Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Bis -50% auf Bettwaren von Traumnacht Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

  • Faust
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
46
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
40
4 Sterne
5
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
1
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:14,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 21. April 2010
Bisher vielleicht Flix' bestes Werk.
Es handelt sich um die Buchausgabe eines 2009/10 in der FAZ gedruckten Fortsetzungscomics + einige Extra-Seiten. Es ist ansprechend im überdimensionalen Reclam-Design gebunden, in Anlehnung an die verbreiteten Literaturausgaben an deutschen Schulen.
Goethes Faust ist in sehr freier Manier ins gegenwärtige Deutschland versetzt. Hier ist der umfassend gebildete Humanist Faust folgerichtig Taxifahrer, Mephistopheles ein zwielichtiger Lebensberater und Gretchen Juristin mit türkischem Migrationshintergrund, durch deren stereotyp strengmuslimische Familie ihre Liebe zu Faust den Nimbus des Verbotenen bekommt, der bei den gelockerten deutschen Sittengesetzen ja sonst kaum zu transportieren wäre. Gott sitzt mit den Göttern anderer Religionen in einem Gemeinschaftsbüro und leidet an rückläufigen Christenzahlen, Eitelkeit und "Kreislauf", was ihn Anfällig macht für die Wette, die Mephistopheles ihm vorschlägt und ihn im folgenden auch nicht immer ganz fair spielen lässt.
Die Figuren sind allesamt liebevoll und witzig umgesetzt und der Plot rundum gelungen. Der eigentlich doch ernste Tragödienstoff tritt dagegen ein wenig in den Hintergrund, und im Gegensatz zur Vorlage dürfen Faust und Gretchen per deus ex machina in Ewigkeit zusammenbleiben.
0Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2010
"Liebevolle Verwurstung" ist sicher die positivste Beschreibung, die den Zusammenhang zwischen dem bekanntesten Werk unseres literarischen Oberheiligen und Flix' frechem Pendant erklärt. Der Zeichner erzählt vom Berlin der Gegenwart, von den Pannen in der Multi-Kulti-Gesellschaft, vom taxifahrenden Omni-Fakultäts-Studenten Heinrich und der selbstbewussten Margarethe, deren streng muslimische Familie ihr ziemlich auf den Senkel geht. Johann Wolfgang hätte ziemlich gestaunt über Flix' Rollenverteilung: Mephisto mag zwar ein Spieler sein, doch der Kampf um Faustens Seele tritt so in den Hintergrund, dass die Rolle des Teufels als Heinrichs Helfer schon fast eine positive ist. Von Anfang an ist klar: Die Seele, wenn es sie geben mag, kann von Faust nicht vergeben werden. Was Goethe in eine - literarisch eigentlich enttäuschende - alles errettende Randinformation packt, gibt's bei Flix ganz umsonst und überdeutlich zu Anfang. Gott und Mephistopheles wetten nicht "um Fausts Seele". Sie wetten um eine Kiste Ramazotti!

Die schmutzigen Tricks, um diese Wette zu gewinnen, sind bei Flix dann auch größtenteils Gotteswerk. Besonders beliebt bei der christlichen Deität: Spontane Herzanattacken diverser Protagonisten, wie es ihm eben gerade passt. Das treibt den armen Mephisto die Wände hoch, um es gelinde auszudrücken. Flix schafft es, dass man als Leser mit den Helden fühlt (das konnte auch Goethe), übt sich in subtiler Religionskritik (das hätte Goethe gefallen), und zeigt ganz wunderbar und einfühlsam, wie sich zwei Seelen finden (und davon hätte sich Goethe auch ein Scheibchen abschneiden können). Ich bin gespannt, ob sich der Künstler auch am zweiten Teil versuchen wird - mich könnte er ganz sicher wieder zu seinen Lesern zählen.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2016
super Buch für Jugendliche, ist an die heutige PC Welt angepasst. Gut mit dem Versicherungsagenten, der Glück verkaufen will, amüsant und doch an Faust I angelehnt. Gut einsetzbar im Unterricht und im Seminar
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2013
Diese 'Tragödie' ist zum totlachen – allerdings sollte man den originalen Faust von Goethe noch im Hinterkopf haben. Dann staunt man nur über die allermenschlichsten Züge von Gott, Mephisto, Faust und allen anderen. Auch wird endlich das wahre Geheimnis um des 'Pudels Kern' überzeugend und urkomisch gelöst.

