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am 27. Oktober 2017
Ein Muss für alle die im "Business" tätig sind.
Ein noch größeres Muss für alle Bankvorstände und öffentlichen Verwaltungen.
Eine Pflichtlektüre für Politiker in der Kommune, im Land, im Bundestag und im Europäischen Parlament.
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am 8. November 2014
Jeder, der sich kopfschüttelnd wundert, welche Unternehmensberatungen er schon erleben durfte und welche trotz Mißerfolg weiterhin beauftragt werden, dem werden hier humorvoll ( wenngleich der Humor oft bitter ist ), die Augen geöffnet. Ein Buch, dass man wie einen guten Roman locker liest und ihn nur ungern weglegen möchte. Die "Geheimnisse", um den uniformierten Einheitslook, das Auftreten und die zelebrierte Wirkung auf andere werden gelüftet und verlieren augenblicklich das Mystische ;))

Bei jedem Berater, den sie treffen, werden sie an das Buch denken und kopfschütteln sehen, welches Spiel hier gespielt wird. Ich habe das Buch schon anderen empfohlen, die nun die Berater sehen, wie sie wirklich sind. Cool wirkende Berater beeindrucken mich nun nicht mehr . VOLLE PUNKTZAHL - ein Buch, das ihr Leben bereichert.
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am 17. Oktober 2013
Die Idee so ein Buch zu schreiben halte ich für vollkommen richtig. Große Unternehmensberatungsfirmen rekrutieren junge beruflich unerfahrene Studienabgänger, damit diese das Blendwerk erlernen, das notwendig ist um den Kunden für hunderttausende von Euro Beratungen aufzuschwatzen, die die Kunden meist sowiso nicht umsetzen und alles beim Alten belassen.

So verdienen die erfolgreichen Berater pro Tag mehrere Tausend Euro damit, Massenentlassungen zu empfehlen oder andere Maßnahmen vorzuschlagen, ohne jemals die Folgen verantworten zu müssen.
Unternehmensberater sind schweigsamer als Geheimdienste und ihre Machenschaften und Fehler werden der Öffentlichkeit verschwiegen. Private Unternehmer lassen sich darauf ein und wollen ihr Tun legitimieren lassen, weil sie Ihr Gewissen beruhigt sehen wollen, wenn es um gravierende Entscheidungen geht.

Beim größten Beratungsunternehmen McKinsey heißt es, entweder regelmäßig aufzusteigen oder rausgeschmissen zu werden. Eine Insiderin schätzt, daß 90 % aller McKinsey-Mitarbeiter CDU wählen würden. McKinsey berät aber auch Arbeitsämter und Gewerkschaften.
Z.B. drängt McKinsey darauf, ältere Mitarbeiter aus der Beschäftigung heraus zu drängen.

Daß das Beratungsunternehmen Roland Berger um 2004 die niedersächsische SPD für Tagesgagen von 3500 Euro in Millionenhöhe beraten hat, wurde auch vom späteren Ministerpräsidenten Wulf kritisiert.

Meine schlechte Meinung über Unternehmensberater, die sich auf Erzählungen ehemaliger Kollegen stützt, hat sich mit diesem Buch verfestigt. Richtig empören kann das Buch aber nur bei sozialdemokratisch eingestellten Lesern. Der typische CDU-Wähler fragt sich: Was außer hohen Gagen für beruflich unerfahrene Berater ist außerdem noch verwerflich?
Man hätte also das Buch auch etwas kürzer schreiben können.
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am 24. Dezember 2016
Eine wirklich schlechte Leistung, man kann es nicht anders sagen. Und das gilt unabhängig davon, ob man als Leser nun selbst eher skeptisch oder wohlwollend gegenüber Unternehmensberatern eingestellt ist. Das Buch von Leif ist einfach viel zu konfus, in sich widersprüchlich und von der Argumentation her schlampig, um als brauchbares Werk angesehen zu werden.

