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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 2. Juni 2013
Inhalt:
Vier Jugendliche, die sich bislang nur aus dem Internet kannten, machen sich nun auf eine Reise quer durch die Vereinigten Staaten, beginnend an der Ostküste bis hin zur Westküste. Doch haben sie nicht im Sinn, typische Touristenattraktionen zu besichtigen, sondern so wollen sie nach und nach die Gräber prominenter Selbstmörder besuchen. Denn das ist es, was im Moment ihr Leben bestimmt: Ihre Gedanken an Selbstmord. Daher haben sie es sich auch als gemeinsames Ziel gesetzt, sich am Ende der Reise im Death Valley im Kollektiv das Leben zu nehmen. Das Selbstmordrudel, so der gemeinsam gewählte Name der Truppe, erfährt im Laufe der Reise, was es bedeutet, an seine Grenzen zu gehen, mit der eigenen Vergangenheit abzuschließen und seinen inneren Schweinehund zu besiegen.

Meine Meinung:
Also ganz allgemein ist die Idee von vier selbstmordgefährdeten Jugendlichen nicht unbedingt so neu, allerdings ist sie mir in der Form noch nie untergekommen und wirkt so nunmehr sehr innovativ und spannend. Zunächst einmal hat mich der Gedanke sehr überzeugt, die vier eine Reise unternehmen und ihre Gründe fürs Leben finden zu lassen.

Doch leider konnte an dieser Stelle die Umsetzung nicht ganz mithalten, da es meiner Meinung nach einfach an einer intensiveren Ausgestaltung der Charaktere fehlte, sodass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, mit ihnen zu fühlen und ihre Beweggründe zu verstehen. Dabei ist doch gerade das bei Jugendlichen, die über Selbstmord nachdenken, besonders wichtig. Auch wirken die Figuren an vielen Stellen ein bisschen zu stereotyp, sodass sie zeitweise doch etwas langweilig erscheinen.

Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt: Spannung. Davon gab es nämlich auch nicht so sonderlich viel. Zwar war die Geschichte durchgehend interessant und ich konnte sie schon flüssig lesen, aber mir fehlte einfach dieser Drang, unbedingt weiterzulesen, weil möglicherweise etwa total Spannendes passieren könnte. Erst gegen Ende hin hatte ich einmal kurz das Gefühl, dass der Autor da jetzt noch mal etwas drauf setzt, doch leider kamen in dem Moment einige undurchsichtige Zeitsprünge, die den behutsam aufgebauten Spannungsbogen sofort wieder zunichte machten.

Zur Erzählperspektive bleibt noch zu sagen, dass die Geschichte von Owen, einem der Jugendlichen, erzählt wird und man ihn und seine Familiengeschichte so am besten kennenlernt. Im Gegensatz zu den anderen Charakteren kann man sich mit ihm schon relativ gut identifizieren und kann auch seine Probleme sehr gut nachvollziehen. Alle anderen Figuren bleiben mir weitestgehend rätselhaft, da man ihre Hintergründe nicht gut genug kennt und ein gewisses Gespinst von Lügen schnell undurchsichtig wird. Außerdem hatte ich zunehmend das Gefühl, dass sich das Thema Selbstmord im weiteren Verlauf verflüchtigte, da man wenig darüber erfährt, warum sich diese Teenager denn eigentlich umbringen wollen und nur immer mal wieder vage angedeutet wird, dass sie darüber nachdenken.

