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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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am 9. September 2008
... dann muss es sich für mich um ein ganz besonderes Buch handeln. Dies ist bei "Seelen" von Stephenie Meyer absolut der Fall. Ich hätte noch ewig weiterlesen können und das wahrscheinlich ohne mich nur annähernd zu langweilen oder mich nicht mehr an der Geschichte erfreuen zu können. Anfangs war ich wirklich skeptisch, was dieses Buch betraf, da ich SciFi sonst eigentlich absolut nichts abgewinnen kann. Nur weil mir die anderen Bücher der Autorin so gut gefallen hatten, habe ich mich auch an diesem Buch versucht. Meine Erwartungen wurden jedoch absolut übertroffen - dieses Buch gefällt mir sogar noch besser als die Biss-Bücher.
Es ist sehr flüssig geschrieben und sehr gefühlvoll und einfühlsam. Besonders die Charaktere im Buch haben es mir angetan. Man erlebt es wirklich sehr selten, dass man sich deratig tief in die Figuren eines Buches einfühlen kann und sie versteht. Ich war seitenweise richtig gerührt und begeistert von der Schreibweise der Autorin. Nie hätte ich erwartet, dass mal ein Buch an die Bücher meiner Lieblingsautorin Juliet Marillier heranreichen würde. Dieses Buch schafft es aber tatsächlich. Deshalb wird es nun auch einen Ehrenplatz in meinen Regal erhalten.

Die Geschichte der Seele Wanda, die in den Körper von Melanie eingesetzt wird und eigentlich Melanies Geist auslöschen sollte, um dann den Körper von Melanie zu übernehmen, hat mich wirklich berührt. Es funktioniert nämlich nicht, weil Melanie so stark ist und nun sind folglich zwei Seelen in einem Körper vereint, die sich einerseits bestimmte Gefühle teilen, andererseits aber auch in der Lage sind unterschiedliche Gefühle zu empfinden.
Die Seelen sind eine Spezies, die andere Körper einnehmen können, und besonders bei den Menschen sehen sie es als notwenig an, da sie diese als sehr brutal und gefährlich wahrnehmen. Die Seelen selbst sind nicht in der Lage zu lügen oder jemanden zu verletzten. Deshalb erscheint es ihnen nur logisch auch die Menschen zu besetzen, um die Erde friedlicher zu machen.
Im Fall von Wanda ist es aber anders. Sie wird von Melanies Gefühlen so sehr geleitet, dass sie sich auf die Suche nach "richtigen" Menschen macht. Das Zusammenleben mit ihnen gestaltet sich aber schwieriger als erwartet und gerade hier spielen die Gefühle von Wanda und Melanie eine übergeordnete Rolle. Es stellt sich die Frage, welche Gefühle echt sind und welche nicht, wer welche Rechte und Ansprüche haben darf und wer nicht. Vor allem aber geht es um die Freundschaft und Liebe. Dabei wirft Stephenie Meyer schon fast philosphische Fragen auf und viele Situationen, die als unlösbar erscheinen, können letztendlich doch zum Guten gekehrt werden.

Ein wahrhaft einfallsreiches, farbenfrohes und beeindruckendes Buch, das mich in allen Punkten überzeugen konnte. Sogar die Covergestaltung (mit dem reflektierenden Auge - ganz passend zum Inhalt) und die Aufteilung im Buch sind einfach nur gelungen und ansprechend.

Bisher mein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr!
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am 19. Januar 2012
Twilight hat mich eigentlich nicht sonderlich begeistert - platter Erzählstil, unselbständige und absolut unglaubwürdige Protagonistin, die ohne ihren Eeeeeedward nicht einmal atmen kann, und Langeweile bis zum Abwinken. Ja, dass actionreiche Szenen nicht unbedingt Meyers Spezialgebiet sind, beweist sie in The Host ebenfalls eindrucksvoll.