Eine Anekdote am Rande:
Das Cover weist deutliche Wasserspuren auf und der Rücken scheint leicht angestoßen. Ich habe es deswegen zunächst zweimal zurückgeschickt (es sollte ein Geschenk werden), bis mich beim dritten Band, mit genau den identischen 'Schäden' einemitleidige Seele aufklärte, dass das vom Autoren/Verlag zu beabsichtigt sei. Diesem Buch verzeihe ich alles!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2012
Faust zum anfassen, ganz ungekünstelt und auf die heutige Zeit übertragen. Der Adaption gelingt es Faust einfach, eingänglich und witzig aufzuzeigen. Diese Graphic Novel ist überaus empfehlenswert für alle, die einen anderen zugang zu Goethes text suchen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2012
Flix hat den klassischen Stoff unser aller Dichter- und Denkerfürsten für den Comic adaptiert und ihn unsere Zeit übersetzt. Man könnte auch sagen, er habe ihn verflixt".
Faust ist ein Medizinstudent, der aber Taxifahrer geworden ist, während Wagner ein Rollstuhlfahrer mit Migrationshintergrund ist. Auch Gretchen ist eine Muslime namens Margarethe.
Liebhaber des Klassikers mag das zunächst befremden oder gar abschrecken. Doch jeder, der sich auf den verflixten" Faust einlässt, dem erschließt sich eine dramatische Komödie, in der es um viel mehr als nur um eine Wette zwischen Gott und Teufel geht. Es geht um Liebe und die Suche nach dem Glück des Lebens, das immer wieder erfolgreich von irdischen oder überirdischen Geschicken und Mächten torpediert wird.
Flix garniert die Story darüber hinaus mit einigen Slapstickmomenten. So liest der Teufel Faust" und lässt Gott schon mal einen guten Mann sein.
So bereitet Flix von Anfang bis Ende großen Lesespaß, denn er überzieht, ohne Goethe und seinen Faust zu beschädigen.
Einzig die Tatsache, dass die Handlung mal wieder in Berlin spielt, langweilt etwas, denn es gibt in Deutschland noch mehr Städte, auch wenn der in Münster geborene Felix Görmann wohl längst Berliner geworden ist.
Auch die Gestaltung des Comics im Hardcover, der gewollt abgegriffen wirkt, macht Faust zu einem besonderen habtischen Erlebnis.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Im vorliegenden Band traut sich Flix an wahrhaft klassisches Material heran. Nicht weniger als Goethes Faust wird von ihm auf spaßige Weise umgesetzt.

Dazu verlagert Flix die Handlung ins Berlin der Neuzeit. Faust, der einiges angefangen hat zu studieren ("Habe nun, ach, Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert ..."), jedoch abgebrochen hat, ist Taxifahrer. Er ist verliebt in Magarethe, eine junge Türkin, die ihren Namen Frau Schreinemakers zu verdanken hat, weil Gretchens Vater diese so gern im TV gesehen hat. Auch andere Figuren wurden umgekrempelt; so ist Wagner ein gehbehinderter Bürger mit Migrationshintergrund afrikanischen Ursprungs.

Wie üblich ist der Auslöser der Geschichte eine Wette zwischen Mephisto und Gott um Fausts Seele. Beide haben im gleichen himmlischen Bürokomplex ihr Büro, in dem auch Allah und Buddah angesiedelt sind. Fortan versucht sich Mephisto als Date-Doktor, um die Seele Fausts über Margarethe zu gewinnen.

Das garantiert viele lustige Szenen, z.B. als Faust versucht, die streng muslimische Mutter der an ihren Cousin versprochenen Margarethe für sich zu gewinnen, oder wenn der christliche Gott versucht, durch Schummeleien zu gewinnen. Und wer wissen will, woher die ganzen Spammails kommen, wird hier die Antwort finden.

