Cop sich ausgebremst fühlt. Erinnert sich an die kleine Schimmelstute namens WAHRHEIT. Das erste und beste Rennpferd seines Vaters. Lauffreudig, nie aufgebend. Doch dann wurde sie krank und verstarb binnen Stunden. WAHRHEIT … kommt daher der Titel des Buches?

Parallel zu den Wünschen der Herren Minister erhält unser Mustercop ein lukratives Angebot aus der Wirtschaft. Kein anderer als Max Hendry will ihn als operativen Chef für eines seiner Unternehmen.

„Es ging darum ein ehrlicher Mann zu sein. Ein Ehrenmann.“ (366)

„Ehre ist nicht billig zu haben, mein Junge,“ musste sich Villani einst von seinem Vater Bob sagen lassen. Während der Cop noch darüber nachdenkt, wie er weitermachen soll, wird ihm die Entscheidung durch eine Fernsehmeldung abgenommen. Eine Meldung, die ausgerechnet von der Redakteurin stammt, mit der er eine Affäre (oder ist es mehr?) hat.

Ein Mann an einem Scheideweg. Sowohl familiär als auch beruflich. Peter Temple stellt die Zerrissenheit seines Protagonisten sehr glaubhaft dar. Eine direkte, mitunter derbe Sprache. Rückblenden und Einschübe. Scheinbar konfus aneinander gereihte Kapitel. Eine Vielzahl von Namen und Gesichtern, über die man erst einmal den Überblick gewinnen muss. Peter Temple macht es seinen Lesern nicht leicht. Man braucht etwas Disziplin, um dranzubleiben und sich reinzulesen. Es ist ein komplexes Bild, das nach und nach entsteht. Verflechtungen von Wirtschaft und Politik, Zweckbündnisse und hinterhältige Machenschaften, und immer im Hintergrund der Gedanke an die nächsten Wahlen. Wahlen im Bundesstaat und in weniger als in einem Jahr im Bund. Villani befindet sich auf einer Gratwanderung. Absturz oder Karrieresprung? Alles scheint möglich.

Der eine oder andere Rezensent bemängelt die Sprache. Nun, mich hat sie stellenweise an Adrian McKintys Dead-Trilogie erinnert. Trockener Humor und hin und wieder Querverweise, die nur Eingeweihte verstehen, so wie zB das Gespräch zwischen Villani und Jack Irish auf Seite 326. Wie, Sie kennen Jack Irish nicht? … Dann wird es Zeit, ein paar andere Bücher von Peter Temple (zB Die letzte Botschaft: Ein Jack-Irish-Roman) zu lesen ;-)

Dass mir die Geschichte gefallen hat, liegt vor allem an der Figur des Stephen „Steve“ Villani. Sein Ringen mit sich selbst. Die Abgründe, in die er blickt. Kein Selbstmitleid, kein Jammern, aber eine zähe Natur, die sich nicht unterkriegen lässt. Kein strahlender Held mit blütenweißer Weste, sondern ein Mensch mit Ecken und Kanten für den Integrität noch etwas bedeutet. Das mit den Flecken auf der weißen Weste ist übrigens ernst gemeint. Aufmerksame Leser werden sicherlich über einen speziellen Seitenstrang stolpern und die Zusammenhänge erkennen, auch wenn diese manchmal nur durch einen Namen oder einen Betrag deutlich werden. Auf jeden Fall würde ich über diesen Polizisten gerne noch mehr lesen.

Des Weiteren fand ich den Knalleffekt am Schluss des Buches schlichtweg genial. Worum es sich handelt, werden aber nur die Leser erkennen, die auch wirklich aufmerksam waren. Die Hinweise sind gestreut. Wer oberflächlich liest, wird womöglich Wesentliches verpassen. Das, was ich meine, hat jedenfalls nichts zu tun mit den oben erwähnten Toten.

Ein riesengroßes Lob von mir für dieses Buch. Eine großartige Geschichte!