Zum Inhalt sag ich nichts mehr; den kann man in mehreren Rezensionen hier nachlesen - oder man scrollt einfach nach oben und liest den Amazon-Klappentext.
Achtung, SPOILER!
Zu den Charakteren: Wanda wächst einem mit der Zeit einerseits ans Herz, andererseits hat man manchmal das dringende Bedürfnis, ihr mit einem Holzhammer auf den Kopf zu hauen (was ihr wahrscheinlich gefallen würde - sie würde sich dann wahrscheinlich noch entschuldigen, wenn der Hammer splittern würde). Die Idee, dass die Seelen Gewalt verabscheuen, ist niedlich, wird aber in diesem Buch bis zum Erbrechen ausgereizt. Während sich Wanda in den allermeisten Dingen an die Menschlichkeit assimiliert, bleibt sie bezüglich negativer Emotionen ungefähr so ausgereift wie eine grüne Tomate. Manchmal will man sie einfach nur schütteln, damit sie aufwacht.
Vor allem, wenn es um ihre Vorliebe für Jared geht. Denn Meyer zeichnet nach Bella Swann ein weiteres Mal ein Frauenbild, wie es die Welt nicht braucht - kaum hat Wanda nach einer anstrengenden Reise (während derer sie sogar fast ihr Leben verliert) die Höhlen erreicht, in denen sich die Menschen verstecken, zieht ihr Jared erstmal so kräftig eine rein, dass es sie von den Füßen haut und ihr halbes Gesicht von einem satten Bluterguss bedeckt ist. Nicht das einzige Mal, dass er das A****loch raushängen lässt und sie einfach mal verprügelt, auf den Boden schmeißt oder ihr mit einem Stein das halbe Gesicht wegschrubbelt - Letzteres sogar auf eigenen Wunsch. Das Einzige, was Wanda dazu zu sagen hat, sind Ausflüchte oder Selbstanschuldigungen nach dem Motto ,Ich habs verdient, ich bin selbst schuld, ich bin nichts wert'; das Einzige, was Mel dazu zu sagen ist ,Ich kann nicht glauben, dass er mich geschlagen hat'. Interessant. Während des Lesens musste ich des öfteren an Bella und ihren Hang zum Leiden denken, denn Eeeeedward macht ja auch ab und zu mit ihr, was er will.

Melanie hat mich während des Lesens eigentlich entweder gelangweilt (wenn mal wieder absolut unnötige Dialoge kamen) oder genervt, weil ich irgendwann Mitleid mit Wanda hatte und Melanie eigentlich selbst nur noch loswerden wollte (und ja, ich bin immer noch ein Mensch - mein Mann hat mir mit ner Taschenlampe ins Auge geblinkt).
Ansonsten sind die Figuren relativ gut gestaltet, auch wenn Meyers Frauenbild immer mal wieder durchblitzt, etwa gegen Ende des Buches, als Sunny oder Lacey ins Spiel kommen - entweder das kleine, verschreckte Mädchen, das ohne den großen, starken Mann (in diesem Fall Kyle) nicht leben kann, oder die Oberzicke. Meyer schafft es einfach nicht, eine starke weibliche Figur zu zeichnen, die auch glaubwürdig oder sogar sympathisch ist.

Abzüge gibt es von mir auch für so manchen unlogischen Twist - wenn die Seelen doch so unendlich gutmütig sind, wie zur Hölle haben sie es dann geschafft, einen ganzen Planeten voller Waffen zu erobern? Irgendwann müssen die Menschen ja mal gemerkt haben, dass da was im Busch ist, und sich gewehrt haben. Warum haben die Seelen die Suche nach Lacey so schnell eingestellt? Die Frage wird irgendwann komplett fallen gelassen. Wenn Jared es schafft, Melanies Körper einfach mal so zu verprügeln, ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, ist er dann nicht ein ziemliches A****loch? Ich könnte noch mindestens 20 weitere Fragen hier aufzählen, aber das würde wohl eh nichts bringen.