Auch die Präsentation des schwarzweißen Comic im Hardcover ist gelungen, vor allem die imitierte Reclam-Optik. Dazu gibt es erläuternde Worte von Andreas Platthaus von der F.A.Z., in der die Strips vorher größtenteils veröffentlicht wurden.

Fazit: Flix hat nicht nur das Ausgangsmaterial in die Neuzeit übertragen, sondern selber interpretiert und modernisiert. Dazu kommt der übliche Flixhumor. Richtig genießen wird den Band derjenige können, der auch die Vorlage kennt. In diesem Sinne:

"Der Worte sind genug gewechselt
Die Leute wollen Taten sehn
Indes ihr Theorien drechselt
Kann etwas Nützliches geschehn'

oder kurz: KAUFEN!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2011
"Flix beweist, dass auch Comics wahr, schön und gut sein können." -- schreibt Andreas Platthaus, anerkannter Comicexperte und Donaldist, in der FAZ.

Tatsächlich gelingt es dem Zeichner, den Faust-Stoff (nahezu) vollständig, mit viel Verstand und genialen Einfällen ebenso unterhaltsam wie modern aufzubereiten. Gleich die erste Idee, aus Faust, der schon (Ach!) Philosophie, Juristerei, Medizin und Theologie studiert hat, einen Taxifahrer zu machen, ist exemplarisch für die brillante Übertragung von Goethes Drama ins heutige Berlin. Sie lebt nicht zuletzt davon, dass Flix es schafft, alle Elemente des Faust schlüssig in die Geschichte einzubauen -- oft merkt man erst auf der nächsten Seite, welche klassische Figur gerade die Bühne betreten hat.

Wer mit dem Stoff vertraut ist, findet auch bei mehrmaligem Durchlesen der "Graphic Novel" kleine Anspielungen auf die großartige Vorlage. Wer Faust noch nicht kennt, wird an Flix' Meisterstück ebenfalls seine Freude haben -- der Comic ist derart kurzweilig und gleichzeitig bemerkenswert eigenständig, so dass der Kauf selbst für Goethe-Verweigerer ein Gewinn ist.

Echte Kritikpunkte gibt es kaum: Das Buch könnte gerne einige Seiten länger sein, auch eine hochwertige Version in Farbe wäre super (insbesondere als Geschenk für anspruchsvolle Literaturfreunde). Schade ist zudem, dass Flix auf eine eigene Interpretation des Vorspiels auf dem Theater verzichtet.

Sein Zeichenstil ist indes über jeden Zweifel erhaben. Wer seine früheren Bücher kennt, weiß, dass Flix mit wenigen Linien ausdrucksstarke Panels schafft -- und dabei immer Platz für witzige Details findet.

Der Worte sind genug gewechselt. Ich bin froh, den Comic gekauft und inzwischen mehrfach verschenkt zu haben :-)
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2011
Ich habe die Comics von "Flix" schon länger verfolgt und konnte so "live" im Internet miterleben, wie Tag für Tag ein Teil dieser tollen Umsetzung von Faust erschienen ist.
Der Stoff wurde komplett in die Neuzeit verfrachtet und an einigen Stellen etwas angepasst, was aber durchweg gut funktioniert. Auch wenn die Götter im Büro Ramazotti trinken und Gretchen sich mit ihrer streng muslimischen Mutter auseinandersetzen muss, hat man stets das Gefühl den "echten" Faust in der Hand zu haben.
Für alle, die in der Schule oder im Studium mit Goethes Werk "gequält" wurden, ist das eine willkommene Abwechslung!

Die Umsetzung als Buch ist sehr schön gelungen. So verfügt das Buch ein kleines Vorwort und ist stilecht im "abgenutztes Reclam" Look gehalten.
Auch durch die angenehme Größe (ungefähr A4 Format) lassen sich die Comics mühelos lesen.

Ich habe das Buch einer ehemaligen Mitschülerin aus einem Deutsch-Leistungskurs geschenkt und sie war hellauf begeistert!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. März 2013
Dieses Buch ist einfach genial. Ich habe lauthals gelacht :-D
Für Faust Liebhaber ein schönes Geschenk mit Augenzwinkern und für alle die in der Schule darunter gelitten haben: Rache und Versöhnung ;-)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken