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am 21. Mai 2014
Die Erde wurde von einem Phänomen heimgesucht, das eine Neuordnung der menschlichen Lebensweise nach sich zieht: Die Geister aller jemals Verstorbenen erscheinen nach und nach am Ort des Todes als gleißendhelles Abbild, stumm und regungslos. Rain und Emma, die ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren haben, reisen durch die Wüste Spaniens, um sich noch einmal von von ihnen zu verabschieden. Dabei begegnen sie dem mürrischen Norweger Tyler, dessen große Liebe Flavie ebenfalls bei dem Unglück ums Leben kam. Noch während sich die Jugendlichen mit ihrem Abschiedsschmerz konfrontiert sehen, beginnen die Geister plötzlich zu lächeln – und lösen damit eine Druckwelle aus, die menschliche Herzen in ihrem Radius zum Bersten bringt. Rechtzeitig retten sich die drei Jugendlichen aus dem tödlichen Radius und schließen sich, dem Tod knapp entronnen, zusammen, um gemeinsam Antworten zu finden. Bald kommen sie einer Verschwörung auf die Spur: Warum war Flavies Abbild nicht unter den Geistern? Was hat es mit den Söldnern auf sich, die Tyler verfolgen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn die Geister lächeln nun immer öfter…

Kai Meyer kann schreiben! Das ist uns allen spätestens seit seiner zu Recht erfolgreichen „Arkadien-Reihe“ bekannt. Auch die „Alchimistin-Reihe“ oder Einzelbände wie „Asche und Phoenix“ oder "Frostfeuer" erfreuten sich in Bloggerkreisen mal mehr, mal weniger großer Beliebtheit. Auch in seinem neuen Roman "Phantasmen" zeigt der Autor sein Können: Eine klassische Klimax zieht den Leser schnell in den Bann und lässt ihm nicht viel Gelegenheit das Buch aus der Hand zu legen. Die Ideen, die hinter der Handlung stehen, sind nicht nur außerordentlich phantasievoll, sie wirken obendrein auch nicht abgekupfert oder schlecht durchdacht. Wie immer hat Meyer sich gut informiert und präsentiert fundiertes Wissen verschiedener Fachbereiche. Herausgekommen ist eine etwas andere Geistergeschichte mit SciFi-Flair – die gar nichts mit den typischen Spukgestalten der Horrorliteratur gemeinsam hat.

Leider ist Kai Meyer aber auch für seinen Hang zum Überladen bekannt. So leicht ihm die Konstruktion von Bestsellern von der Hand zu gehen scheint, so übereifrig ist er manchmal in der Quantität der Zutaten – zum Nachteil ihrer Qualität:

Die Protagonistin sollte etwas ganz besonderes sein: Sie trägt keinen alltäglichen Namen (Rain), sie ist schwer traumatisiert (Afrika), sie hat keine alltägliche Frisur (rote Dreadlocks), sie hat keine „normale“ Schwester (Asperger-Syndrom), sie hat keine Eltern (tot). Je außergewöhnlicher sie erschienen soll, desto uninteressanter wirkt sie im Laufe der Handlung. Anstatt dass all diese biographischen Besonderheiten sie zu einem interessanten Charakter machen, verblasst sie in ihrer Gluckenhaftigkeit, die sie gegenüber ihrer aufgeweckten Schwester an den Tag legt. Die hat all das, was man sich von einer fesselnden Figur wünscht: Mut, Köpfchen, Schlagfertigkeit. Ähnlich fade wie Rain wirkt der junge Norweger: Tyler riskiert für seine egoistischen Bedürfnisse sein Leben und das der beiden Schwestern. Die Gründe dafür sind nicht immer dargestellt, geschweige denn nachvollziehbar. Hier wäre etwas mehr Ausarbeitung des männlichen Protagonisten wünschenswert gewesen. Gutes Aussehen allein reicht nicht aus, um ein Leserherz höher schlagen zu lassen.

Der rasante Verlauf der Handlung (Totenlicht → Smilewave → Apokalypse) ist gespickt mit einer Vielzahl von gesellschaftlichen und persönlichen Problemen (Krankheit, Sektenbildung, Familiendrama, Verlust, Traumatisierungen, Löwenangriffe) und jeder Menge Toten. Die anfängliche düstere Atmosphäre weicht einem Actionszenario voller Explosionen, Leichenberge, Fluchtversuchen und Kampfszenen. Das ist per se nichts Schlechtes, wirkt aber in seiner Dichte etwas überladen. Vor allem das Afrika-Trauma von Rain ist gnadenlos überzogen. Afrika hält derzeit genug realistischen Stoff für Traumatisierungen bereit – ein Löwenangriff klingt da eher absurd und lässt den Leser nicht - wie vermutlich intendiert - vor Angst den Atem anhalten, sondern kopfschüttelnd aus der Geschichte auftauchen.