Davon abgesehen ist das Buch angenehm zu lesen, auch wenn die ein oder andere Seite überflüssig ist. Die Dialoge a la ,Willst du was essen?', ,Nein, ich hab keinen Hunger', ,Doch, du musst was essen', ,Na schön, dir zuliebe' ziehen sich endlos in die Länge, Spannung kommt extrem selten auf. Die philosophische Seite, die ab und an durchblitzt, ist allerdings sehr schön und hat mich manches Mal zum Nachdenken angeregt - was macht uns Menschen menschlich? Und können wir nur so starke positive Emotionen empfinden, weil unsere negativen Emotionen ebenfalls so stark sind?
Endgültig gerettet wurde das Buch durch das zugegebenermaßen nicht ganz überraschende Ende und die Tatsache, dass die Idee einfach nur genial ist. Also drei Sterne für ein Lesevergnügen, das sich manchmal ein bisschen gezogen hat, aber im Großen und Ganzen doch recht zufriedenstellend war.
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am 19. Januar 2009
Nachdem die Bis(s)-Reihe zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe von Stephenie Meyer zähle (bin Ü30), habe ich mir lange überlegt, ob "Seelen" etwas für mich ist, da Zukunftsgeschichten nicht so meine Welt sind.
Nach langem Überlegen war es dann mein Weihnachtsgeschenk an mich und ich kann nur sagen, traut Euch und überlegt nicht lange.
Nach einem etwas schwierigen Einstieg in die Geschichte, ist "Seelen" einfach nur schön, romantisch und begeisternd. Konnte es kaum aus der Hand legen und habe gestern 5 Stunden am Stück gelesen, weil es so schön war und ich es einfach nicht weglegen konnte.
Stephenie Meyer gelingt es wie keiner anderen Gefühle zu beschreiben, dass man sie selbst fühlen kann. Einfach klasse!
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am 15. Februar 2016
Ich bin ein Bücher- und Filmenarr. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich den Film gesehen. Der war ganz gut gemacht und ich habe den Kauf nie bereut - bis ich das Buch gelesen habe. Es ist, nun das beste Wort dafür wäre wahrscheinlich: intensiv. Der Leser erfährt soviel über die Seelen, wo sie herkommen, wie sie leben, wie sie tatsächlich heilen ( anders als im film), wie sie einen Körper wieder verlassen können( anders als im film), wie sie entstehen usw.
Das Universum, das Stephenie Meyer hier erschaffen hat ist wirklich fazinierend. Der Wandel, den die Figuren im Verlauf durchmachen ist wirklich mitreißend und erstaunlich. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und schreibe diese Rezension noch bevor ich mit dem lesen ganz fertig bin. Warum? Weil mir etwas passiert ist, das bislang noch nicht vorgekommen ist. Ich musste weinen. Ich will jetzt hier nicht näher drauf eingehen, warum, oder welche Stelle mich zum heulen gebracht hat. Ich denke jeder Bücherwurm, der in Geschichten eintauchen kann, wird das beim ersten lesen sofort selber erfahren.
Worauf ich hinaus will ist, das die Autorin außergewöhnlich tiefe und vielschichtige Figuren erschaffen hat, die einem ans Herz wachsen und mit denen man sich freuen, fürchten, hoffen und leiden kann. Der Film schafft es nicht, an diese Tiefe auch nur heran zukommen. Im Vergleich zum Buch ist er flach und langweilig. Im nachhinein betrachtet eine schlechte Verfilmung eines wunderbaren Buches die mich ähnlich enttäuscht wie die Eragon Verfilmung.
Ich bin sehr froh, auf die anderen positiven Rezensionen "gehört" zu haben, die mich zum kauf animierten und spreche hiermit ebenfalls eine Kaufempfehlung für dieses Buch aus.
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am 24. Oktober 2008
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich die Biss Reihe von Stephenie Meyer so gut fand, aber genau damit darf man nicht an das Buch rangehen, weil es eben ein ganz anderes Thema und ein anderes Genre verkörpert..
Nach 50 Seiten hatte ich das erste mal den Drang das Buch abzubrechen, nach 150 hätte ich fast ganz aufgegeben..Ich habe mich weiter gekämpft und es hat sich doch gelohnt..
Was mich am Anfang so gestört hat war, das sich die Implantation der Seele so ewig lange gezogen hat und das war nun mal so gar nicht interessant..
Richtig gut wurde es, als Mel (der Körper) und Wanderer (die Seele) miteinander kommuniziert haben..
Man merkte richtig, wie die beiden eine tolle Freundschaft geschlossen haben..
Auch Ian und Jared haben tolle Charaktere..
Beide, die man einfach gern haben muss, wenn man richtig drin ist in dem Buch..
Auch die anderen Charaktere wachsen dir ans Herz..
Als ich dann richtig drin war, kam ich sehr flott durch das Buch durch..
Es hat einen schönen flüssigen Schreibstil und ist spannend..
Langatmig fand ich es nach den ersten Seiten dann gar nicht mehr, aber die muss man wie gesagt erstmal schaffen Wink
Auch das Ende des Buches war für mich persönlich sehr schön und doch irgendwie überraschend..
Ich hätte mit vielem gerechnet, aber das war doch anders, als ich dachte..
Gutes Buch, auch wenn man sonst keine SiFi mag..Ich bin normal auch kein SiFi-Leser, sondern eher diejenige, die Fantasybücher verschlingt..
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am 19. Januar 2010
Ich vergebe hier fünf rechtmäßig verdiente Sterne, da ich der festen Überzeugung bin, dass dieses Buch selbst Millionenseller wie Twilight in den Schatten stellen könnte. Wer hier allerdings das gleiche Image wie bei Twilight erwartet, sucht an der falschen Stelle. Schon allein das Grundprinzip, nämlich dass sich zwei Frauen einen Körper teilen müssen, ist ein komplett anderes. Auch die beiden Hauptpersonen Melanie und Wanda sind mit Bella überhaupt nicht zu vergleichen. Die Handlung ähnelt der von Twilight auch nur in einem einzigen Punkt: Es geht um die Liebe.
Ansonsten sind diese beiden Bücher bzw. Buchreihen so grundverschieden, wie es zwei Geschichten derselben Autorin nur sein können. Einzig und allein der Schreibstil ist gleichgeblieben, worüber man sich aber keineswegs beklagen kann, da er überaus angenehm und leicht zu lesen ist. Dadurch, dass das Buch in der Ich-Form erzählt wird, kann man sich problemlos in Wanda hineinversetzten und ist immer mittendrin statt nur dabei.

