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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen
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am 21. April 2010
Bisher vielleicht Flix' bestes Werk.
Es handelt sich um die Buchausgabe eines 2009/10 in der FAZ gedruckten Fortsetzungscomics + einige Extra-Seiten. Es ist ansprechend im überdimensionalen Reclam-Design gebunden, in Anlehnung an die verbreiteten Literaturausgaben an deutschen Schulen.
Goethes Faust ist in sehr freier Manier ins gegenwärtige Deutschland versetzt. Hier ist der umfassend gebildete Humanist Faust folgerichtig Taxifahrer, Mephistopheles ein zwielichtiger Lebensberater und Gretchen Juristin mit türkischem Migrationshintergrund, durch deren stereotyp strengmuslimische Familie ihre Liebe zu Faust den Nimbus des Verbotenen bekommt, der bei den gelockerten deutschen Sittengesetzen ja sonst kaum zu transportieren wäre. Gott sitzt mit den Göttern anderer Religionen in einem Gemeinschaftsbüro und leidet an rückläufigen Christenzahlen, Eitelkeit und "Kreislauf", was ihn Anfällig macht für die Wette, die Mephistopheles ihm vorschlägt und ihn im folgenden auch nicht immer ganz fair spielen lässt.
Die Figuren sind allesamt liebevoll und witzig umgesetzt und der Plot rundum gelungen. Der eigentlich doch ernste Tragödienstoff tritt dagegen ein wenig in den Hintergrund, und im Gegensatz zur Vorlage dürfen Faust und Gretchen per deus ex machina in Ewigkeit zusammenbleiben.
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am 13. Juli 2017
Der Himmel ein Großraumbüro, die Erde ist im 21. Jahrhundert angekommen, und Faust ist ein Taxifahrer in Berlin. Klingt erstmal schräg, aber passt alles sehr gut zusammen, und ergibt ein interessantes Konzept. Alles sehr schön und witzig illustriert, so wie man es von Flix gewohnt ist. Der Einband ist vom Design sehr stark angelehnt an die guten alten Reclam-Lektüren aus dem Deutschunterricht, mit bereits vorhandenen Wasserflecken und angerissenem Buchrücken - eine tolle Gestaltung! Absolut lesenswert!
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am 21. September 2016
Es ist eine Neuinterpretation von Faust als Comic.
Was muss man sonst noch wissen? Humorvoll, nicht sonderlich anspruchsvoll, relativ kurz…

Da haben wir auch gleich das Problem mit der Sache: zu kurz für den Preis. Ich habe das Heftchen an einem Abend durchgelesen und das dauerte nur deshalb so lange, weil die Kindle-Version auf dem Telefon ziemlich schlecht lesbar ist.
Mit dem Tablet oder direkt am Rechner sollte das kein Problem sein, aber am Telefon sind selbst die einzeln ausgezoomten Panels ziemlich klein und die Schrift dürfte für viele an der Lesbarkeitsgrenze sein.

Die Seiten als ganzes anzuzeigen dürfte für ziemlich jeden zu unangenehm sein.

Dann doch lieber eine gedruckte Version. Der Preis ist ja eh nur marginal höher und erscheint dann vlt. sogar fast angemessen.
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Im vorliegenden Band traut sich Flix an wahrhaft klassisches Material heran. Nicht weniger als Goethes Faust wird von ihm auf spaßige Weise umgesetzt.

Dazu verlagert Flix die Handlung ins Berlin der Neuzeit. Faust, der einiges angefangen hat zu studieren ("Habe nun, ach, Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert ..."), jedoch abgebrochen hat, ist Taxifahrer. Er ist verliebt in Magarethe, eine junge Türkin, die ihren Namen Frau Schreinemakers zu verdanken hat, weil Gretchens Vater diese so gern im TV gesehen hat. Auch andere Figuren wurden umgekrempelt; so ist Wagner ein gehbehinderter Bürger mit Migrationshintergrund afrikanischen Ursprungs.

