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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
42
3,7 von 5 Sternen
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am 29. Mai 2014
Robert Menasse polarisiert in diesem Buch und nimmt eine klare Position ein: die Europäische Union muss das werden, was sie sich in ihrem Namen selbst zuschreibt: eine Union.
Menasse findet dazu in diesem Buch deutliche, wenn auch manchmal in die Polemik abdriftende Worte. Im Fadenkreuz seiner Kritik steht der Nationalismus. Er wird angeprangert und verantwortet die derzeitige, schon jahrelang andauernde Krise der EU. Demokratiedefizite werden hier genauso ins Treffen geführt, wie gleichsam auch die Idee einer Union skizziert wird. Diese Idee besteht im Überwinden der Nationalismen und der Entstehung und Herausarbeitung einer nachnationalen Demokratie.
Diese Notwendigkeit leitet der Autor in meinen Augen deutlich und nachvollziehbar aus der Geschichte Europas ab. Und er kritisiert dabei auch die bestehende Struktur der EU und zeigt die Defizite und Hindernisse auf, die seines Erachtens einer Entwicklung in dieser Richtung entgegenstehen, allen voran im Brennpunkt der Rat der Europäischen Union, den er als Hort der nationalen Egoismen und als Quelle der Hindernisse der notwendigen Entwicklung der Union identifiziert.
Schonungslos zeigt der Autor auch die Bigotterie der nationalen Politiker auf. Jene Politiker, die für die EU in Brüssel arbeiten und gleichzeitig Beschlüsse, die sie dort gefasst haben in den eigenen Ländern entschuldigen statt zu erklären, ja diese sogar im Kern kritisieren und als Diktat von Brüssel deklarieren.
Bei all dieser sehr treffenden Kritik gibt es jedoch auch Stellen im Werk, die mir missfielen: etwa das Bashing gegen Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Das scheint manchmal schon zu einem persönlichen Kreuzzug auszuarten . Auch die Erhöhung der Beamtenschaft in beinah sakrosankte Ebenen hat mich zu einem Stirnrunzeln angeregt. Bashing und Glorifizierung – das hätte im zwei Drittel des Buches in meiner Bewertung sich mit einem Sternabzug von zwei Sternen niedergeschlagen.
Dass es dann dennoch vier wurden, ist das glühende Bekenntnis zur Idee des gemeinsamen Europas. Die Darstellung der Fehler der EU in Sachen Ex-Jugoslawiens, die man heute auch auf die Ukraine ummünzen kann. Und die Herausarbeitung, dass es keiner Kopie der USA bedarf, ja diese es sogar zu verhindern gilt. Die Geschichte der USA ist mit unserer europäischen nicht zu vergleichen – und ist auch nicht als Ideal anzusehen.
Ein Buch für glühende Europäer, die die Europäische Union als Chance sehen und verwirklicht haben wollen – und jene, die es noch werden wollen. Mit den genannten Schwächen in der Darstellung.
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am 8. Juli 2016
Schlüssig argumentiertes Plädoyer für Europa. Der Autor hat ein Jahr lang in Brüssel im Parlament recherchiert
und räumt in "Der Europäische Landbote" mit vielen Klischees und Vorurteilen gegenüber dem "Monster Brüssel" und "EU-Bürokratie" auf.
Ein Beispiel gefällig? Die Verwaltung allein der Stadt Wien ist personell und monetär aufgeblähter als der gesamte EU-Apparat in Brüssel.
Unbedingte Leseempfehlung, besonders für Brexit- und andere Xit-Befürworter.
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am 29. März 2013
... Allen voran - die Ueberschrift bezieht sich eher auf den wohl recht kleinen Kreis der Leserschaft. Viel zu gross scheint derzeit der Politikverdruss zu sein. Dies ist wohl gleichzeitig auch eins der Hauptprobleme dieser Tage.

Dem Buch selber steht man nach Beendigung der Lektuere eher ambivalent gegenueber. Die Abschaffung des Europaeischen Rates erscheint doch nun wirklich nicht als alleinige Moeglichkeit die nationalen Interessen zu vermeiden.

