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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
19
4,7 von 5 Sternen
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am 11. September 2005
Ich kann mich nur den anderen Rezensionen vollständig anschließen!
Sprachlosigkeit ... ich habe so etwas noch nie gelesen. Es ist mit nichts, was mir bekannt ist, auch nur irgendwie vergleichbar.
Wem hier nicht die Tränen vor Fassungslosigkeit, Trauer, Wut und ... die Wangen herunterlaufen ist vermutlich tot.
Ein Höchstmaß an Glaubwürdigkeit und Autentizität. Ein unvergesslicher Blick in die hässliche Fratze des Kriegs. Ein unvergleichliches Plädoyer für den Frieden.
Mit Mangas kam ich bisher überhaupt nicht in Berührung und kann nur sagen, dass dies womöglich die treffendste Art ist, ein solch unglaubliches Thema anzugehen.
ALLE 4 BÄNDE SIND EIN ABSOLUTES MUSS!!!!
Vor Keiji Nakazawa kann man nur den Hut ziehen und sich zutiefst verbeugen ....
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Keiji Nakazawa, der Schöpfer dieser Manga-Reihe, ist nicht irgendein japanischer Zeichner, der sich einfach mit der Geschichte der Stadt beschäftigt hat (wie es schon viele vor ihm getan haben), um diesen Manga zu zeichnen. Er wurde 1939 in Hiroshima geboren. Als am 6. August 1945 die Atombombe über der Stadt gezündet wurde, war er gerade 6 Jahre alt. Er sah mit eigenen Augen die Enola Gay über sich - und wie der Flieger die Atombombe abwarf. Wie durch ein Wunder überlebte er beinahe unverletzt. Einen authentischeren Augenzeugen, der näher am Geschehen beteiligt war wie ihn kann es wohl kaum geben. Die Hauptfigur der "Barfuss"-Reihe, ein Sechsjähriger namens Gen, ist zwar eine fiktive Figur. Trotzdem hat Nakazawa seine eigene Lebensgeschichte aufgezeichnet. Er erzählt und zeigt alles, was er gesehen hat.

Die Reihe "Barfuss durch Hiroshima" besteht insgesamt aus 4 Bänden.
Der erste Band "Kinder des Krieges" erzählt von der Stadt Hiroshima, wie sie während des Krieges war. Erst auf Seite 260 wird die Atombombe auf die Stadt abgeworfen. Davor erfahren wir alles über Gen (in Wirklichkeit Zeichner Keiji Nakazawa) und dessen Familie, die Einstellung der Japaner im Krieg, die vorherrschende Atmosphäre in der Stadt, die Sorgen und Ängste der Menschen. Die von vornherein düstere, brutale Stimmung wird nach der Explosion ins unermessliche gesteigert. Unumwunden zeichnet Nakazawa Bilder von eingestürzten Häusern, brennenden Menschen und verstrahlten Leichen. Zwar sind es "nur" getuschte Zeichnungen und keine Farbfotos, die der Leser zu sehen bekommt - doch der Schrecken und die Zerstörung könnten sich nicht besser auf ihn übertragen. Schonungslos und schockierend, voller Emotion und Schrecken inszeniert der Zeichner ein beklemmendes Szenario auf dem Papier, das den Leser atemlos und bedrückt zurück lässt, fast als wäre er selbst dabei gewesen. Wer jetzt müde gähnt, meint er habe schon alles über das geschichtsträchtige "Ereignis" gelesen und gehört und sofort an den trockenen Geschichtsunterricht aus der Schulzeit zurückdenkt, der irrt gewaltig. Ich selbst bin nicht sonderlich geschichtsinteressiert, muss aber das Fazit ziehen, dass ich Geschichte noch nie so spannend und aufregend erlebt habe. Die Geschichte habe ich voller Begeisterung verschlungen und sehr, sehr viel darüber gelernt. Sehr lobenswert ist auch das Vorwort von Übersetzer Art Spiegelmann, das einen kurzen Einblick in Vorgeschichte und das Manga gibt. Hinzu kommen ein Nachwort und eine kurze Biographie vom Zeichner.

