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am 27. Dezember 2016
Nachdem ich die Comic-Biografie Castro von dem doch recht erfolgreichen Comiczeichner Reinhard Kleist erlesen durfte, war als nächstes "Havanna: Eine kubanische Reise" das Pflichtprogramm.
Kleist machte sich hierfür auf eine 4-wöchige Reise nach Kuba, um die ganzen Eindrücke für seinen vorliegenden grafisch verfassten Reisebericht mit eigenen Augen einzufangen. Ist das Land wirklich so wie es viele Urlauber begeistert beschreiben oder hört man nur das, was auch schön ist? Und vor allem, wie ist Havanna?
In schön colorierten Bilder mit oft überraschendem Detailreichtum und dazwischen immer wieder schnellen Skzizzen, begleiten wir Reinhard Kleist durch die Tage seines Aufenthalts, die auch durchaus mal die Schattenseiten Kubas schildern. Doch auch die Vorzüge von Castros Regime, wie zum Beispiel die Alphabetisierung kommen zur Sprache, da mittlerweile der Analphabetismus prozentual gegen Null geht.
Doch nun weiter auf der kleinen Reise durch Havanna. In der Mitte des Buches befinden sich 2 ausklappbare Seiten, die eine wunderschöne Zeichnung der Malecón von Havanna in der Abenddämmerung. Schöner kann die Ufermauer auf einem Foto auch nicht ausschauen und zum Abschluss von dem Havanna-Teil sehen wir noch ein paar wunderbare Skizzen der herrlichen und immer wieder von den besten Automechanikern der Welt (O-Ton der Kubaner) hergerichteten amerikanischen Oldtimer. Für mich ein Traum :-)
Nun macht der Autor auch noch einige Abstecher nach Trinidad (nicht die Insel, sonder die kleine Stadt im Süden Kubas) und dann an das westliche Ende von Kuba, nach Viñales, das sich seit der Öffnung Kubas zu einem regelrechten Touristenmagneten entwickelt hat.

Fazit:
Ein Buch, das Havanna in dem Licht schildert, dass es verdient hat, denn es ist in Bezug auf des Bildungs- und Gesundheitssystem, aber vor allem auch beim Miteinander der Menschen doch recht gut aufgestellt.
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HALL OF FAMEam 22. Dezember 2009
Kuba. Urlaubern geht das Herz auf, wenn sie an dieses Land denken. Exilanten hingegen, also Menschen, die Kuba verlassen wollten oder mussten, geraten in Wut über den Polizeistaat, die allgegenwärtige Diktatur, den Niedergang. Oder trauern um ein Paradies, das durch einen einzigen Menschen und seinen unbezwingbaren Willen zu einem erstarrten Etwas geworden ist. Bücher gibt es wahrlich genug über die Karibik-Insel, doch einen Comic? Einen Reisebericht, der in Bildern versucht, sich diesem Volk und seinem Schicksal zu nähern? Eine Collage von Eindrücken, die eine Skizze liefern sollen, wie Kuba heute, nach dem Rücktritt Fidel Castros, aus seinem Dornröschenschlaf erwacht - gegen alle existierenden Widerstände?

Reinhard Kleist hat versucht, seinen vierwöchigen Aufenthalt in Havanna in Bilder zu transformieren, seinen Seelenzustand und den der Menschen, denen er dort begegnet ist, mit Bleistift, Tusche und einigen wenigen Sätzen einzufangen. Und einfach hat es sich der mehrfach preisgekrönte Zeichner nicht gemacht. Er hat sich unter die Menschen gemischt, den real existierenden Sozialismus zu erfassen versucht, hat mit Fidel, dem Allgegenwärtigen, einen stummen Disput begonnen. Er hat versucht zu verarbeiten, was er gesehen hat, im Diskurs zu umreißen, was diese Realität so zwiespältig macht. So wunderschön, so erschreckend, so einmalig und so kaputt, so wertvoll und so fadenscheinig.

"Havanna. Eine kubanische Reise" ist eine Hommage an die Menschen geworden. Und eine Anklage. Denn trotz der überall plakatierten und unübersehbaren Errungenschaften des karibischen Sozialismus bleibt auch dem Besucher nicht verborgen, wie dramatisch dieses Land unterjocht wurde und wird. Wie sehr der Polizeistaat in die alltäglichsten Dinge hineinragt, wie unerbittlich Castro ein ganzes Land, Millionen Bürger gängelt, kaserniert und unterjocht.

Die Bilder, die dies alles dokumentieren sollen, sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Da gibt es nicht wenige Skizzen, die wie hingeschludert, wie unfertig wirken, die kaum mehr als Fingerübungen sind für einen so begabten, so versierten Zeichner, wie Kleist zweifellos einer ist. Immer wieder blättert man enttäuscht weiter, sieht zu wenig, sucht das Besondere, ohne es zu finden. Doch dazwischen finden sich Ansichten, Bilder, Zeichnungen, Skizzen, Eindrücke, die fast schon von begnadeter Genialität sind, die ein Land, ein Gefühl, ein Volk erfassen. Mit wenigen Strichen, etwas Farbe und einem sicheren Blick für die Details vermag Kleist dem fernen Betrachter einen Eindruck zu vermitteln, der so schnell nicht verblasst, der haften bleibt, der sich festsetzt.

