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am 26. März 2007
Jeder Deutsche, der sich ein bischen für Geschichte interessiert, kennt die vielen Filme und Reihen von Guido Knopp, die, soweit ich sie gesehen habe, ausnahmlos nur die Oberfläche des jeweiligen Themas anschneiden und den zweiten Weltkrieg eher als "unterhaltenden Kinofilm" als ein ernstzunehmendes Thema darstellen. Auch die Sachliteratur berichtet letzen Endes nur bekanntes - sachliches eben.

Dessen überdrüssig habe ich schon des längeren nach Quellen Ausschau gehalten, die sich von der Vermarktung für die breite Masse absetzen und - wie in diesem Falle - mit nur EINER Facette des Ganzen auseinandersezten und daher Gedanken wirklich zu Ende bringen. Ende Februar habe ich dann bei "Titel - Themen - Temperamente" auf der ARD von diesem Buch gehört und mich sogleich angesprochen gefühlt. A.C. Grayling setzt sich mit der Frage auseinander, ob die alliierten Bombenangriffe auf Deutschland ein Kriegsverbrechen waren. Als erster nicht-deutscher bejaht er dies. Bemerkenswert in seiner Herangehensweise ist, wie deutlich strukturiert er seine Gedanken aufwirft, durchdenkt und zu einem Ergebnis kommt. Selten habe ich ein Buch gelesen, das derartig gut aufgemacht war.

Grayling gibt mit seinem Buch keine Geschichtsnachhilfe. Das Thema sollte man kennen, da es am Anfang nur eine sehr kurze Einleitung gibt, um es wieder ins Gedächtnis zu rufen. Jede Seite des Buches ist mit guten Gedanken und Argumenten bestückt, zu keiner Zeit hatte ich den Eindruck, Grayling wolle das Buch nur vollbekommen und erzähle daher ein bischen drum herum. Wenn man mal angefangen hat, zu lesen, wird man es nicht mehr so schnell ablegen. Ich habe es in einem Buchhandel gekauft und wollte zunächst ein paar Seiten "probelesen", um zu sehen, ob es meinen Erwartungen gerecht wird. Einige Zeit später wurde ich auf Seite 90 vom Gong des Geschäftsschlusses aufgeschreckt. Das sagt wohl alles!

M.E. ist dieses Buch ein hervorragendes Werk, um sich mit dieser schwierigen Frage auseinanderzusetzen und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Ich kann versprechen, dass jeder Leser völlig neue Argumente lernen wird und bei objektiver Betrachtung sicherlich die Meinung von Grayling teilen wird - ohne Deutschtümelei oder Vorbehalte.
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am 19. April 2009
Grayling gelangt in seiner sorgfältigen, nur auf alliierte Quellen gestützten Studie zu dem Ergebnis, dass die alliierten Flächenbombardements deutscher Städte namentlich im letzten Jahr des 2.Weltkriegs militärisch nicht geboten waren. Er misst diese Maßnahmen an den Statuten (Art.6 b) des Internationalen Militärgerichtshofs (Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse) und stuft sie danach als Kriegsverbrechen ein. Ein unpolemisches mutiges Buch, dem britischen Autor gebührt alle Achtung.
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am 30. Juni 2010
Endlich mal ein Buch, dass ganz speziell, eingehend und fundiert dieses Theam behandelt und wagt eine Antwort darauf zu geben.
Die geschichtlichen Hintergründe und die Ereignisse selbst werden nochmal in Bezug auf die Fächenbombardemonts der Engländer aufgerollt.
Die gezielten Fragen:
Waren die Fächenbombardemont notwendig und alternativlos?
Waren sie wirkungsvoll?
Haben sie den Krieg verküzt und waren sie kriegsentscheidend?
Waren sie ein Kriegsverbrechen nach damaligen und nach heutigen Maßstäben?

Die ersten Fragen werden alle verneint, und zwar aus logisch nachvollziehbaren und triftigen Gründen die genau dargelegt werden.
Die letzte Frage ob die Fächenbombardemont Kriegsverbrechen waren, werden ganz klar bejaht, ebenso wird genau nachvollziehbar erläutert warum.
Es ist eine unglaublich erschütternde Tatsache, dass die westichen Demokratien sich ein halbes Jahrhundert lang um diese Frage gedrückt haben und heute noch die meisten dieser Fragen mit verlogenen oder halbherzigen Argumenten die absichtliche Massenbombardierung von Zivilisten versuchen zu rechtfertigen.
Grayling entlarvt es ganz klar als einen Akt der Barberei, der durchaus vernünftige Alternativen gehabt hat, wie die gezielten und militärisch wesentlich wirkungsvolleren Bombardemonts der Amerikaner in den letzten Jahren des Krieges nachvollziehbar gezeigt haben.
Und das alles natürich ohne die gewalten Naziverbrechen und die Kriegsschuld derer zu relativieren oder zu verharmlosen.
Und dazu noch von einem Engländer geschrieben!