Politische Interessen wuerde es auch weiterhin fuer das angesprochene Regionendenken geben. Auch diese Interessen wollen verteten werden. Die USA mit ihren foederalen Staaten, sowie die der BRD, haben auch bei regionaler Politik immer wieder einmal Schwierigkeiten zu einer Uebereinstimmung zu gelangen. Es ist m.E. daher eher eine Frage der Politik als der uebergeordneten Struktur.

Des Weiteren ist die Pointe mit dem Brot nach der Podiumsdiskussion auch eher ein Lueckenfueller als relevant. Sicherlich gibt es Brot als Grundnahrungsmittel ueber nationale Grenzen hinweg, jedoch ist es schon etwas mit dem man sich asoziiert. Pasta gibt es schliesslich auch ueberall - und dennoch denken die meisten ersteimal an Italien.

Jugoslawien als Beispiel zur Nationalisierung zu nutzen halte ich auch fuer weit hergeholt. Es war sicherlich mehr im Spiel als nur die Schaffung von Nationen.

Allerdings handelt es sich ja auch bei diesem Buch um einen Essay und jeder ist berechtigt seine Meinung zu haben und zu aeussern. Das ist ja das schoene an der Meinungsfreiheit. Eine gute Ergaenzung scheint dieser Artikel der Zeit zu sein: ["Der große Sprung nach vorn", Von Bernd Ulrich, DIE ZEIT, 18.10.2012 Nr. 43 ]

Letzendlich stimme ich hier in einigen Punkten anderen Rezessenten zu und wuerde dieses Buch zur Diskussionsanregung nutzen. Eben um dem Politikverdruss vielleicht etwas entgegen zu wirken. Sicherlich geht es hier um eine gewisse Polit-Elite und den Politikinteressenten, denn es gibt fuer alles mindestens zwei Ansichten. Der momentane "Wutbuerger"-Trend ist daher auch eine Entwicklung die die Zwiespaltung der Buerger aufweist. So wollen viele guenstigeren und gruenen Strom, aber einen Strommasten in der Naehe auch nicht. Genauso wenig wie erhoehte Steuerzahlungen um die ansonsten geforderten unterirdischen Kabel zu co-finanzieren.

Wir werden sehen wohin uns der Weg fuehrt. Insofern hat Herr Menasse recht, als dass wir wirklich Teil einer neuen Epoche sein werden. Eine die nicht nur die politische Entwicklung der EU als solches beinhaltet, sondern auch zeigen wird in welche Richtung wir EU Buerger uns im Rahmen der Globalisierung und dem daraus resultierendem Wandel bewegen werden. Spannend. Hoffentlich spannend genug um langfristig wieder mehr Teilhabe in der Bevoelkerung zu generieren.
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am 25. September 2012
Die harten Worte von Menasse zu Deutschland und seiner Europapolitik aber auch zum Umgang mit den Griechen tun mitunter weh. Aber dieser Schmerz ist heilsam, weil er die Augen für unsere Zukunft, nämlich ein vereinigtes Europa öffnet. Menasse baut viele Vorurteile über die europäische Bürokratie ab und zeigt wo das Problem liegt: Nicht bei den Brüssler Bürokraten, sondern bei engstirnigen und auf die nächste Wahl schielenden nationalen Regierungen. Ein gelungenes und gut lesbares Werk.
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am 9. September 2013
... die Herr Menasse in seiem Traktätchen so sehr lobt. Aber angesichts dieser moralinsauren, von jeder realistischen Einsicht in die gegenwärtigen Probleme der EU völlig freien Eloge kann ich nur sagen: so einen Lobredner hat die EU nicht nötig. Das ist ein Buch für Leute, die von Europa nichts verstehen und es dabei belassen wollen.
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am 12. Februar 2013
Mein Fazit vorweg: Das Buch ist lesenswert, aber ziemlich einseitig. Eine kritische Auseinandersetzung mit Fehlentwicklungen im EU-Apparat fehlt gänzlich, man gewinnt den Eindruck, der Autor hätte in Brüssel eine ordentliche Gehirnwäsche verpasst bekommen. Seiner Schlußfolgerung, dass über die Zukunft der EU offen und kreativ nachgedacht werden sollte, ist jedoch kaum zu widersprechen.