Fazit:
Insgesamt betrachtet bietet „Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen“ ein sehr ernstes Thema, das der Autor durch eine völlig neue Umsetzung ungewöhnlich und spannend zu gestalten versucht, allerdings gelingt es ihm nicht ganz, da die Charaktere nicht besonders gut entwickelt sind und durchaus Einiges an Spannung fehlt. Nichtsdestotrotz ein ganz interessantes Buch, das vielleicht einige neue Gedanken aufwirft, alles in allem aber eher so dahinplätschert. Ansonsten gibt es von mir noch einen großen Pluspunkt für die Gestaltung des Covers und des Titels, da beides sehr ansprechend wirkt und die Geschichte besser verkauft als sie eigentlich ist.
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am 28. Juli 2013
Inhaltsangabe:
Owen, Audrey, Jin-Ae und Frank haben sich online kennengelernt.. Alle vier hegen Selbstmordgedanken, und haben den ein oder anderen Selbstmordversuch schon hinter sich.. Gemeinsam beschließen sie auf eine Reise zu gehen.. Sie wollen Gräber berühmter Selbstmörder besuchen.. In unzähligen Chats planen sie ihre Route um sich dann persönlich zu treffen.. Es sind Ferien.. Die Reise kann beginnen.. Ihre Eltern glauben, dass sie sich verschiedene Colleges ansehen, um nach dem Sommer auf einem zu studieren.. Was sie jedoch nicht wissen: Am Ende ihrer Reise wollen sie in Death Valley ihrem Leben gemeinsam ein Ende setzen..
*
Meine persönliche Meinung:
Ein Klappentext der eine rasante Geschichte, vollgepackt mit Emotionen, verspricht.. Ein Cover, dass ich persönlich ziemlich klasse finde.. Eine Grube, vielleicht auch ein Grab in dem man sich befindet, den Blick hoch in den blauen Himmel.. Gänsehaut pur.. Und genau dies erhoffte ich mir auch von der Geschichte.. "Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" von Albert Borris hat mich jedoch nicht ganz so überzeugen können..

Die vier Protagonisten haben vieles gemeinsam.. Der ein oder andere wollte sich schon das Leben nehmen.. Owen nahm bei seinem dritten Versuch den Strick.. Audrey eine Bratpfanne.. Jeder der vier will seinem Leben ein Ende setzen.. Doch davor wollen sie noch eine gemeinsame Reise unternehmen.. Eine Reise, die sie in den Tod führen soll..

Wie man sich denken kann, führt keiner der vier Jugendlichen ein schönes und glückliches Leben.. Doch so ganz kann man es nicht verstehen, wieso sie wegen der verschiedenen genannten Gründe ihr Leben beenden wollen.. Probleme, die eigentlich zu lösen sind.. Depressive Jugendliche, die wohl keinen Ausweg mehr finden, und vollkommen überfordert mit sich und ihrem Leben sind.. Anders konnte ich es mir nicht erklären..

Ein schwieriges Thema, von dem man sich eigentlich viel erwartet.. Selbstmord - verbunden mit Drogen, Homosexualität und Alkohol.. Die Geschichte jedoch war für mich zum Teil ziemlich langatmig.. So ganz nahm ich dem Autor die Geschichte nicht ab.. Ein Buch, dass für mich keinen richtigen Tiefgang hatte.. Eine tolle Idee, die man besser umsetzen hätte können..

Charaktere, die man nicht wirklich kennenlernt.. Die Gefühle, die der Autor dem Leser übermitteln möchte, kamen bei mir absolut nicht an.. Ein Buch, dass sich für zwischendurch allemal eignet und nett zu lesen ist.. Mehr jedoch auch nicht.. Bei so einem Thema hätte ich mir doch ein wenig mehr erwartet.. Ich vergebe, mit einem zugedrücktem Auge, 3 von 5 Zebras!

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am 19. Juli 2013
Eine Gruppe von Jugendlichen.
Ein Plan mit fatalen Folgen.
Eine gemeinsame Reise,
und ein Weg dem allen ein Ende zu setzen.

Owen ist das Leben leid, genauso wie Frank, Audrey und Jin-Ae. Alle vier teilen die gleiche Einstellung und entscheiden nach unzähligen Chats im Netz das Handtuch zu werfen.
Sie beginnen eine Tour zu den Gräbern berühmter Selbstmörder und am Ende dieser Reise wollen Sie im Death Valley den letzten Schritt tun und ihrem Leben gemeinsam ein Ende setzen.

****Meine Meinung****

Mal wieder ein Buch voller Emotionen, tiefgründiger Gefühle und vielem anderen erwünscht? Das dachte ich mir beim Lesen des Klappentextes, nur leider war es nicht ganz wie erwartet, zwar nicht schlecht, aber auch nicht die tiefschürfende Story die ich mir erwartet hatte. Warum - das erfahrt ihr hier.

Die Aufmachung finde ich beim deutschen Buch sehr gut - ein Grab aus der Perspektive des Toten. Man sieht sich sozusagen die Radieschen von unten an - einfach perfekt ;) - und auch der Titel macht neugierig. Die englische Version dagegen unter dem Namen "Crash into me" ist zwar nicht übel, aber erregt weit nicht so viel Aufmerksamkeit.

Die Idee an sich ist gut und bringt einen ganz schön ins Grübeln, immerhin geht es hier nicht um eine Kleinigkeit. Das Thema Selbstmord ist immer noch ein großes Tabu und Albert Borris greift es einfach so auf, hinzu kommt, dass hier Jugendliche betroffen sind. Als wäre das nicht genug sind auch noch Drogen, Alkohol und Homosexualität mit im Spiel - alles ganz schön schockierend, aber näher an der Realität als viele andere Jugendbücher, bei denen Autoren brave, vollkommen keusche Streber als Figuren einsetzen.

Der Schreibstil dagegen war nicht spannend wie gewünscht. Eine sehr aufwühlende Thematik verbindet sich hier lieder mit einem dürftigen Schreibstil, da es der Autor leider nicht schafft einen vollends mit in seine Geschichte zu ziehen. Der Grund dafür sind teilweise langwierige Passagen in einem sonst so kurzlebigen Buch, dass dann wiederum fast etwas schmächtig ausfällt, eben weil es so kurz ist.
Lange Rede kurzer Sinn - man lernt die Figuren nicht richtig kennen, einige Passagen sind eher langweilig und richtiger Tiefgang kommt nicht auf.

****Fazit****
Tolle Idee mit mäßiger Umsetzung. Der Autor hätte aus dieser recht guten Idee eindeutig mehr machen können, doch für ein Buch zwischendurch reicht es vollkommen, auch wenn man sich vielleicht mehr erwartet bei so einem Thema. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.
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am 20. Juni 2013
Seattle.

Wie zu erwarten war, regnet es, als wir ankommen. Ich frage mich, ob es auch regnet, wenn wir tot sind. Wenn man sich umbringt, weiß man nicht, was dann passiert, danach.

S. 191

Nach dem dritten misslungenen Selbstmordversuch stößt Owen auf eine kleine Gruppe, die wie er nur eines möchte: Den Selbstmord. Gemeinsam beschließen die 4, eine Reise von der West- bis zur Ostküste zu machen um sich auf dem Weg nach Death Valley, dem absoluten Endpunkt des Trips, die Gräber berühmter Selbstmörder anzusehen. Doch selbst ein todsicherer Entschluss kann manchmal ins Wanken gebracht werden...

Ohne das Cover hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nie in die Hände genommen. Selten hat mich allein die Aufmachung eines Buches dazu gezwungen, es auch zu lesen. Zu Beginn der Reise (hier die Buchvorderseite) steht man noch mit einem Bein im Grab, am Ende jedoch (hier die Buchrückseite) blickt man dort hinunter und schüttelt über den eigenen Gedanken den Kopf.

2 Seiten, die das Buch perfekt beschreiben.

Inhaltlich habe ich mir ehrlich gesagt aber viel, viel mehr versprochen. Platte Hauptfiguren, schleppende Seiten und langweilige Dialoge. Und irgendwie ging’s immer ums Gleiche. Vielmehr hätten mich die Beweggründe für diesen schrecklichen Wunsch interessiert. Stattdessen konnte man eher den Satz „Ich kann so nicht weiterleben“ zählen, den Albert Borris scheinbar besonders attraktiv fand. Auch über das Leben, das familiäre Umfeld und die allergrößten Probleme bekommt man nur vage Informationen.

Schlüsselszenen, die das Lesen ausnahmsweise spannender gestalteten, wurden in 2 Sätzen abgekanzelt, und hinterließen nur ein großes, fettes WIE WAR DAS NOCH GLEICH? Ich möchte nicht wissen, wie oft ich solche Szenen doppelt und dreifach gelesen habe. Meist wurde der Sachverhalt erst einige Seiten Stück für Stück aufgeklärt. Keine Art von Spannung, die mich besonders fesselt.

Mein Fazit:

Nach langem hin- und her habe ich mich letztendlich für 3 Sterne entschieden. Selten hat mich ein Cover angelockt, das auch thematisch eine Einheit bildet. Inhaltlich wurde ich dafür derb enttäuscht. Schade, es wäre eine grandiose Idee gewesen!
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am 8. Juni 2013
"Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" ist sicher kein typisches Jugendbuch.
Vier Freunde die alle schon Selbstmordversuche hinter sich haben begeben sich auf eine letzte Reise. Alle haben sich Orte und Gräber von berühmten Personen ausgesucht die sie besuchen möchten. Dabei kommt es immer wieder zu Planänderungen. Nur eins scheint von Anfang an fest zu stehen: Sie alle werden am Ende dieser Reise ihr Leben lassen und zwar zusammen. Oder gibt es da nicht doch Gründe am Leben zu bleiben?!
Die vier Freunden haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Sie lernten sich im Internet kennen und haben es alle nicht leicht. Man fragt sich jedoch schnell, reicht das alles aus um so an einem Slebstmord festzuklammern?!
Trotz des doch eher düsteren Themas spart das Buch nicht an Humor. Aus der Sicht von Owen geschrieben begleitet man die Jugendlichen auf ihrer ganzen Reise quer durch die USA. Dadurch erfährt man natürlich am meisten über diesen Charakter. Nebenbei werden immer wieder Chats der vier zwischengeschoben in denen man etwas über ihr bisheriges Leben erfährt und wie sie auf die Idee dieser "letzten" Reise gekommen sind.
Das dabei nicht alles glatt läuft ist wohl vorprogrammiert.
Neben den Einblicken in die psychische Verfassung der vier geht es vorallem um die schönen Dinge des Leben die sie erst zusammen richtig erfahren und über ihren Plan nachdenken lässt.
"Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" ist sicher keine leichte Kost. Man denkt über sich selbst nach....Könnte man sich anders Verhalten?! Ist wirklich alles so schlecht?! Haben viele Jugendliche mit solchen Problemen zu kämpfen?!
Ein ernsthaftes Buch welches zum Nachdenken anregt, dabei aber auch Pleiten, Pech und Pannen beschreibt.
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am 26. Mai 2013
Klappentext
Bei meinem dritten Versuch, mich umzubringen, nahm ich einen Strick. Weil Owen aber auch dieser Versuch misslingt, sucht er im Netz nach Gleichgesinnten und trifft auf Frank, Audrey und Jin-Ae. Sie beschließen zusammen Richtung Death Valley zu fahren, um sich dort gemeinsam umzubringen. Auf dem Weg dorthin besuchen sie Grabstätten berühmter Selbstmörder. Und sie schreiben Listen mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen: Für Sports Illustrated schreiben, Sex haben oder Gitarre spielen lernen. Vielleicht lohnt es sich ja trotz allem, zu leben.

Wirkung
Klappentext: Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, hat mir aber auch schon zu viel verraten.
Cover: Das Cover ist einfach klasse. Ich liebe die Aufmachung, dass man quasi in einem ausghobenen Grab liegt und den Himmel sieht. Die Schrift für den Titel gefällt mir super, ist irgendwie was besonderes. Lange nicht mehr so ein kreatives Cover gesehen.
Titel: Der Titel passt natürlich wunderbar und ich irgendwie nicht so steif. Gefällt mir gut.

Positives
Ich muss als erstes sagen, dass ich den Schreibstil des Autoren so positiv fand, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe. Ich fand es einfach schön zu lesen wie es Owen und seinen Freunden auf der Reise zu ihrem Selbstmord ergeht. Ich kann leider gar nicht so viel dazu schreiben, weil ich nichts verraten möchte. Es ist absolut entspannend, ich habe mich wie ein Mitglied dieser kleinen Gruppe gefühlt und jeder der schon mal irgendwie im entferntesten an Selbstmord gedacht hat wird sich in diese vier Personen hinein versetzen können. Dieses Buch bietet sehr viel Charme und Witz und so viel Ehrlichkeit, was die Probleme und Sorgen junger Menschen betrifft. Einfach toll.

Negatives
Eigentlich gab es nichts wirklich negatives an diesem Buch.

Bewertung
Trotzdem es keine negatives Aspekte an diesem Buch gibt, vergebe ich "nur" 4 von 5 Punkten, weil das Buch gut war und ich es auch wirklich gerne gelesen habe, es mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Es war eben ein sehr gutes Buch.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die gerne mal etwas zu dem Thema Selbstmord lesen möchten, den in diesem Buch erfährt man auch eine Menge Fakten zu diesem Thema und Lesern, die einfach mal eine schöne Geschichte mit einer tollen Idee dahinter lesen wollen.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Januar 2014
Inhalt:
Unter dem Stichwort „Selbstmord“ haben sich 4 Jugendliche im Internet gefunden. Alle vier haben einen oder sogar schon mehrere Selbstmordversuche hinter sich. Einige Zeit chatten sie miteinander und freunden sich dabei an, bevor sie den Plan schmieden, eine Reise durch die USA anzutreten und Gräber von prominenten Selbstmördern zu besuchen. Ende der Reise soll das Death Valley sein. Hier wollen die zwei Jungs und zwei Mädchen sich schließlich gemeinsam umbringen.

Meine Meinung:
Ein ernstes Thema und das Buch ist auch nicht lustig. Doch es kommt so locker daher, dass ich zuweilen einfach schmunzeln musste. Bei allen Problemen und Gründen, die die vier Jugendlichen für ihre Todessehnsucht, besser gesagt Lebensangst, haben, wächst ihre Freundschaft nach und nach immer mehr. Sie geben sich gegenseitig den Halt, den sie in ihren Familien vermissen. Ob dies allerdings ausreicht, um die letzte Station ihres Roadtrips aufzugeben, ist lange Zeit ungewiss, zumal auch immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht kommen, die die Situation des Einzelnen wieder in ein schlechteres Licht rücken.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form von dem 16-jährigen Owen. Sein Bericht wird von Zeit zu Zeit unterbrochen von Chat-Einträgen, aus denen hervorgeht, wie die vier zusammengekommen sind und sich schließlich in real life kennengelernt haben. Die Sprache ist der eines 16-Jährigen gut angepasst, ohne allzu flapsig zu wirken. Obwohl das Buch mit gut 250 Seiten nicht besonders dick ist, lernt man Owen und seine FreundInnen gut kennen. Behutsam entwickelt der Autor die Charaktere, sodass man ihnen problemlos folgen und ein gewisses Verständnis für ihr jeweiliges Handeln aufbringen kann, auch wenn man selber in einer solchen Lage vielleicht ganz anders reagieren würde.
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am 8. Januar 2014
Das Ziel: Der eigene Tod
Was ist das Leben eigentlich wert?
Und wofür lohnt es sich zu sterben... oder zu leben?!

Heute hebe ich für euch das Buch "Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" geschrieben von Albert Borris und erschienen im Carlsen Verlag.

Der ruhige Owen, Frank, der für seine Familie zu schlecht ist, die Lesbe Jin-Ae und die erst 14 jährige Audrey kennen sich bisher nur übers Internet.
Sie alle verbindet eins: Alle haben schon versucht sich umzubringen und finden das Leben nicht mehr lebenswert!
Die vier Teenager wollen sich gerne kennenlernen und langsam wächst eine Idee.
Sie wollen eine Promi-Selbstmordfahrt machen.
Das bedeutet, dass sich jeder einen berühmten Selbstmörder aussucht, zu dessen Grab sie fahren.
Endstation ist dann in Death Valley, dem vorgesehenem Ort für den gemeinsamen Selbstmord.
Alle vier sind von der Idee begeistert und schon kurze Zeit später sitzen die Vier bei Frank im Auto und machen sich auf zum Grab von Anne Sexton.
Franks Eltern sind für einen Monat in Deutschland, Jin-Ae und Owen habe ihren Eltern erzählt, sie gingen auf eine College-Reise, um sich für die Zukunft zu informieren und Audreys Mutter interessiert sich nicht für sie.
Anfangs sind alle einer Meinung: Sie wollen am Ende dieser Reise sterben!
Doch mit der Zeit kommen die Zweifel...
Gibt es vielleicht doch Dinge oder gar Personen, wofür es sich zu Leben lohnt?!
Eine Reise mit vielen Höhen und Tiefen beginnt.

Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, war ich erst ein wenig verdutzt über die Geschichte an sich.
Promi-Selbstmordfahrt? So ein „Depri-Buch“?
Aber nein!
Das gesamte Buch ist in einem jugendlichen Stil geschrieben und in den Chat-Feldern, welche am Anfang jedes Kapitels stehen, wurden jegliche Regeln der Rechtschreibung missachtet...
Schon sehr gewöhnungsbedürftig, aber doch eine gute Idee!
Das Buch lässt sich trotz des Themas sehr leicht lesen, jedoch hat es mich nicht so sehr gefesselt.
Ich persönlich konnte nicht so recht in das Thema eintauchen.
Owen stellt immer Top 10 Listen auf, wie z.B. "Die zehn bizarrsten Todesorte von Promis".
Da steht dann z.B. "Dallas - Ermordung von John F. Kennedy"...
Ich frage mich, was an Dallas so ein bizarrer Ort zum sterben sein soll?!
Für Leute, die sich sehr mit diesem Thema befassen, ist das Buch sicher toller Lesestoff...
Für mich war es ganz gut, aber ich hatte mir ein bisschen mehr erhofft!