Wer den ersten Band der Reihe gelesen hat, ahnt bereits, dass ihn auch im 2. Band brutale, weil authentische Zeichnungen erwarten. Trotzdem stellt der 2. Band eine starke Steigerung des 1. Bandes dar. Bild für Bild zeigt Nakazawa schonungslos, was er einst mit eigenen Augen sah: Menschen, denen die Haut von den Knochen rutscht, denen die Eingeweide heraushängen, die von Maden befallen sind oder im Fluss verwesen. Ich muss gestehen, dass mir beim Lesen bzw. betrachten der Bilder gerade beim 2. Band oftmals übel wurde. Wer starke Nerven hat, wird aber mit einer spannenden, fantastischen, wenn auch schockierend-ekeligen Geschichte belohnt. Der Band enthält diesmal ein Vorwort vom Zeichner sowie ein ausführliches Interview mit ihm, in dem er von seinem Beruf und den Erlebnissen berichtet. Das Interview besteht ingesamt aus drei Teilen und wird somit in Band 3 und 4 der Reihe fortgesetzt.

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass ich die Reihe jedem empfehle, der nicht gerade zart besaitet ist. Spannender kann Geschichte nicht aufbereitet werden - und authentischer auch nicht. Auch wenn man fürs Lesen dieser Lektüre stellenweise doch starke Nerven braucht.
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am 2. März 2007
Ein Augenöffner für alle, die Krieg verharmlosen, oder vergessen haben, dass 62 Jahre Frieden in Mittel-Europa die Ausnahme und nicht die Regel sind.Ex-Jugoslawien ist auch schon wieder fast vergessen.

Nach fast 100 Jahren gibt es bei Verdun immer noch verminte Areale, die nicht betreten werden dürfen, ...ob man aus der Atombombe wirklich etwas gelernt hat?

Die Geschichte von Gen und seiner Familie zeigt eindringlich, dass Krieg nicht nur von Soldaten geführt, sondern von Menschen erlebt und erlitten wird; von Männern, Frauen, Kindern; von Menschen, die sich durch Propaganda beeinflussen und manipulieren lassen, oder den Mut haben, ihre Werte und damit ihr Menschsein zu bewahren. Trotz der schrecklichen Bilder ein

hoffnungsvoller Film.
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am 6. Februar 2005
Ich habe soeben den ersten Band von "Barfuss durch Hiroshima" gelesen und weiß kaum, wie ich meine Gedanken und Eindrücke in Worte fassen soll.
"Kinder des Krieges" beginnt zunächst mit der Beschreibung des Alltags in Japan gegen Ende des zweiten Weltkrieges. Die Familie Nakaoka ist geächtet, weil der Vater seine Meinung gegen den Krieg deutlich zum Ausdruck bringt. Die Kinder werden als Verräter beschimpft, Vorfälle mit Lehrern, Ortsvorstehern und Nachbarn zeigen immer wieder deutlich, welcher Fanatismus das ganze Land ergriffen hat. Und doch sind da die kleinen Szenen, in denen der Zusammenhalt und die Liebe dieser Familie deutlich werden, aber auch das Elend und die Armut, in welcher sie leben.
Zwischendurch kommen immer wieder Einblendungen vom ältesten Sohn der Familie, welcher sich freiwillig zum Kriegsdienst meldete, sowie vom Bau und der Testphase der Atombombe.
Alles, alles führt zu jenem schrecklichen Tag, dem 6.8.1945, an dem schließlich die Bombe über Hiroshima abgeworfen wird. Und hier beginnt das eigentliche Grauen. Auch jetzt kann ich kaum in Worte fassen, wie mich die Bilder und Worte der Figuren berührt haben. Szenen, die man sich kaum ausmalen will, sind hier in furchtbarer Realität dargestellt...
Barfuss durch Hiroshima ist eindeutig ein Meisterwerk. Erschreckend, traurig, wütend sollte es von jedem gelesen werden.
Die Zeichnungen sind vielleicht nicht auf dem neuesten Stand, aber gerade das macht diesen Manga auch aus.
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am 27. April 2009
Selten hat mich ein Comic bzw. eine Graphic Novel derart gefesselt und erschüttert wie die Serie "Barfuss durch Hiroschima".

