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...erzählt aus Tagebucheinträgen der 16-jährigen Protagonistin Miranda.
Sie wächst behütet als Scheidungskind zusammen mit ihren beiden Brüdern bei der
Mutter auf.
Bis eines Tages die Katastrophe passiert:
Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen. Daraus resultieren Flutkatastrophen,
Erdbeben, Vulkanausbrüche und extreme Wetterbedingungen auf der ganzen Welt.
Der Kampf ums Überleben für Miranda und ihre Familie beginnt.
Der Kampf gegen Hunger, Kälte, Krankheiten, Abgeschiedenheit.
Wie halten sie die Umstände aus?

Jedenfalls lässt sie das grausame Schicksal, welchses sie gemeinsam teilen, zusammen-
rücken. Ihre Liebe zueinander lässt sie vieles ertrages, auch wenn sich nicht immer
Eifersucht und Neid vermeiden lassen.
Miranda und ihr jüngere Bruder Jonny...zwei Jungendliche die viel zu schnell erwachsen
werden müssen :-(.
Die Mutter... auf die in dieser qualvollen Zeit soviel Verantwortung lastet.

Mich hat dieser Roman mit seinen unvorstellbaren Lebensbedingungen sowas von nachdenklich gemacht.
Lebensbedingungen, die wir uns in der heutigen Überflussgesellschaft überhaupt nicht vorstellen
können.

Berührt haben mich kleine Passagen die aufzeigen, wie wenig wir eigentlich brauchen, um glücklich
und zufrieden zu sein:
"Wir haben wieder saubere Laken auf den Betten, ein sauberes Haus, saubere Klamotten und sauberes
Geschirr. Wir haben den ganzen Abend gelacht. Als wir ins Bett gingen, waren keine 35 Grad
mehr im Haus. Wir haben keinen Hunger. Wir müssen uns wegen Dad keine Sorgen machen.
Ich weiss, wie es sich anfühlt, von einem Jungen geküsst zu werden.
Am liebsten würde ich diesen Tag immer noch mal von vorn erleben. Ich kann mir keinen schöneren
vorstellen."

Wie gerne würde ich jetzt wissen, wie es mit Miranda und ihrer Familie weitergeht....und
natürlich mit dem Rest der Welt.
Ich werde mir schnellstmöglich den Folgeroman zulegen und ihn hoffentlich wieder mit voller
Begeisterung inhalieren.

Was ich aus diesem Buch für mich mitnehme???
Ich will mir ab jetzt jeden Tag einen Augenblick Zeit nehmen, dankbar für alles zu sein, was
ich habe (S. 351).

ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG FÜR JEDES ALTER!!!
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am 12. Mai 2017
5 Sterne
Die CD's sind alle in einem gut Zustand! Sieht aus wie neu, keine Kratzer. Sehr gute Alternative zum Neukaufen!
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am 11. Mai 2017
Klappentext: Was zählt, wenn jeder Tag der letzte sein könnte? Was, wenn die Welt über Nacht nicht mehr so ist, wie wir sie kannten? Gespannt verfolgt Miranda zusammen mit ihrer Familie und der ganzen Straße, wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch dann verläuft der Abend ganz anders als erwartet: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und nichts ist mehr, wie es war. Über Nacht gerät die Welt aus den Fugen; Flutkatastrophen, Erdbeben und extreme Wetterumschwünge bedrohen die gesamte Zivilisation. Und Miranda und ihre Familie müssen lernen, dass bei großen Katastrophen gerade die kleinen Dinge zählen: Feuerholz, Klopapier, eine Dose Bohnen, Aspirin. Und dass sie alle zusammen sind.