Trotz dieser Kritikpunkte ist und bleibt ein Meyer ein Meyer: Ideenreichtum, Kompositionsgeschick und Einfühlungsvermögen in die junge Leserschaft heben die Bücher dieses Autors von der Masse der phantastischen Jugendbücher ab. Mit einem Werk von Kai Meyer kann man eigentlich nicht viel falsch machen, denn trotz eventueller Schwächen sind sie ein Garant für vergnügliche Lesestunden - vor allem wenn sie ein so versöhnliches Ende haben wie "Phantasmen". Und obendrein gehört Herr Meyer zu den (wenigen) Autoren, die noch Mut zum Einzelband zeigen - und dafür allein hat er zwei Daumen nach oben verdient!
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am 28. August 2014
Meine Meinung:
Auf den ersten paar Seiten hab ich erst mal schwer geschluckt … das Thema war mir doch nicht gleich so geheuer und ich dachte schon ich hätte mich bei meiner Buchauswahl vergriffen. Aber durch mein Tapferes dranbleiben wurde ich eines besseren belehrt.

Die Spannung hat mich regelrecht am Buch gehalten, so dass ich einfach nicht aufhören konnte, immer weiter zu lesen. Ein Thema, das mir so total NEU war und mich deshalb auch ganz schön faszinierte. Es ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber hatte doch irgendwie Hand und Fuß, durch die ganze Geschichte. Eine Spannung, die mir so nicht ganz so geläufig war. Es ging um etwas total anderes, als das was sonst in meinen Büchern momentan so vorkommt … und das machte es richtig interessant und gut.

Kai Mayer hat einen klasse Schreibstil, der einen mitreißt. Teilweise waren meine Nerven wir Drahtseil gespannt, weil ich nicht ahnen oder vermuten konnte, was nun als nächstes kommen mag. Aber genau das, hat mir sehr gefallen. Nicht gleich alles zu durchschauen, regelrecht mitzufiebern, mitzukämpfen und mittendrin dabei zu sein.

Mit den einfachsten Mitteln hat es Kai Mayer geschafft, den nur da zustehenden lächelnden Geistern eine wirklich kalte, bedrückende und unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich beim Lesen durch dieses Gefühl Gänsehaut bekommen könnte. Aber ich habe die Kälte regelrecht gespürt.

Was mich auch fasziniert hat, ist wie man teilweise im Kopf die Möglichkeiten abwägt, wie man den Spielraum für eigene Vorstellungen nutzen konnte, das Kopfkino also anschaltet, das hat für mich sehr für den Autor gesprochen, dass er hier was richtig gemacht hat … mehr als richtig. Und wenn einem dann noch beim Lesen bewusst wird, wir irre manche Vorstellungen sein können, wie irre manch ein Mensch sein kann und was man so in Kauf nimmt um an Wahrheiten und Antworten zu kommen, dann wird einem ganz schnell klar, wie beklemmend doch manch eine Situation in diesem Buch ist. Und davon gibt es einige ;)

Meine Bewertung:
Für dieses Gänsehautfeeling, die beklemmenden Situationen und diese etwas andere, für mich außergewöhnliche und total irre Story gebe ich hier volle 5 von 5 Schmetterlingen.

Wer auf Spannung, Gänsehaut und Außergewöhnliches steht, der sollte dieses Buch lesen ;)
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am 20. August 2014
Den Namen Kai Meyer setze ich seit einigen Jahren mit Lesevergnügen gleich. Ich lese seine Bücher gern, fühle mich unterhalten, von den Geschichten mitgerissen und einige gehören auch zu meinen absoluten Lieblingen. Um so weniger konnte ich begreifen, was mit mir bei “Phantasmen” geschah. Ich las und las, aber es fesselte mich nicht. Anstatt mich von meinem Alltag abzulenken, lenkte mich alles von diesem Buch ab. Die ersten 50 Seiten schaffte ich noch in einem Rutsch, aber danach musste ich das Buch immer wieder weg legen. Es war zum Haareraufen, Seufzen und Kopfschütteln. Die Zweifel wurden immer größer, ich dachte schon, ich habe etwas beim Lesen nicht verstanden, habe sogar noch mal angefangen, wie um mich zu überzeugen, dass der Fehler bei mir lag. Aber es lag nicht an mir. Leider.