Diese "kubanische Reise" ist ein Kleinod an einmalig schönen Bildern. Zwischen dem Banalen, dem Normalen, dem Einfachen findet man Bilder, die perfekt sind. Dafür muss man dieses Comic-Buch einfach besitzen. Es immer wieder durchblättern, es immer wieder stundenlang durchforsten. Die Schlaglichter, die Kleist auf dieses Land wirft, sind wertvoller als Hunderte Seiten Bericht, wie Dutzende Zeitungsberichte, wie Tausende Fotos.

Als Beispiel mag das Deckblatt dienen, das zeigt, wie der Zeichner arbeitet, wie er Personen, Gebäude und Bewegung erfasst, inszeniert, darstellt. Zwar ist dieser Comic nicht gerade sehr günstig, doch wer Kuba mag oder einen Eindruck dieses Landes erhalten möchte, sollte einen Blick riskieren.

Stefan Erlemann
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am 11. April 2015
Reinhard Kleist zeichnet Comics, aber nicht irgendwelche Comics, sondern sog. Graphic Novels (Comicromane in Buchformat), die aus den USA kommend nun auch in Deutschland einen Markt finden. Nachdem er schon erfolgreiche Novels u.a. über Johnny Cash veröffentlicht hat, reiste er im Jahr 2008 einige Wochen durch Kuba und machte sich dort Notizen und Skizzen. Mit „Havanna. Eine kubanische Reise“ ist eine Mischung aus Reisebericht und Skizzenbuch erschienen, in dem er seine Impressionen aus der kubanischen Hauptstadt und deren Umgebung festhält. Klassische Comicpassagen in Schwarz-Weiß oder Farbe wechseln sich mit eindrucksvollen großformatigen Aquarellzeichnungen, z.B. vom Malecón (als Doppelseite), und flüchtigen Skizzen ab. Er zeigt die kubanische Lebenswelt in all ihren Facetten: die Schönheit Havannas genauso wie die katastrophale Wohnsituation vieler Habaneros, dunkle Hinterhöfe oder touristische Highlights (Trinidad), er läßt Befürworter und Gegner der Revolution auftreten, meistens in Person zweier älterer Damen. Kleist ist gleichzeitig fasziniert von der Menschlichkeit und der Lebensfreude der Kubaner, andererseits erschrocken über den Polizeistaat, die Armut und den Verfall. Der Erzählstil ist kritisch oder humorvoll, je nachdem wie es passt. Der Leser erfährt wie man sich in Kuba korrekt beim Bus anstellt oder wie die kubanische Variante der Pizza schmeckt. Kleist ist ein genauer und distanzierter Beobachter, der in seinem Fazit der Reise Humor beweist, wenn er auf der vorletzten Seite die „Vorzüge“ der Freiheit in seiner Heimat darstellt. Und auch der Leser sollte genau hinsehen, sonst entgehen einem Feinheiten wie der Spruch auf dem T-Shirt des Cocotaxi-Fahrers: „Dolce & Habana“. Auch vor Fidel Castro macht Kleist keinen Halt. Mit ihm, der ihn großformatig von den Häuserwänden oder Plakaten ansieht, tritt Kleist in eine Art fiktiven Dialog über die Ideen der Revolution und die amerikanische Embargopolitik.

Torsten Eßer
(Matices Nr. 68/ 2011; caiman 08/ 2011)
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am 12. Januar 2009
Mit Havanna ist Reinhard Kleist eine sehr schöne und doch gleichermaßen andere und unkonventionelle Reisebeschreibung gelungen. Mit seinen atmosphärischen Bildern und Grafiken gelingt es ihm immer wieder den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mitunter hat man das Gefühl hupende Autos und laute Musik zu hören. Dazu kommen noch die interessanten Geschichten, die man als Kuba-Nicht-Auskenner sehr zu schätzen weiß. Alleine die Tatsache, dass es in Kuba offensichtlich kein richtiges Internet gibt, sondern statt dessen ein stark zensiertes Intranet fand ich sehr aufschlussreich. Besonders vor dem Hintergrund, dass in den teuren Nobelhotels Internet über WLAN problemlos verfügbar ist.Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese doch sehr ungewöhnliche Reisebeschreibung jedem zu empfehlen ist, der sich auf gerne auf das etwas Besondere und Spezielle einlässt.
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am 26. Juni 2009
Hier erzählt der Comic-Autor durch ein Abfolge von Bildern eindrucksvoll über eine kubanische Reise. Als Tourist gibt er das Großstadtleben in Havanna, aber auch Eindrücke vom Hinterland und die Schicksale und Geschichten der Menschen, die er dort trifft als Reisetagebuch wieder. Illustrationen vom hektischen Treiben Havannas, eindrucksvolle Tuschezeichnungen und Aquarelle über das tägliche Überleben der Menschen in der zerfallenen Millionenstadt. Kuba ist auf jeden Fall eine Reise wert.
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am 16. Februar 2009
... für alle Cuba-Fans und solche, die es werden wollen.
Dieses Buch bzw die Bilder und kleine Geschichten schildern auf sehr anschauliche Weise und mit viel Liebe zum Detail das Leben auf Cuba. Mir sind vor allem die Bilder von La Havana ins Auge gestochen. Ich liebe sie. Reinhard Kleist setzt das cubanische Leben wirklich sehr ausdrucksstark in Szene. Es wirkt so, als hätte er direkt die Straßen Kubas eingefangen. Da ich durch einen Cubaurlaub die perfekte Vergleichsmöglichkeit habe, kann ich nur sagen: Da werden Erinnerungen wach. Für alle, die sich von Kuba einen Eindruck verschaffen wollen, kann ich das Buch eigentlich noch mehr empfehlen, als Bildbände, da doch hier der Eindruck und Aussagekraft deutlich höher liegt.
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