Dabei ist vor allem dieser 2. Band, welcher die Tage nach dem Abwurf der Bombe und damit unweigerlich das unbeschreibliche Leid der Bevölkerung zum Thema hat, nichts für schwache Gemüter. Fast ist man froh über den eher einfachen Zeichenstil, wenn der kindliche Protagonist über von Maden übersäten Leichen stolpert oder schwer Verletzte mit vom Bombenblitz versengten Augen und abgezogener Haut nach Wasser schreien.

Gleichzeitig liegt in diesem Zeichenstil auch seine Stärke. Schonungslos wird der Leser mit der Zerstörungskraft einer der schlimmsten Waffe der Menschheit konfrontiert. Diejeningen, welche die Bombe überlebt haben, erwartet der reine Horror.

Nakazawa bringt nicht nur seine eigenen Erinnerung auf Papier, sondern auch die Erzählungen gesammelter Interviews von Überlebenden der Bombe. Eine wütende Anklage gegen den Wahnsinn des Krieges! Gleichzeit beeindrucken die Begegnungen des Jungen mit Verletzten, Soldaten und verwaisten Kinder durch den unbändigen Glauben ans eigene Überleben und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
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am 18. Juni 2007
Dieser Manga ist eine autobiographische Erzählung des Autors.

Gen ist in Wahrheit der Autor Keiji Nakazawa selbst, aber die Namen Seinesgleichen und die Namen seiner Eltern und Geschwistern sind nachempfunden worden. Er pflegt einen harten Umgang mit dem Leser und zeigt auch die Sinnlosigkeit des Krieges.

Wegen des Krieges hatten die Menschen kaum zu essen und das man sich wegen noch so einer kleinen Portion Reis verkloppen kann, ist nach Aussage meines Großvaters nachvollziehbar. Japan war stark geprägt (ähnlich wie Deutschland)vom blinden Opportismus der Mitläufer und der Unterdrückung von anders Denkenden über den Krieg. Wer also gegen den Krieg war, konnte sich viele Probleme mit der Gesellschaft einhandeln.

Das alles wird in diesem Manga deutlich dargestellt.
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am 18. Januar 2008
Eins vorweg: Ich bin kein Comic- oder Manga-Fan, sondern habe „Barfuß durch Hiroshima“ aus reinem inhaltlich-geschichtlichen Interesse und aufgrund einer Empfehlung gelesen – und zwar alle vier Bände hintereinander weg an einem einzigen Wochenende. Was Nakazawa hier in reduziertem Stil zeichnet und trotzdem schonungslos darstellt, hat mich umgehauen. Die Präzision, mit der die Folgen des Bombenabwurfs über Hiroshima und das menschliche Leid, die Traumatisierung, das Hauen und Stechen der Überlebenden, die Angst vor „Ansteckung“ bei den Opfern des „Blitzes“, der Kampf ums Überleben dargestellt werden, erreicht eine Dichte und informiert in einem Maße, das ich dieser Form nicht zugetraut hätte. Hut ab vor der wichtigen Arbeit und dem Mut des Autors, dessen Beweggründe durch den Anhang in allen vier Bänden sehr transparent werden.
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am 26. Oktober 2004
Ein absolut grossartiges Werk übervoll mit intensivsten Szenen um eine arme und ausgeschlossene aber dennoch stolze Familie, welche versucht sich den Weg durch das Hiroshima des 2. Weltkriegs mit Würde und Verstand zu bahnen - bis dann alles durch den nuklearen US-Angriff niedergeschmettert wird.
Der abstrakte Zeichenstil jap. Mangas macht den Inhalt leichter zugänglich, weil er vielfach die Härte und rohe Gewalt geschickt umspielt und davon ablenkt. Die Lektüre ist kurzweilig und man saugt gerne die ca. 250 Seiten in sich auf um dann mit einer veränderten Wahrnehmung in die Realtität entlassen zu werden.
Sollte eigentlich Pflichtlektüre für Jugendliche und Erwachsene sein, welche die Macht demagogischer Politik analog zum Holocaust erkennen wollen.
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am 26. August 2013
Wie auch die 3 anderen Teile von "Barfuß durch Hiroshima" erzählt dieses Buch von der Geschichte des jungen Gen in der Zeit des Atombombenabwurfs in Hiroshima. Die Tragik des Lebens in dieser Zeit aus der Sicht eines Kindes in all diesen schonungslosen Bildern dargestellt zu sehen, sollte wirklich zu denken geben. Durch das Medium Manga wird dies alles noch erbarmungsloser und brennt sich in Kopf und Herz ein.
Die autobiografische Erzählung von Keiji Nakazawa (der mittlerweile an den Folgen der radioaktiven Strahlung verstorben ist) ist ein Plädoyer für den Frieden und sollte Pflichtlektüre sein, damit so etwas nie wieder passiert!!
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am 21. Dezember 2016
Dieser Manga war irgendwie enttäuschend für mich.
Ich war schon nicht sicher, ob die Einführung von Art Spiegelmann nötig war, ich meine, es ist klar, welche Art von Geschichte das ist, also warum das Thema angehen, dass viele in Deutschland Comics nur als etwas für Kinder sehen? Alle die diesen Band in die Hand nehmen, können aufgrund des Titels sehen worum es geht. Ich denke auch, dass die Einführung nicht hier drin sein sollte, schlicht deswegen weil es den Lesern die eigene Meinung aufzuzwingen scheint und ich bin bei Fiktion gegen so etwas.<spoiler> Denn persönlich kann ich nicht sagen, dass was Gens Vater hier tut Kindesmissbrauch darstellt, unter diesen Umständen würde ich sagen sind seine Reaktionen sehr realistisch.</spoiler>