Aufbau: Die Geschichte wird aus der Sicht von Miranda erzählt. Dabei nutzt die Autorin die Form eines Tagebuchs. Dadurch sind die Sätze nicht so ausschweifend und man kann das Jugendbuch sehr schnell weg lesen. Die Geschichte wir dann in chronologischer Reihenfolge weiter erzählt.
Beginnen tut die Geschichte etwa elf Tage vor der Katastrophe. Dies hat mir sehr gut gefallen, da man dadurch das Leben von Miranda und ihrer Familie vor dem Unglück kennenlernen konnte und man sich auch besser in die Familie einfühlen konnte.
Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Das Thema könnte nicht aktueller sein und war dadurch sehr spannend. Auch durch die Tagebuchform wollte man immer so schnell wie möglich weiterlesen.

Gestaltung: Die Gestaltung finde ich sehr gut und passend zu dem Thema.

Charaktere: Die Charaktere haben mir wunderbar gefallen. Ich war richtig in der Geschichte drin und konnte mit Miranda und ihrer Familie mitfiebern. Trotz der ganzen „Umstände“ haben allesamt glaubhaft und in meinen Augen authentisch gehandelt, was mir sehr gut gefallen hat.
Leider muss ich sagen, dass mich Miranda anfangs ein bisschen genervt hat. Aber ich denke, dass das damit zusammenliegt, dass sie am Anfang noch sehr kindlich ist. Denn im laufe des Buches gefällt sie mir immer besser und am Ende war ich sogar traurig, dass ich sie und ihre Familie gehen lassen musste.

Ende: Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Das ganze Buch hat so voller Wendungen gesteckt, dass ich mich gefreut habe, dass das Ende keinen so dollen Cliffhänger zu bieten hatte. Dennoch wollte ich unbedingt mehr erfahren und habe mich auf die folgenden Bände sehr gefreut.

Fazit: Der Aufbau war mit einer Tagebuchform mal wieder etwas, was man nicht allzu oft liest. Mir hat das sehr gut gefallen. Besonders, dass man Mirandas Leben vor der Katastrophe kennenlernen konnte. Die Gestaltung finde ich klasse. Sie passt super zum Thema. Die Charaktere fand ich allesamt super toll und sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Das Ende war nicht allzu überraschend, aber dafür hatte das Buch insgesamt schon einige Wendungen enthalten. Jedoch möchte ich unbedingt wissen wie es weitergeht und weiterlesen.Insgesamt ein sehr tolles Auftakt einer Jugenddystopie. Absolut lesenswert!
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am 12. Februar 2011
Dieses Buch wurde in einer Art Tagebuch-Form aus der Sicht der 16-jähringen Miranda geschrieben.
Als eines Tages ein Meteroit auf dem Mond einschlägt, ist der Einschlag stärker als berechnet. Der Mond gerät aus seiner Umlaufbahn und ist der Erde jetzt viel näher als vorher. Die Folgen für die Menschen, das Klima und die Auswirkungen auf der Erde erzählt dieses Buch. Dabei geht es nicht um globale Probleme und deren Lösungen, sondern nur um Miranda, um Ihre Familie, ihre Ängste, Sorgen und Nöten.
Es ist erschreckend, wie plötzlich die Menschen beginnen umzudenken und ihre neue Lebenssituation neu einzuschätzen. Zuerst nur die Erwachsenen, nach und nach jedoch auch die Jugendlichen und Kinder.
Was tut man, wenn man nicht mehr einfach zum Supermarkt gehen und Lebensmittel einkaufen kann - weil es einfach keine mehr gibt? Wenn es keinen Strom mehr gibt? Was tut man, wenn aus der Leitung kein fließendes Wasser mehr kommt? Wenn man nicht richtig heizen kann, weil das Öl irgendwann ausgeht? Was tun, wenn es im August bereits friert und Schneestürme toben?
Anders als andere Endzeitszenarios ist dieses hier zwar relativ weit weg von unserer Realität, allerdings nicht gänzlich unmöglich. Man macht sich Gedanken: Was würde ich in so einer Situation tun? Ich ertappe mich beim lesen, daß ich überlege, was Miranda oder ihre Mutter noch tun kann, oder "besser" machen könnte.
Es ist schon ziemlich bedrücken zu lesen, wie viele Menschen um Miranda herum wegziehen, verschwinden oder gar sterben. Die Ängste und Nöte des Mädchens kann man gut nachvollziehen.
Das Buch hat mich persönlich sehr berührt. Ich habe relativ lange (3 Tage) daran gelesen, weil ich teilweise zu aufgewühlt zum lesen war.
Immer, wenn ich abends draußen bin, schaue ich zum Mond und bin dankbar, daß er noch immer in seiner Umlaufbahn ist.