Das fängt schon damit an, dass Leif keine klare Vorstellung von den Dingen hat, über die er schreibt. Munter wirft er Strategieberater, IT-Berater, PR-Berater und allerlei sonstiges in einen Topf, ohne diese von der Tätigkeit und der erbrachten Dienstleistung her doch sehr verschiedenen Berufe zu differenzieren. Selbst Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwaltskanzleien werden von ihm als „Berater“ geführt – das ist insofern Quatsch, als eines von Leifs Argumenten die fehlende Regulierung und Zugangsbeschränkung der Beraterberufe ist. Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sind selbstverständlich stark regulierte und zugangsbeschränkte Berufe, und die Ausführungen etwa zur Rolle von Arthur Andersen im Enron-Skandal haben mit Beratung nun wirklich nichts zu tun (übrigens finden sich diese Ausführungen unerklärlicherweise in einem Kapitel, das sich laut seiner Überschrift mit dem „ungeliebten Marktführer“ McKinsey befasst – ein Beispiel für die konfuse Struktur des Werks). Darüber hinaus redet Leif wiederholt von „Anweisungen“, die Wirtschaftsprüfer von ihren Klienten erhielten – als ob es dem geprüften Unternehmen zustünde, seinem Auditor irgendwelche „Anweisungen“ für die Prüfung zu geben. All das lässt doch sehr daran zweifeln, ob Leif wirklich verstanden hat, worum es bei den von ihm beschriebenen Berufen eigentlich geht.

Noch frustrierender aus Sicht des Lesers ist aber das völlige Fehlen einer zentralen These: Es bleibt im Unklaren, was denn nun eigentlich Leifs Schlussfolgerung und eigenes Urteil über die Beraterbranche ist. Sicher, es wird viel Kritik geäußert; und vieles davon ist natürlich berechtigt. Aber zu so ziemlich jeder Kritik an Beratern, die in dem Buch geäußert wird, findet sich an anderer Stelle das genaue Gegenteil, das freilich ebenfalls als Vorwurf vorgetragen wird. Einige Beispiele: Leif wirft der Beraterbranche sowohl Verschwiegenheit und Intransparenz als auch mangelnde Geheimhaltung vertraulicher Informationen vor; er wirft der Branche sowohl eine unzulässige Vereinfachung komplexer Sachverhalte vor als auch eine künstliche Verkomplizierung von Trivialitäten; und es finden sich über Seiten hinweg langatmige Ausführungen über PR- und Politikberater, obwohl Leif selbst konstatiert, dass politische Beratung in Deutschland nur eine „nachgeordnete Rolle“ spiele (warum beschreibt er sie dann so ausführlich?). Auch hinsichtlich der Personalpolitik der Industrie findet sich sowohl die Feststellung einer Überbezahlung wenig erfahrener Mitarbeiter als auch die einer Ausbeutung von Berufsanfängern. Man fragt sich, was es denn nun eigentlich ist, was Leif über die Beraterbranche sagen will – aber genau das bleibt im Dunkeln. Selbst Leifs Positionierung zu seinen eigenen Quellen ist konfus – der Bundesrechnungshof, auf den er sich in weiten Teilen beruft, wird mal für seine gute Arbeit hinsichtlich der Aufdeckung von Fehlleistungen gelobt, dann aber wieder kritisiert, er verstehe sich selbst eher als „devoter Dienstleister statt effektiver Kontrolleur“. Dieses Fehlen einer echten Aussage wird durch die am Ende aufgelisteten „zehn zusammenfassenden Thesen“ nicht geheilt; diese „Thesen“ bringen stattdessen die Widersprüchlichkeit der Argumentation nur noch komprimierter, auf engstem Raum, zur Geltung – hier finden sich wiederholt Sätze, die sich selbst, oder dem unmittelbar vorangehenden Satz, rundheraus widersprechen.
Eine potentielle Stärke des Bandes könnten die ausgiebigen Interviews sein: Leif hat mit zahlreichen Brancheninsidern (echte Insider, nicht Journalisten, die sich dafür halten, weil sie einmal eine schlecht recherchierte Reportage über die Branche verfasst haben) ausgiebige Interviews geführt. Leider versäumt er es vollständig, sich inhaltlich mit seinen Interviewpartnern auseinanderzusetzen: Er versucht zwar, sie im Gespräch in Richtung bestimmter Aussagen (häufiger Favorit hier: Sei nicht die gesamte Branche schlichtweg nur ein Bluff?) zu drängen; aber mit den differenzierteren Antworten der Brancheninsider – die übrigens durchaus ein gehöriges Maß an Selbstkritik üben – weiß er nichts anzufangen. Eine Auseinandersetzung oder Analyse der Interviews findet nicht einmal ansatzweise statt. So werden auch diese umfangreichen Quellen letztendlich nur zu einem nutzlosen Textfriedhof. Ähnlich ist es mit dem im Ansatz wirklich schön gemachten Erfahrungsbericht von Julia Friedrichs über die Rekrutierungspraxis von McKinsey (die aber ihre eigenen mittelmäßigen Englischkenntnisse aufbessern sollte, anstatt über den von ihr missverstandenen Begriff „smart casual“ zu spotten – „smart“ bedeutet primär nicht „klug“, sondern „elegant gekleidet“): Viele Worte, die aber für die Untersuchung von Thomas Leif nutzlos verpuffen. Dies gilt auch für die zahlreichen Zitate innerhalb von Leifs eigenen Texten – manchen (die dem Autor gerade ins Konzept passen) wird blindlings gefolgt, anderen (die der an dieser Stelle verfolgten Linie widersprechen) ohne Argumentation oder Widerlegung als falsch abgebürstet. Warum sollte der Leser den vom Autor präferierten Quellen mehr Glauben schenken als denen, deren Meinung er nicht teilt?