Worum es geht: Der Autor fuhr nach Brüssel, und jedes seiner Vorurteile über die EU wurde widerlegt. Wie schön.

Sicher, die europäischen Institutionen müssen eine Menge Prügel einstecken, und das recht häufig unverdient. Leicht wird der Brüsseler Moloch für alles verantwortlich gemacht, was schief läuft, während nationale Politiker sich gern auch mal mit fremden Federn schmücken. Natürlich ist nicht ganz Brüssel von seelenlosen, abgehobenen Eurokraten bevölkert, der eine oder andere Idealist hat sich dort auch noch sein Feuchtbiotop geschaffen und hofft auf bessere Zeiten.

Aber die vom Autor beschriebene europäische Elite, die dort vermeintlich am Werk ist, und nur unser aller Wohl im Auge hat und im Herzen trägt, die ist doch zu schön um wahr zu sein. Rationale, vom politischen Tagesgeschäft abgeschirmte Beamte, die "unbeirrt von der Rückständigkeit weiter Teile der Populationen der EU-Mitgliedstaaten" agieren (das meint Herr Menasse unironisch positiv), das wird uns als Fortschritt verkauft. Um gerne von einem "aufgeklärten josephinisches Beamtentum" regiert zu werden, dafür muss man wohl, man verzeihe mir die Polemik, Österreicher sein.
Ziemlich unkritisch gibt Menasse die rosarote Selbstsicht der Kommission und ihrer Zuarbeiter wieder, voller Abscheu betrachtet er die Nationalstaaten und ihre Einwohner, von denen er mehr EU-Euphorie fordert, ohne zu erklären, worauf die sich denn gründen soll.
Insbesondere die Deutschen kriegen ihr Fett weg, haben doch die Piefkes scheinbar klaglos die teure Wiedervereinigung bezahlt, und nun jammern sie, wenn sie noch die eine oder andere Billion für Europa springen lassen sollen. Solidaritätsverweigerer, elende.

Vom Subsidiaritätsprinzip ist in dem Buch so gut wie nie die Rede, und davon, dass viele EU-Bürger eine andere EU bestellt haben, als sie nun geliefert bekommen, auch nicht. Nach Meinung des Autors ist die europäische Nationwerdung das höchste Gut, ohne die insbesondere die Deutschen sofort wieder im dumpfen Nationalismus mit Weltbeherrschungstendenzen versinken würden. Lästige Kleinigkeiten wie no-bailout-Klauseln in EU-Verträgen hält er nicht einmal für erwähnenswert. Wer wird denn auf Vertragstexten herumreiten, wenn doch jetzt "Solidarität" gefragt ist?
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am 15. August 2016
Robert Menasse legt die Finger auf die sensiblen, wenn nicht wunden Politiken und Strukturen des europäischen Apparates, insbesondere der Europäischen Kommssion und liefert Inputs, wie sich Europa reformieren kann. Er erklärt das Buch zwar zum Roman, es ist aber mehr: Ein Ideenfahrplan für die Zukunft Europas.
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am 11. November 2014
Wie konnte ich nur die großen Text übersehen. Die Argumentation des Autors für Europa ist bestechend. Hier zeigen sich die großen Hoffnungen, warum für Eupa war und ist. Die Natinalstaaten sind seit dem 19. Jahrhundert das Problem und nicht die Lösung.
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am 1. Juni 2013
Ich möchte dieses Buch allen Europäern empfehlen, sowohl den Befürwortern als vor allem auch den Gegnern und Kritikern der Europäischen Einigung. Diese wunderbare Analyse der gegenwärtigen Situation Europas ist meines Wissens eine der wenigen Niederschriften eines Gedankens, mit dem meine Generation bereits implizit aufgewachsen ist, den sich national gesinnte Politiker allerdings kaum vorstellen können. Am Ende dieser durch persönliche Anekdoten besonders lesbar gemachten "politisch-philosophischen Erzählung" gelingt es Manesse das zu tun, wovon viele andere Autoren nur träumen können, nämlich den Leser zum Helden zu machen.
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am 21. August 2016
Ein interessantes Buch über die EU, jedenfalls für Menschen die sich über die EU und ihr wirken informieren wollen, sowie eine Informationsquelle
über die 27 Staaten.
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