Fazit: Wer dieses Buch links liegen lässt, nur weil der Anfang und/oder die Story zunächst etwas ungewöhnlich erscheinen, verpasst einen der vielen Sinne des Lebens und ein einzigartiges Meisterwerk des 21. Jahrhunderts.
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am 11. Februar 2014
....oder zwei Willensstarke versetzen ein Gebirge.

Inhalt:

Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig, nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat.....

Mein Eindruck:

Ist schon etwas her wo ich diesen dicken Schinken gelesen habe aber eines weiß ich noch genau, er hat Twilight komplett in den Schatten gestellt und so schnell hatte ich fast 900 Seiten noch nie durchgelesen.

Hier macht es einfach die immens geniale Mischung zwischen Science-Fiction und Lovestory, die den Leser bei Laune hält, ebenso auch durchgehend zu fesseln vermag und man dabei nicht mal merkt was für ein Wälzer man gerade liest.

Alle Protagonisten ob jetzt Mel oder Wanda und auch die Jungs wachsen einem schnell an Herz und sie müssen sich dabei nicht einmal großartig anstrengen, man merkt einfach sofort, das sind keine 08/15 Protagonisten und Klischees werden hier nicht bedient.

Der Anfang bis ca Seite 180 zieht sich etwas in die Länge oder sagen wir es mal so, der Anfang ist schwer Science-Fiction lastig und für Leute die eher keine Science-Fiction Bücher lesen könnte es etwas langatmig werden, haltet durch sonst verpasst ihr echt eine tolle Geschichte.

Von mir bekommt diese geniale Geschichte 4/5 Sternen und wie man munkelt sollen noch weitere Teile folgen. Ich lasse mich einfach mal überraschen und hätte an sich nichts daran auszusetzen noch weitere Teile davon zu lesen.
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am 25. Juni 2015
Über den Hype um Edward und Bella wurde ich auch auf dieses Buch aufmerksam, das so ganz anders klang als die stark pubertierende Liebesgeschichte zwischen dem Vampir und dem navien Mädchen, mit der ich nicht recht was anzufangen wusste (vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu alt für diese Form von Literatur).
Seelen hat mich oft gespalten. Es ist angenehm zu lesen, aber Melanie ist im Grunde nichts anderes als Bella in Grün. Ein Charakter, den man nicht selten mal durchschütteln und fragen möchte: "Hey, geht's noch?"
Das Buch hat auch unheimliche Längen, die durch mangelnde Spannung/Action noch zäher zu bewältigen sind, und wenn die Schreibe selbst nicht so angenehm zu lesen gewesen wäre, hätte ich es vielleicht nicht bis zum Ende geschafft. Und das wäre sehr schade gewesen.

Die Geschichte punktet eindeutig mit ihrer Idee, die, auch wenn nicht völlig neu, doch ganz neu erzählt wurde, und mit einer sympathischen Art des Schreibstils, der einen doch so manches aushalten lässt.
Ich würde gerne 3,5 Sterne geben, aber das geht leider nicht, deshalb vier. Ein bisschen schräg ist das Verhältnis hier für mich aber schon, weil jetzt nur 1 Stern fehlt bis zum "bin total begeistert".
Sagen wir also mal so: Es ist trotzdem ein Buch, dass ich nicht so bald vergessen werde, und das ist ja auch etwas Wunderbares.
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am 9. Juni 2015
Klappentext:
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig - nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält - und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Nach der Bis(s)-Reihe bin ich skeptisch an dieses Buch herangegangen, weil mir Stephenie Meyers Stil dort überhaupt nicht zugesagt hat. Aber „Seelen“ hat mich rundum positiv überrascht. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich so leicht lesen, dass es einfach ist, durch die Seiten zu fliegen. An den richtigen Stellen sind die Szenen gestreckt oder gekürzt, sodass die Geschichte nie langatmig wird, aber auch nicht hetzt. Und auch die Beschreibungen der Landschaft, Gedanken und Gefühle sind realistisch und nur dann durch die rosarote Blümchenbrille, wenn es der Gemütszustand der Protagonistin das erfordert.