Im April 2011 wird ein weiterer Teil der Autorin erscheinen ("Die Verlorenen von New York") in dem die Geschichte des Jungen Alex geschildert wird, der mit seinen beiden Schwestern in der Großstadt seine Eltern vermisst.
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am 28. November 2016
einfach nur schlecht. ein kinderbuch. wen es interessiert was ein kind so macht wenn die welt untergeht dann bitte aber sonst..
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am 4. Juni 2010
Alle warten schon ganz gebannt darauf - ein Asteroid soll auf dem Mond einschlagen und natürlich will niemand dieses außergewöhnliche Naturschauspiel verpassen. Doch aus der Faszination wird schnell Angst! Denn es geschieht etwas Unerwartetes: Der Meteroid trifft den Mond, jedoch ganz anderes als erwartet, und plötzlich befindet sich der Mond nicht mehr in seiner gewohnten Umlaufbahn, sondern viel näher an der Erde? Unheimlich!

Doch trotz der Dramatik dieser Situation und der fortan extremen Nähe des Mondes zur Erde, weiß in diesem Moment noch niemand, dass das erst der Anfang des Schreckens ist. Denn was passiert, wenn zwei extrem schwere Körper sich nahe sind? Welche Wirkung hat der Mond z.B. auf die Wassermassen der Erde? Wir allen kennen Ebbe und Flut, und nun stelle man sich vor, wie sich diese durch die extreme Nähe zur Erde entwickeln.

In Tagebuchform erfährt man all das und die ganzen noch folgenden Entwicklungen, aus der Sicht der jugendlichen Miranda. Hat sie sich bis eben noch mit typischen Teenager-Problemen beschäftigt, die scheinbar lebenswichtig erschienen, geht es jetzt wirklich um Leben und Tod. Denn Miranda und ihre Familie erfahren am eigenen Leib, was es heißt, ohne Storm zu leben, wie Essen und Wasser immer knapper werden, wie man in Eiseskälte lebt, weil Aschewolken kein Sonnelicht durchlassen...

Tatsächlich hat diese Familie noch Glück - weite Teile der Erde werden von Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Erdbeben und ähnlichen Katastrophen zerstört. Zwar sitzen Miranda, ihre zwei Brüder und die Mutter der drei in einem kleinen amerikanischen Kaff fest, aber immerhin: Sie leben!

Extrem anschaulich sind die Schilderungen des Mädchens in ihrem Tagebuch. Man kann deutlich mitfühlen, wie aus der anfänglichen Hoffnung auf schnelle Besserung der Situation, Angst, Fassungs- und Hoffnungslosigkeit werden. Und immer wieder stellt sich - mal versteckt in den hintersten Gedanken und dann wieder ganz vordergründig - die Frage, ob ausgerechnet sie dieses Disaster überleben werden. Mit jedem Tag ohne Strom, frischem Essen, Wärme und Informationen sinkt natürlich auch der Glaube an eine normale Zukunft.

Die Bilder, die die Autorin Susan Beth Pfeffer hier vor dem inneren Auge des Lesers heraufbeschwört, sind wirklich schockierend. Die ganze Zeit über denkt man sich, dass das doch alles nicht wahr sein kann - das kann, ja, das darf nicht passieren! Und doch geschieht genau das in "Die Welt, wie wir sie kannten". Hierbei überzeugen besonders die vier Protagonisten durch ihre Glaubwürdigkeit und Echtheit. Sie halten zusammen, halten es aber auch oft nicht miteinander aus. Gerade in so einer krassen Situation ist es noch schwerer, mit bestimmten Macken der anderen zurecht zu kommen, aber zugleich berührt und begeistert den Leser dieser ungemeine Zusammenhalt zwischen den Familienmitgliedern. Es können noch so große, unvorstellbare Probleme kommen: Diese Vier halten zusammen!

So teilt sich "Die Welt, wie wir sie kannten" praktisch in zwei ganz eigene Universen: Das Universum der sich innig liebenden Familie und das Universum von Chaos, Tod und Angst. Und eben weil beides derart gut miteinander verknüpft wurde, ist dieses Buch auch so besonders und so eindrucksvoll. Deshalb sticht es aus dem neuen Trend von Weltuntergangsromanen und Dystopien heraus!

"Die Welt, wie wir sie kannten" enthält wirklich alles, was ein gutes Buch für Jugendliche und auch für Erwachsene braucht. Es ist spannend von Beginn an, wobei sich die Spannung stetig noch steigert; Gefühle kommen niemals zu kurz, sondern sind ein wesentlicher Teil des Buches und es ist dermaßen glaubhaft geschrieben, dass man selbst fast Angst bekommt. Werft doch mal einen Blick aus dem Fenster - seht ihr den Mond?
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am 29. April 2014
Zitat:
„Ich weiß nicht, ob die ganze Aufregung gerechtfertigt ist, aber verglichen mit dem Rest meines Lebens ist es wenigstens mal was anderes.“
(S.22)

„Es war immer noch unser Mond, einfach ein großer toter Felsbrocken am Himmel, aber er sah nicht mehr so harmlos aus. Er sah ganz plötzlich zum Fürchten aus und man konnte spüren, wie um uns herum die Panik wuchs.“
(S.31)

„Und dann fing sie an zu weinen. Das war vor zwei Stunden. Ich glaube nicht, dass sie inzwischen aufgehört hat.“
(S.56)

Inhalt:
Miranda, 16, lebt ihr Leben an der Highschool. Die Eltern haben sich vor Jahren getrennt. Ihr Vater bekommt mit seiner neuen Frau ein Baby.

Die Nachrichten, dass auf dem Mond ein Asteroid einschlagen wird, rücken fast in den Hintergrund. Doch als es soweit ist, werden alle von der Realität eingeholt. Der Einschlag auf dem Erdtrabanten verändert seine Umlaufbahn. Die Gezeiten geraten durcheinander. Ganze Landstriche versinken im Chaos. Als ob dies nicht schon genug wäre, steigt die Aktivität längst vergessener Vulkane drastisch an. Die Asche verdunkelt den Himmel, die Temperaturen sinken.

Auch Mirandas Umfeld verändert sich zusehends. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Nichts ist mehr normal. Wie lange werden die Vorräte der Familie reichen? Miranda wird mit ihrer Mutter und den zwei Brüdern Matt und Jonny mehr und mehr von der Außenwelt abgeschnitten. Es ist keine Frage, wer überlebt, sondern… Wer stirbt zuerst?

Meinung:
„Die Welt wie wir sie kannten“ hat eher zufällig den Weg zu mir gefunden. Das Buch stand nun auch schon eine ganze Weile in meinem Regal. Immer kam etwas anderes dazwischen. Doch die Beschreibung und der Klappentext hatten mich so neugierig gemacht, dass ich nun endlich wissen wollte, was es mit der Geschichte auf sich hat.

Die ersten Seiten führten mich vorerst beruhigend in die Geschichte ein. Ich lernte Miranda und ihren Tagesablauf kennen. Erfuhr, wie sich ihre Familienverhältnisse darstellten. Und bekam nebenbei die Information, dass zwei Ereignisse anstehen. Und zwar erwartet die neue Frau von Mirandas Vater ein Baby. Und auf dem Mond wird ein Asteroid einschlagen.

Das Vaterglück von Mirandas Vater war letztendlich für alle Betroffenen doch eine erfreuliche Entwicklung. Beim Asteroiden-Einschlag auf dem Mond jedoch schieden sich die Geister. Immerhin ist der Mond ja einiges von der Erde entfernt. Dennoch hatte ich beim Lesen der Seiten und des gefühlten Desinteresses zu diesem kosmischen Vorkommnis schon so eine vage Vorahnung. Auch wenn die Erde nicht direkt von einem Einschlag betroffen sein würde, sollte sich niemand in Sicherheit wiegen.