Sprache: Kai Meyer überzeugt eigentlich mit einer bildhaften Sprache, dem Talent, Orte wunderbar in Szene zu setzen, Stimmungen und Atmosphäre mit kleinsten Details zu zaubern. Bei “Phantasmen” fehlte dies. Erstens war es sprachlich unsauber, Formulierungen saßen nicht richtig oder waren unpassend gewählt. Metaphern und Verlgeiche hinkten, der bildhafte Stil blitzte nur auf den ersten Seiten auf. Zweitens kam kaum Atmosphäre auf. Ich meine, Geister, die tödlich lächeln, die Apokalypse, Straßen vollgestopft mit Leichen, ect … müssten doch eine schaurige Ausgangssituation liefern? Aber die Kapitel lasen sich zäh, lieblosen Beschreibungen folgte die reine Wiedergabe der Handlung, sogar die Dialoge wirkten hölzern.

Figuren: Kaum greifbar. Eigentlich gibt es immer eine Figur, mit der man warm wird, selbst wenn es nur eine Nebenfigur ist. Doch bei “Phantasmen” tat ich mich mit allen gleichermaßen schwer. Ob nun Rain, Emma, Tyler oder Haven – sie blieben blass. Mit Rain konnte ich am wenigsten anfangen,vielleicht lag es auch daran, dass sie bis auf Emma keinerlei Bindungen hatte. Nach der Hälfte beschlich mich sogar das Gefühl, dass abgesehen von ihrer Haltung, immer ihre kleine Schwester zu beschützen, sie nicht viel zur Handlung beitrug. Dass Tyler und Emma wichtiger für den Fortgang der Geschichte waren. Schockierend. Alles, was die Figuren einem näher bringen sollte, die Erzählungen über die Vergangenheit, die Flashbacks, las sich wie eingeschoben, wie zwischen die Handlung gequetscht, weil es noch erwähnt werden sollte.

Dazu konnte ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen. Emma sollte so kurios wirken, wie sie auftrat, aber Tyler und Rain? Wieso entwickelte sich dort eine Liebesgechichte? Wieso vergaßen sie trotz ihrer Erfahrungen in Afrika und auf der Tour quer durch Europa die Gefahren und handelten so leichtsinnig?

Lob und Kritik: Geister, die plötzlich erscheinen, und ohne Vorwarnung mit einem Lächeln töten – ein interessantes Thema. Ich habe mich wirklich darauf gefreut, ein gruseligen Roman zu lesen, doch es scheiterte an der Umsetzung. Das Geschehen war rasant, es passierte viel, aber der Handlung und den Figuren fehlte der Biss. Manchmal musste ich beim Lesen innehalten und zurückblättern, weil ich zweifelte, ob es wirklich so entwickelte Manchmal habe ich das Buch einfach weggelegt, weil die Beweggründe für die Entscheidungen der Figuren einfach unlogisch waren.

Mir fehlten die Emotionen. Tyler versucht alles, um Flavie zu retten, aber ich habe kaum etwas über sie erfahren, abgesehen davon, dass sie blind ist und mehrere Nahtoderfahrungen hatte. Wie sind sie überhaupt zusammen gekommen? Wieso benahm Tyler sich so, als wäre es eine Verpflichtung, Flavie zu retten, anstatt seiner großen Liebe. (Was ich ihm gleichzeitig nicht lange abkaufte, immerhin bändelt er ja schnell mit Rain an.) Auch Haven, den ich eigentlich widerwärtig finden sollte, löste kaum etwas in mir aus.

Das Ende war frustrierend. Nach und nach werden Antworten geliefert, warum das Problem der Geister sich so entwickelt hat. Aber am Schluss des Romans blieb ich als Leser mit zu vielen Fragen zurück. Was haben die Probanden nun gemacht? Was waren denn jetzt diese Kammern? Wenn Rain, Emma und Tyler ebenfalls halbtot waren, warum haben sie keine Verbindung zu den Kammern gehabt? Was ist den jetzt mit dieser Sekte? Wie sieht es in der Welt aus? Wie ich es auch betrachtete, ich konnte keinen richtigen Abschluss finden. Genauso wenig, wie ich in die Geschichte richtig hereinfand.

Zusammenfassend: Eine Geschichte mit Längen, fehlender Atmosphäre, blassen Charakteren und unsauberer Sprache. Schweren Herzens kann ich “Phantasmen” nur 2 von 5 möglichen Sternen geben. Das kannst du besser, Kai! Ich setze meine Hoffnung in “Die Seiten der Welt”, welches nächsten Monat erscheint. Bitte, hau mich mit diesem Buch wieder um.
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am 22. Januar 2015
Meine Meinung:
Ich finde das Buch super!!!
Ein absolut neues Thema, das man nicht schon 5 mal bei anderen Autoren gelesen hat (-;

Wahnsinnig spannend, Mystisch und unheimlich.
Man wird gefesselt im Lesen
- aber mal ehrlich, wen wunderts - Kai Meyer hat es geschrieben, also muss es gut sein! ^_^
Sehr zu empfehlen!!!
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am 11. Juni 2014
Die Toten kommen als Geister auf die Erde nieder und verbreiten ein hellen, grelles Licht und tägliches werden es mehr. Was hat diese Invasion zu bedeuten? Die Geister scheinen ein bestimmtes Timing ein zu halten. Dem auch gerne die Schwestern Emma und Rain folgen, denn beide haben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz in der spanischen Wüste verloren und hoffe nun auf Klärung, wieso ihre Eltern sterben mußten. Dort angekommen entdecken sie die Geister ihrer Eltern müssen, aber auch feststellen das die Anzahl der toten Geister nicht mit den angegeben Fluggäste übereinstimmt. Die Geister verändern plötzlich ihre Mimik und lächelt. Was nichts gutes bedeutet, denn wer in den Bannkreis des Lächelns kommt, ist tot. In diese Situation treffen die beiden Mädchen Rain und Emma, auf ein junger Motorradfahrer mit Namen Tyler ist auch auf der Suche nach seiner Freundin. Er hat Informationen, die möglicherweise weiterhelfen können und so begeben sich die Drei auf die Suche nach Antworten.

Meine Meinung:

Der Autor Kay Meyer schafft es mit einfach Mittel, den nur dastehenden lächelten Geister, eine wirklich unheimlich und bedrückende Atmosphäre zu schaffen. Nach und nach begreift man in Teilen, was mit den Personen Emma, Rain und Tyler geschieht oder passiert ist. Hat aber auch noch Spielraum für eigene Überlegungen. Langsam bekommt man auch eine Ahnung wie irre manche Menschen und Vorstellungen sein können und welche Anstrengungen man dafür gerne in Kauf nimmt um an mögliche Antworten/Wahrheiten zu kommen. Ziemlich beklemmende Szenen gibt es in diesem Roman dazu.

Eine Geschichte, die so erzählt gleich mein Kopfkino eingeschaltet hat und in der Folge, auch einige Fragen aufgeworfen hat, gibt es Gott, gibt es ein Leben nach dem Tod? Also keines der üblichen Bücher, dass nur gerne auf spannend und unterhaltend zielt.

Mit einem durchaus ernsten Hintergrundgedanken, der einem schon ins Grübeln bringen kann, auch wenn das Ende etwas Hollywood gestylt ist.
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am 27. März 2015
Als ich angefangen habe zu lesen habe ich erstmal Angst bekommen, dass das Buch nichts für mich ist, da die Toten in Form von Geistern zurückkehren.....da habe ich den Klappentext gelesen (das mache ich sonst nicht) und mein ganzes Interesse war geweckt. Der Klappentext ist gut geschrieben und mehr muss zu dem Buch auch nicht gesagt werden, ich konnte hier nicht mehr aufhören, ich musste unbedingt ganz schnell wissen, wie diese Geschichte ausgeht!
Das Buch werde ich niemals vergessen, denn es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die mich komplett aufgewühlt hat!

Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.
Autor: Kai Meyer
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am 18. Januar 2015
Warum wollte ich das Buch lesen? Kai Meyer ist eine bekannte Größe im Bereich deutscher Jugend-Fantasy und als ich „Phantasmen“ in der Bücherei habe stehen gesehen, durfte es direkt mit mir nach Hause kommen.

Plötzlich tauchen aus dem Nichts Geister auf. Und es werden immer mehr. Rain und Emma haben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren und wollen in der Wüste Abschied von ihnen nehmen. Auch die Freundin von Tyler, Flavie, soll bei dem Unfall umgekommen sein und auch er will sie ein letztes Mal in der Wüste sehen. Doch plötzlich wird alles anders, die Geister sind nicht mehr so harmlos. Aus unerfindlichen Gründen Lächeln sie – und ihr Lächeln ist tödlich....