Nun, alles in allem hat dieser Manga bei mir nicht funktioniert. Ein Problem war das manche Szenen eher überdreht komisch waren und den Geschichtsfluss für mich gestört haben. Und für jedes Mal wo der Manga es schaffte den Militarismus und Gruppenzwang der Zeit einzufangen hat es Sachen wie die komischen clownhaften Gesichter von Gen und seinem Bruder oder Szenen wo ein 50-jähriger Lehrer es schafft Gen mit einem Schlag durch den Raum zu befördern. Nicht zu vergessen, dass ich bezweifele dass irgendjemand in der Situation von Gens Vater nicht sicherstellen würde, dass sein Sohn nicht Dinge sagt wie Gen hier in der Schule.
Für jede Szene wie den gutgemachten Abschied von Koji und seinem Vater (man weiß warum Koji zur Armee gehen will und warum sein Vater so sehr dagegen ist) oder dem Kamikaze Pilot der es nicht durchziehen will, kriegt man eine andere voller Predigen und erklärenden Mono- und Dialogen welche zu künstlich wirken (und in einigen Fällen nutzlos da die Bilder die Geschichte ehr erzählen) um zu was gut zu sein und nach einer Weile wurden sie nervig.
Versteht mich nicht falsch, Ich denke die Beispiele von Missbrauch, Gruppenzwang, Hass, Doppelmoral, Anschuldigungen und Gewalt (ebenso wie das recht selbstsüchtige und nervende Geweine von Gen und seinem Bruder) sind gut genug gehandhabt. Aber dennoch wirken einige Dinge fast komisch. Ich kann nur vermuten dass es sich um eine absichtliche Taktik handelt. Zumindest hoffe ich das.
Ich bin mir auch sicher, dass das ständige Weinen eine absichtliche Taktik ist, aber für mich ist es schlicht zu viel und verstärkt die Emotionen nicht sondern schwächt sie. Genauso wie die Menschen hier zu viele Dinge sagen die keiner je sagen würde, so weinen Gens Eltern (und andere) die ganze Zeit wegen allen möglichen Dingen und wenn sie dann plötzlich weinen sagt mir das nicht mehr viel.
Persönlich hätte ich es auch vorgezogen wenn die Menschen unmittelbar um Gen etwas weniger schwarz-weiß in dieser Geschichte gewesen wären<spoiler>, z.B. wäre es in meinen Augen besser gewesen wenn die Frau des Bürgermeisters Gens Familie das Geld gegeben hätte und nicht das Gen und Shinji es erbettelt hätten indem sie sich als Waisen ausgeben</spoiler>.