Gelegentlich finden sich auch Aussagen, die schlichtweg Unsinn sind. Auch hierzu zwei Beispiele: Eine hochgradig fragwürdige Forderung einer Wirtschaftslobby nach Protektionismus wird von Leif mit dem Etikett „marktwirtschaftliche Logik“ versehen, ohne zu begreifen, dass Protektionismus so ziemlich das genaue Gegenteil von Marktwirtschaft ist; er empört sich über den hohen Kostenanteil von Rechts- und Softwareberatung bei einem Projekt zur IT-Modernisierung, ohne sich zu fragen, wofür denn bei einem solchen Projekt sonst Geld ausgegeben werden sollte; und das vom Autor als angeblich amtlich bestätigte „Scheitern der Hartz-Reformen“ wird von zahlreichen namhaften Ökonomen durchaus nicht so gesehen. Wenn man schon von eigenen Vorurteilen gefärbt schreibt, sollte man wenigsten die Ehrlichkeit besitzen, seine eigene Ansicht als solche zu kennzeichnen anstatt als angeblich objektive Wahrheit.

Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass das Werk, vollmundig als Enthüllungsbuch angepriesen, leider nur ein unbrauchbares, unstrukturiertes, in sich widersprüchliches und lieblos dahingerotztes Konvolut an Platitüden darstellt. Anscheinend genügt das, um auf die Spiegel-Bestseller zu gelangen.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 10 REZENSENTam 10. Oktober 2007
a) Gekauft habe ich "Beraten und Verkauft" weil ich eines der (betroffenen) Menschlein bin, die in einem großen deutschen mittelständischen Unternehmen arbeiten, das, damals als ich das Buch gekauft hatte BERATEN wurde und nun, einige Monde später grad zum dritten Mal BERATEN wird.
Erwähnenswert ist vielleicht noch: Das Unternehmen wurde vor fünf Jahren aus Familienhänden an eine amerikanische Fond-Gesellschaft verkauft und einige Jahre danach an eine neue "private equity"- Gesellschaft weitergereicht. Letztgenannte arbeitet wohl mit dem Beratungsunternehmen zusammen, das in der "Top 25 Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland"-Liste (Seite 26) auf Platz neun liegt.
Ich kenn mich also einigemaßen aus, mit den gut gekleideten, distinguiert aussehenden, fleißigen, belaptopten jungen Männern, die in unserem Haus sich die Klinke in die Hand gaben. Außerdem mit "Interviews", best-practice und sonstigen Kostenreduzierenden Maßnahmen. Es rollten Köpfe ... und sie werden es wieder. Ob irgendwo am Balkan und in China sich Menschen über neue Arbeitsplätze - weiß ich nicht genau.
- Mein Interesse an Leifs Buch war entsprechend groß.

b) Was ich von "Beraten und Verkauft" erwartet habe, hat sich in einigen Punkten einerseits bestätigt, regt mich entsprechend auf und ÄNDERT ZUNÄCHST AN NICHTS ETWAS.

Andererseits habe ich aus dem Buch durchaus eine Lehre gezogen: Es ist dämlich die "Beraterbranche" an sich schlecht zu machen, denn Berater werden nun einmal von ohnmächtigen Managern bzw. Politikern engagiert um etwas zu ändern, und sei es eben nur die Rendite. In vielen Fällen tut die Sache leider wirklich Not. In vielen Fällen geht vielleicht nur über die Berater-Schiene, weil NUR NOCH die Berater das Potential haben ein MACHTWORT zu sprechen. Die Unternehmensinhaber (oder Politiker, Ministerien) sind in vielen Fällen nämlich machtlos, was die gewachsene (schier unentfilzbare) Bürokratie betrifft. In Politik, wie Privatwirtschaft sind doppelte und dreifache Führungsebenen, Doppelfunktionen und sonst wie gewachsene Strukturen entstanden, die niemand mehr aufzulösen vermag. - Genau auf solche verfilzten Strukturen spricht der Autor an.