Das Buch hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen, am Anfang kam mir die Geschichte sehr sehr schleppend vor. Ich hatte das Gefühl, das einfach nichts passiert – das ist natürlich nicht die optimale Ausgangslage für ein spannendes Buch. Und ich kann nur sagen, dass sich niemand mehr gefreut hat, als ich, als endlich etwas mehr Handlung ins Spiel gekommen ist. Es wurde unheimlich, mysteriös und teilweise sehr spannend – genau das, also, was ich mir von Kai Meyer versprochen habe.

Wenn man hier die ersten Seiten durchgehalten hat, dann hat man wirklich Glück und wird mit einer ungewöhnlichen und phantasievollen Story beschenkt. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen hier nicht zu kurz und man erhält einen Einblick in die verletzten Seelen der Hauptfiguren. Aber nicht nur die Hauptfiguren sind interessant und fesselnd, viele der Nebencharaktere machen das Buch auch wirklich sehr lesenswert und bringen neue Wendungen und Eingebungen zu Tage.

„Phantasmen“ mag nicht das beste Buch von Kai Meyer sein, aber es ist dennoch ein unterhaltsames und phantasievolles Buch, dass es verdient hat gelesen zu werden!

3,5 Sterne!
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am 16. Januar 2015
der Autor:

Kai Meyer, geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in siebenundzwanzig Sprachen übersetzt.

Klappentext:

Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich.
An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen.
Dann erscheinen die Geister.
Doch diesmal lächeln sie.
Und es ist ein böses Lächeln.

Charaktere:

Rain und Emma, deren Eltern bei dem Flugzeugunglück gestorben sind, sind ein Herz und eine Seele. Sie brauchen nichts außer sich gegenseitig. Eine weitere Gemeinsamkeit ist ihr Sarkasmus und Galgenhumor, der vermutlich aus Ihrer Situation heraus gewachsen ist.

Emma, die durchgehend impulsiv, durchgeknallt und direkt ist (siehe auch der Tittiblitzer ;)), hat ihre Emotionen seit dem Tod der Eltern weitestgehend abgestellt. Dies, in Kombination mit ihrer kleinen, zierlichen Erscheinung, weckt bei

Rain den Beschützerinstinkt. So stellt Rain das Leben Ihrer Schwester immer vor ihr eigenes, sie wird stetig angetrieben durch Drang für Emma da zu sein. Und das, obwohl sie mit Ihrer Afrika-Phobie eigentlich genug eigene Probleme hätte...
Sie ist Emmas ganze Familie, und das, genau genommen, bereits als die Eltern noch lebten. Alles was sie will, ist Emma glücklich sehen und dass es ihr besser geht.

Tyler zeigt nach außen eigentlich nur seine harte Schale. Er ist besessen davon, zu erfahren was mit Flavie passiert ist. So ergibt sich zwischen den dreien eine gut funktionierende Symbiose, im Kampf ums Überleben

Meinung:

Das Buch hat mich von Anfang an komplett mitgerissen. Sowohl der Schreibstil an sich (ein Kay Meyer eben ;)), als auch die Tatsache, dass alles im Rückblick geschrieben wurde (mit kleinen Andeutungen die Zukunft betreffend), lassen das Lesen nie langweilig werden. Besonders toll finde ich die kleinen Cliffhanger an den Kapitelenden... Das macht einem das Weglegen echt schwer :)
Er schafft es, eine durchgehend beklemmende Stimmung zu erschaffen, inklusive Verschwörungstheorie und allem, was dazugehört. Hier gefällt mir sehr gut, dass er zwar zu abgehobenen Ideen greift (hier will ich leider nicht zu viel verraten), die jedoch weitestgehend gut vorstellbar sind. Ein gutes Beispiel hierfür sind Dinge wie die erhöhte Gewaltbereitschaft der Überlebenden, wenn die Situation sich u.A, durch die Smilewaves zuspitzt.
Diese Smilewaves sind so bildlich beschrieben, dass sie einem kleine Schauer den Rücken runterrieseln lassen.

Ab der ersten Seite, wollte ich 5 Sterne vergeben und dann.... Ja, dann kam's...

Leider ist eine "Idee" in dem Buch versteckt, die für mich einfach komplett drüber war :(

Die "Versuche an Menschen, um Gott zu sehen"??? Sorry, aber das war mir dann doch etwas too much und kurz war ich versucht aufzuhören. Aber liebe Leseratten da draußen, ich habs natürlich NICHT getan und artig ausgelesen. Und im Nachgang bin ich auch echt froh darüber.