Und es kam, wie es kommen musste. Durch den Einschlag auf dem Mond ändern sich plötzlich alle bisher geltenden Gesetzmäßigkeiten. Der Mond beeinflusst mit einer durch den Treffer geänderten Umlaufbahn maßgeblich die Gezeiten auf der Erde. Sturmfluten sind an der Tagesordnung. Durch die enorm gestiegene Anziehungskraft werden längst erkaltete Vulkane wieder ins Leben gerufen. Die Chaosspirale steigt und steigt. Aschewolken verdunkeln den Himmel. Und damit sinkt die Temperatur merklich.

Susan Beth Pfeffer erschafft mit ihrer Geschichte eine Weltuntergangsvision, wie sie sich realistischer kaum anfühlen könnte. Nüchtern lässt sie Miranda in Tagebuchform erzählen, wie sich ihre bisher gefühlt heile Welt nach und nach verändert. Die in meinem Kopf beim Lesen entstandenen Schwarz-Weiß-Szenarien fühlten sich glaubhaft, ja sogar erschreckend an. Die Autorin spart nichts aus, sie beschönigt weder Handlungen der Charaktere noch spielt sie Gefahren in irgendeiner Weise herunter. Der Schreibstil insgesamt war sehr angenehm zu lesen und machte mich immer neugierig auf die folgenden Seiten.

Ihren Charakteren verlieh Susan Beth Pfeffer mit fortschreitender Geschichte wirkliche Tiefe. Ich nehme hier zum Beispiel Miranda. Hatte ich Miranda anfangs noch als idolverherrlichendes Teenie-Girl kennengelernt, setzt sie ihre Schwerpunkte fortlaufend genauer an. Sie weiß, trotz einiger Ausreißer, was in dieser Situation wichtig ist. Schön fand ich, dass sie sich nie etwas schönredet, sich einordnen kann, dabei eigene Ideen aber niemals aus dem Auge verliert. Durch die Erzählung aus ihrer Sicht konnte ich mich mehr und mehr in ihre Welt hineindenken, ich konnte sie und ihr Handeln ganz einfach verstehen. Miranda wurde damit für mich wirklich authentisch.

Zugegeben, die Handlung selbst strotzt natürlich nicht vor atemberaubender Spannung auf hohem Level. Auch einige Längen ließen sich mitunter nicht vermeiden. Dennoch fühlte sich die Geschichte für mich greifbar und real an, so dass ich es nicht zulassen konnte, das Buch zur Seite zu legen. Hautnah fühlte ich die sich ausbreitende Entbehrung, befand mich in Notsituationen und hoffte immer mit den Charakteren.

Mit dem Ende der Geschichte konnte die Autorin die Handlung wirklich in sich abrunden. Hatte ich nun schon fast keine Hoffnung mehr, gab mir Susan Beth Pfeffer einen kleinen Schimmer am Horizont. Obwohl es mehrere Bände der Reihe geben wird, wirkte dieser erste Teil für mich in sich abgeschlossen. Insofern kann ich „Die Welt wie wir sie kannten“ nun wirklich zufrieden zurück ins Regal stellen.

Urteil:
Mit „Die Welt wie wir sie kannten“ wird ein Szenario erschaffen, wie es sich realistischer kaum abspielen kann. Hoffnung und Zusammenhalt im Kontext mit realen Gefahren und Überlebenswillen haben mir einen Lesegenuss beschert, der sehr guten 4 Büchern definitiv gerecht wird.

Wer wissen will, wie sich ein realistisches Weltuntergangsszenario anfühlt, sollte dieses Buch lesen. Für alle, die zwischen Hoffnung und Bangen bestehen können, sich niemals aufgeben und dem Weltuntergang entgegentreten können.

Die Reihe:
1. Die Welt wie wir sie kannten
2. Die Verlorenen von New York
3. Das Leben das uns bleibt
4. Originaltitel: The Shade oft he Moon

©his-and-her-books.blogspot.de
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am 31. Dezember 2012
Dies vorab: Ich finde dieses Buch gut. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und es nicht bereut.
Allerdings merkt man das "Jugendbuch" doch sehr deutlich. Der Weltuntergang läuft insgesamt doch sehr harmonisch und geordnet ab. Und die Mummy hat meist alles im Griff... auch wenn die Tochter wieder mal randaliert und die Chocolate Chips aus der Speisekammer klaut.

Mit "realistischen" Verhältnissen hat das alles aber nicht viel zu tun. Die Leute stehen brav an der Kasse im Supermarkt an und werfen den "verängstigten Kassierinnen" einen Pauschalpreis von 100 Dollar pro Wagen hin. Selbst beim Weltuntergang klaut keiner was...sehr moralisch. Wäre das wirklich so? Oder würden wir die Kassierinnen einfach über den Haufen trampeln und mit allem, was wir bekommen könnten aus dem Geschäft stürmen? Seien wir ehrlich. Sehen wir uns mal an, was in Geschäften los ist, wenn es irgendein tolles Sonderangebot gibt. Und jetzt stellen wir uns den Weltuntergang vor... Okay..? Aber das Schlimmste was im Buch überhaupt passiert, ist, dass ein paar Jugendliche Sperrholzplatten von zugenagelten Schaufenstern reißen und diese als Brennholz verschachern. Ein Verbrechen, wenn es -28 Grad hat. Die Hauptdarstellerin Miranda ist von diesem Verbrechen so erschüttert, dass sie sofort zur Polizei läuft, die aber den Ort verlassen hat.

Ich wartete das ganze Buch darauf, dass endlich das passierte, was passieren muss. Einen Überfall, eine gewaltsame Plünderung. Irgendetwas. Aber nichts dergleichen passiert. Stattdessen klingelt einmal der Nachbar und fragt brav nach Aspirin. Hat in Amerika nicht jeder Schusswaffen zu Hause? Mummy hat keine. Also wäre sie prinzipiell schon mal im Nachteil. Und ihren Dosenvorrat hätte man ihr "in der Realität" sicherlich bald abgenommen. Diese "Gewaltfreiheit" ist wohl dem "Jugendbuch" geschuldet. Sie macht das Ganze aber unrealistisch. Wenn der Mensch Hunger hat, wird er zum Tier. In der Welt von Susan Beth Pfeffer bleibt er brav bis zum Ende.

Was mich auch störte, ist, dass die Familie mehr und mehr hungert, aber die Katze von Anfang bis zum Ende durchgefüttert wird. Wenn nichts mehr zu Essen da ist, würden wir wohl alle wenigstens Katzenfutter essen. Hat sicher auch Kalorien. Aber auf diesen Gedanken kommt niemand. Lieber verhungern sie, als die Katze an die frische Luft zu setzen. Ich bin auch tierlieb, aber wenn ich die Wahl habe, dass ich oder meine Kinder verhungern oder die Katze, dann würde der Spaß bei mir irgendwann aufhören... Aber das kommt im Buch nicht in Frage. Nicht einmal ein Gedanke daran wird verschwendet, dass man sich von der Katze trennen könnte.

Überhaupt scheinen die Vorräte der Familie unglaublich groß zu sein. Auch wenn beim Panikkauf mehrere Einkaufswägen vollgeladen wurden, kann ein 4-Personen-Haushalt samt Katze damit doch nie so lang überleben, wie es uns die Autorin weismachen will. Zwar wird nebenbei auch noch Gemüse im Garten gezogen und ab und zu gibt es Nachschub sowie anfangs noch Schulspeisung, aber trotzdem. Die Menge an Dosensuppe, die in diesem Buch verzehrt wird, wäre einfach nicht da. Und andere Quellen für Nahrungsmittel...? Fehlanzeige. Warum fischt eigentlich keiner in Millers Pond? Warum schießt keiner Tiere im Wald? Und wenn es nur Vögel sind? Ratten? Mäuse? Eine verlassene Farm in der Nähe mit zurückgelassenen Tieren? Nein, in Pfeffers Welt gibt es nur Konserven. Konserven und Konserven. Und das im Überfluss..