Leider hilft der Zeichenstil auch nicht wenn es darum geht die Emotionen herüber zu bringen<spoiler>, wie die zwei Leichen der Engel der alten Frau. Ich weiß dass sie schwer verbrannt sein sollen, aber ihre Gesichter sehen eher aus wie Zeichentrickfiguren die unter Strom stehen</spoiler>. Es kommt nicht zu oft vor, aber es geschieht oft genug um die Geschichte für mich zu stören.
Und leider, als die Bombe über der Stadt abgeworfen wird, bekommen wir ständig gesagt was wir sehen und bei mir funktioniert das nicht.<spoiler> Warum musste Gen zu sich selber sagen dass alles dunkel ist? Warum haben sie es nicht einfach so gezeichnet? Und warum musste Gen es uns sagen, dass das Pferd brennt und die Leute wie Monster aussehen? In beiden Fällen sehen wir das genau dann als er es sagt, also warum nicht die Bilder für sich selbst sprechen lassen?</spoiler> Genaugenommen blieb mir eine bestimmte Szene im Kopf welche das Problem welches ich mit dem Gebrauch der Bilder und Dialoge habe verkörpert.<spoiler> Es gab einige wenige Bilder mit einem Lehrer und seiner Klasse welche im Fluss schwimmen während die Stadt brennt: Die Szene wo sie schwimmen, ihre steifen und verbrannten Beine und der Lehrer welche sie singen lässt und als dann alle Schüler ertrinken hätte eine recht gute Szene sein können. Aber als die Schüler sagen dass ihre Beine verbrannt und steif sind ruiniert es das, da sie viel zu schwach gewesen wären um Energie darauf verschwenden zu können. Warum konnten sie nicht schlicht ein paar mehr Bilder benutzen um es uns zu zeigen anstatt zu erzählen?</spoiler>

Weiterhin muss ich sagen, dass dieser Manga, wenn er auch die geschichtlichen Grundrisse richtig hat so gibt es doch viele Fehler bei den Details. Zum Beispiel:
Einstein war nie Teil des Manhattan Projekts.
Die Atombombe wurde nicht gebaut um Japan zu besiegen, sondern weil die Amerikaner befürchteten, die Nazis könnten es zuerst schaffen. Und es ist zumindest diskutabel ob Japan zu besiegen wirklich der Grund für den Einsatz der zwei Bomben war (tatsächlich zeigt der Manga die Amerikaner noch in recht gutem Licht und tut so als ob die Japaner in diesen letzten Tagen alles aus purem Fanatismus taten, nicht auch aufgrund des Verhaltens der amerikanischen Truppen selber).
Ich denke der Manga schafft es gut die Selbstmorde der Zivilisten zu zeigen aber wenn auch ein bedeutender Teil der Okinawer im Kampf starb, so würde ich nicht sagen, dass fast die gesamte Bevölkerung getötet wurde.
Weder Churchill noch Stalin sind auf der Potsdamerkonferenz gezeigt und genaugenommen werden die Sowjets erst im nächsten Band erwähnt. Und selbst dann sind sie kaum darin (1-2 Bilder wenn's hoch kommt) und daher leicht vergessbar.

Ich weiß, dass viele Leute dieses Buch für seinen Realismus und Geschichte preisen, aber für mich funktioniert es nicht. All diese Elemente welche schlicht eigenartig und künstlich in meinen Augen sind, sind schlicht zu viele um sie zu ignorieren.
Und ich denke ich weiß warum das so ist:
Ich bin zu dieser Geschichte nicht als einer gekommen der kaum etwas über dieses geschichtliche Ereignis weiß, ganz im Gegenteil. Daher weiß ich, dass was hier gezeigt wurde nicht mal die Hälfte der Schrecken sind die damals geschahen und daher gab es für mich praktisch keine Schocks. Und glaubt mir, ich habe Bericht gelesen und Interviews gehört die aus Hiroshima und Nagasaki sind und weit schlimmeres zeigten als was hier dargestellt wurde<spoiler>, verbrannte Haut und Glasscherben im Körper sind nichts im Vergleich dazu seine Augen in den Händen zu halten, so verbrannt und deformiert zu sein, dass man nicht mehr menschlich aussah und es ein Wunder ist, dass man sich bewegen kann, Haut die in Fetzen an dir herunter hängt, Leute die sterben weil man ihnen Wasser gab und Körper die in Wassercontainer gestopft sind</spoiler>.
Das ist vermutlich der Grund weshalb all diese Probleme mit den Mono- und Dialogen, dem Zeichenstil und der Geschichte für mich so hervorstechen.
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