Wie üblich ist der Auslöser der Geschichte eine Wette zwischen Mephisto und Gott um Fausts Seele. Beide haben im gleichen himmlischen Bürokomplex ihr Büro, in dem auch Allah und Buddah angesiedelt sind. Fortan versucht sich Mephisto als Date-Doktor, um die Seele Fausts über Margarethe zu gewinnen.

Das garantiert viele lustige Szenen, z.B. als Faust versucht, die streng muslimische Mutter der an ihren Cousin versprochenen Margarethe für sich zu gewinnen, oder wenn der christliche Gott versucht, durch Schummeleien zu gewinnen. Und wer wissen will, woher die ganzen Spammails kommen, wird hier die Antwort finden.

Auch die Präsentation des schwarzweißen Comic im Hardcover ist gelungen, vor allem die imitierte Reclam-Optik. Dazu gibt es erläuternde Worte von Andreas Platthaus von der F.A.Z., in der die Strips vorher größtenteils veröffentlicht wurden.

Fazit: Flix hat nicht nur das Ausgangsmaterial in die Neuzeit übertragen, sondern selber interpretiert und modernisiert. Dazu kommt der übliche Flixhumor. Richtig genießen wird den Band derjenige können, der auch die Vorlage kennt. In diesem Sinne:

"Der Worte sind genug gewechselt
Die Leute wollen Taten sehn
Indes ihr Theorien drechselt
Kann etwas Nützliches geschehn'

oder kurz: KAUFEN!
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am 20. August 2012
Flix hat den klassischen Stoff unser aller Dichter- und Denkerfürsten für den Comic adaptiert und ihn unsere Zeit übersetzt. Man könnte auch sagen, er habe ihn verflixt".
Faust ist ein Medizinstudent, der aber Taxifahrer geworden ist, während Wagner ein Rollstuhlfahrer mit Migrationshintergrund ist. Auch Gretchen ist eine Muslime namens Margarethe.
Liebhaber des Klassikers mag das zunächst befremden oder gar abschrecken. Doch jeder, der sich auf den verflixten" Faust einlässt, dem erschließt sich eine dramatische Komödie, in der es um viel mehr als nur um eine Wette zwischen Gott und Teufel geht. Es geht um Liebe und die Suche nach dem Glück des Lebens, das immer wieder erfolgreich von irdischen oder überirdischen Geschicken und Mächten torpediert wird.
Flix garniert die Story darüber hinaus mit einigen Slapstickmomenten. So liest der Teufel Faust" und lässt Gott schon mal einen guten Mann sein.
So bereitet Flix von Anfang bis Ende großen Lesespaß, denn er überzieht, ohne Goethe und seinen Faust zu beschädigen.
Einzig die Tatsache, dass die Handlung mal wieder in Berlin spielt, langweilt etwas, denn es gibt in Deutschland noch mehr Städte, auch wenn der in Münster geborene Felix Görmann wohl längst Berliner geworden ist.
Auch die Gestaltung des Comics im Hardcover, der gewollt abgegriffen wirkt, macht Faust zu einem besonderen habtischen Erlebnis.
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am 30. April 2010
"Liebevolle Verwurstung" ist sicher die positivste Beschreibung, die den Zusammenhang zwischen dem bekanntesten Werk unseres literarischen Oberheiligen und Flix' frechem Pendant erklärt. Der Zeichner erzählt vom Berlin der Gegenwart, von den Pannen in der Multi-Kulti-Gesellschaft, vom taxifahrenden Omni-Fakultäts-Studenten Heinrich und der selbstbewussten Margarethe, deren streng muslimische Familie ihr ziemlich auf den Senkel geht. Johann Wolfgang hätte ziemlich gestaunt über Flix' Rollenverteilung: Mephisto mag zwar ein Spieler sein, doch der Kampf um Faustens Seele tritt so in den Hintergrund, dass die Rolle des Teufels als Heinrichs Helfer schon fast eine positive ist. Von Anfang an ist klar: Die Seele, wenn es sie geben mag, kann von Faust nicht vergeben werden. Was Goethe in eine - literarisch eigentlich enttäuschende - alles errettende Randinformation packt, gibt's bei Flix ganz umsonst und überdeutlich zu Anfang. Gott und Mephistopheles wetten nicht "um Fausts Seele". Sie wetten um eine Kiste Ramazotti!

Die schmutzigen Tricks, um diese Wette zu gewinnen, sind bei Flix dann auch größtenteils Gotteswerk. Besonders beliebt bei der christlichen Deität: Spontane Herzanattacken diverser Protagonisten, wie es ihm eben gerade passt. Das treibt den armen Mephisto die Wände hoch, um es gelinde auszudrücken. Flix schafft es, dass man als Leser mit den Helden fühlt (das konnte auch Goethe), übt sich in subtiler Religionskritik (das hätte Goethe gefallen), und zeigt ganz wunderbar und einfühlsam, wie sich zwei Seelen finden (und davon hätte sich Goethe auch ein Scheibchen abschneiden können). Ich bin gespannt, ob sich der Künstler auch am zweiten Teil versuchen wird - mich könnte er ganz sicher wieder zu seinen Lesern zählen.
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am 4. August 2011
Flix hat mit seiner Adaption des Goethe-Klassikers "Faust" etwas gewagt, das einen Trend setzen sollte. Im Jahr 2011 wähnen selbst Verlage wie Suhrkamp das große Geschäft mit jener Art von Literatur zu machen, die sich selbst das - marketingtechnisch durchaus wirksame - Label 'Graphic Novel' gibt, nicht jedoch, ohne eine gewisse Form der Sicherheit: Man lässt erfahrene und durchaus erfolgreiche Comic-Autoren Adaptionen von bereits erfolgreichen Romanen anfertigen.

Einer der Vorreiter hierbei ist Flix mit seiner Faust-Adaption, die zunächst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien und 2010 bei Carlsen in überarbeiteter Form als Graphic Novel veröffentlicht wurde.

Da finden wir nun also das Standardwerk der deutschen Literatur in einer Version wieder, die auf den ersten Blick nicht viel mit Goethes Werk zu tun haben scheint, wenn man vom Titel und den Figuren absieht. Aber: Der zweite Blick lohnt sich. Bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass es diese Graphic Narrative schafft, den gerade für Schüler recht komplexen Faust-Stoff runterzubrechen und so wesentlich leichter zugänglich zu machen.

Da wird aus Faust ein Berliner Taxifahrer, der von seinem dunkelhäutigen, im Rollstuhl sitzenden Nachbarn Wagner drangsaliert wird. Margarethe ist Türkin, ihre Familie streng muslimisch, und Mephisto ist sehr darum bemüht, die daraus entstehenden (und noch viele weitere) Hürden aus dem Weg zu räumen, um seine Wette mit Gott, der wie seine Kollegen trotz Computerproblemen via Google Earth auf seine Schützlinge herbablickt, zu gewinnen. Es kommt (natürlich) wie es kommen muss. Das Gute siegt und die Bild-Zeitung darf titeln: "Pärchen beim Sex im Flur verbrannt".

Dass sich Flix bei dieser durchaus gewagten Adaption nicht die Finger verbrannt hat, will sagen total ins Klo gegriffen hat, sondern eine gelungene und mehr als unterhaltsame eigene Faust-Version kreiert hat, muss an dieser Stelle explizit betont werden. Die Erzählung sollte nicht nur in jedem heimischen Bücherregal einen Platz finden, sondern auch Eingang in den Deutschunterricht finden - nicht als Abklatsch oder Kopie des Goetheschen Klassikers, sondern als Ergänzung, als Kontrast, aber auch als (ein) möglicher Zugang zur fabelhaften Welt von Comics und Graphic Narratives.
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am 12. April 2011
"Flix beweist, dass auch Comics wahr, schön und gut sein können." -- schreibt Andreas Platthaus, anerkannter Comicexperte und Donaldist, in der FAZ.

Tatsächlich gelingt es dem Zeichner, den Faust-Stoff (nahezu) vollständig, mit viel Verstand und genialen Einfällen ebenso unterhaltsam wie modern aufzubereiten. Gleich die erste Idee, aus Faust, der schon (Ach!) Philosophie, Juristerei, Medizin und Theologie studiert hat, einen Taxifahrer zu machen, ist exemplarisch für die brillante Übertragung von Goethes Drama ins heutige Berlin. Sie lebt nicht zuletzt davon, dass Flix es schafft, alle Elemente des Faust schlüssig in die Geschichte einzubauen -- oft merkt man erst auf der nächsten Seite, welche klassische Figur gerade die Bühne betreten hat.

Wer mit dem Stoff vertraut ist, findet auch bei mehrmaligem Durchlesen der "Graphic Novel" kleine Anspielungen auf die großartige Vorlage. Wer Faust noch nicht kennt, wird an Flix' Meisterstück ebenfalls seine Freude haben -- der Comic ist derart kurzweilig und gleichzeitig bemerkenswert eigenständig, so dass der Kauf selbst für Goethe-Verweigerer ein Gewinn ist.

Echte Kritikpunkte gibt es kaum: Das Buch könnte gerne einige Seiten länger sein, auch eine hochwertige Version in Farbe wäre super (insbesondere als Geschenk für anspruchsvolle Literaturfreunde). Schade ist zudem, dass Flix auf eine eigene Interpretation des Vorspiels auf dem Theater verzichtet.

Sein Zeichenstil ist indes über jeden Zweifel erhaben. Wer seine früheren Bücher kennt, weiß, dass Flix mit wenigen Linien ausdrucksstarke Panels schafft -- und dabei immer Platz für witzige Details findet.

Der Worte sind genug gewechselt. Ich bin froh, den Comic gekauft und inzwischen mehrfach verschenkt zu haben :-)
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am 12. April 2011
Goethes Faust, umgesetzt in das Berlin der heutigen Zeit, sowohl die Sprache als auch die Charaktere, ihre Beschäftigung (so wird der weise Faust kurzerhand zum Taxifahrer gemacht) und ihre Methoden. Flix gelingt es hierbei, den Plot gleichzeitig einfühlsam, spaßig und liebevoll zu vermitteln.

So wird der Inhalt zum Teil dem Leser durch Änderung einiger Details schnell zugänglicher gemacht (der Gegenstand der Wette zwischen Gott und Mephistopheles ist nun eine Kiste Ramazotti statt der Seele Fausts ;) ). Eines der Hauptprobleme unserer heutigen Gesellschaft, gerade in Berlin wird dadurch zur Sprache gebracht, dass Gretchen eine Juristin mit Migrationshintergrund ist, was natürlich auch für jeden menge Spaß sorgt.
Allgemein kommt die Heiterkeit in diesem auf übergroß gemachten Reclam-Imitat nicht zu kurz, und so bleibt mir nur, dieses tiefgehende, und doch sehr erheiternde Stück Comic-Literatur zu empfehlen.

Allerdings: Um dem Comic all seinen Esprit entnehmen zu können, sollte man den Original-Faust vorher schon gelesen haben ;)
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am 30. Dezember 2011
Ich habe die Comics von "Flix" schon länger verfolgt und konnte so "live" im Internet miterleben, wie Tag für Tag ein Teil dieser tollen Umsetzung von Faust erschienen ist.
Der Stoff wurde komplett in die Neuzeit verfrachtet und an einigen Stellen etwas angepasst, was aber durchweg gut funktioniert. Auch wenn die Götter im Büro Ramazotti trinken und Gretchen sich mit ihrer streng muslimischen Mutter auseinandersetzen muss, hat man stets das Gefühl den "echten" Faust in der Hand zu haben.
Für alle, die in der Schule oder im Studium mit Goethes Werk "gequält" wurden, ist das eine willkommene Abwechslung!

Die Umsetzung als Buch ist sehr schön gelungen. So verfügt das Buch ein kleines Vorwort und ist stilecht im "abgenutztes Reclam" Look gehalten.
Auch durch die angenehme Größe (ungefähr A4 Format) lassen sich die Comics mühelos lesen.

Ich habe das Buch einer ehemaligen Mitschülerin aus einem Deutsch-Leistungskurs geschenkt und sie war hellauf begeistert!
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