Das Problem an den Beratungsorgien ist aus meiner bescheidenen Sicht aber: Anstatt die human ressources (es gibt so doll viele Anglizismen, dass man als normaler Techniker nur noch mit dem Kopp schüttelt) für den Erhalt der Qualität der Produkte zu nutzen, sind alle damit beschäftigt munter Excel-Tabellen zu pflegen um Einsparpotentiale zu berechnen. Anstatt sich mich Innovation / Neuentwicklung zu beschäftigen werden Konstrukteure genötigt an vorhandenen Produkten Einsparpotentiale zu finden.
Es wird viel Zeit vergeudet, in der ich mir Gedanken hätte machen können etwas Neues zu konstruieren/ entwickeln und voranzutreiben um es in Zukunft auch noch vor Ort zu produzieren - um meine Leute" weiter beschäftigen zu können um neue Infrastrukturen zu schaffen und damit noch weitere Arbeitsplätze zu schaffen!

Aber dort setzen Berater - in den Fällen die mir bekannt sind - leider nicht an, bzw. die erarbeiteten Konzepte (siehe Agentur für Arbeit) werden schließlich nicht umgesetzt, sind von vornherein nicht umsetzbar gewesen. Man setzt dort an, wo's am einfachsten scheint und verlagert Arbeitsplätze, anstatt kostbare Zeit zu nutzen sich mit Innovation zu beschäftigen.
Genbau das schreibt Thomas Leif auch. Freilich drischt er damit auf die Berater ein, aber dabei kommen Deutsche Manager, Großkonzerne und Bemtenstrukturen auch nicht gut weg!

c) Spaß hat das Lesen von "Bearten und Verkauft" nun wahrlich nicht gemacht. Die vielen Zahlen und Statistiken kann ich freilich weder infrage stellen, noch bestätigen - nur zu Kenntnis nehmen. Wie Beraterunternehmen funktionieren wollte ich ohnehin nicht so genau wissen und ob man es mit seiner Ethik vereinen kann einen Job zu haben, bei dem man Arbeitsplätze kaputt macht? Das muss jeder für sich entscheiden. Der Erfahrungsbericht von Julia Friedrichs (Seite 96ff) "Recruiting bei McKindesy" amüsant, und liest sich erfrischend, nach all den trockenen Fakten - aber - sonst auch nix.

Erhellend war einzig und allein diese Art Fazit am Ende des Buches: "10 zusammenfassende Thesen zum Beratermarkt". Hierin steckt das meines Erachtens wichtigste Potential des Buches: Die Berater von dem sagenumwobenen Thron ihrer mystischen Macht zu entheben.
Das war ein heißes Thema, lieber Herr Leif, aber g'nutzt hat's nix. - Schade.
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am 24. Mai 2016
Dieses Buch ist einfach gut! Da werden die Machenschaften mal richtig aufgedeckt und Firmen, die sowieso schon kurz vor der Insolvenz stehen, werden noch richtig abgezockt. So selbst erlebt in der Firma, in der ich gearbeitet habe. Gebracht hat es nichts, außer noch mehr Schulden. Jeder Verantwortliche in den Firmen sollte dieses Buch erst lesen, bevor er sich diese Beraterfirma ins Haus holt!
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am 1. August 2010
... seit der Journalist Dr. Leif (nicht nur) dieses "Beratungs"-Unternehmen kritisch analysiert hat. Was in der Branche zwar schon vielen bekannt war - daß die Vorgehensweise von McKinsey im Normalfall auch vom Kapitalstandpunkt mehr schadet als nützt -, beweist der Autor. Und das nicht nur in seiner Journalisten-, sondern auch seiner Wissenschaftler-Rolle: Die Thesen sind nach allen Regeln der Kunst mit Quellen belegt!
Die journalistische Seite wird noch brisanter durch einen Beitrag der "undercover" bei McKinsey "rekrutierten" Autorin Julia Friedrichs, die eine sanfte Gehirnwäsche eher durch Bestechung als durch Erpressung der Kandidaten beschreibt.
Trotz des etwas reißerischen Untertitels "... der große Bluff der Unternehmensberater" differenziert Leif durchaus zwischen unterschiedlichen unter den Branchenführern, abgerundet auch durch Interviews mit teils namentlich genannten, teils anonym bleibenden Insidern aus dem Consulting.
Eigentümlich, daß anscheinend die Preisbindung der gebundenen Ausgabe mittlerweile wegfiel - da heißt es: Sichern Sie sich dieses Wissen, bevor es in den modernen Antiquariaten landet (und damit schwerer zugänglich wird).
Ich habe jedenfalls Leifs Werk als 1 von 3 Büchern auf die Literaturliste des Seminars "Unternehmensberatung" in (kleine "Schleichwerbung" wird wohl gestattet sein) unserem KMU-Master gesetzt.
Prof. Dr. rer. pol. Harald Wilde, FH Stralsund
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am 14. Januar 2007
Wer (wie ich) die Beraterbranche als Insider kennengelernt hat und nach viel zu langer Zeit eines Tages spontan ausgestiegen ist, weil einem diese sprachliche Großkotzerei, dieses perfektionierte Halbwissen, diese powerpointierte Klugscheißerei den Charakter bereits so verbogen haben, dass man von (meist ehemaligen) Freunden nicht mehr erkannt wird, fühlt sich von diesem Buch natürlich bestätigt.