=== === === === ===
ACHTUNG:
Eine Warnung an all diejenigen, die nicht bereit sind, etwas Zeit und Konzentration zu investieren. Sie werden vermutlich wenig Vergnügen an der Geschichte haben, weil sie den komplexen Aufbau womöglich nicht vollständig erkennen. Ein gutes Gedächtnis ist auch hilfreich, da häufig kurze Hinweise erst später aufgegriffen und erklärt werden.
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am 1. Juli 2014
Ich habe dieses Buch gekauft, obwohl es zum Teil vernichtende Rezensionen bekommen hat.
Doch seit "Shooting Star", "Kalter August" und "Spur ins Nichts" bin ich ein Fan von Peter Temple ...
Nach diesem Buch aber ein eher ratloser Leser.
Liegt es an der Übersetzung, dass es so gar nicht dem entspricht, was man sonst von dem Autor zu lesen bekommt? Ich habe mich buchstäblich durch die Handlung gequält, die immer wieder von Rückblenden, die schwer als solche zu erkennen waren, zerrissen wurde.Das Thema hat mich schon hin und wieder gepackt. Aber immer wenn ich glaubte, endlich im "Fluss" zu sein, wurde ich wieder von einem Gedanken, einer Vermutung oder Rückbesinnung des Protagonisten herausgerissen.
Da hier viele gesellschaftskritische Stimmen mitschwingen, glaube ich schon,dass der Autor ein wichtiges Werk geschaffen hat. Vielleicht sollte man es in der Originalausgabe lesen.
Die deutsche Fassung, so wie sie hier vorliegt, ist nicht geeignet, diesen tollen Schriftsteller einen breiten Masse zu empfehlen.
Drei Sterne trotzdem, weil ich Peter Temple wirklich sehr mag.
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am 2. September 2013
Sehr anstrengend, die vielen Personen von Polizei und Politik auseinanderzuhalten. Ich habe es inzwischen aufgegeben. bin etwa in der Mitte des Buches und wollte es schon mehrfach weglegen, auch wegen der rüden Dialoge. Doch irgendwie will ich auch wissen, wie es mit Villani weitergeht. Seine Arbeit finde ich nicht so spannend.Meinen Eindruck von Melbourne, als eine friedliche, gastfreundliche Stadt mit lauter netten Menschen, kann Peter Temple nicht zerstören.
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am 17. Dezember 2014
Gut gemachter teilweise sehr spannender Krimi über das Leben in Australien, mit viel Authetizität auch hinsichtlich der dort temporär herrschenden Hitze.
Leider zuviele Akteure und Namen die den Roman bis zum Ende unübersichtlich gestalten.
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am 13. Juni 2014
ist dieses Buch und löst starke und widersprüchliche Empfindungen aus. Habe mir sofort die weiteren Bücher von Peter Temple besorgt und es nicht bereut.
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am 28. Mai 2011
Peter Temple hat sich wirklich selbst übertroffen! Dieses Buch ist der erste Krimi, der es in einem Land
geschafft hat, den höchsten Literaturpreis zu gewinnen. Ich hoffe es ist nur eine Frage der Zeit bis
der Booker Prize endlich auch an einen Krimiautor geht und dann ist irgendwann der Nobelpreis da.
Tja, Autoren wie Peter Temple machen das Unmögliche möglich. Und dieser Roman ist von grosser
Wucht, unglaublicher Schönheit in all dem Dreck und dem Wissen, das alles bachab geht durchdrungen.
Und Villani, Protagonist des Romans und Leiter des Morddezernats, ist eine unglaublich direkte und gradlinige
Figur, die einem lange im Gedächtnis bleibt.
Dieses Buch kann man nur lieben, das es einer jener seltenen Bücher ist, die wie Fixsterne ab und an erscheinen
und dem Leben neue Kraft geben
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am 2. Oktober 2012
Verstehe einer die Lobhymnen auf dieses Buch. Ich jedenfalls kam ihm nichts abgewinne. Womöglich ist es der Übersetzung geschuldet, aber wenn ich solche Sätze lese: "Dann greifen Sie zu Ihren Mitteln, Mann", sagte Villani, dessen Brenner dank der Zündflamme seines Zornes wieder auf Touren kam ..." kriege ich die Krise. Jedem Jungautoren würden solche Sätze gestrichen. Die Handlung hat mich einfach nicht ins Buch hineingezogen. Schon am Anfang kriegt man kein Bild vom Opfer, will nicht wissen, wer sie war und warum sie ermordet wurde. Das war mein erstes und letztes Buch von Peter Temple.
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am 12. September 2017
In einem der teuersten neuen Wohnkomplexe von Melbourne wurde eine junge Frau tot aufgefunden. Genickbruch und alle persönlichen Dinge inklusive Kleidung fehlen. Stephen Villani ermittelt und muss zusehen, wie ihm Unternehmer mit Hilfe von Politikern die Arbeit erschweren.