Diese Buch sollte unbedingt in jedem Geschichtsunterricht über den Zweiten Weltkrieg behandelt werden.
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am 12. September 2012
Das Buch ist sehr lesenswert, weil es den Bombenkrieg auf deutsche Städte aus der Sicht eines Engländers darstellt und bewertet. Zur Darstellung gehören Berichte über die Angriffe, eine Aufstellung der angegriffenen Städte mit Angaben zu Ort, Zeit und eingesetzten Flugzeugen, und Berichte über Gedanken und Motive von englischen Regierungs- und RAF-Mitgliedern. Mit einbezogen werden am Rande die amerikanischen Bombenangriffe auf Japan. In die Bewertung fließen unterschiedliche Gesichtspunkte ein wie Vergeltung für deutsche Bombenangriffe, Zerstörung kriegswichtiger deutscher Anlagen, Verkürzung des Kriegs durch Demoralisierung der deutschen Bevölkerung. Letztlich kommt der Autor zum Urteil, dass alle Bombenangriffe auf zivile Bevölkerungen nicht durch die vorgenannten Gründe zu rechtfertigen seien.
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am 7. September 2015
Ein Buch in dem sehr ausführlich die Fliegerangriffe, sowie die Überlegungen zu den Fliegerangriffen beschrieben werden.
Für Menschen die sich mit dem zweiten Weltkrieg und den Fliegerangriffen gerne beschäftigen ein gutes Buch.
Für mich ist dieses Buch leider nichts, weil die Ausführungen zu lang sind und ich gerne kurze und knappe Beschreibungen habe.
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am 31. August 2013
Es muss erlaubt sein, die Wahrheit zu sagen. Das macht der Autor in klaren Worten. Es kommt hier zum Ausdruck, das der Zweck eben nicht die Mittel heiligt. Unrecht muss auch Unrecht genannt werden dürfen ohne die Ursachen zu beschönigen. Es sollte auch gerade jetzt, Brandaktuell, zum Denken anregen.
Es ist jedem zur Pflichtlektüre empfohlen, der da denkt, das Bomben etwas erreichen.
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am 5. Dezember 2015
Um es gleich vorweg zu sagen: Grayling macht nicht den Fehler, den Bombenkrieg mit dem Holocaust zu vergleiche, wie es deutsche Autoren so gerne machen und sich damit im Grunde sofort selber diskreditieren. Aber darüber hinaus ist das Buch oberflächlich und scheitert in zwei zentralen Punkten der Argumentation. Oberflächlich ist es, weil der Bombenkrieg auf wenigen Seiten skizziert wird. Dabei liegt der Fokus auf dem Angriff auf Hamburg vom Juli/August 1943. Neues liefert Grayling nicht. Aber er zitiert auch nicht die beste Darstellung des Angriffs durch Brunswik, dafür aber etliche reißerische Beschreibungen.

Das Scheitern von Grayling ist aber wichtiger. Einmal steht und fällt seine Argumentation mit dem Hinweis auf den ab 1943 praktisch gewonnen Krieg. Das mag vielleicht richtig sein - die Schlacht von Kursk ging für die Deutschen einen Monat vor dem Angriff auf Hamburg verloren. Aber dass der Krieg für Berlin und Tokio verloren war, bedeutet nicht, dass die Zahl der Opfer durch Deutsche und Japaner geringer wurde. Im April 1945 kamen auf Okinawa 120.000 japanische Zivilisten ums Leben und noch 1944 wurden 500.000 ungarische Juden ermordet. Grayling muss also eigentlich fordern, dass der Krieg hätte früher beendet werden müssen. Das aber macht er nicht, wohl wissend, dass damit die Frage im Raum steht, ob dem Zweiten nicht noch Dritter Krieg gefolgt wäre. Das andere Argument betrifft die ökonomischen Folgen der Angriffe auf Deutschland. Hier bemerkt Grayling zwar, dass die mögliche höhere Produktion Deutschlands entscheidend ist, er macht sich aber nicht die Mühe, diese möglicherweise höhere Produktion zu beziffern. Dabei hilft hier schon der Vergleich der USA mit Deutschland - hier ein Land das ungestört von Luftangriffen produzieren kann, dort Deutschland, das unter den Angriffen leidet. Das Ergebnis: Die USA steigern zwischen 1939 und 1945 ihr BIP um das Doppelte, Deutschland bleibt auf dem Stand vom Kriegsbeginn.
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am 16. Februar 2013
Ich habe die Bombenangriffe erlebt, habe München brennen gesehen, und verstehe auch heute nicht, warum
Dresden, Würzburg, Paderborn, Magdeburg, so sinnlos zerstört wurden.
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