Deshalb gibts von mir 4 von 5 Löwchens!

Das war es dann von mir!
Viele Grüße
Eure
Leo Löwchen
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am 30. Mai 2013
Inhalt:
Im Roman "10 Gründe die todsicher fürs Leben sprechen", geht es um Owenund seine drei Freunde, dich sich auf dem Weg zur ihrem Selbstmord im Death Valley machen. Die vier Jugendlichen haben sich im Internet kennengelernt und wollen zusammen eine Reise zu den Gräbern von Selbstmördern machen. Am Ende steht für sie der Tod.

Bewertung:
Meiner Meinung nach ist dies ein sehr gelungenes Buch zum Thema Selbstmord. Es hat mich wirklich emotional berührt und auch zum nachdenken gebracht.
Sehr gut gefallen hat mir, dass jeder Charakter seine eigene Geschichte hat und auch seinen eigenen Grund mitzufahren. Dabei liegt der Fokus natürlich am meißten auf Owen, von dem man Stück für Stück immer neues erfährt und sogar teilweise überrascht werden kann.
Auch das Cover hat mich sehr angesprochen, da man von der Vorderseite in ein Grab und von der Hinterseite aus einem Grab herraus sieht.
Nicht so gut fand ich, dass es teilweise etwas sprunghaft im Roman vorging. Beziehungen bauten sich sehr plötzlich auf und es entwickelten sich Gefühle in, meiner Meinung nach, etwas sehr kurzer Zeit.
Aber alles in allem ist dies ein wirklich toller Roman, der sich lohnt gelesen zu werden, auch wenn man nicht alzulange dafür braucht.
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am 11. Mai 2015
Klappentext: "Bei meinem dritten Versuch, mich umzubringen, nahm ich einen Strick." Weil Owen aber auch dieser Versuch misslingt, sucht er im Netz nach Gleichgesinnten und trifft auf Frank, Audrey und Jin-Ae. Sie beschließen zusammen Richtung Death Valley zu fahren, um sich dort gemeinsam umzubringen. Auf dem Weg dorthin wollen sie die Grabstätten berühmter Selbstmörder besuchen, wie die von Hunter S. Thompson, Anne Sexton oder Kurt Cobain. Und schreiben Listen mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen: für Sports Illustrated schreiben, Sex haben oder Gitarre spielen lernen. Das ist gar nicht so wenig, und so langsam wächst die Erkenntnis, dass es sich trotz allem lohnen könnte weiterzuleben. Kann diese Fahrt doch noch anders enden als im Death Valley?

Aufbau: Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Owen geschildert. Dabei gibt es einige Rückblenden, die in Chatform gehalten sind, da sich die Vier ja in einem Chat kennen gelernt haben. Der Rest der Geschichte für dann in chronologischer Reihenfolge geschildert, bis am Ende beide Erzählstränge zusammen laufen und man die Auflösung erfährt.

Gestaltung: Ich persönlich finde die Gestaltung des Covers sehr schön. Es sieht aus, als wenn man aus einem Sarg in den Himmel schaut und dort den Titel lesen kann. Das Cover spiegelt genau den Konflikt zwischen Leben und sich umbringen im Buch wieder, welchen die Charaktere ausleben.
Auch den deutschen Titel finde ich sehr schön und sehr passend zum Buch. Viel besser als der im Englischen.

Charaktere: Die Charaktere fand ich ziemlich gut ausgearbeitet. Man konnte sich in alle Figuren hineinversetzen und verstehen, warum sie diese Selbstmordgedanken haben. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe im ganzen Buch mit gefiebert.

Ende: Das Ende fand ich ziemlich passend und sehr logisch. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Fazit: Insgesamt fand ich das Buch ziemlich gut und sehr Herzerwärmend, obwohl das Thema doch ziemlich hart ist. Ich konnte mit dem Buch lachen, weinen, nachdenken und mitfiebern. Das Buch ist ziemlich toll gewesen und ich denke, dass ich es noch einmal lesen würde.
Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.
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