Ich hab mich mit dem Buch sehr schwer getan. Der Schreibstil liegt mir nicht, auch wenn ich nicht erklären kann warum. Es war verständlich und ich konnte es mir vorstellen. Allerdings war mir nicht immer klar, was mir das Gelesene sagen soll. Es gab keine Zusammenhänge. Und immer wieder irgendwelche Einwürfe, mit denen ich nichts anfangen konnte. Ich war öfter kurz davor, das Buch abzubrechen.

Villani war mir nicht wirklich sympathisch. Die Art, wie die Leute miteinander umgegangen sind fand ich erschreckend unpersönlich. Selbst Liebschaften oder die Familienverhältnisse waren emotionslos.

Zu der toten Frau kam noch die Sorge um eine riesige Feuerwalze, die sich unaufhaltsam näherte und das väterliche anwesen bedrohte. Ein weiterer Mordfall: zwei verstümmelte und gefolterte Männer, sowie ein erschossener. Aber alles immer mal wieder kurz angeschnitten und dann irgendwelche Ereignisse aus der Vergangenheit.

Das Ende fand ich nicht gelungen. Die Mörder wurden zwar ermittelt, aber nicht verhaftet. Die Feuerwalze war heftig. Villanis jüngste Tochter wurde ermordet, aber er hat nicht mehr mit seiner Exfrau gesprochen.
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am 23. Dezember 2012
Inzwischen ist Peter Temple mit so vielen Preisen überhäuft, dass er es sich anscheinend leisten kann, sich seinen eigenen Kosmos zu schaffen und wenig Rücksicht darauf zu nehmen, ob seine Leser ihm dabei folgen können.

Statt Jack Irish, der Hitchcock-mäßig einen kurzen Auftritt in einem Pub hat, steht Stephen Villani (Wortspiel engl. villain?) als kommissarischer Leiter des Morddezernats in Melbourne im Mittelpunkt dieses Thrillers, ein knallharter Cop mit weicher, gequälter Seele, der mit Mitte 40 immer noch nicht aus dem Schatten seines Vaters Bob treten kann.
Außerdem liegt, selbstverständlich, sein Privatleben in Trümmern, auch beruflich schleppt er Hypotheken mit sich herum, weil er einem inzwischen die Karriereleiter hochgekletterten Kollegen geholfen hat, einen schussfreudige Aktion zu vertuschen.

Kein Wunder, dass Villani mit zwei neuen Fällen an seine Grenzen kommt, denn er muss in einem zähen Geflecht aus Korruption, Rache, grausamer Gewalt und Gier ermitteln; und immer wieder kommt ihm seine Vergangenheit in die Quere. Selbst die Naturgewalten verschwören sich gegen ihn: Die elterliche Farm und vor allem der mit seinem Vater gepflanzte Wald werden von einem außer Kontrolle geratenen Feuer bedroht. Die drogensüchtige Tochter bezichtigt ihn erst, sie missbraucht zu haben, dann wird sie tot aufgefunden. Ach wie schrecklich ist doch das Leben eines australischen Cops.

Dem ganzen ist Temple stilistisch nicht immer gewachsen. Statt einer eingehenden und den Leser in den Bann ziehenden Milieuschilderung gibt er sich mit tautologischen Aufzählungen zufrieden. Die Unzahl an Namen und Personen bleibt auch bei penibelstem Lesen verwirrend; so erfährt der arme Leseteufel erst fast am Schluss, was "SOG" für die spezielle Einsatztruppe bedeutet, nämlich “sons of god”. Da interessiert es ihn aber schon gar nicht mehr, wie so viele andere Seitenstränge dieses Erzählknäuels.
Nach wie vor brilliant sind die verknappten Dialoge und bösen Sprüche, die Temple seinem alter ego in den Mund legt
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am 20. September 2013
Ich hatte mir diesen Roman in der Bücherei in Hörbuchform ausgeliehen. Am Sprecher war nichts auszusetzen, aber er konnte die katastrophale Verwirrung, die durch die nicht nachvollziehbaren Gedankensprünge des Autors verursacht wird, nicht ausbügeln. Gleich zu Anfang des Romans tauchen Personen auf, die nicht näher beschrieben werden und daher farblos bleiben. So wirft man als Leser die Figuren schnell durcheinander und hat keine Lust mehr weiter dem Geschehen zu folgen.
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