Bestätigt fühlen sich auch alle, die als Mitarbeiter beratener Unternehmen mit diesen mittzwanzigjährigen Klonen zu tun haben, die zu zweit mit Laptops und Notizblock durch die Unternehmen rauschen, sich wichtig geben und doch nur banale Fragen stellen, aus denen dann kluge (vorgefertigte und immer gleiche) Sprüche zusammen mit gebeamten Folien mit bunten Grafiken und unverständlichen Tabellen resultieren.

Thomas Leif hat natürlich recht mit allem, was er schreibt. Auch die Recruitingevents sind treffen und richtig beschrieben. Und doch fehlt die Objektivität. Ich würde sogar noch weiter gehen und dieses Buch als einseitig negativ und wertend bezeichnen. Das ist gewollt, klar. Aber das kennen wir alles schon. Ich will mehr, einen Insiderbericht, der Bericht ist und keine Polemik. Eine launig erzählte Analyse, die aber bitte auch das Positive beschreibt. Denn das gibt es, darin sind sich auch die Ehemaligen einig.
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am 31. Oktober 2013
Das Buch ist etwas langatmig geschrieben, aber dennoch gut. Die Machenschaften der Beraterbranche von Roland Berger, McKinsey & Co werden sehr detailliert beschrieben. Interviews mit Beratern runden das Bild ab.
Es bleibt der schale Beigschmack, daß die Beraterindustrie uns für teures Geld im besten Fall Potemkinsche Dörfer verkauft und im schlechtesten Fall internes Wissen aus einem Unternehmen an ein anderes als best practice weiterverkauft.
Außerdem bilden Berater, hat man sie einmal im Unternehmen, Seilschaften und holen ihresgleichen entweder als Festangestellte oder Berater ins Haus. Das ganze hat teilweise schon sektenähnlichen Charakter.
Mich hat das Buch nur darin bestätigt, dass Berater der großen Unternehmensberatungen Blender sind und man sie niemals in die Firma lassen sollte. Kleine Beratungsfirmen, Freelancer und Einzelkämpfer sind da wohl besser.
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am 4. August 2006
Bin in der EVU-Branche als Experte (soll heißen Sachbearbeiter) tätig und von Beratern verfolgt. Gleich vorab: Habe viele Dinge im Buch wiedererkannt. Die Beratungsprojekte die ich begleiten musste, hatten ausnahmslos die gleiche Charakteristik: Zeitgeist-Powerpoint-Folien, Berater in dunklen Anzügen mit sicherem Auftreten aber ohne Fachkenntnis, nach Abschluss der Beratung entweder keine Umsetzung der empfohlenen Massnahmen oder noch schlimmer in seltenen Fällen: Umgesetzte Beratungsprojekte mit katastrophalen Auswirkungen die dann wieder zurückgefahren werden mussten. Habe diese Dinge auch in diesem Buch gefunden.

Mein Hauptkritikpunkt: Das Buch sollte besser "der Bluff der GROSSEN Unternehmensberater" heissen, weil es wirklich sehr viele kleine spezialisierte Beratungsunternehmen gibt, die wirklich noch Fachkennnisse haben. Diese sollte man nicht alle über einen Kamm scheren!
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