Alles in Allem war es ein tolles Buch, fesselnd von Anfang bis Ende. So viel es mir leicht diesen "Ausrutscher" dezent zu "verdrängen" :D Aber einen kleinen Abzug in der B-Note gibt's dann doch ;)
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TOP 500 REZENSENTam 29. November 2014
Eines vorweg, ich habe schon viele Bücher von Kai Meyer gelesen und bis auf wenige Ausnahmen, konnten mich die meisten begeistern.

Als dieses Buch kürzlich in meiner Bücherei zur Verfügung gestellt wurde, freute ich mich deshalb sehr und begann voller Vorfreude zu lesen.

Der Anfang war schon mal vielversprechend und versprach ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Leider hat es schlussendlich doch nicht ganz gehalten, was ich mir erhofft hatte, und das hatte mehrere Gründe.

- im Gegensatz zu den anderen Romanen dieses Autors, konnte ich zu den Hauptprotagonisten keinen rechten Bezug aufbauen. Sie blieben mir als Personen einfach zu fremd und zu distanziert, um mit ihnen mitfühlen zu können.
Rain ist trotz ihrer Geschichte ( sowohl was die fehlende Zuneigung ihrer Eltern und Großeltern betrifft, als auch ihr sogenanntes Afrika-Trauma ) eine sehr blasse Persönlichkeit.

Auch Tyler, der männlichen Hauptprotagonist, ist meines Erachtens einfach nur ein langweiliger Charakter. Kein Esprit und keine Persönlichkeit, die man im Gedächtnis behält.

Einzig, die am Asperger Syndrom leidende, Emma konnte mich berühren. Sie ist wirklich ein bemerkenswertes Persönchen, das ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Mit ihrer kühlen und logischen Art vermochte sie mich nicht nur zu beeindrucken, sondern vor allem eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Sie ist mein persönliches Highlight dieses Buches.

- die Handlung, bzw das Thema des Buches ist außerordentlich interessant, und war für mich persönlich völlig neu. Dafür schon mal ein großes Plus!
Die Umsetzung lässt dennoch ein bisschen zu wünschen übrig. Das liegt vor allem daran, weil die interessante und mysteriöse Geschichte sich zu einer Verfolgungsjagd ala Hollywood entwickelt. Das hätte es meines Erachtens nicht gebraucht und war zu viel des Guten. Die Erklärung am Ende des Buches war zwar schlüssig und verständlich, konnte mich aber nicht völlig überzeugen.

Trotz aller Kritikpunkte ist es ein sehr spannendes und flüssig geschriebenes Buch, das ich gerne gelesen habe und durchaus weiterempfehlen kann. Allerdings sollte man es nicht mit anderen Büchern desselben Autors vergleichen. Es ist völlig anders und könnte deshalb, so wie bei mir, eine zu große Erwartungshaltung hervorrufen.
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am 23. April 2015
Inhalt:
"Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln."
Rain ist 19, Emma 17 und ihre kleine Schwester. Sie verloren vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück ihre Eltern. Heute kommen sie zur Absturzstelle und warten auf ihre Geister. Doch sie sind nicht allein, denn auch ein Amerikaner scheint auf sie zu warten. Dann erscheinen sie und plötzlich versinkt die ganze Welt im Chaos...

Cover:
Ich mag das Cover. Es ist recht schlicht gehalten und hat etwas mystisches. Es kommt einem vor, als ob die Geister in Nebel getaucht sind, was mir im Hinblick auf den Inhalt der Geschichte sehr gefällt. Farblich dominieren blau-grau Töne, die sich auch in der Schrift wiederfinden, sodass das ganze sehr stimmig wirkt.

Meine Meinung:
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen! Es war mein erstes von Kai Meyer und mir wurde gesagt, dass es im Vergleich zu seinen anderen Büchern nicht so gut sein soll. Aber mich hat es von der ersten Seite an gefesselt; ich fand die Vorstellung einer Art Endzeit-/Apokalypsengeschichte sehr interessant und der Aspekt mit den Geistern ist für mich etwas sehr neues gewesen. Teilweise hatte ich echt Gänsehaut! Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen und habe wirklich mitgefühlt, insbesondere zum Ende hin. Was mir jedoch nicht so gut gefallen hat, war, dass es doch teilweise Widersprüche gab oder ich mir gedacht habe "Hä?". Insgesamt ist die Geschichte aber sehr spannend und gut erzählt, den Verlauf hätte ich so auch nicht erwartet.
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