Aber auch inhaltlich hat das Buch viel zu bieten. Es beginnt mit den Charakteren, die glaubwürdig ausgearbeitet sind. Melanie ist eine Widerstandskämpferin, die die Seelen hasst und sich vor ihnen versteckt. Sie hat einen starken Willen und vertritt ihre Sachen entschlossen genug, um den Tod der Ergreifung durch die Seelen vorzuziehen. Doch der Plan misslingt und die sanfte Seele Wanderer, später Wanda genannt, wird in ihren Körper verpflanzt. Doch Melanie ist stark und will sich nicht einfach geschlagen geben. So beginnt ein erbitterter Kampf um den Körper, in dem sie beide stecken. Was leicht in einen Zickenkrieg ausarten könnte, hält die Autorin aber auf einem der Geschichte dienlichen Niveau. Während Wanda versucht, aus Melanies Erinnerungen alles über den menschlichen Widerstand zu erfahren, nutzt Melanie ihre Erinnerungen an ihren Freund Jared als Waffe und überflutet Wanda mit für Seelen völlig unbekannten Gefühlen. Immer wieder flammen die Auseinandersetzungen auf und der Konflikt ist allgegenwärtig, doch in der Geschichte bleibt auch genug Platz für andere Handlung.
Besonders erwähnenswert finde ich dabei die Reifung, die die beiden durchmachen. So untrennbar verbunden, erfährt Melanie Dinge von Wanda, die ihre Sicht auf die Seelen in Frage stellen. Und Wanda lernt, was es heißt, ein Mensch zu sein. Und trotz des ständigen Konflikts gibt es auch Situationen, in denen sie zusammenarbeiten, um den Körper zu retten, in dem sie gemeinsam stecken. Das führt unvermeidlich zu Veränderungen und denen wird in diesem Buch viel Raum gegeben.

Der Kampf um den Körper ist jedoch nicht der einzige Konflikt, denn außer Melanie gibt es noch weitere Widerstandskämpfer. Die Seelen kommen ihrem Versteck immer näher und werden wachsamer, sodass es schwieriger für sie wird, an Nahrungsmittel und andere wichtige Dinge zu kommen. Die verschiedenen Auseinandersetzungen treiben die Spannung in der Geschichte immer wieder in die Höhe und erleichtern es dadurch noch mehr, durch die Seiten zu fliegen. Wenn sich die Auseinandersetzung im Körper für einen Moment beruhigt hat, droht Gefahr von den Seelen. Das Meistern dieser Situation führt wiederum zu Streits unter den wenigen Menschen, die noch verblieben sind. Diese Kombination hält den Spannungsbogen immer aufrecht.

Schade finde ich bloß, dass die Autorin ihrer eigenen Geschichte nicht vertraut. Eigentlich ist genug Potenzial umgesetzt worden, um ein so gutes Buch entstehen zu lassen, dass auch ein nicht vollständig zufrieden stellendes Ende für jeden Leser in Ordnung sein müsste. Aber wie um sicher zu gehen, hat Stephenie Meyer noch ein zweites Ende geschrieben, das ein fast schon übertriebenes Happy End ist. Leider ist dieses Alternativende nicht als solches markiert. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich nicht weiter gelesen, denn für mich war die Geschichte nach dem eigentlichen Ende besser und runder abgeschlossen.

Fazit:
Das Buch hat mich rundum positiv überrascht. Die Charaktere sind vielschichtig konzipiert und reifen während der Geschichte mit ihren Aufgaben und miteinander. Die Handlung ist geprägt durch unterschiedliche Konflikte, die den Spannungsbogen aufrechterhalten. Doch nicht nur deshalb, auch wegen des flüssigen Schreibstils ist es leicht, durch die vielen Seiten des Buches zu fliegen. „Seelen“ bekommt von mir eindeutig alle fünf Schreibfedern.
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am 11. März 2010
Anfangs war ich zwar noch etwas skeptisch, da sich die Geschichte etwas gezogen hat. Jetzt aber kann ich jedem der das Gleiche empfindet nur sagen: LEST WEITER!!! Nach den ersten ca. 100-150 Seiten wurde es dafür umso spannender und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Seelen gehört nun zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich kann wirklich jedem nur empfehlen es zu lesen. Da ich gelesen habe, dass es auch eine bzw. sogar zwei Fortsetzungen geben soll (The Soul & The Seeker) freue ich mich schon sehr darauf!
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