Und warum tauscht eigentlich keiner etwas? In allen Notzeiten haben die Leute getauscht. Brennholz gegen Essen. Decken gegen Benzin. Aber hier? Fehlanzeige. Irgendwie seltsam und weltfremd.

Ich will das Buch nicht kaputtreden. Aber diese Fragen drängten sich mir zu oft während des Lesens auf. Und wenn ich Zweifel an der Realität einer fiktiven Umgebung habe, kann ich mich nicht voll in diese hineinversetzen.

So bleibt es eben doch ein gutes, bedrückendes, aber eben nicht erstklassiges Buch.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Februar 2010
Gerade habe ich die letzten Zeilen gelesen - ein Wahnsinnsbuch! Eine sehr gute Geschichte, unglaublich spannend, erschütternd und doch auch positiv. Das Ende ist super gelungen, auch wenn ich gern noch weitergelesen hätte und gern erfahren würde, wie es weitergeht. Aber eigentlich ist es okay so. Mir gefällt sehr gut, dass es nicht zu brutal ist. Ich habe einige Weltuntergangsromane (z.B. "Die Straße") gelesen, die keine Fragen offen lassen und dabei oft an die Grenzen des Vorstellbaren stoßen. Auch wenn "Die Welt wie wir sie kannten" ein Jugendbuch ist, kommt es in keiner Weise kitschig daher, es wird nichts weichgezeichnet. Die Themen Tod, Krankheit, Ausweglosigkeit usw. werden sehr behutsam und doch auch rational behandelt. Dies wird eines meiner Lieblingsbücher werden und das schaffen im Jahr vielleicht höchstens 5!
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am 1. Mai 2010
In dem Buch 'Die Welt wie wir sie kannten' der amerikanischen Autorin Susan Beth Pfeffer, geht es um Miranda und ihre Familie, die versuchen nach einem Asteroideneinschlag auf dem Mond, weiterzuleben.

Miranda und ihre Familie beobachten gespannt wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch es kommt ganz anders als erwartet. Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geschleudert und rückt der Erde ein ganzes Stück näher. Die Auswirkungen sind verheerend, denn dadurch verändert sich die Welt, wie wir sie kannten.

Susan Beth Pfeffers Buch ist aus der Sicht der 16jähriden Miranda geschrieben, die ihrem Tagebuch berichtet, wie die Welt sich verändert. Es ist einfach nur erschreckend, denn die Handlung erscheint dermaßen real, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Einerseits möchte man wissen was als nächstes geschieht, denn oft bekommt man das Gefühl, schlimmer geht's nicht (man merkt: Oh doch, es geht noch schlimmer') und andererseits wachsen einem die Figuren sehr ans Herz, denn man kann sich stark mit ihnen identifizieren. Sie sind keine Helden und benehmen sich auch nicht so, ganz im Gegenteil auch Fehler und schwache Momente werden beschrieben, die die Figuren meist nur sympathischer machen. Die Atmosphäre wird zunehmend bedrückender, denn die ganze Familie steht der Situation hilflos gegenüber und immer wieder keimte in mir die Frag: Was würde ich tun? Solch ein Szenario quasi mitzuerleben ist schon schockierend, denn wer sagt, dass es uns nicht eines Tages genauso gehen wird?
Ich persönlich fand die Schreibweise sehr angenehm. Susan Beth Pfeffer schreibt recht umgangssprachlich, was für Kinder und Jugendliche vermutlich sehr angenehm zu lesen ist.

Mein Fazit: Ein Kinder- und Jugendbuch, das es sich (auch für Erwachsene) zu lesen lohnt, denn dem Leser wird bewusst, wie gut wir es doch haben (in Bezug auf Essen, Wärme etc.)und dass jeder Tag der letzte sein könnte'.
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